11.1 Wege in die westliche Moderne

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  1. Welche Epoche der Menschheitsgeschichte wird als Moderne bezeichnet?

Die Epoche seit dem späten 18. Jahrhundert (ca. 1789), die durch den Durchbruch von Industrialisierung und politischen Revolutionen eingeleitet wurde.

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  1. Welches sind Kennzeichen der Moderne?

Technischer Fortschritt, Industrialisierung, Demokratisierung, Säkularisierung, Rationalisierung und Individualisierung.

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  1. Welche wirtschaftlichen, sozialen und politischen Grundideen prägen die Moderne?

Politisch: Volkssouveränität und Menschenrechte

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  1. Welche Epoche der Menschheitsgeschichte wird als Postmoderne bezeichnet?

Der Zeitabschnitt nach der Moderne (etwa ab den 1970er Jahren), der durch Skepsis gegenüber Fortschrittsglauben und universellen Wahrheiten geprägt ist.

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  1. Was sind Kennzeichen der Postmoderne?

Pluralismus, Strukturwandel zur Dienstleistungsgesellschaft, digitale Revolution und ökologisches Bewusstsein.

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  1. Was bedeutet der Begriff der Doppelrevolution?

Das gleichzeitige Wirken der politischen Revolution (Frankreich) und der industriellen Revolution (England) als Motor der modernen Welt.

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  1. Welche Faktoren begünstigen den Prozess der Industrialisierung in England?

Reiche Rohstoffvorkommen (Kohle, Erz), Kolonien als Absatzmärkte/Rohstoffquellen, liberale Wirtschaftsordnung und technische Innovationen.

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  1. Was bedeutet der Begriff der Schrittmacherindustrie (Beispiel)?

Eine Branche mit enormer Wachstumsdynamik, die andere Zweige mitzieht, z. B. die Textilindustrie oder später der Eisenbahnbau.

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  1. Welches sind die Grundsätze des Wirtschaftsliberalismus nach A. Smith?

Der Glaube an die Selbstregulierung des Marktes durch Angebot und Nachfrage („unsichtbare Hand“) bei minimalem staatlichen Eingreifen.

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  1. Welche Verhältnisse erschweren den Beginn der Industrialisierung in Deutschland (=Deutscher Bund)?

Kleinstaaterei (Zollschranken), fehlende Einheitlichkeit bei Währungen/Maßen und starre ständische Strukturen.

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  1. Was bedeutet der Begriff des Pauperismus?

Die massenhafte, strukturelle Verelendung und Not der Unterschichten im Vorfeld der Industrialisierung.

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  1. Worum geht es bei der Sozialen Frage?

Die sozialen Missstände (Elend, Kinderarbeit, Wohnungsnot), die durch den Übergang zur Industriegesellschaft für die Arbeiter entstanden.

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  1. Welche Antworten werden von wem im Laufe des 19. Jahrhunderts darauf gegeben?

Staatliche Sozialgesetze (Bismarck), betriebliche Fürsorge (Unternehmer), kirchliche Karitas und die Selbsthilfe der Arbeiter (Gewerkschaften/Parteien).

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  1. Was bedeutet Klassengesellschaft?

Ein Sozialsystem, in dem die Stellung des Einzelnen nicht durch Geburt, sondern durch die Stellung im Produktionsprozess (Besitz von Kapital) bestimmt wird.

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  1. Was ist mit der Diktatur des Proletariats gemeint?

Nach Marx die Übergangsphase, in der die Arbeiterklasse die Macht übernimmt, um die klassenlose Gesellschaft vorzubereiten.

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  1. Welche Gesellschaftsschicht ist mit Bourgeoisie gemeint?

Das wohlhabende Besitzbürgertum, das im Kapitalismus über die Produktionsmittel verfügt.

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  1. Welches sind die Grundgedanken von Nation und Liberalismus in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts?

Das Bestreben, die deutsche Kleinstaaterei zugunsten eines Nationalstaates mit liberaler Verfassung (Freiheitsrechte) zu überwinden.

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  1. Was versteht man unter einer Revolution von unten?

Eine politische Erhebung, die von der breiten Bevölkerung ausgeht, um das bestehende System zu stürzen (z. B. 1848).

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  1. Welches sind die politischen und sozialen Verhältnisse, die zur Revolution von 1848 führen?

Soziale Not (Pauperismus), Forderungen nach nationaler Einheit und politischer Mitbestimmung gegen die Restauration.

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  1. Welche Forderungen werden von den radikalen Demokraten 1848 gestellt?

