2. Eigenschaften, Theoriengeschichte, Psychophysik

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1
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Warum reichen die klassischen fünf Sinne nicht aus, um menschliche Wahrnehmung vollständig zu beschreiben?

Weil sie wichtige Wahrnehmungsleistungen wie Gleichgewicht, Körperlage, Schmerz oder Temperatur nicht erklären können.
2
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Welche Sinnesmodalität ermöglicht es dir, auch mit geschlossenen Augen zu wissen, wo sich dein Arm befindet?
Propriozeption.
3
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Ein Patient kann Berührungen wahrnehmen, aber keine Temperaturunterschiede erkennen. Welcher Sinneskanal ist vermutlich beeinträchtigt?
Thermorezeption.
4
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Warum ist das Gleichgewichtssystem für zielgerichtete Handlungen wichtig?
Es liefert Informationen über Lage und Bewegung des Körpers im Raum und ermöglicht stabile Orientierung.
5
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Was zeigen Wahrnehmungstäuschungen über die Funktionsweise menschlicher Wahrnehmung?
Dass Wahrnehmung keine objektive Kopie der Umwelt ist, sondern aktiv konstruiert wird.
6
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Warum sind optische Täuschungen für die Wahrnehmungspsychologie besonders interessant?
Weil sie Unterschiede zwischen physikalischer Realität und subjektivem Erleben sichtbar machen.
7
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Welches gemeinsame Prinzip steckt hinter der Müller-Lyer-, Titchener- und Hering-Täuschung?
Kontextinformationen verändern die Wahrnehmung eines eigentlich unveränderten Reizes.
8
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Ein Werbedesigner möchte ein Produkt größer erscheinen lassen als es tatsächlich ist. Welches Grundprinzip der Wahrnehmung nutzt er aus?
Die Kontextabhängigkeit und Konstruktivität der Wahrnehmung.
9
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Was unterscheidet Empfindung von Wahrnehmung?
Empfindung beschreibt die Registrierung physikalischer Reize durch Sinnesorgane, Wahrnehmung deren Interpretation.
10
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Auf welcher Ebene entsteht die Bedeutung eines Objekts?
Auf der Wahrnehmungs- bzw. Kognitionsebene.
11
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Ordne die folgenden Prozesse zu: Licht trifft auf die Netzhaut, Objekt wird als Stuhl erkannt, Man entscheidet sich auf dem Stuhl zu sitzen.
Empfindung → Wahrnehmung → Kognition.
12
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Warum ist die Trennung zwischen Empfindung, Wahrnehmung und Kognition wissenschaftlich sinnvoll?
Weil unterschiedliche Verarbeitungsprozesse und Forschungsfragen untersucht werden können.
13
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Welche Grundannahme vertritt Craik & Lockhart?
Je tiefer Informationen verarbeitet werden, desto besser werden sie erinnert.
14
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Warum führt semantische Verarbeitung häufig zu besseren Erinnerungsleistungen als oberflächliche Verarbeitung?
Weil mehr kognitive Verarbeitungsschritte stattfinden und stärkere Gedächtnisspuren entstehen.
15
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Was kritisierte Morris et al. (1977) am Levels-of-Processing-Ansatz?
Dass auch flache Verarbeitung zu guter Erinnerung führen kann, wenn der Test dieselbe Art der Verarbeitung verlangt.
16
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Ein Student merkt sich Wörter durch Reime und wird später ebenfalls mit Reimaufgaben geprüft. Welche Theorie erklärt die gute Leistung?
Transfer-appropriate Processing.
17
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Warum ist Transfer-appropriate Processing für Lernstrategien relevant?
Weil die beste Lernmethode von der späteren Prüfungsanforderung abhängt.
18
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Was ist der distale Reiz?
Das reale Objekt in der Umwelt.
19
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Was ist der proximale Reiz?
Das Abbild des distalen Reizes auf den Sinnesorganen, beispielsweise auf der Retina.
20
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Warum können unterschiedliche distale Reize denselben proximalen Reiz erzeugen?
Weil Informationen durch Perspektive, Entfernung oder Beleuchtung verändert werden können.
21
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Warum ist Wahrnehmung trotz spiegelverkehrter Netzhautabbildung normalerweise korrekt?
Weil das Gehirn die sensorischen Informationen interpretiert und korrigiert.
22
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Was bedeutet die Aussage „Wahrnehmung ist begrenzt“?
Menschen können nur einen kleinen Teil des physikalischen Energiespektrums wahrnehmen.
23
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Warum können Menschen kein UV-Licht sehen?
