Grundbegriffe der Wirtschaftsinformatik

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143 Terms

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Womit beschäftigt sich die Wirtschaftsinformatik?

Die Wirtschaftsinformatik befasst sich mit der Konzeption, Entwicklung, Einführung, Wartung und Nutzung von Informations- und Kommunikationssystemen in Unternehmen, der öffentlichen Verwaltung und im privaten Umfeld. Sie agiert als Schnittstellendisziplin zwischen Betriebswirtschaftslehre (BWL) und Informatik.

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Woraus bestehen Informationssysteme?

Informationssysteme sind soziotechnische Systeme. Sie bestehen aus menschlichen Komponenten (Mitarbeiter, Benutzer, Aufgabenträger) und maschinellen Komponenten (Hardware, Software, Netzwerke, Datenbanken), die komplementär zusammenwirken.

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Informationssysteme aus welchen Bereichen betrachtet die Wirtschaftsinformatik?

Die Wirtschaftsinformatik betrachtet Informationssysteme in drei Kernbereichen: 1. Wirtschaft (Unternehmen, Märkte), 2. Verwaltung (Behörden, E-Government) und 3. Privater Bereich (Smart Home, Endverbraucher-Apps).

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Welche Ziele verbindet die Wirtschaftsinformatik mit der Gestaltung von Informationssystemen?

Das Hauptziel ist die Unterstützung und wertorientierte Optimierung von Wertschöpfungsprozessen unter insbesondere ökonomischen Kriterien. Dies geschieht durch die Unterstützung von Entscheidungsfindung, Koordination und Kontrolle sowie durch Automatisierung, Integration und Virtualisierung.

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Erläutern Sie den Prozess „Pick-by-Vision“.

Pick-by-Vision ist ein IT-gestützter Kommissionierprozess in der Logistik. Der Arbeiter trägt eine Datenbrille (Smart Glasses), die ihm auftragsrelevante Daten wie Lagerplatz und Entnahmemenge direkt in das Sichtfeld einblendet. Die Quittierung erfolgt visuell über einen integrierten Barcodescan per Kamera.

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Warum handelt es sich in dem Prozess „Pick-by-Vision“ um ein Informationssystem?

Weil es die Kriterien eines soziotechnischen Systems erfüllt. Es verknüpft die menschliche Komponente (Kognition, Mobilität des Arbeiters) untrennbar mit der maschinellen Komponente (Datenbrille, ERP-Software), um den Daten- und Materialfluss im Wertschöpfungsprozess zu steuern.

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Welche Begriffe aus der Definition von Wirtschaftsinformatik finden Sie in dem Video wieder?

Im Pick-by-Vision-Prozess finden sich: 1. Soziotechnisches System (Mensch und Datenbrille), 2. Bereitstellung und Nutzung von Daten/Informationen (Display-Anzeige des Lagerorts), 3. Unterstützung von Wertschöpfungsprozessen (schnelleres Packen) und 4. Prozessinnovation (Ablösung der analogen Papierliste)

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Beschreiben Sie das Modell der vier industriellen Revolutionen und nennen Sie Beispiele.

  1. Industrielle Revolution (~1800, Mechanisierung): Einführung mechanischer Produktionsanlagen mithilfe von Wasser- und Dampfkraft (Beispiel: Mechanischer Webstuhl). 2. Industrielle Revolution (~1900, Elektrifizierung): Einführung arbeitsteiliger Massenproduktion mithilfe von elektrischer Energie (Beispiel: Fließbandarbeit in der Automobilproduktion). 3. Industrielle Revolution (~1970, Automatisierung): Einsatz von Elektronik und IT zur weiteren Automatisierung der Produktion (Beispiel: Einsatz von speicherprogrammierbaren Steuerungen und ersten ERP-Systemen). 4. Industrielle Revolution (~2000, Vernetzung / Industrie 4.0): Revolution durch Cyber-Physical Systems (Beispiel: Intelligente, über das Internet der Dinge vernetzte Maschinen, die autonom kommunizieren).

