Wirtschaften als Erkenntnisgegenstand

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1
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Wirtschaften ist die planvolle Verfügung über knappe Güter zur Bedürfnisbefriedigung. Wirtschaftliches Handeln ist erforderlich, weil Ressourcen begrenzt sind und menschliche Bedürfnisse unbegrenzt erscheinen.

Was versteht man unter „Wirtschaften“?

2
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Wirtschaftliche Güter sind knappe Güter, die nicht unbegrenzt verfügbar sind und deshalb einen Preis besitzen. Ihre Herstellung oder Nutzung verursacht Kosten.

Beispiele:

  • Erdöl

  • Möbel

  • Lebensmittel

Was sind wirtschaftliche Güter?

3
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Freie Güter stehen in ausreichender Menge kostenlos zur Verfügung und müssen nicht produziert werden.

Beispiele:

  • Atemluft

  • Sonnenlicht

  • Meerwasser

Was sind freie Güter?

4
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Der Homo oeconomicus ist ein Modell des vollkommen rational handelnden Menschen, der:

  • vollständige Informationen besitzt,

  • alle Handlungsalternativen kennt,

  • ausschließlich nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis entscheidet,

  • stets die optimale Alternative auswählt.

Definieren Sie das Menschenbild des Homo oeconomicus.

5
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Das Rationalprinzip besagt, dass von mehreren Handlungsalternativen jene gewählt wird, die zur bestmöglichen Zielerreichung führt.

Was versteht man unter dem Rationalprinzip?

6
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Kennzeichnend sind:

  • begrenzte Informationsverarbeitung,

  • Zeitmangel,

  • eingeschränkte Ressourcen,

  • Suche nach zufriedenstellenden statt optimalen Lösungen.

Dieses Verhalten wird als Satisficing bezeichnet.

Was kennzeichnet den beschränkt-rational handelnden Menschen?

7
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Der Human-Relations-Ansatz untersucht die Auswirkungen sozialer Faktoren auf Arbeitsleistung und Motivation.

Insbesondere werden betrachtet:

  • Gruppenidentität,

  • Gruppennormen,

  • soziale Beziehungen,

  • Arbeitszufriedenheit.

Was untersucht der Human-Relations-Ansatz?

8
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Das Human Resource Model betrachtet Menschen als Träger von Fähigkeiten und Potenzialen, die entwickelt und gefördert werden können.

Ziel ist insbesondere:

  • Selbstverwirklichung,

  • Persönlichkeitsentwicklung,

  • stärkere Identifikation mit dem Unternehmen.

Was versteht man unter dem Human Resource Model?

9
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Ein Bedürfnis ist das Empfinden eines Mangels verbunden mit dem Wunsch, diesen Mangel zu beseitigen.

Definieren Sie den Begriff „Bedürfnis“.

10
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Bedarf ist ein Bedürfnis, das sich in eine konkrete Form der Bedürfnisbefriedigung umgewandelt hat und grundsätzlich erfüllbar ist.

Was ist Bedarf?

11
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Kaufkraft bezeichnet die finanziellen Mittel, die zur Befriedigung eines Bedarfs zur Verfügung stehen.

Was versteht man unter Kaufkraft?

12
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Nachfrage entsteht, wenn ein konkreter Bedarf durch vorhandene Kaufkraft tatsächlich am Markt realisiert wird.

Was ist Nachfrage?

13
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  • Physiologische Bedürfnisse

  • Sicherheitsbedürfnisse

  • Soziale Bedürfnisse

  • Wertschätzungsbedürfnisse

  • Selbstverwirklichung

Welche fünf Stufen enthält die Bedürfnispyramide nach Maslow?

14
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Gewinn ist die positive Differenz zwischen Erträgen und Aufwendungen.

Formel

Gewinn = Erträge – Aufwendungen

Definieren Sie Gewinn.

15
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Menschen verfügen in der Realität selten über vollständige Informationen und treffen Entscheidungen häufig unter Zeitdruck, emotional oder aufgrund von Gewohnheiten.

Weshalb gilt der Homo oeconomicus als wirklichkeitsfern?

16
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Er berücksichtigt tatsächliche Entscheidungsbedingungen:

  • Informationsmangel

  • Unsicherheit

  • begrenzte Zeit

  • emotionale Einflüsse

Warum wird der beschränkt-rationale Mensch als realistischer angesehen?

17
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Er unterstellt einen monokausalen Zusammenhang zwischen Arbeitszufriedenheit und Leistung.

Arbeitsleistung hängt jedoch von zahlreichen Faktoren ab, beispielsweise:

  • Vergütung

  • Führung

  • Qualifikation

  • Arbeitsbedingungen

Weshalb ist der Human-Relations-Ansatz nur eingeschränkt aussagekräftig?

18
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Mangelbedürfnisse

  • Stufen 1–4

  • nehmen bei Befriedigung ab

Wachstumsbedürfnisse

  • Stufe 5

  • verstärken sich mit zunehmender Befriedigung

Bezogen auf die Maslowsche Bedürfnispyramide

Erläutern Sie den Unterschied zwischen Mangel- und Wachstumsbedürfnissen.