Weil das visuelle System nur einen bestimmten Bereich elektromagnetischer Wellen verarbeitet.
24
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Welche Funktion erfüllt selektive Wahrnehmung?
Sie ermöglicht die Konzentration auf relevante Informationen.
25
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Warum kann selektive Wahrnehmung sowohl Vorteil als auch Nachteil sein?
Relevante Informationen werden hervorgehoben, gleichzeitig können wichtige Reize übersehen werden.
26
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Was bedeutet konstruktive Wahrnehmung?
Das Gehirn erzeugt aktiv eine interne Repräsentation der Umwelt.
27
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Warum spricht die Fraser-Spirale gegen die Vorstellung einer objektiven Wahrnehmung?
Weil wahrgenommene Strukturen nicht den physikalischen Gegebenheiten entsprechen.
28
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Warum muss Wahrnehmung nicht objektiv korrekt sein, um nützlich zu sein?
Entscheidend ist, dass sie erfolgreiches Handeln ermöglicht.
29
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Welche Eigenschaft erklärt die Größenkonstanz?
Die funktionale Anpassung der Wahrnehmung an handlungsrelevante Informationen.
30
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Warum kann dieselbe Figur als Buchstabe oder Zahl wahrgenommen werden?
Weil der Kontext die Interpretation beeinflusst.
31
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Welche Beobachtung spricht dafür, dass Wahrnehmung erlernt werden kann?
Experten erkennen relevante Muster schneller und präziser als Anfänger.
32
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Was versteht man unter Top-down-Verarbeitung?
Erwartungen, Vorwissen und Erfahrungen beeinflussen die Wahrnehmung.
33
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Welches Risiko besteht bei ausschließlich top-down gesteuerter Wahrnehmung?
Man würde nur noch wahrnehmen, was man erwartet.
34
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Was wäre die Konsequenz ausschließlich bottom-up gesteuerter Wahrnehmung?
Erfahrungen und Erwartungen hätten keinen Einfluss auf die Interpretation von Reizen.
35
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Welche zentrale Frage stellt der Strukturalismus?
Aus welchen elementaren Bestandteilen setzt sich Wahrnehmung zusammen?
36
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Wie würde ein Strukturalist das Trinken einer Limonade erklären?
Als Kombination einzelner Sinneseindrücke wie Geschmack, Temperatur, Farbe und Prickeln.
37
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Warum entstand die Gestaltpsychologie als Kritik am Strukturalismus?
Weil die Summe einzelner Sinneseindrücke nicht die gesamte Wahrnehmung erklärt.
38
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Was bedeutet „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“?
Wahrnehmung besitzt Eigenschaften, die nicht aus einzelnen Reizelementen ableitbar sind.
39
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Welche Frage steht im Mittelpunkt des Funktionalismus?
Welchen Zweck erfüllt Wahrnehmung für Verhalten und Anpassung?
40
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Warum wird der Funktionalismus oft mit Evolution in Verbindung gebracht?
Weil Wahrnehmung als Anpassung an Umweltanforderungen betrachtet wird.
41
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Warum gilt der Wahrnehmende in der ökologischen Psychologie als aktiver Beobachter?
Weil Bewegung ständig neue Informationen erzeugt.
42
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Welches Beispiel verdeutlicht optisches Fließen?
Das Steuern eines Autos während der Fahrt.
43
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Warum sind Wahrnehmungen laut Konstruktivismus keine direkten Abbilder der Welt?
Weil sie durch Sinnesorgane, Erfahrungen, Motive und Erwartungen gefiltert werden.
44
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Was meinte Helmholtz mit „unbewussten Schlüssen“?
Das Gehirn zieht automatisch Interpretationen über die Außenwelt aus unvollständigen Informationen.
45
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Was untersucht die Psychophysik?
Die quantitative Beziehung zwischen physikalischen Reizen und psychologischem Erleben.
46
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Welche vier Grundfragen der Psychophysik gibt es?
Entdeckung, Unterscheidung, Skalierung und Erkennung.
47
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Was beschreibt die absolute Schwelle?
Die minimale Reizintensität, die gerade noch wahrgenommen wird.
48
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Welche Methode zur Schwellenmessung bietet die höchste Kontrolle über Antworttendenzen?
Die Methode konstanter Stimuli.
49
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Warum wird bei der Methode konstanter Stimuli häufig die 50%-Regel verwendet?
Weil die Wahrnehmung probabilistisch und nicht absolut ist.
50
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Was ist ein JND (Just Noticeable Difference)?