9
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Warum stellt das Fallbeispiel „Pick by Vision“ ein Informationssystem dar, das für die Wirtschaftsinformatik relevant ist?
Weil es ein soziotechnisches System ist, das menschliche und maschinelle Komponenten umfasst. Es verbindet den Menschen (Lagerarbeiter), die Aufgabe (Kommissionierung/Warenauswahl) und die Technik (Augmented-Reality-Datenbrille und das dahinterliegende Anwendungssystem). Es unterstützt die Bereitstellung und Nutzung von Informationen unter ökonomischen Kriterien, um die Effizienz zu steigern und Fehlerquoten zu senken.
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Wann hat Konrad Zuse die Z1 entwickelt?
In den Jahren 1936 bis 1938.
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Gab es schon PCs als SAP gegründet worden ist? Wann hielten PCs Einzug in die Arbeitswelt? Wann wurde SAP gegründet?
Nein, bei der Gründung von SAP gab es noch keine PCs. SAP wurde im Jahr 1972 gegründet. PCs hielten erst im Jahr 1981 mit dem Modell von IBM flächendeckend Einzug in die betriebliche Arbeitswelt.
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Seit wann kann man Wirtschaftsinformatik als Fach studieren?
Seit dem Jahr 1974. In diesem Jahr wurden die ersten Diplomstudiengänge für Betriebs- und Wirtschaftsinformatik an der Universität Wien und an der Gesamthochschule Duisburg eingerichtet.
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Wie alt ist die Definition der Wirtschaftsinformatik, die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben?
Die Definition wurde am 18. Februar 2011 vom Fachbereich Wirtschaftsinformatik der Gesellschaft für Informatik (GI) verabschiedet. Bezogen auf das aktuelle Jahr 2026 ist diese Definition exakt 15 Jahre alt.
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Erklären Sie den Begriff ERP.
ERP steht für Enterprise Resource Planning. Es bezeichnet ein aus mehreren Komponenten bestehendes, integriertes Anwendungspaket, das die operativen Prozesse in allen wesentlichen betrieblichen Funktionsbereichen unterstützt. Die Integration wird von einer zentralen Datenbank getragen, wodurch Datenredundanzen vermieden und integrierte Geschäftsprozesse ermöglicht werden.
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In welche Phase der industriellen Revolutionen gehören ERP-Systeme?
Historisch sind ERP-Systeme aus der Produktionsplanung der 3. Industriellen Revolution (Phase der Automatisierung ab ~1970) entstanden, da dort IT erstmals flächendeckend zur operativen Unterstützung betrieblicher Abläufe eingesetzt wurde.
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Welche Prozesse in einem Unternehmen werden durch ERP-Systeme unterstützt?
Die operativen Geschäftsprozesse in allen wesentlichen betrieblichen Funktionsbereichen. Dazu gehören insbesondere die Beschaffung, die Produktion, die Logistik/Lagerhaltung, der Vertrieb sowie das Finanz- und Rechnungswesen.
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Was bedeutet „integriertes Gesamtsystem“?
Dass verschiedene funktionale Teilsysteme eines Unternehmens nahtlos miteinander verknüpft sind und auf eine gemeinsame, zentrale Datenbasis zugreifen. Daten müssen nur einmal erfasst werden und stehen allen verbundenen Funktionsbereichen ohne Medienbrüche oder Redundanzen direkt zur Verfügung.
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Erklären Sie den Schritt von der 3. zur 4. industriellen Revolution anhand eines eigenen Beispiels.
In der 3. industriellen Revolution (Automatisierung) überwacht ein ERP-System die Lagerbestände digital und erstellt bei Unterschreitung eines Meldebestands eine Vorschlagsliste, die ein Mitarbeiter manuell prüfen und bestellen muss. In der 4. industriellen Revolution (Vernetzung / Industrie 4.0) sind die Behälter über das Internet der Dinge (IoT) mittels Sensoren vernetzt; das System erkennt den Mangel autonom und löst vollautomatisch über eine Cloud-Schnittstelle eine Nachbestellung beim Lieferanten aus, ohne dass ein Mensch eingreifen muss.
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Welche vier Teildisziplinen gehören zur Informatik?

  1. Theoretische Informatik (befasst sich mit mathematischen Modellen und abstrakten Grundlagenfragen der Berechenbarkeit). 2. Technische Informatik (behandelt die Hardwarekomponenten, den physischen Aufbau und die Halbleitertechnik). 3. Praktische Informatik (umfasst Algorithmen, Datenstrukturen, Programmiersprachen und Softwaretechnik). 4. Angewandte Informatik (setzt den Computer als Werkzeug zur Lösung von Aufgaben außerhalb der reinen Informatik ein).

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Zu welcher der Teildisziplinen der Informatik gehört die Wirtschaftsinformatik?
Die Wirtschaftsinformatik gehört zum Teilgebiet der „Angewandten Informatik“, da sie Informationstechnik als Werkzeug zur Lösung wirtschaftlicher und organisatorischer Aufgaben einsetzt.
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Zu welcher der Teildisziplinen der Informatik hätte die Entwicklung der Z3 gehört? Warum?
Zur Technischen Informatik, da die Entwicklung der Z3 im Jahr 1941 eine rein hardwareorientierte Konstruktion physischer Bauteile (wie Schaltungen und Relais) zur Erreichung einer informationstechnischen Funktionalität darstellte.
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Nennen Sie ein Ziel, das BWL und WI gemeinsam haben.
Beide Disziplinen sind darauf ausgerichtet, die Wirtschaftlichkeit und Rationalität des Handelns in Unternehmen zu fördern und zu unterstützen.
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Beschreiben Sie ein Ziel, das Informatik und WI gemeinsam haben.
Die systematische, methodengestützte Konstruktion und Bereitstellung von funktionsfähigen Softwarelösungen, Anwendungssystemen und informationstechnischen Werkzeugen.
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Warum sind die Verhaltenswissenschaften ein wichtiger Bezug für die WI?
Weil Gegenstand der WI soziotechnische Informationssysteme sind, die menschliche Komponenten beinhalten. Um diese Systeme erfolgreich zu gestalten, müssen menschliches Verhalten, Erleben, Arbeitsabläufe, Ergonomie sowie Aspekte der Technikakzeptanz verstanden und berücksichtigt werden.
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Was ist Verhalten? Grenzen Sie den Begriff zum Begriff des „Handelns“ ab.
Unter Verhalten wird die Gesamtheit aller von außen beobachtbaren Äußerungen eines Lebewesens verstanden, was auch unbewusste Reaktionen einschließt. Handeln hingegen ist eine spezifische Unterform von Verhalten, die intentional, das heißt absichtlich, sinnorientiert und zielgerichtet ist.
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Nennen Sie drei unterschiedliche praktische Beispiele für die Relevanz von Verhaltenswissenschaften in WI-Projekten.

  1. Gestaltung der Softwareergonomie (Auswahl optimaler Kontraste und Oberflächen zur Vermeidung von Ermüdung). 2. Optimierung der Usability und User Experience (Sicherstellung einer intuitiven Benutzerführung zur Vermeidung von Bedienfehlern). 3. Erforschung und Steuerung der Technikakzeptanz (Durchführung von Change-Management-Maßnahmen, damit Anwender neue IT-Systeme annehmen).

