Angewandte Mikroökonomie

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98 Terms

1
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Nutzenfunktion
konsumentenbezogene Ziele, selbstbestimmt, U
2
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Grenznutzen
Wie ändert sich mein Nutzen, wenn ich ein Gut mehr konsumiere; typischerweise abnehmend; Ableitung der Nutzenfunktion U'
3
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Indifferenzkurve
Höhenschichtlinien des Nutzenbergs: Mengenkombinationen von Gütern die denselben Nutzen erzeugen
4
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Grenzrate der Substitution
Steigung der Indifferenzkurve: wieviel kann ich von einem Gut für das andere eintauschen, ohne dass sich mein Nutzen ändert —> Tauschverhältnis
5
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Budgetgerade
Darstellung der Budgetbeschränkung
6
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optimales Güterbündel
optimale Menge von den gewollten Gütern
7
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individuelle Nachfragefunktion
negativ geneigt; von Preisen abhängig; Nachfrage einzelner Haushalte
8
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Marktnachfrage
horizontales addieren der individuellen Nachfrage —> aggregierte Nachfrage; bei öffentlichen Gütern vertikal
9
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Elastizitäten
Eigenpreiselastizität der Nachfrage: prozentuelle Änderung der Nachfrage bei prozentueller Preisänderung; weitere: Einkommenselastizität, Kreuzpreiselastizität
10
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Reservationspreis
Preis, bei dem nichts mehr nachgefragt wird bzw. Preis, bei dem die Nachfrage beginnt
11
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Produktionsfunktion
Zusammenhang der Produktionsmenge und den Produktionsfaktoren
12
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Isoquante
entspricht Indifferenzkurven: Höhenschichtlinien des Produktionsbergs
13
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Grenzrate der technischen Substituition
Austauschverhältnis der Produktionsfaktoren
14
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Isokostenkurve
Kostenbeschränkung
15
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optimale Kombination der Inputs
bei Tangentiallösung von Isoquante und Isokostenfunktion
16
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Kostenfunktion
Kosten bei einer bestimmten Inputmenge
17
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variable Kosten
mengenabhängig
18
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fixe Kosten
mengenunabhängig
19
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Grenzkosten
entspricht Grenznutzen
20
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Durchschnittskosten
Gesamtkosten dividiert durch Gesamtmenge
21
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Produktionsfunktion
funktionale Beschreibung des Zusammenhangs zwischen Einsatz an Produktionsfaktoren und damit realisierbarer maximaler Produktionsmenge bei gegebener Technologie
22
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Skalenerträge
geben die Veränderung des Outputs an, wenn alle Inputfaktoren um denselben Faktor erhöht werden; steigend: Erhöhung der Produktion > Erhöhung des Inputs; konstant: Verhältnis Input- Outputveränderungen gleich; fallend: Produktion nur um geringeren Faktor als Input gesteigert
23
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Isoquante
alle möglichen Kombinationen des Inputs, mit denen der gleiche, maximale Output erzielt werden kann
24
New cards
Konsumentenrente
Nutzen, den die Konsumenten haben
25
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Produzentenrente
Nutzen, den die Produzenten haben
26
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Individualismus