19
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Sie stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung und verursachen Produktions- oder Beschaffungskosten.

Je knapper ein Gut ist, desto höher ist regelmäßig sein Preis.

Warum besitzen knappe Güter einen Preis?

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Bedürfnis

konkretisierter Wunsch

Bedarf

Vorhandensein von Kaufkraft

Nachfrage

Erläutern Sie die Beziehung zwischen Bedürfnis, Bedarf und Nachfrage.

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Unternehmen können dadurch:

  • Produkte zielgerichtet entwickeln,

  • Marketingmaßnahmen anpassen,

  • Mitarbeitende motivieren,

  • Kundenbedürfnisse besser erfüllen.

Weshalb ist die Kenntnis menschlicher Bedürfnisse für Unternehmen wichtig?

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Ein vorgegebenes Ziel soll mit möglichst geringem Mitteleinsatz erreicht werden.

Erklären Sie das Minimumprinzip.

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Mit einem feststehenden Ressourceneinsatz soll ein möglichst hoher Ertrag erzielt werden.

Erklären Sie das Maximumprinzip.

24
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Sowohl Input als auch Output sind variabel.

Es wird das insgesamt günstigste Verhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis gesucht.

Worin besteht die Besonderheit des Extremumprinzips?

25
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Produktivität

Wirtschaftlichkeit

Mengenbezogen

Wertbezogen

Output/Input

bewerteter Output/bewerteter Input

Unterschied zwischen Produktivität und Wirtschaftlichkeit?

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Effizienz

„Die Dinge richtig tun.“

Effektivität

„Die richtigen Dinge tun.“

Unterschied zwischen Effizienz und Effektivität?

27
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Ein Unternehmen kann kostengünstig produzieren, aber dennoch Produkte herstellen, die keine Nachfrage finden.

Warum bedeutet hohe Effizienz nicht automatisch hohe Effektivität?

28
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Gewinne sichern:

  • Investitionen,

  • Wettbewerbsfähigkeit,

  • langfristige Existenz.

Auch Non-Profit-Organisationen müssen wirtschaftlich handeln.

Welche Bedeutung hat das Gewinnziel für Unternehmen?

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Arbeitsstunden, Materialmengen und Maschinenstunden besitzen unterschiedliche Maßeinheiten.

Deshalb werden Teilproduktivitäten gebildet.

Weshalb dürfen unterschiedliche Einsatzfaktoren bei der Produktivität nicht addiert werden?

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Nein.

  • Hunger = Bedürfnis

  • Wunsch nach Pizza = Bedarf

  • fehlende Kaufkraft = keine Nachfrage

Anna verspürt Hunger. Sie möchte eine Pizza essen, besitzt aber kein Geld.

Liegt bereits Nachfrage vor?

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Minimumprinzip.

Festes Ziel:

Note 3,0

Variable Größe:

Lernaufwand minimieren.

Ein Student möchte mindestens die Note 3,0 erreichen und möglichst wenig lernen.

Welches Prinzip liegt vor?

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Maximumprinzip.

Input:

50.000 €

Output:

Kundenzahl maximieren.

Eine Firma verfügt über ein Marketingbudget von 50.000 €.

Sie möchte damit möglichst viele Kunden gewinnen.

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Extremumprinzip.

Optimiert wird das Verhältnis von Input zu Output.

Ein Unternehmen prüft verschiedene Produktionsverfahren und sucht das beste Verhältnis zwischen Kosten und Produktionsmenge.

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Homo oeconomicus.

Es wird angenommen, dass Menschen allein durch monetäre Anreize motiviert werden.

Ein Unternehmen erhöht ausschließlich die Löhne, um die Leistung seiner Mitarbeiter zu steigern.

Welches Menschenbild liegt zugrunde?

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Human-Relations-Ansatz.

Soziale Beziehungen sollen die Arbeitszufriedenheit steigern.

Ein Betrieb führt gemeinsame Veranstaltungen und Teamtrainings ein, um die Motivation zu verbessern. Welcher Ansatz wird hier verfolgt?

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Ein Unternehmen finanziert Weiterbildungen und Karriereprogramme, welches Ansatz wird verfolgt?

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Arbeitsproduktivität

= 600 / 120

= 5 Stück pro Arbeitsstunde

Eine Fabrik produziert 600 Stück in 120 Arbeitsstunden.

Berechnen Sie die Arbeitsproduktivität.

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Wirtschaftlichkeit

= 120.000 / 90.000

= 1,33

Die Leistung übersteigt den Ressourceneinsatz.

Leistungen im Wert von 120.000 € werden mit Kosten von 90.000 € erstellt.

Berechnen Sie die Wirtschaftlichkeit.

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Effektivität

450.000 / 500.000 = 0,9

→ Ziel wurde nicht vollständig erreicht.

Effizienz

hoch, da die Produktion ressourcenschonend erfolgte.

Ergebnis

Das Unternehmen arbeitete effizient, aber nicht vollständig effektiv.

Ein Unternehmen plant einen Umsatz von 500.000 € und erzielt 450.000 €. Die Produktion erfolgte jedoch besonders kostengünstig.

Beurteilen Sie Effektivität und Effizienz.