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Warum hat die WI einen Bezug zu den Ingenieurwissenschaften?
Weil die Wirtschaftsinformatik ingenieurmäßige, systematische Prinzipien, Konstruktionslehren und formale Modellierungstechniken übernimmt, um komplexe sozio-technische Lösungen zielgerichtet und methodisch zu entwickeln.
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Was versteht man unter Business Engineering?
Unter Business Engineering versteht man die systematische Konstruktionslehre der Geschäftstransformation, die mittels ingenieurmäßiger Methoden umfassende sozio-technische Geschäftslösungen plant, gestaltet und umsetzt.
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Nennen Sie Beispiele für Methoden im Business Engineering.
Die Systemanalyse, die Anforderungsanalyse (Requirements Engineering) sowie standardisierte Modellierungstechniken wie das ARIS-Konzept (Architektur Integrierter Informationssysteme).
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Welche Fächer gehören im Modell nach Peter Mertens zum engen Umfeld der WI?
Die Betriebswirtschaftslehre (BWL), die Informatik, die Verhaltenswissenschaften sowie die Technik beziehungsweise Ingenieurwissenschaften.
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Erklären Sie an einem eigenen Beispiel die Bezüge eines WI-Projektes zu den four anderen Disziplinen im Modell nach Peter Mertens.
Beispielprojekt: Einführung eines neuen ERP-Systems in einem Industrieunternehmen. 1. Bezug zur BWL: Analyse der Wirtschaftlichkeit, des Projektbudgets und der Optimierung betrieblicher Produktionsfaktoren. 2. Bezug zur Informatik: Auswahl der Datenbankarchitektur, Programmierung von Schnittstellen und Systemsicherheit. 3. Bezug zu den Verhaltenswissenschaften: Analyse der Benutzerfreundlichkeit (Usability) und Durchführung von Schulungen zur Sicherung der Technikakzeptanz bei den Mitarbeitern. 4. Bezug zu den Ingenieurwissenschaften: Strukturierte Systemanalyse und formale Modellierung der zukünftigen Geschäftsprozesse mittels standardisierter Methoden wie ARI
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Definieren Sie die Begriffe Zeichen, Daten, Information und Wissen für diese Veranstaltung.
Zeichen sind die elementaren Bedeutungsträger wie einzelne Buchstaben oder Ziffern. Daten sind Zeichen, die nach einer bestimmten Syntax, also formalen Regeln, angeordnet, aber noch unstrukturiert und ohne Kontext sind. Informationen sind Daten, die für Menschen in einem bestimmten Kontext eine konkrete Bedeutung haben und die W-Fragen wie Wer, Was, Wo, Wann und Wie viele beantworten. Wissen entsteht, wenn Menschen Informationen miteinander vernetzen, in einen Erfahrungskontext einbetten und nutzen, um Handlungen oder Entscheidungen zu steuern.
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Welche Prozesse sind notwendig, um auf der Wissenspyramide von Daten zu Informationen zu gelangen?
Der Übergang von Daten zu Informationen erfolgt durch die Schritte Bedeutung hinzufügen, Kontext herstellen, Systematisieren und Ordnen, wodurch unstrukturierte Rohdaten in eine für Menschen verständliche und verwendbare Form gebracht werden.
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Welche Prozesse sind notwendig, um auf der Wissenspyramide von Informationen zu Wissen zu gelangen?
Der Übergang von Informationen zu Wissen erfolgt durch das Einordnen in Kontext und Erfahrung, das Vernetzen mit anderen Informationen, das Erkennen von Mustern, Regeln und Zusammenhängen sowie das Überführen in eine konkrete Handlung.
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Welche Bedeutung haben Daten, Informationen und Wissen jeweils in einem Unternehmen?
Daten dienen als Rohstoff und zur Protokollierung von Ereignissen im Unternehmen oder dessen Umfeld, während Informationen die geordnete und strukturierte Entscheidungsgrundlage für das operative Tagesgeschäft bilden und Wissen die Basis für qualitativ gute Handlungen sowie strategische Entscheidungen darstellt und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichert.
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Was ist damit gemeint, dass beim Aufstieg in der Wissenspyramide ein Qualitätszuwachs stattfindet?
Damit ist gemeint, dass der Inhalt mit jeder höheren Ebene wertvoller für das Unternehmen wird, was sich durch eine höhere Strukturierung, eine stärkere Vernetzung, eine zunehmende Kontextabhängigkeit und eine ansteigende Stärke der Verhaltenssteuerung beziehungsweise Handlungsrelevanz auszeichnet.
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Nennen Sie für jede Ebene der Wissenspyramide ein konkretes Praxisbeispiel (z. B. FreshDirect).
Zeichen sind einzelne Ziffern und Symbole im IT-System wie die Eins, die Neun, die Fünf oder das Euro-Zeichen, während Daten die syntaktisch geordnete, aber unstrukturierte Rohdaten-Kombination einer Bestellung wie Kunde8372 19.50 Tomaten darstellen, Informationen als strukturierter Bericht des BI-Systems melden, dass für morgen früh in Manhattan 19,5 Tonnen Tomaten bestellt wurden, und Wissen die Verknüpfung des Berichts mit Erfahrungswerten über Verkehrslagen beschreibt, woraus das System die optimale, kostensparende Fahrtroute für die Lieferwagen als konkrete Handlung ableitet.
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Was ist die Kernaufgabe des Wissensmanagements in einem Unternehmen?
Da echtes Wissen an den Menschen gebunden ist und in Denk- und Kommunikationsprozessen lebt, droht es bei Mitarbeiterabgängen verloren zu gehen, weshalb die Aufgabe des Wissensmanagements darin besteht, durch organisatorische Methoden und IT-Systeme wie Collaboration-Software oder Wikis dieses personelle Wissen sichtbar zu machen, zu sichern, zu verteilen und für das Unternehmen nutzbar zu machen.
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Kann es aus Sicht der Wirtschaftsinformatik eine „Künstliche Intelligenz“ geben, wenn Wissen immer menschlich ist?
Ja, denn obwohl biologisches Wissen im menschlichen Geist lebt, kann eine KI dieses Wissen in Form von digitalen Objekten und Modellen exzellent repräsentieren, indem sie durch Algorithmen wie Data Mining automatisiert nach Mustern in großen Datenbeständen sucht und so präzise, intelligente Vorschläge liefert, die menschliche Entscheidungen unterstützen und erweiter