jeder Konsument darf selbst bewerten (Gegenteil: Staat bewertet —> paternalistische Güter wie Schulpflicht, Drogenhandel, …)
27
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Partialmarktanalyse
man sieht sich nur einen Markt an; die Interaktionseffekte werden außer Acht gelassen
28
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Wohlfahrtsmaximum
Maximum der Summe aus KR und PR; auf perfektem Wettbewerbsmarkt durch Marktgleichgewicht erreicht; Wettbewerbsgleichgewicht ist effizient
29
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Gründe für Marktversagen
externe Effekte, öffentliche Güter, Informationsmängel, Marktmacht
30
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Preisregulierung
Staat fixiert Preis
31
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Steuerinzidenz
Wer trägt die echten Lasten der Steuer; beschreibt Steuerlast, die bei den Wirtschaftssubjekten nach Berücksichtigung aller Überwälzungsvorgänge und Verzerrungen bleibt; unelastischer Teil des Marktes trägt Steuerlast; Identität des Steuerpflichtigen irrelevant
32
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Wohlfahrtsverlust einer Steuer
wird gering (hoch) sein, wenn die Anbieter und Nachfrager preisunelastisch (preiselastisch) reagieren
33
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Externalität
eine von einem Produzenten oder Konsumenten unternommene Aktivität, die andere Produzenten oder Konsumenten beeinflusst, aber im Marktpreis nicht berücksichtigt wird (z.B. Grundwasserverschmutzung)
34
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Marktmacht
die Fähigkeit einer Marktteilnehmers, den Marktpreis einer Ware zu beeinflussen; Unterscheidung: Anbieter- und Nachfragermacht
35
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Struktur-Verhaltens-Ergebnis-Ansatz (S-C-P)
besagt, dass die Marktstruktur das Verhalten der Anbieter und dieses wiederum das Ergebnis auf einem Markt beeinflussen
36
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qualtitative Strukturmerkmale
Präferenzen der Konsumenten, Produktdifferenzierung, Information der Konsumenten, Produktionsbedingungen
37
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qunatitative Strukturmerkmale
Zahl der Anbieter und Nachfrager: Monopol, Oligopol, Monopson, Oligopson, bilaterales Monopol, …
38
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Monopol
Marktform, in der vielen Nachfragern nur ein Anbieter eines Gutes gegenübersteht; Markteintritt für weitere Anbieter blockiert; Monopolist produziert immer im preiselastischen Teil der Nachfrage; je preiselastischer die Nachfrage, umso geringer wird der Preis im Monopol sein (d.h. umso geringer Marktmacht)
39
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Deadweight Loss
Wohlfahrtsverlust durch Monopol im Vergleich zu perfekter Konkurrenz; Ausmaß DWL sinkt mit Preiselastizität
40
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Natürliches Monopol
entsteht, wenn ein Unternehmen den gesamten Markt zu geringeren Kosten versorgen kann, als dies mehrere Unternehmen tun könnten; bei Subadditivität der Kostenfunktion
41
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Skalenerträge in der Produktion
Steigungsrate, mit der Output bei proportionaler Erhöhung des Inputs ansteigt
42
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Monopson
Markform, in der vielen Anbietern nur ein Nachfrager für ein Gut gegenübersteht; Markteintritt für weitere Nachfrager blockiert
43
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Preisdiskriminierung
eine Preispolitik von Anbietern, für ein gleiches oder sehr ähnliches Gut oder eine Leistung unterschiedliche Preise zu fordern
44
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Preisdiskriminierung ersten Grades
individueller Preis für jeden Kunden entspricht genau seinem Reservationspreis; effizient: kein Gesamtwohlfahrtsverlust: Anbieter realisieren gesamte Rente, KR = 0 (extreme Umverteilung zu Lasten der Konsumenten)