Vollständige Volkssouveränität, Ausrufung einer Republik und radikale soziale Reformen.

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  1. Was bedeutet parlamentarische Monarchie?

Eine Monarchie, in der die Regierung vom Parlament abhängig ist und der Monarch nur noch begrenzte Macht hat.

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  1. Was bedeutet kleindeutsche Lösung?

Die Einigung Deutschlands unter preußischer Führung, jedoch unter Ausschluss Österreichs.

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  1. Woran scheitert die Revolution von 1848?

Uneinigkeit über die Staatsform, die Überforderung durch die „Doppelfrage“ (Einheit und Freiheit) sowie das Wiedererstarken der konservativen Monarchen.

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  1. Was versteht man unter den drei Reichseinigungskriegen?

Drei von Preußen geführte Kriege (1864 gegen Dänemark, 1866 gegen Österreich, 1870/71 gegen Frankreich), die die Reichsgründung ermöglichten.

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  1. Was ist mit dem Norddeutschen Bund gemeint?

Ein 1867 gegründeter Bundesstaat nördlich der Mainlinie unter preußischer Dominanz

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  1. Was ist eine Revolution von oben?

Eine tiefgreifende politische Umgestaltung, die nicht vom Volk, sondern von den herrschenden Eliten (z. B. Bismarck) eingeleitet wird.

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  1. Was ist eine konstitutionelle Monarchie?

Eine Regierungsform, in der die Macht des Monarchen durch eine Verfassung (Konstitution) beschränkt ist.

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  1. Welche Rolle spielen Bismarck, der preußische König und allgemein Preußen im neu gegründeten Reich und dessen Verfassung?

Preußen war die Vormacht

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  1. Welche Rolle spielt das Parlament in der Verfassung des Dt. Kaiserreichs?

Der Reichstag besaß das Budgetrecht und die Gesetzgebungsmitwirkung, konnte die Regierung aber nicht absetzen.

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  1. Was ist ein Obrigkeitsstaat?

Ein Staatssystem, in dem die Regierungsgewalt weitgehend ohne Kontrolle durch das Volk ausgeübt wird und Unterwürfigkeit erwartet wird.

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  1. Welche politischen Kräfte/Parteien gibt es im Dt. Kaiserreich?

Konservative, Zentrum (politisch-katholisch), Liberale und die SPD.

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  1. Was versteht man unter negativer Integration?

Die Herstellung von innerer Einheit durch die Ausgrenzung von Minderheiten, die zu „Staatsfeinden“ erklärt werden.

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  1. Wer sind laut Bismarck sogenannte Reichsfeinde?

Gruppen, die laut Bismarck den Staat bedrohten: vor allem Sozialdemokraten (Sozialistengesetz) und Katholiken (Kulturkampf).

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  1. Was meint der Begriff Judenemanzipation?

Der Prozess der rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung der jüdischen Bevölkerung im 19. Jahrhundert.

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  1. Welche Rolle spielt der Antisemitismus im Dt. Kaiserreich?

Eine judenfeindliche Einstellung, die im 19. Jhd. zunehmend rassistisch und sozialdarwinistisch begründet wurde.

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  1. Welche Rolle spielt der Radikal-Nationalismus im Dt. Kaiserreich?

Ein übersteigerter Nationalismus, der die eigene Nation als überlegen ansah und andere Völker aggressiv abwertete.

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  1. Welche Rolle spielt der Militarismus im Dt. Kaiserreich?

Die Vorrangstellung militärischer Werte und des Militärs in der zivilen Gesellschaft des Kaiserreichs.

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  1. Was meint Jacksonian Democracy?

Eine US-Politikära (ca. 1830er), die das Wahlrecht ausweitete und die Rechte des „einfachen Mannes“ gegen Eliten betonte.

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  1. Was ist die Monroe-Doktrin?

Die US-Außenpolitik von 1823, die europäische Einmischung auf dem amerikanischen Kontinent untersagte („Amerika den Amerikanern“).

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  1. Was meint der Begriff Big Business?

Die Entstehung von riesigen Konzernen und Monopolen im Zuge der rasanten Industrialisierung der USA.

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  1. Was bedeutet der Begriff Taylorismus?

Ein System der wissenschaftlichen Betriebsführung, das Arbeitsabläufe in kleinste, effiziente Schritte zerlegt (Fließbandarbeit).

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  1. Was meint der Begriff Hochmoderne?

Die Phase um 1900, geprägt durch enorme Beschleunigung, technische Durchbrüche und die Entstehung der Massengesellschaft.