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Wozu verwendet man Entity-Relationship Modelle?
Man verwendet sie als grafischen Bauplan für den logischen Datenbankentwurf, um einen Ausschnitt der realen Welt verständlich, vollständig und ohne unnötige Dopplungen darzustellen. Sie bilden die Brücke zwischen den fachlichen Abläufen im Unternehmen und den späteren technischen Computertabellen.
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Aus welchen Symbolen besteht ein ER-Modell? Welchen Zweck hat welches Symbol?
Es besteht aus drei Hauptsymbolen: 1. Rechtecke stehen für Entitäten, also die Hauptdarsteller oder Objekte der realen Welt (z.B. Kunde). 2. Rauten stehen für Beziehungen, sie verbinden Entitäten und zeigen, wie diese miteinander agieren (z.B. kauft). 3. Ellipsen stehen für Attribute, sie beschreiben die Eigenschaften von Entitäten oder Beziehungen näher (z.B. Name, Preis). Ein unterstrichenes Attribut ist der eindeutige Primärschlüssel .
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Erläutern Sie die unterschiedlichen Kardinalitäten anhand von Beispielen.
Kardinalitäten bestimmen, wie viele Objekte auf beiden Seiten an einer Beziehung teilnehmen dürfen : 1. Eine 1:1-Beziehung bedeutet, dass ein Objekt genau einem anderen Objekt zugeordnet ist (z.B. Eine feste Planstelle im Unternehmen wird von genau einer Professorin besetzt). 2. Eine 1:n-Beziehung bedeutet, dass ein Objekt der linken Seite mit vielen Objekten der rechten Seite verknüpft sein kann, aber umgekehrt nur mit einem (z.B. Ein Fachbereich hat viele Professorinnen, aber eine Professorin gehört zu genau einem Fachbereich). 3. Eine n:m-Beziehung erlaubt unbegrenzte Verknüpfungen auf beiden Seiten (z.B. In viele Gremien können viele verschiedene Professorinnen gewählt werden) .
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Benennen und erklären Sie die drei Schichten des ANSI Schichtenmodells für Datenbanken.
Das Modell trennt eine Datenbank in drei logische Ebenen: 1. Die Externe Ebene (externe Sichten) liefert den Endanwendern und Programmen maßgeschneiderte Ansichten wie Formulare oder Listen. 2. Die Konzeptionelle Ebene (logische Gesamtsicht) beschreibt ohne Dopplungen, welche Daten überhaupt in der gesamten Datenbank gespeichert sind und wie sie logisch zusammenhängen. 3. Die Interne Ebene (physische Sicht) regelt die technische Speicherung – also wie und wo die Daten real auf den Festplatten liegen, um schnellen Zugriff zu garantieren .
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Erläutern Sie ein konkretes Beispiel für die Schicht der „externen Schemata“.
In einer gemeinsamen Datenbank für das Personalwesen greifen verschiedene Abteilungen auf denselben Datentopf zu, sehen aber unterschiedliche Masken : Die Personalabteilung sieht in ihrer Software nur Name, Sozialversicherungsnummer und Krankenkasse , während die Lohnbuchhaltung über ihre eigene Maske nur Name, Sozialversicherungsnummer, Bruttogehalt und Steuerklasse sieht .
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Welche der Schichten im ANSI-Modell ist für die Wirtschaftsinformatik besonders relevant?
Die konzeptionelle Ebene ist für die Wirtschaftsinformatik am wichtigsten. Hier wird festgelegt, wie die reale Welt des Unternehmens logisch und fehlerfrei abgebildet wird, ohne dass man sich um die rein technische Hardware-Speicherung im Keller kümmern muss .
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Was ist damit gemeint, dass in der Definition zu Datenbanksystemen gesagt wird, sie seien „unabhängige Ressourcen“?
Es bedeutet, dass die Daten vollständig von den einzelnen Anwendungsprogrammen getrennt und entkoppelt sind. Die Daten liegen als eigenständiger, zentraler Schatz bereit, sodass viele verschiedene Programme flexibel auf denselben, aktuellen Datenbestand zugreifen können .
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Erläutern Sie das Konzept der „unabhängigen Ressource“ an einem Beispiel.
Wenn ein Kunde umzieht, wird seine Adresse in einer zentralen Datenbank genau einmal geändert. Da die Daten eine unabhängige Ressource sind, greifen die Rechnungs-Software, die Versand-App und das Marketing gleichzeitig auf diesen zentralen Tresor zu und nutzen sofort die neue, richtige Adresse, ohne dass man sie in jedem Programm einzeln eintippen muss .
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Warum sind Daten für Unternehmen (zunehmend) wichtig und wertvoll?
Daten bilden das unentbehrliche Fundament der Wissenspyramide. Sie spiegeln alle realen Ereignisse im Unternehmen wider, machen Prozesse überhaupt erst steuerbar und sind die absolute Basis, um wirtschaftlich kluge Entscheidungen zu treffen und Wettbewerbsvorteile zu sichern .
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Nennen Sie ein Beispiel, wie ein Unternehmen aus einer guten Datenbasis ökonomischen Vorteil ziehen kann.
Durch das Scannen von Verkaufsbelegen an der Scannerkasse erkennt das System ein Muster im Kundenverhalten, beispielsweise dass freitags extrem viel Ware gekauft wird. Das Unternehmen nutzt dieses Wissen für eine präzise Personaleinsatzplanung: Freitags wird mehr Personal eingesetzt, um Wartezeiten zu verkürzen, während an ruhigen Tagen Personalkosten eingespart werden .
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Warum werden Daten auch als vierter Produktionsfaktor bezeichnet?
Weil im digitalen Zeitalter kein Betrieb mehr ohne Informationen existieren kann. Neben den drei klassischen Faktoren Boden (Halle), Arbeit (Mitarbeiter) und Kapital (Geld) sind Daten das entscheidende vierte Produktionsmittel, das den gesamten Betrieb steuert und am Leben erhält.
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Erläutern Sie den Unterschied zwischen Stamm- und Bewegungsdaten. Nennen Sie jeweils drei Beispiele.
Stammdaten sind zustandsorientiert, bleiben über einen langen Zeitraum unverändert und enthalten Grundinformationen, die immer wieder benötigt werden (z.B. Name von Mitarbeitern, Artikelnummer, Lagerort von Produkten). Bewegungsdaten sind ablauforientiert, ändern sich nach der Entstehung nicht, sondern entstehen bei jedem Geschäftsprozess fortlaufend brandneu (z.B. Auftrag, Rechnung, Gehaltsabrechnung)