Der kleinste wahrnehmbare Unterschied zwischen zwei Reizen.
51
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Warum nimmt der JND mit steigender Reizintensität zu?
Weil Unterschiede relativ zur Ausgangsintensität bewertet werden, gemäß dem Weberschen Gesetz.
52
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Ein Geschäft erhöht den Preis eines Produkts von 2 € auf 2,10 €. Warum fällt dies stärker auf als eine Erhöhung von 100 € auf 100,10 €?
Aufgrund des Weberschen Gesetzes wird die relative statt der absoluten Veränderung wahrgenommen.
53
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Was unterscheidet ein prothetisches von einem metathetischen Kontinuum?
Prothetisch bedeutet quantitative Veränderung (mehr oder weniger), metathetisch bedeutet qualitative Veränderung (anderer Art).
54
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Was bedeutet die Aussage, dass Wahrnehmung begrenzt ist?

Menschen nehmen nur einen kleinen Ausschnitt des gesamten physikalischen Energiespektrums wahr.
55
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Warum können Menschen weder Röntgenstrahlen noch Radiowellen direkt wahrnehmen?
Weil unsere Sinnesorgane nicht für diese Bereiche des Energiespektrums spezialisiert sind.
56
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Warum besitzen Hunde häufig eine bessere Geruchswahrnehmung als Menschen?
Weil sie über eine größere Riechschleimhaut und deutlich mehr Riechzellen verfügen.
57
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Wie lässt sich die Begrenztheit der Wahrnehmung evolutionsbiologisch erklären?
Wir haben sich auf jene Reize spezialisiert, die für Überleben und Handeln relevant waren.
58
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Welche Funktion erfüllt selektive Wahrnehmung?
Sie reduziert die Menge an Informationen, die gleichzeitig verarbeitet werden müssen.
59
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Was zeigt das Gorilla-Experiment zur selektiven Wahrnehmung?
Aufmerksamkeitsfokussierung kann dazu führen, dass selbst auffällige Reize übersehen werden.
60
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Warum ist selektive Wahrnehmung für das Gehirn notwendig?
Weil die Verarbeitung aller gleichzeitig eintreffenden Reize zu einer Überlastung führen würde.
61
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Wie hängt Aufmerksamkeit mit selektiver Wahrnehmung zusammen?
Aufmerksamkeit bestimmt, welche Informationen bevorzugt verarbeitet werden.
62
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Warum spricht die Fraser-Spirale für die konstruktive Natur der Wahrnehmung?
Weil das Gehirn Kreise als Spirale interpretiert, obwohl physikalisch keine Spirale vorhanden ist.
63
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Was zeigt das Arcimboldo-Beispiel über Wahrnehmung?
Das Gehirn organisiert einzelne Elemente aktiv zu bedeutungsvollen Ganzheiten.
64
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Warum ist Wahrnehmung keine reine Registrierung von Reizen?
Weil Informationen ergänzt, interpretiert und organisiert werden.
65
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Welche Konsequenz hat die konstruktive Natur der Wahrnehmung?
Wahrnehmung stellt immer eine Interpretation und keine exakte Kopie der Realität dar.
66
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Warum wird Wahrnehmung als funktional bezeichnet?
Weil sie vor allem handlungsrelevante Informationen bereitstellt.
67
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Warum ist die Mondtäuschung ein Beispiel für funktionale Wahrnehmung?
Der Kontext beeinflusst das Größenurteil, um eine sinnvolle Interpretation der Umwelt zu ermöglichen.
68
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Was versteht man unter Größenkonstanz?
Objekte werden trotz veränderter Netzhautabbildung als gleich groß wahrgenommen.
69
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Warum muss Wahrnehmung nicht objektiv richtig sein, um nützlich zu sein?
Entscheidend ist die Unterstützung erfolgreichen Handelns und nicht die perfekte Abbildung der Realität.
70
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Was bedeutet es, dass Wahrnehmung kontextbezogen ist?
Die Interpretation eines Reizes hängt von seiner Umgebung und Situation ab.
71
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Warum kann dasselbe Symbol sowohl als „B“ als auch als „13“ wahrgenommen werden?
Weil der umgebende Kontext die Interpretation steuert.
72
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Welche Arten von Kontext beeinflussen Wahrnehmung?
Räumlicher, zeitlicher, sozialer und kognitiver Kontext.
73
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Wie beeinflusst Sprache die Wahrnehmung eines Reizes?
Sie liefert Erwartungen und Bedeutungen, die die Interpretation lenken können.
74
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Warum gilt Wahrnehmung als erlernt?
