Volition und Kognitive Kontrolle

0.0(0)
Studied by 0 people
call kaiCall Kai
learnLearn
examPractice Test
spaced repetitionSpaced Repetition
heart puzzleMatch
flashcardsFlashcards
GameKnowt Play
Card Sorting

1/13

encourage image

There's no tags or description

Looks like no tags are added yet.

Last updated 10:57 AM on 6/5/26
Name
Mastery
Learn
Test
Matching
Spaced
Call with Kai

No analytics yet

Send a link to your students to track their progress

14 Terms

1
New cards

erkläre die ebenen der Verhaltenssteuerung

Deklaratives Gedächtnis ermöglicht

  • Antizipation von zukünftigen Effekten des Verhaltens

  • mentale Repräsentation des Zielzustandes

Besonderheiten menschlicher Antizipationsfähigkeiten

  • erweiterter Zeithorizont

  • Fähigkeit der Antizipation zukünftiger Bedürfnisse

  • sprachliche Repräsentation

2
New cards

erkläre Effektantizipation und Zielgerichtetheit

  • W. James (1890): willentliche Handlungen = Antizipation von Handlungseffekten

  • zufällig produzierte Bewegungen, die systematisch zu bestimmten Effekten führen

  • Herausbilden von Handlungs-Effekt-Assoziationen

  • zunehmend komplexeres Bindungswissen über langund kurzfristige Effekte einer Handlung

3
New cards

erkläre die Sprachliche Repräsentation von Zielen

  • Sprachfähigkeit trägt zur Flexibilität des Verhaltens bei durch

    • unbegrenzte Anzahl von Instruktionen, Reiz-ReaktionsRegeln und Zielen können sprachlich kodiert werden

    • Umkonfiguration einer Handlung durch neue Instruktion

    • Internalisierung der Sprache

    • Instruktionen werden im Laufe der frühen Kindheit internalisiert (inneres Sprechen ersetzt Instruktion von außen)

    • Sprachfähigkeit trägt zur Flexibilität des Verhaltens bei durch

    • unbegrenzte Anzahl von Instruktionen, Reiz-Reaktions Regeln und Zielen können sprachlich kodiert werden

    • Umkonfiguration einer Handlung durch neue Instruktion

  • Internalisierung der Sprache

    • Instruktionen werden im Laufe der frühen Kindheit internalisiert (inneres Sprechen ersetzt Instruktion von außen)

4
New cards

Handlungskontrollmodell (Hommel et al. 2001) Annahme und Kontrolle der Handlung

Annahme: Die Ausführung einer Handlung induziert mehr oder weniger automatisch eine bidirektionale Assoziation zwischen einer Handlung und dem wahrgenommenem Effekt

Kontrolle von Handlungen: Auswahl (Antizipation) der Effekte, die Handlungen in der Vergangenheit hervorgerufen haben

5
New cards

erkläre die beeinflussung von Handlungs-Effekt lernen

Sprache beeinflusst das Handlungs-Effekt Lernen

  • Handlungs-Effekt Lernen zeigt sich beim Benennen der Handlung und des Effektes

  • Benennung nur der Handlung oder nur des Effektes scheint Handlungs-Effekt Lernen zu verhindern, da die Aufmerksamkeit zu stark auf nur einen Teil der zu lernenden Assoziation gelenkt wird

6
New cards

Definiere Volition

Klasse psychischer Funktionen, die die „Koordination einer großen Zahl einzelner Teilfunktionen … wie Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Kognition, Emotion, Motivation, Aktivierung & Bewegungssteuerung … aufgrund eines einheitlichen Steuerungsprinzips vermittelt, das wir ‚Absicht‘ oder ‚Ziel‘ nennen“

Funktion volitionaler Prozesse ist „die mit einem Vorsatz kompatiblen Reaktionstendenzen so deutlich [zu] verstärken, dass sie anstelle der zunächst stärkeren gewohnheitsmäßigen oder impulsiven Reaktion ausgeführt werden können.“

7
New cards

defniniere Kognitive Kontrolle

mechanisms that coordinate lower-level sensory and motor processes along a common theme, an internal goal“

„to select a weaker task-relevant response (or source of information) in the face of competition from an otherwise stronger, but task-irrelevant one

8
New cards

Grundlegende Kontrollprobleme der willentlichen Handlungssteuerung

1. Aufrechterhaltung von Zielen und Kontextinformation

2. flexible (Um-)Konfigurierung von Verhaltensdispositionen oder Zielen

3. reizunabhängige Verhaltensselektion

4. Unterdrückung automatisierter Reaktionen

5. Unterdrückung konkurrierender Motivationstendenzen oder emotionaler Impulse

6. Handlungsplanung & Koordination multipler Ziele

7. Fehler- und Konfliktüberwachung

9
New cards

erkläre das stabilitäts-Flexibilitäts-Dilemma:

  • Kontrollprobleme ergeben teils antagonistische Anforderungen an Verhaltenssteuerung

  • Absichten gegen konkurrierende Gedanken abschirmen vs. flexible Anpassung an Aufgabenanforderungen

  • dynamische, kontextsensitive Balance

10
New cards

unterscheidung zwischen automatischen und kontrollierten Prozessen

  • Automatische Prozesse

    • durch Reize ausgelöst

    • Unbewusste Verhaltenssteuerung

    • Beanspruchung weniger oder keiner Ressourcen

  • Kontrollierte Prozesse

    • durch Intentionen gesteuert

    • Bewusste Verhaltenssteuerung

    • begrenzte Kapazität

11
New cards

Modell automatischer und willentlicher Handlungskontrolle

  • Schemata als WennDann-Regeln im LZG

  • Auslösebedingungen (trigger conditions)

  • gleichzeitig aktivierte inkompatible Schemata ➔ laterale Inhibition

  • Kontrollmechanismus: SAS

12
New cards

Situationen, die das SAS (supervisory attentional system) erfordern

1. wenn Planungs- oder Entscheidungsprozesse erforderlich sind

2. wenn Probleme bei der Zielverfolgung auftreten

3. wenn neue oder wenig geübte Handlungssequenzen auftreten

4. wenn gefährliche oder schwierige Handlungen auszuführen sind

5. wenn starke habituelle Reaktionen oder emotionale Impulse unterdrückt werden müssen

13
New cards

Evidenz für die theoretische Unterscheidung bei den Kognitionspsychologischen Ansätzen

Kognitive Beeinträchtigungen von Patienten mit Frontalhirnläsion

  • „Utilization behavior“

  • perseveration errors

  • → SAS wurde mit Präfrontalcortex in Zusammenhang gebracht

14
New cards

Alltägliche Handlungskontrollfehler bei Kognitionspsychologischen Ansätzen

  • Capture errors

  • Cross-talk errors

  • „What the hell I am doing here syndrome?“

  • Program counter failures