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Erklären Sie die Ziele und Aufgaben des Informationsmanagements.
Das Ziel des Informationsmanagements ist es, die Ressource Information so effizient wie möglich im Unternehmen einzusetzen, um die strategischen Unternehmensziele zu erreichen. Zu den zentralen Aufgaben gehören die Planung, Steuerung und Kontrolle der gesamten Informationswirtschaft, der Informationssysteme sowie der zugrunde liegenden Informations- und Kommunikationstechniken.
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Welches Ziel verfolgt die Informationswirtschaft?
Die Informationswirtschaft verfolgt das Ziel, ein optimales Gleichgewicht zwischen dem Informationsangebot und der Informationsnachfrage innerhalb eines Unternehmens herzustellen, damit alle Entscheidungsträger bedarfsgerecht versorgt sind.
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Information als Produktionsfaktor - nennen Sie Beispiele.
Information wird als Produktionsfaktor genutzt, weil sie die Kombination anderer Produktionsfaktoren steuert. Beispiele: Ein exaktes Kochrezept zur Herstellung eines Marken-Smoothies, ein technischer Bauplan für eine Produktionsmaschine oder die genaue Arbeitsanweisung für Mitarbeiter in der Fertigung.
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Information zur Verbesserung der inner- und zwischenbetrieblichen Arbeitsteilung - nennen Sie Beispiele.
Innerbetrieblich: Die digitale Übermittlung von Absatzzahlen aus den Filialen an die zentrale Produktionsküche zur tagesaktuellen Bedarfsplanung. Zwischenbetrieblich: Eine automatisierte Bestellanforderung des Unternehmens an den Fruchthändler, sobald das Rohstofflager einen Mindestbestand unterschreitet.
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Wo finden sich im Fall „FreshDirect“ Beispiele für Informationsmanagement und Informationswirtschaft?
Informationsmanagement zeigt sich bei FreshDirect in der strategischen Ausrichtung des gesamten soziotechnischen Systems, das Website, Logistik und IT-Infrastruktur verzahnt. Informationswirtschaft zeigt sich in der präzisen Ermittlung der Kundennachfrage und der datenbasierten Bereitstellung von Frische-Informationen entlang der Lieferkette.
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Was versteht man unter Informationslogistik?
Unter Informationslogistik versteht man das Grundprinzip der Informationswirtschaft, welches die Bereitstellung der richtigen Information zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Menge, am richtigen Ort und in der erforderlichen Qualität beim Empfänger gewährleistet.
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Skizzieren Sie die Informationsteilmengen. Erläutern Sie die Grafik anhand des Beispiels „Supermarkt“ aus der letzten Veranstaltung.
Die Grafik besteht aus drei sich überschneidenden Kreisen: dem objektiven Informationsbedarf (was für die Entscheidung tatsächlich nötig ist), dem subjektiven Informationsbedarf beziehungsweise der Nachfrage (was der Manager glaubt zu brauchen) und dem Informationsangebot (was das IT-System bereitstellt). Am Beispiel Supermarkt: Der objektive Bedarf ist die exakte Menge an Erdbeeren, die morgen verderben wird; die subjektive Nachfrage ist der Abruf des Wetterberichts durch den Filialleiter; das Angebot sind die historischen Verkaufsdaten in der Datenbank.
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Erklären Sie die Begriffe OLTP und OLAP. Nennen Sie jeweils ein konkretes Beispiel, in dem Sie auch ein Informationssystem benennen.
OLTP (Online Transaction Processing) dient der hocheffizienten Abwicklung des täglichen, operationalen Geschäfts durch schnelle Datenerfassung im Sekundenbruchteil. Beispiel: Ein Point-of-Sale-Kassensystem (POS), das beim Scannen eines Artikels sofort den Lagerbestand anpasst. OLAP (Online Analytical Processing) dient der mehrdimensionalen, strategischen Datenanalyse historischer Daten für Managemententscheidungen. Beispiel: Ein Business-Intelligence-Dashboard (BI), mit dem Umsätze der letzten fünf Jahre nach Regionen gefiltert werden.
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Was versteht man unter einem Data Warehouse?
Ein Data Warehouse ist eine zentrale, unternehmensweite Datenbank mit Berichts- und Anfragefunktionen, die operative, historische und externe Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenführt und für Managementanalysen einheitlich aufbereitet.
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Welche Aktivitäten sind in ETL enthalten und wozu werden sie benötigt?
ETL enthält drei Aktivitäten: Extract (technischer Zugriff und Herausfiltern der Daten aus Quell-Systemen), Transform (Bereinigung und Überführung der Daten in eine einheitliche Struktur) und Load (Laden der harmonisierten Daten in das Data Warehouse). Sie werden benötigt, um heterogene Datenformate für Analysen vergleichbar zu machen.
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Welche Quellen würde unser Supermarkt aus der letzten Veranstaltung für ein DWH nutzen? Welche Analysen / Reports würden für wen aufbereitet?
Quellen: ERP- und CRM-Systeme, elektronische Kassendaten, Web-Bestellungen und Excel-Lieferantendateien. Reports: Ein Umsatz-Dashboard für die Geschäftsführung zur strategischen Jahresplanung und automatisierte Lager-Bedarfsanalysen für den Einkaufsleiter zur Vermeidung von Fehlbeständen.
63
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Erklären Sie den Nutzen eines Data Warehouse am Beispiel eines von Ihnen gewählten Unternehmens.
Am Beispiel der JuiceVibe GmbH ermöglicht ein Data Warehouse, dass Verkaufsdaten aller Filialen, Online-Bestellungen und Social-Media-Trends an einem einzigen Ort bereinigt zusammenlaufen. Der Nutzen liegt darin, dass das Management ohne zeitaufwendiges Suchen sofort fundierte Entscheidungen über Fruchtextrakteinkäufe und Marketingaktionen treffen kann.
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Erklären Sie die drei V von Big Data.
Die drei V stehen für: Volume (das gigantische Datenvolumen im Terabyte- oder Petabyte-Bereich), Variety (die Vielfalt an strukturierten, semistrukturierten und unstrukturierten Datenquellen) und Velocity (die extrem hohe Geschwindigkeit, mit der Daten in Echtzeit generiert und verarbeitet werden müssen).