45
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Preisdiskriminierung zweiten Grades
unterschiedliche Preise für unterschiedliche Verkaufsmengen
46
New cards
zweitstufige Tarife
Preis pro Mengeneinheit auf dem Niveau der Grenzkosten; die verbundene Konsumentenrente wird durch eine mengenunabhängige Gebühr abgeschöpft; effizient: kein Gesamtwohlfahrtsverlust, Anbieter realisieren gesamte Rente, KR = 0 (extreme Umverteilung)
47
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Preisdiskriminierung dritten Grades
Klassifikation von Konsumenten in verschiedene Gruppen
48
New cards
Bündelung
Preisstrategie, bei der zwei oder mehr Produkte als Paket verkauft werden; Ausschlaggebend für Profitabilität: negative/positive Korrelation der Zahlungsbereitschaften (relative Bewertung der Konsumentengruppen; besonders profitabel, wenn Markteintritt eines Konkurrenten droht)
49
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Kopplung
Preisstrategie, bei der Kunde zunächst ein Produkt kaufen muss, um danach ein anderes erwerben zu können; Mengenrelation kann der Konsument festlegen
50
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Lockvogel-Angebot (Loss Leader Strategie)
Preisstrategie, bei der durch den niedrigeren Preis eines Produktes der Konsument zum Kauf eines weiteren Produktes motiviert werden soll
51
New cards
reine Bündelung
Preisstrategie, bei der zwei oder mehr Produkte nur als Paket verkauft werden
52
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gemischte Bündelung
Preisstrategie, bei der zwei oder mehr Produkte sowohl als Paket als auch einzeln verkauft werden
53
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Spieltheorie
Methode, die das rationale Entscheidungsverhalten in sozialen Konfliktsituation ableitet, in denen der Erfolg des Einzelnen nicht nur vom eigenen Handeln, sondern auch von Aktionen anderer abhängt —> strategische Interdependenz
54
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dynamische Spiele
ein Spiel verändert die Rahmenbedingungen des folgenden Spiels (Gegenteil: statische Spiele); Unterscheidung: perfekte oder imperfekte Information
55
New cards
kooperative Spiele
Strategie wird gemeinsam entwickelt und Handlungsregeln für diese gemeinsamen Strategien werden erforscht (Gegenteil: nicht-kooperative Spiele)
56
New cards
kooperatives Spiel
Spiel, bei dem die Teilnehmer bindende Verträge aushandeln können und auf deren Basis es ihnen möglich ist, gemeinsame Strategien zu entwickeln
57
New cards
nicht-kooperatives Spiel
Aushandeln und Durchsetzen bindender Verträge ist nicht möglich
58
New cards
Zug
Handlung eines Spielers in einer bestimmten Situation
59
New cards
Strategie
Regel oder Aktionsplan für das Spiel, welche die Handlungen in bestimmten Situationen definiert (Handlungsabfolge)
60
New cards
reine Strategie
Strategie, bei der ein Spieler eine ganz bestimmte Entscheidung trifft oder eine ganz bestimmte Handlung vornimmt (z.B. Straßenseite)
61
New cards
gemischte Strategie
Strategie, bei der ein Spieler eine zufällige Entscheidung zwischen verschiedenen Handlungsmöglichkeiten trifft; Mischverhältnis zwischen den verschiedenen Handlungsmöglichkeiten wird vom Spieler festgelegt (z.B. Poker, Gesellschaftsspiele)
62
New cards
Auszahlungsmatrix
wie gut geht es den Spielern bei einer bestimmten Kombination von Aktionen (nicht immer monetär)
63
New cards
normative Theorie
was sollte ein rationaler Spieler tun
64
New cards
positive Theorie
was tun die Spieler tatsächlich
65
New cards
strikt dominante Strategie
Strategie, die unabhängig von den Handlungen des Gegners immer optimal ist (bringt immer die höchste Auszahlung)
66
New cards
schwach dominante Strategie
Strategie, die unabhängig von den Handlungen des Gegners niemals schlechter und zumindest einmal besser ist, als die alternativen Strategien
67
New cards
iteratives Eliminieren
