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Flashcards über die Kernkonzepte der Individualpsychologie von Alfred Adler, einschließlich Minderwertigkeit, Kompensation und Gemeinschaftsgefühl.
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Individualpsychologie
Ein von Alfred Adler begründeter Ansatz, der den Menschen als unteilbare Ganzheit und primär soziales Wesen betrachtet, das in wechselseitigen Abhängigkeiten zur Gesellschaft steht.
Minderwertigkeitsgefühl
Das subjektive Erleben eines objektiven Tatbestands (z. B. Hilflosigkeit als Kind), das als Antrieb für das Streben nach Weiterentwicklung dient.
Kompensation
Die Suche nach Möglichkeiten zur Überwindung von Minderwertigkeitsgefühlen, um Gefühle der Gleichwertigkeit zu erreichen.
Überkompensation
Ein verstärktes Streben nach Überlegenheit, um Gefühle der Minderwertigkeit zu bewältigen.
Objektive Minderwertigkeit
Tatsächliche Gegebenheiten wie dauerhafte organische Schädigungen, soziale Benachteiligungen oder der natürliche Entwicklungsunterschied zu anderen Menschen.
Organminderwertigkeit
Eine Form der objektiven Minderwertigkeit, die aufgrund von behinderten oder geschädigten Organen besteht.
Primäre Entstehungsbedingungen (Objektive Minderwertigkeit)
Bedingungen, die von Geburt an vorliegen, wie die soziale Situation (z. B. Geschwisterposition) und organische Gegebenheiten.
Sekundäre Entstehungsbedingungen (Objektive Minderwertigkeit)
Bedingungen, die später im Leben auftreten, wie organische Behinderungen nach Unfällen oder gesellschaftlich erlebte Minderwertigkeit aufgrund von Kultur oder Geschlecht.
Minderwertigkeitskomplex
Ein aus dem Gefühl des generellen „Nicht-Könnens“ resultierender Zustand, der zu einer problematischen Kompensation durch Alternativen führen kann.
Horizontales Streben
Ein Ausgleich von Minderwertigkeit durch die Entwicklung eines Gemeinschaftsgefühls und die gemeinsame Lösung von Lebensaufgaben.
Vertikales Streben
Ein individuelles Höherstreben nach Macht, Geltung, Anerkennung und Überlegenheit, das oft ich-bezogen und sozial-unnützlich ist.
Gemeinschaftsgefühl
Die Fähigkeit und Bereitschaft des Menschen, sich in andere einzufühlen, mitzuwirken und zum gemeinsamen Wohl beizutragen, inklusive eines Zugehörigkeitsgefühls.
Die drei Lebensaufgaben
Die Hauptaufgaben, in denen sich der Mensch bewähren muss: Gemeinschaft, Liebe/Ehe und Beruf/Arbeitsleben.
Lebensstil (geheimer Lebensplan)
Ein in der frühen Kindheit entwickeltes, individuelles und unbewusstes Verhaltensmuster, das zum Erreichen persönlicher Ziele dient.
Leitlinien
Individuelle, unbewusste Verhaltensmuster, die zur Kompensation des Minderwertigkeitsgefühls eingesetzt werden; sie können nützlich oder unnützlich sowie direkt oder indirekt sein.
Nützliche Leitlinien
Verhaltensmuster, die der Gemeinschaft dienen, wie die Übernahme von Verantwortung oder das Dasein für andere.
Unnützliche Leitlinien
Verhaltensmuster, die der Gemeinschaft nicht dienen, wie Querulieren, Angreifen oder das Demonstrieren von Schwäche und Krankheit.
Direkte Leitlinien
Ein unmittelbares Streben nach Macht, Überlegenheit und individuellem Erfolg.
Indirekte Leitlinien
Verhaltensmuster, die auf das Erreichen von Gemeinschaftsgefühl und horizontales Streben ausgerichtet sind.