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Warum benötigt man für Big Data andere Formen der Datenorganisation als relationale Datenbanken?
Relationale Datenbanken basieren auf starren Tabellenstrukturen und stoßen bei unstrukturierten Daten (wie Videos oder Texten) sowie bei massiven, parallelen Datenströmen in Echtzeit an ihre Leistungs- und Skalierungsgrenzen. Big Data benötigt daher flexiblere, hochskalierbare Speicherformen wie NoSQL-Systeme.
66
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Nennen und erläutern Sie zwei eigene Beispiele für Big Data Anwendungen.
Beispiel 1: Predictive Maintenance bei der Eisenbahn, wo im laufenden Betrieb unzählige Sensordaten (Temperatur, Vibration) mit Wetterdaten kombiniert werden, um den optimalen Wartungszeitpunkt zu berechnen, bevor ein Defekt auftritt. Beispiel 2: Social Media Sentiment Analysis bei einem Konsumgüterhersteller, bei der Millionen von Textbeiträgen und Bildern in Echtzeit automatisiert ausgewertet werden, um die aktuelle Kundenstimmung zu einem neuen Produkt zu überwache
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Erläutern Sie eine Definition von Wissensmanagement.
Wissensmanagement bedeutet, alle Abläufe in einer Firma so zu steuern, dass Wissen gezielt erzeugt, gesammelt, gespeichert, geteilt und im Alltag genutzt wird.
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Sind Wissensmanagementsysteme sozio-technische Systeme? Warum?
Ja, weil sie aus zwei Teilen bestehen, die nur zusammen funktionieren: Der Technik (Software und Datenbanken) und dem Sozialen (den Menschen, ihrer Motivation und der Firmenkultur).
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Erläutern Sie den Aspekt des sozio-technischen Systems an den verwendeten Beispielen.
Bei MediaCom war die Software Basecamp die Technik, aber der Erfolg kam durch die soziale Kultur und das veränderte Verhalten der Mitarbeiter. Beim Rentner-Beispiel ist die Datenbank die Technik, aber der Mensch das soziale Element, der sein Wissen vor der Rente freiwillig eintippen muss.
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Stellen Sie ein eigenes Beispiel zum Thema Wissensmanagement in Unternehmen dar.
Ein erfahrener Techniker filmt einen schwierigen Handgriff als kurzes Video (Erzeugen). Das Video wird im Firmennetzwerk hochgeladen (Speichern), damit neue Mitarbeiter es ansehen und den Griff sofort fehlerfrei nachmachen können (Transfer und Anwenden).
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Was ist damit gemeint, dass Wissen nicht einfach übertragen werden kann? Veranschaulichen Sie an einem Beispiel.
Wissen steckt fest im menschlichen Kopf. Ein geschriebener Text liefert nur Informationen. Der Empfänger muss diesen Text lesen und in seinem eigenen Gehirn durch Nachdenken zu eigenem Wissen aufbauen. Beispiel: Das Lesen einer Lötanleitung macht einen noch nicht zum Profi – man muss das Verständnis selbst im Kopf aufbauen.
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Nennen Sie Argumente, die dagegen sprechen, den Begriff des Wissensmanagements zu verwenden.
Erstens ist Wissen rein menschlich und an das Gehirn gebunden, man kann es nicht wie eine Ware im Lager kontrollieren. Zweitens sind Texte oder Bilder immer nur Informationen, kein direktes Wissen. Drittens sind plötzliche Ideen und Zufallskontakte beim Kaffee absolut unplanbar.
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Nennen Sie Argumente, die dafür sprechen, den Begriff des Wissensmanagements in der Wirtschaftsinformatik zu verwenden.
Erstens bleibt wertvolles Know-how in der Firma, wenn erfahrene Mitarbeiter gehen. Zweitens wird zeitraubende Doppelarbeit im Betrieb verhindert. Drittens können neue Mitarbeiter durch fertige Wissenssammlungen viel schneller eingearbeitet werden.
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New cards
Was ist Ihre Meinung zu dem Begriff? Begründen Sie.
Der Begriff ist zwar theoretisch ungenau, weil man Gehirne nicht direkt steuern kann, aber in der Praxis sehr nützlich. Er bedeutet hier einfach, dass man gute Rahmenbedingungen schafft, damit Menschen ihr Wissen gerne miteinander teilen.
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Nennen Sie drei Software-Werkzeuge, die im Zusammenhang mit Wissensmanagement eingesetzt werden können.
Drei typische Werkzeuge sind Firmen-Wikis (wie Wikipedia), Dokumentenmanagementsysteme (DMS für PDFs) und digitale Mindmaps zur Ideensammlung.
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Erklären Sie den Unterschied zwischen explizitem und implizitem Wissen und nennen Sie dabei konkrete Beispiele.
Explizites Wissen ist sichtbar, aufgeschrieben und leicht zu kopieren (z. B. ein gedrucktes Handbuch oder eine Anleitung). Implizites Wissen ist unsichtbar, an den Menschen gebunden und besteht aus Erfahrung und Bauchgefühl (z. B. das Sprechen einer Sprache oder das feine Fingerspitzengefühl eines Meisters an einer Maschine).
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Zeichnen Sie den Prozess der Wissensentwicklung nach Nonaka und Takeuchi auf. Erklären Sie jeden Schritt.
Der SECI-Prozess besteht aus vier Schritten: 1. Sozialisation (implizit zu implizit): Wissen wird durch reines Zuschauen und Nachmachen von Mensch zu Mensch geteilt. 2. Artikulation (implizit zu explizit): Das Kopf-Wissen wird als Text oder Bild aufgeschrieben. 3. Kombination (explizit zu explizit): Verschiedene Berichte werden neu sortiert und zu einem großen Handbuch zusammengefügt. 4. Internalisierung (explizit zu implizit): Ein Mitarbeiter liest das Handbuch, übt in der Praxis und baut so neues, eigenes Bauchgefühl auf.
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Erklären Sie wie ein Wiki im Wissensmanagement eines Unternehmens eingesetzt werden kann.
Ein Wiki dient als zentrales, digitales Lexikon der Firma. Jeder Mitarbeiter kann dort schnell sein Wissen aufschreiben (Artikulation), Einträge über eine Suchfunktion flexibel abrufen (Wissensfluss) und Informationen miteinander verknüpfen (Kombination)
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Hier sind deine Karteikarten, exakt nach deinen Vorgaben formuliert. Sie verbinden eine einfache Sprache für den „inneren Film“ mit den exakten Begriffen, die du für die volle Punktzahl in der Klausur brauchst.