Erfahrungen verändern die Art und Effizienz der Reizverarbeitung.
75
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Was zeigt das Beispiel eines Tetris-Weltmeisters über Wahrnehmung?
Durch Übung können Muster schneller erkannt und verarbeitet werden.
76
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Warum nehmen Experten Situationen oft anders wahr als Anfänger?
Sie verfügen über spezifisches Vorwissen und trainierte Wahrnehmungsmuster.
77
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Welche Berufsgruppen profitieren besonders von trainierter Wahrnehmung?
Beispielsweise Radiologen, Schachspieler, Piloten oder Sportler.
78
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Was versteht man unter Top-down-Verarbeitung?
Vorwissen, Erwartungen und Ziele beeinflussen die Wahrnehmung.
79
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Warum ist die Rubin’sche Vase ein Beispiel für Top-down-Verarbeitung?
Die Interpretation wechselt je nach Fokus zwischen Vase und Gesichtern.
80
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Was zeigt das Bild „Blüthe und Verwesung“ über Wahrnehmung?
Dass dieselben Reize unterschiedlich interpretiert werden können.
81
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Warum versuchen Wahrnehmungssysteme selbst bei unmöglichen Figuren Sinn zu erzeugen?
Weil das Gehirn automatisch nach bedeutungsvollen Strukturen sucht.
82
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Welche Rolle spielen Erwartungen bei der Top-down-Verarbeitung?
Sie beeinflussen, welche Interpretation eines Reizes bevorzugt wird.
83
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Was versteht man unter subjektiv konstruierter Wahrnehmung?
Wahrnehmung entsteht aus dem Zusammenspiel von sensorischen Daten und individueller Interpretation.
84
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Warum können zwei Personen dieselbe Situation unterschiedlich wahrnehmen?
Weil Vorwissen, Erfahrungen, Aufmerksamkeit und Erwartungen unterschiedlich sind.
85
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Welche beiden Verarbeitungsrichtungen bestimmen die Wahrnehmung?
Bottom-up- und Top-down-Verarbeitung.
86
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Was liefert die Bottom-up-Verarbeitung?
Die aktuellen sensorischen Rohdaten aus der Umwelt.
87
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Was liefert die Top-down-Verarbeitung?
Vorwissen, Erwartungen und Erfahrungen zur Interpretation der Reize.
88
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Warum wäre eine ausschließlich Bottom-up-gesteuerte Wahrnehmung ineffizient?
Weil jede Situation neu analysiert werden müsste und Erfahrungen nicht genutzt würden.
89
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Warum wäre eine ausschließlich Top-down-gesteuerte Wahrnehmung problematisch?
Weil man hauptsächlich das wahrnehmen würde, was man erwartet.
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Wie entsteht normale Wahrnehmung?
Durch das Zusammenspiel von Bottom-up- und Top-down-Prozessen.
91
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Warum wird Wahrnehmung als aktiver Konstruktionsprozess bezeichnet?
Weil sensorische Daten interpretiert, ergänzt und bewertet werden.
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Welche zwei Hauptziele verfolgt die menschliche Wahrnehmung?
Phänomenale Repräsentation der Umwelt und zielgerichtete Handlungssteuerung.
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Was bedeutet phänomenale Repräsentation der Umwelt?
Die Bildung eines mentalen Abbilds der Umwelt zur Verarbeitung und Speicherung von Informationen.
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Warum ist das mentale Abbild der Umwelt keine exakte Kopie?
Weil es durch Wahrnehmungsprozesse interpretiert und konstruiert wird.
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Wie unterstützt Wahrnehmung zielgerichtete Handlungen?
Sie ermöglicht die Einschätzung von Situationen und die Planung angemessener Reaktionen.
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Warum ist Wahrnehmung für Orientierung im Alltag notwendig?
Sie liefert Informationen über Umweltbedingungen und Handlungsmöglichkeiten.
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Wie definiert Dorsch (2020) Wahrnehmung?
Als Vorgang und Ergebnis der Reizverarbeitung, der ein Abbild der Umwelt und der eigenen Person erzeugt.
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Warum ist Wahrnehmung nicht mit Bewusstsein gleichzusetzen?
Viele Wahrnehmungsprozesse laufen automatisch und unbewusst ab.
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Welche Prozesse umfasst Wahrnehmung neben der Sinnesaufnahme?
Physiologische und psychologische Verarbeitungsprozesse.
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Was unterscheidet die menschliche Wahrnehmung von einer Fotokamera?
Die menschliche Wahrnehmung interpretiert, filtert und bewertet Informationen aktiv.