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BWL 1
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Wirtschaften ist die planvolle Verfügung über knappe Güter zur Bedürfnisbefriedigung. Wirtschaftliches Handeln ist erforderlich, weil Ressourcen begrenzt sind und menschliche Bedürfnisse unbegrenzt erscheinen.
Was versteht man unter „Wirtschaften“?
Wirtschaftliche Güter sind knappe Güter, die nicht unbegrenzt verfügbar sind und deshalb einen Preis besitzen. Ihre Herstellung oder Nutzung verursacht Kosten.
Beispiele:
Erdöl
Möbel
Lebensmittel
Was sind wirtschaftliche Güter?
Freie Güter stehen in ausreichender Menge kostenlos zur Verfügung und müssen nicht produziert werden.
Beispiele:
Atemluft
Sonnenlicht
Meerwasser
Was sind freie Güter?
Der Homo oeconomicus ist ein Modell des vollkommen rational handelnden Menschen, der:
vollständige Informationen besitzt,
alle Handlungsalternativen kennt,
ausschließlich nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis entscheidet,
stets die optimale Alternative auswählt.
Definieren Sie das Menschenbild des Homo oeconomicus.
Das Rationalprinzip besagt, dass von mehreren Handlungsalternativen jene gewählt wird, die zur bestmöglichen Zielerreichung führt.
Was versteht man unter dem Rationalprinzip?
Kennzeichnend sind:
begrenzte Informationsverarbeitung,
Zeitmangel,
eingeschränkte Ressourcen,
Suche nach zufriedenstellenden statt optimalen Lösungen.
Dieses Verhalten wird als Satisficing bezeichnet.
Was kennzeichnet den beschränkt-rational handelnden Menschen?
Der Human-Relations-Ansatz untersucht die Auswirkungen sozialer Faktoren auf Arbeitsleistung und Motivation.
Insbesondere werden betrachtet:
Gruppenidentität,
Gruppennormen,
soziale Beziehungen,
Arbeitszufriedenheit.
Was untersucht der Human-Relations-Ansatz?
Das Human Resource Model betrachtet Menschen als Träger von Fähigkeiten und Potenzialen, die entwickelt und gefördert werden können.
Ziel ist insbesondere:
Selbstverwirklichung,
Persönlichkeitsentwicklung,
stärkere Identifikation mit dem Unternehmen.
Was versteht man unter dem Human Resource Model?
Ein Bedürfnis ist das Empfinden eines Mangels verbunden mit dem Wunsch, diesen Mangel zu beseitigen.
Definieren Sie den Begriff „Bedürfnis“.
Bedarf ist ein Bedürfnis, das sich in eine konkrete Form der Bedürfnisbefriedigung umgewandelt hat und grundsätzlich erfüllbar ist.
Was ist Bedarf?
Kaufkraft bezeichnet die finanziellen Mittel, die zur Befriedigung eines Bedarfs zur Verfügung stehen.
Was versteht man unter Kaufkraft?
Nachfrage entsteht, wenn ein konkreter Bedarf durch vorhandene Kaufkraft tatsächlich am Markt realisiert wird.
Was ist Nachfrage?
Physiologische Bedürfnisse
Sicherheitsbedürfnisse
Soziale Bedürfnisse
Wertschätzungsbedürfnisse
Selbstverwirklichung
Welche fünf Stufen enthält die Bedürfnispyramide nach Maslow?
Gewinn ist die positive Differenz zwischen Erträgen und Aufwendungen.
Formel
Gewinn = Erträge – Aufwendungen
Definieren Sie Gewinn.
Menschen verfügen in der Realität selten über vollständige Informationen und treffen Entscheidungen häufig unter Zeitdruck, emotional oder aufgrund von Gewohnheiten.
Weshalb gilt der Homo oeconomicus als wirklichkeitsfern?
Er berücksichtigt tatsächliche Entscheidungsbedingungen:
Informationsmangel
Unsicherheit
begrenzte Zeit
emotionale Einflüsse
Warum wird der beschränkt-rationale Mensch als realistischer angesehen?
Er unterstellt einen monokausalen Zusammenhang zwischen Arbeitszufriedenheit und Leistung.
Arbeitsleistung hängt jedoch von zahlreichen Faktoren ab, beispielsweise:
Vergütung
Führung
Qualifikation
Arbeitsbedingungen
Weshalb ist der Human-Relations-Ansatz nur eingeschränkt aussagekräftig?
Mangelbedürfnisse
Stufen 1–4
nehmen bei Befriedigung ab
Wachstumsbedürfnisse
Stufe 5
verstärken sich mit zunehmender Befriedigung
Bezogen auf die Maslowsche Bedürfnispyramide
Erläutern Sie den Unterschied zwischen Mangel- und Wachstumsbedürfnissen.
Sie stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung und verursachen Produktions- oder Beschaffungskosten.
Je knapper ein Gut ist, desto höher ist regelmäßig sein Preis.
