1/19
Diese Flashcards decken die zentralen Konzepte der Vorlesung zur Entwicklung der Wahrnehmung (Hören, Sehen, Tiefe) und Motorik (Reflexe, Grob- und Feinmotorik, Rolle der Erfahrung) ab.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Preferential Looking
Eine Methode der Säuglingsforschung, bei der unterschiedliche Blickzeiten bei zwei Reizen darauf hindeuten, dass diese als verschieden erkannt werden. Säuglinge haben meist eine Präferenz für Neues.
Habituations-Dishabituations-Paradigma
Ein Verfahren, bei dem nach wiederholter Präsentation eines Reizes das Desinteresse (Habituation) gemessen wird. Ein neuer Stimulus führt bei Erkennen des Unterschieds zu einem Wiederanstieg der Aufmerksamkeit (Dishabituation).
Non-nutrive Sucker
Ein spezieller Schnuller oder Nuggi, der als Methode der Säuglingsforschung eingesetzt wird, um physiologische Reaktionen über das Saugverhalten zu messen.
Akkommodation
Die Fähigkeit des Auges, die Brechkraft der Linse so zu verändern, dass Objekte aus unterschiedlicher Entfernung scharf auf der Retina abgebildet werden können.
Kategoriale Farbwahrnehmung
Die von Anfang an (wie bei Erwachsenen) vorhandene Fähigkeit, Wellenlängen des Lichts in Farbkategorien einzuteilen; alle drei Zapfentypen sind mit ca. 3−4 Monaten funktionsfähig.
Querdisparität / Querdisparation
Ein binokularer Tiefenhinweis, der auf den leicht unterschiedlichen Bildern der beiden Augen basiert, die im Gehirn zu einem räumlichen Bild verrechnet werden.
Bewegungsparallaxe (motion parallax)
Ein kinetischer Tiefenhinweis, bei dem sich bei Eigenbewegung stationäre, nähere Objekte schneller und weiter entfernte Objekte langsamer zu bewegen scheinen.
Optische Expansion
Ein kinetischer Reiz, bei dem Individuen mit den Augen blinzeln, wenn ein Objekt mit hoher Geschwindigkeit auf sie zukommt.
Visuelle Klippe (visual cliff)
Ein klassisches Experiment von Gibson & Walk (1960) zur Tiefenwahrnehmung, das zeigt, dass Kinder ab etwa 6−14 Monaten den vermeintlichen Abgrund erkennen und nicht darüber krabbeln.
Subjektive Konturen
Phänomen der Formwahrnehmung, bei dem bereits 3 Monate alte Säuglinge Konturen (wie ein Quadrat) wahrnehmen, auch wenn diese nicht physisch gezeichnet sind (Studie von Ghim, 1990).
Perceptual narrowing
Ein Prozess der frühen Spezialisierung der Wahrnehmung, bei dem z. B. 9 Monate alte Säuglinge zwar Menschengesichter gut unterscheiden können, aber die Fähigkeit zur Unterscheidung von Affengesichtern gegenüber 6 Monaten verloren haben.
Strabismus (Schielen)
Eine abweichende Blickrichtung der Augen aufgrund mangelnder Koordination, die besonders in den ersten 3−6 Lebensmonaten typisch ist.
Mikrostrabismus
Ein leichtes Schielen, oft aufgrund von Sehschärfenunterschieden, das im 1. Lebensjahr ein Risiko für Schwachsichtigkeit darstellt und mit Augenpflastern behandelt wird.
Synaptogenese
Die Bildung von Synapsen zwischen Neuronen; Tierversuche von Blakemoore & Cooper (1970) zeigten, dass visueller Deprivation während dieser Phase zu defizitärer Wahrnehmung führt.
Cephalocaudale Abfolge
Ein universelles Prinzip der motorischen Entwicklung, wonach die Körperkontrolle von oben nach unten fortschreitet (z. B. Kopf halten vor dem Gehen).
Moro-Reflex
Ein Umklammerungsreflex, der als Indikator für eine regelgerechte neurologische Entwicklung dient.
Babinsky-Reflex
Ein Reflex, bei dem sich die Zehen spreizen, wenn die Fußsohle gestrichen wird.
Pinzettengriff
Ein feinmotorischer Meilenstein, der im Alter von ca. 9 Monaten erreicht wird und das präzise Greifen mit Daumen und Zeigefinger erlaubt.
Assoziierte,unwillku¨rlicheBewegungen(AIMs)
Mitbewegungen, die bei zunehmender motorischer Entwicklung und Effizienz abnehmen.
Developmental Coordination Disorder (DCD)
Eine Entwicklungsstörung der Koordination, bei der eine verzögerte oder defizitäre motorische Entwicklung vorliegt.