Die Karten sind ohne Zeilenumbrüche zwischen den Fragen und genau mit den Trennzeichen **
** (zwischen Frage und Antwort) und **
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** (zwischen den einzelnen Karten) aufgebaut, damit du sie direkt kopieren kannst:

Definieren Sie die Begriffe Prozess und Geschäftsprozess?
Ein Prozess ist eine sachlogische Abfolge von Aktivitäten, die durch ein Startereignis losgetreten wird und mit einem Endereignis aufhört. Ein Geschäftsprozess ist eine wiederholte Folge von logischen Aktivitäten, die einen messbaren Beitrag zur Wertschöpfung leistet, einen klaren Anfang und ein klares Ende hat und sich strikt am Kunden orientiert.
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Erläutern Sie den Begriff des Geschäftsprozesses am Beispiel der Abholung eines vorbestellten Buches in der FH-Bibliothek?
Das Startereignis ist die E-Mail, dass das Buch bereitliegt. Die logischen Aktivitäten sind: Zur Bibliothek gehen, das Buch im Regal suchen, den Studentenausweis scannen und das Buch am Automaten verbuchen. Das Endereignis ist das verbuche Buch im Rucksack. Es ist ein Geschäftsprozess, weil er sich am Kunden (dem Studenten) orientiert, einen klaren Anfang und ein Ende hat und durch den Wissensgewinn für dich einen Mehrwert (Wertschöpfung) erzeugt.
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Nennen Sie eigene Beispiele für Geschäftsprozesse?
Ein Beispiel ist die Bestellabwicklung bei einem Kosmetik-Startup: Start ist die Bestellung im Online-Shop, gefolgt von der Zahlungsprüfung, dem Verpacken der Ware und dem Versand, und das Ende ist die Zustellung beim Kunden. Ein weiteres Beispiel ist der Retourenprozess, bei dem ein Kunde ein defektes Produkt zurückschickt, die Ware geprüft wird und das Geld erstattet wird.
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New cards
Was ist ein Geschäftsprozessmodell?
Ein Geschäftsprozessmodell ist die Beschreibung aller relevanten Aspekte eines echten Geschäftsprozesses unter Verwendung einer standardisierten Modellierungssprache wie zum Beispiel BPMN oder eEPK.
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Erklären Sie, was ein Referenzmodell eines Prozesses ist?
Ein Referenzmodell ist ein allgemeingültiger und idealtypischer Bauplan für einen bestimmten Unternehmenstyp (z.B. den Einkauf im Online-Handel), der als Vorlage dient und für die eigene Firma flexibel angepasst und wiederverwendet werden kann.
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Welche Vorteile hat die Nutzung von Referenzmodellen für Prozesse?
Die Vorteile sind eine enorme Zeit- und Kostenersparnis (hohe Effizienz), die Nutzung von bewährten Erfolgsmethoden der Branche (Best Practices) und die Vermeidung von Planungsfehlern durch den Einsatz von erprobten Standards.
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Welche Einschränkungen und Nachteile hat die Nutzung von Referenzmodellen für Prozesse?
Die Nachteile sind, dass man keine Einzigartigkeit besitzt und sich nicht von der Konkurrenz abhebt, dass die Anpassung an das eigene Unternehmen oft sehr aufwendig und teuer ist und dass starre Vorgaben die Flexibilität und Kreativität im Betrieb einschränken können.
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Wozu dient das Geschäftsprozessmanagement?
Es dient dazu, alle Abläufe im Unternehmen in einem dauerhaften Kreislauf systematisch zu kontrollieren und zu optimieren. Das umfasst die fünf Schritte: Modellierung, Administration, Konfiguration, Ausführung und Analyse von Geschäftsprozessen.
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Beschreiben Sie den Ablauf eines Beschaffungsprozesses in BPMN, bei dem ein zentraler Einkauf zuständig ist und Bestellungen über 500€ vom Einkaufsleiter genehmigt werden müssen?
Der Prozess startet im Pool des Unternehmens mit einem Start-Kreis. In der Lane „Zentraler Einkauf“ wird die Aktivität „Bestellung erfassen“ ausgeführt. Danach folgt ein rautenförmiges Gateway (die Weiche) mit der Bedingung „Wert > 500€?“. Bei „Nein“ geht der Pfeil direkt zur Aktivität „Bestellung abschicken“ und endet im End-Kreis. Bei „Ja“ führt der Pfeil hoch in die Lane „Einkaufsleiter“ zur Aktivität „Bestellung genehmigen“, von wo aus der Pfeil zurück zur Aktivität „Bestellung abschicken“ im Einkauf geleitet wird.
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Welche Aspekte des 500€-Beschaffungsprozesses lassen sich gut in BPMN darstellen und was fehlt an Darstellungsmöglichkeiten?
Sehr gut darstellbar sind die klaren Zuständigkeiten durch die Trennung in Lanes (Zentraler Einkauf und Einkaufsleiter) sowie die logische Weiche durch das Gateway. Es fehlen jedoch Symbole, um zu zeigen, wie genau die Daten fließen (z.B. die Rechnung als Dokument) und was passiert, wenn der Einkaufsleiter die Genehmigung verweigert (Ablehnungspfad).
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Wozu können Geschäftsprozessmodelle gut eingesetzt werden?
Sie werden eingesetzt für die fehlerfreie Kommunikation in Projekten, zur lückenlosen Dokumentation von Betriebsabläufen (Handbuch), zur Anforderungsanalyse von Software und als exakte Basis für die Prozessautomation (z.B. durch Workflows oder Roboter).
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Erläutern Sie die drei Merkmale von Modellen im Allgemeinen?