Warum besitzen knappe Güter einen Preis?
Bedürfnis
↓
konkretisierter Wunsch
↓
Bedarf
↓
Vorhandensein von Kaufkraft
↓
Nachfrage
Erläutern Sie die Beziehung zwischen Bedürfnis, Bedarf und Nachfrage.
Unternehmen können dadurch:
Produkte zielgerichtet entwickeln,
Marketingmaßnahmen anpassen,
Mitarbeitende motivieren,
Kundenbedürfnisse besser erfüllen.
Weshalb ist die Kenntnis menschlicher Bedürfnisse für Unternehmen wichtig?
Ein vorgegebenes Ziel soll mit möglichst geringem Mitteleinsatz erreicht werden.
Erklären Sie das Minimumprinzip.
Mit einem feststehenden Ressourceneinsatz soll ein möglichst hoher Ertrag erzielt werden.
Erklären Sie das Maximumprinzip.
Sowohl Input als auch Output sind variabel.
Es wird das insgesamt günstigste Verhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis gesucht.
Worin besteht die Besonderheit des Extremumprinzips?
Produktivität | Wirtschaftlichkeit |
|---|---|
Mengenbezogen | Wertbezogen |
Output/Input | bewerteter Output/bewerteter Input |
Unterschied zwischen Produktivität und Wirtschaftlichkeit?
Effizienz
„Die Dinge richtig tun.“
Effektivität
„Die richtigen Dinge tun.“
Unterschied zwischen Effizienz und Effektivität?
Ein Unternehmen kann kostengünstig produzieren, aber dennoch Produkte herstellen, die keine Nachfrage finden.
Warum bedeutet hohe Effizienz nicht automatisch hohe Effektivität?
Gewinne sichern:
Investitionen,
Wettbewerbsfähigkeit,
langfristige Existenz.
Auch Non-Profit-Organisationen müssen wirtschaftlich handeln.
Welche Bedeutung hat das Gewinnziel für Unternehmen?
Arbeitsstunden, Materialmengen und Maschinenstunden besitzen unterschiedliche Maßeinheiten.
Deshalb werden Teilproduktivitäten gebildet.
Weshalb dürfen unterschiedliche Einsatzfaktoren bei der Produktivität nicht addiert werden?
Nein.
Hunger = Bedürfnis
Wunsch nach Pizza = Bedarf
fehlende Kaufkraft = keine Nachfrage
Anna verspürt Hunger. Sie möchte eine Pizza essen, besitzt aber kein Geld.
Liegt bereits Nachfrage vor?
Minimumprinzip.
Festes Ziel:
Note 3,0
Variable Größe:
Lernaufwand minimieren.
Ein Student möchte mindestens die Note 3,0 erreichen und möglichst wenig lernen.
Welches Prinzip liegt vor?
Maximumprinzip.
Input:
50.000 €
Output:
Kundenzahl maximieren.
Eine Firma verfügt über ein Marketingbudget von 50.000 €.
Sie möchte damit möglichst viele Kunden gewinnen.
Extremumprinzip.
Optimiert wird das Verhältnis von Input zu Output.
Ein Unternehmen prüft verschiedene Produktionsverfahren und sucht das beste Verhältnis zwischen Kosten und Produktionsmenge.
Homo oeconomicus.
Es wird angenommen, dass Menschen allein durch monetäre Anreize motiviert werden.
Ein Unternehmen erhöht ausschließlich die Löhne, um die Leistung seiner Mitarbeiter zu steigern.
Welches Menschenbild liegt zugrunde?
Human-Relations-Ansatz.
Soziale Beziehungen sollen die Arbeitszufriedenheit steigern.
Ein Betrieb führt gemeinsame Veranstaltungen und Teamtrainings ein, um die Motivation zu verbessern. Welcher Ansatz wird hier verfolgt?
Ein Unternehmen finanziert Weiterbildungen und Karriereprogramme, welches Ansatz wird verfolgt?
Arbeitsproduktivität
= 600 / 120
= 5 Stück pro Arbeitsstunde
Eine Fabrik produziert 600 Stück in 120 Arbeitsstunden.
Berechnen Sie die Arbeitsproduktivität.
Wirtschaftlichkeit
= 120.000 / 90.000
= 1,33
Die Leistung übersteigt den Ressourceneinsatz.
Leistungen im Wert von 120.000 € werden mit Kosten von 90.000 € erstellt.
Berechnen Sie die Wirtschaftlichkeit.
Effektivität
450.000 / 500.000 = 0,9
→ Ziel wurde nicht vollständig erreicht.
Effizienz
hoch, da die Produktion ressourcenschonend erfolgte.
Ergebnis
Das Unternehmen arbeitete effizient, aber nicht vollständig effektiv.
Ein Unternehmen plant einen Umsatz von 500.000 € und erzielt 450.000 €. Die Produktion erfolgte jedoch besonders kostengünstig.
Beurteilen Sie Effektivität und Effizienz.