Alfred Adlers Individualpsychologie und Minderwertigkeitstheorie

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Flashcards über die Kernkonzepte der Individualpsychologie von Alfred Adler, einschließlich Minderwertigkeit, Kompensation und Gemeinschaftsgefühl.

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19 Terms

1
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Individualpsychologie

Ein von Alfred Adler begründeter Ansatz, der den Menschen als unteilbare Ganzheit und primär soziales Wesen betrachtet, das in wechselseitigen Abhängigkeiten zur Gesellschaft steht.

2
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Minderwertigkeitsgefühl

Das subjektive Erleben eines objektiven Tatbestands (z. B. Hilflosigkeit als Kind), das als Antrieb für das Streben nach Weiterentwicklung dient.

3
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Kompensation

Die Suche nach Möglichkeiten zur Überwindung von Minderwertigkeitsgefühlen, um Gefühle der Gleichwertigkeit zu erreichen.

4
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Überkompensation

Ein verstärktes Streben nach Überlegenheit, um Gefühle der Minderwertigkeit zu bewältigen.

5
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Objektive Minderwertigkeit

Tatsächliche Gegebenheiten wie dauerhafte organische Schädigungen, soziale Benachteiligungen oder der natürliche Entwicklungsunterschied zu anderen Menschen.

6
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Organminderwertigkeit

Eine Form der objektiven Minderwertigkeit, die aufgrund von behinderten oder geschädigten Organen besteht.

7
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Primäre Entstehungsbedingungen (Objektive Minderwertigkeit)

Bedingungen, die von Geburt an vorliegen, wie die soziale Situation (z. B. Geschwisterposition) und organische Gegebenheiten.

8
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Sekundäre Entstehungsbedingungen (Objektive Minderwertigkeit)

Bedingungen, die später im Leben auftreten, wie organische Behinderungen nach Unfällen oder gesellschaftlich erlebte Minderwertigkeit aufgrund von Kultur oder Geschlecht.

9
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Minderwertigkeitskomplex

Ein aus dem Gefühl des generellen „Nicht-Könnens“ resultierender Zustand, der zu einer problematischen Kompensation durch Alternativen führen kann.

10
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Horizontales Streben

Ein Ausgleich von Minderwertigkeit durch die Entwicklung eines Gemeinschaftsgefühls und die gemeinsame Lösung von Lebensaufgaben.

11
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Vertikales Streben

Ein individuelles Höherstreben nach Macht, Geltung, Anerkennung und Überlegenheit, das oft ich-bezogen und sozial-unnützlich ist.

12
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Gemeinschaftsgefühl

Die Fähigkeit und Bereitschaft des Menschen, sich in andere einzufühlen, mitzuwirken und zum gemeinsamen Wohl beizutragen, inklusive eines Zugehörigkeitsgefühls.

13
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Die drei Lebensaufgaben

Die Hauptaufgaben, in denen sich der Mensch bewähren muss: Gemeinschaft, Liebe/Ehe und Beruf/Arbeitsleben.

14
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Lebensstil (geheimer Lebensplan)

Ein in der frühen Kindheit entwickeltes, individuelles und unbewusstes Verhaltensmuster, das zum Erreichen persönlicher Ziele dient.

15
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Leitlinien

Individuelle, unbewusste Verhaltensmuster, die zur Kompensation des Minderwertigkeitsgefühls eingesetzt werden; sie können nützlich oder unnützlich sowie direkt oder indirekt sein.

16
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Nützliche Leitlinien

Verhaltensmuster, die der Gemeinschaft dienen, wie die Übernahme von Verantwortung oder das Dasein für andere.

17
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Unnützliche Leitlinien

Verhaltensmuster, die der Gemeinschaft nicht dienen, wie Querulieren, Angreifen oder das Demonstrieren von Schwäche und Krankheit.

18
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Direkte Leitlinien

Ein unmittelbares Streben nach Macht, Überlegenheit und individuellem Erfolg.

19
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Indirekte Leitlinien

Verhaltensmuster, die auf das Erreichen von Gemeinschaftsgefühl und horizontales Streben ausgerichtet sind.