  1. Abbildungsmerkmal: Ein Modell ist immer das Abbild eines echten Originals. 2. Verkürzungsmerkmal: Ein Modell lässt unwichtige Details weg und erfasst nur die Attribute, die für den Zweck relevant sind. 3. Pragmatisches Merkmal: Ein Modell ist für einen bestimmten Nutzer und für einen ganz bestimmten Zweck gebaut.

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Welche sechs Notationselemente der BPMN haben Sie kennengelernt?

  1. Event (Kreis für Ereignisse), 2. Activity (abgerundetes Rechteck für Arbeiten), 3. Gateway (Raute für Weichen/Entscheidungen), 4. Sequence Flow (Pfeil für die Reihenfolge), 5. Pool (großer Kasten für die gesamte Organisation), 6. Lane (Unterteilung im Pool für Abteilungen/Rollen).

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Beschreiben Sie das BPMN-Diagramm für den Geschäftsprozess der Buchabholung in der FH-Bibliothek mit den bekannten Elementen?
Der Prozess liegt im Pool „Student“ und läuft über einen durchgezogenen Sequenzpfeil ab. Er startet mit dem Start-Ereignis-Kreis „Abhol-Mail erhalten“. Danach folgen nacheinander vier abgerundete Aktivitäts-Rechtecke: „Zur Bibliothek gehen“, „Buch im Regal suchen“, „Studentenausweis scannen“ und „Buch am Automaten scannen“. Der Prozess endet mit dem dicken End-Ereignis-Kreis „Buch im Besitz“.
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Wer ist für die Weiterentwicklung des Standards BPMN zuständig?
Für die Weiterentwicklung und Verwaltung des weltweiten Standards ist die Organisation OMG (Object Management Group) zuständig
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Was ist ein System?
Ein System ist eine Ganzheit, die aus einer Menge von einzelnen Elementen besteht, die durch funktionale Beziehungen (Relationen) miteinander verknüpft sind und sich von ihrer Umwelt abgrenzen.
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Nennen und erklären Sie Beispiele zum Begriff „System“.

  1. Computersystem (technisch): Hardwarekomponenten wie CPU und RAM arbeiten über Datenbahnen zusammen. 2. Immunsystem (biologisch): Weiße Blutkörperchen und Antikörper bekämpfen gemeinsam Krankheitserreger. 3. Bildungssystem (sozial): Schulen, Universitäten und Prüfungsordnungen greifen ineinander.

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Was sind Gegenbeispiele für ein System?
Ein Gegenbeispiel ist eine bloße Ansammlung oder ein Haufen von Dingen (Aggregation) ohne innere Struktur oder funktionale Beziehung, wie zum Beispiel ein loser Haufen Sandkörner oder ein Stapel Verpackungschips im Lager.
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Wie hängen System und Umwelt zusammen?
Das System grenzt sich durch eine Systemgrenze von der Umwelt ab, steht aber über Schnittstellen in ständiger Wechselwirkung mit ihr, indem es Inputs aus der Umwelt aufnimmt, intern verarbeitet und als Outputs wieder abgibt.
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Welche Elemente gehören zu einem sozio-technischen System?
Ein sozio-technisches System besteht aus drei interdependenten Teilsystemen: 1. Technik (Hardware, Software, Maschinen), 2. Mensch (Mitarbeiter mit ihren Qualifikationen und Aufgaben) und 3. Organisation (Arbeitsteilung, Hierarchie, Kommunikationsregeln).
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Erläutern Sie die Beziehungen zwischen den Elementen eines sozio-technischen Systems.
Die Elemente stehen in einer wechselseitigen Abhängigkeit (Interdependenz). Technische Änderungen zwingen den Menschen und die Organisation zur Anpassung, während die menschlichen und organisatorischen Eigenschaften massiv auf die Funktionsweise der Technik zurückwirken.