Streichen von Strategien, die nicht gewählt werden sollten
68
New cards
rationalisierbare Strategien
Strategien, die iteratives Eliminieren überleben
69
New cards
strikt dominierte Strategie
Strategie, die unabhängig von den Handlungen des Gegners niemals optimal ist (nie die best response auf eine Strategie des Gegners —> wird niemals gewählt)
70
New cards
schwach dominierte Strategie
Strategie schwach dominiert, wenn Spieler eine andere Strategie wählen kann, die ihn niemals schlechter und zumindest einmal besser stellt als diese Strategie
71
New cards
Maxi-Min-Gleichgewicht
minimale Auszahlung bei jeder Strategie finden und jene Strategie wählen, bei der die größte minimale Auszahlung generiert werden kann (geringstes Übel)
72
New cards
Nash-Gleichgewicht
jene Menge von Aktionen, bei denen jeder Spieler optimal handelt, gegeben das Verhalten der Mitspieler ("Gegeben das Verhalten meiner Mitspieler habe ich das Beste getan, was ich tun konnte) —> niemand würde vom Nash-Gleichgewicht abweichen wollen
73
New cards
fokaler Punkt (Schellingpunkt)
die Lösung, die durch Antizipation der Beteiligten erreicht wird (wenn sie nicht miteinander kommunizieren können), weil diese Lösung ihnen natürlich oder herausragend scheint
74
New cards
Nullsummenspiel
hat kein Nash-Gleichgewicht in reinen Strategien (Matching-Pennies-Spiel, Schere Stein Papier, Elfmeter schießen)
75
New cards
Reaktionsfunktion
best response Funktion von einem Spieler: auf ihr liegen die besten Antworten auf das, was der Gegenspieler tut (es gilt entlang der Kurven "gegeben das Verhalten des Mitspielers habe ich das Beste getan, was ich tun konnte; im Schnittpunkt gilt dies für alle Spieler)
76
New cards
sequentielle Spiele
Spiel mit zeitlicher Reihenfolge
77
New cards
extensive Form eines Spiels
Entscheidungsbaum
78
New cards
Rückwärtsinduktion
Lösung eines sequentiellen Spiels (den Entscheidungsbaum von oben nach unten anschreiben und von unten nach oben lösen)
79
New cards
Informationsmenge
Spiele mit imperfekter Information; beinhalten jeweils jene Entscheidungsknoten, die für die ziehenden Spieler aufgrund der ihm aktuell vorliegenden Information nicht unterscheidbar sind
80
New cards
Spiel mit perfekter Information
liegt vor, wenn jedem Spieler zum Zeitpunkt einer Entscheidung stets das vorangegangene Spielgeschehen bekannt ist; jede Informationsmenge umfasst nur einen Knoten (z.B. Schach, Mühle) (Spiele mit imperfekter Information: Poker oder Spiele mit simultanen Entscheidungen
81
New cards
Teilspiel
Spiel, das in einem einzelnen Entscheidungsknoten des Spielbaums beginnt und alle Knoten enthält, die diesem Knoten nachfolgen
82
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teilspielperfektes Nash-Gleichgewicht
Strategie ist eine Nash-Gleichgewichtsstrategie in allen Teilspielen
83
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strategische Komplemente
Form einer strategischen Interdependenz: keine Güterbeziehung, sondern Beziehungen zwischen Aktivitäten; Preiswettbewerb, Aktion und Reaktion gehen in dieselbe Richtung; Bertrand-Wettbewerb: Profitmaximierung durch Preissetzung
84
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strategische Substitute
Form einer strategischen Interdependenz: keine Güterbeziehung, sondern Beziehungen zwischen Aktivitäten; Mengenwettbewerb, Aktion und Reaktion gehen in unterschiedliche Richtungen; Cournot-Wettbewerb: Profitmaximierung durch Mengensteuerung
85
New cards
Cournot-Wettbewerb
Wettbewerb mit strategischen Substituten: Mengenwettbewerb
86
New cards
Nash-Cournot-Gleichgewicht
Nash-Gleichgewicht im Cournot-Wettbewerb (also Mengenwettbewerb); Schnittpunkt der Reaktionsfunktionen
87
New cards
Bertrand-Paradoxon
beschreibt eine Situation, in der Oligopolisten bei Preiswettbewerb, homogenen Produkten und konstanten Grenzkosten die Preise auf das Grenzkostenniveau reduzieren und damit Profite von Null realisieren; zwei Anbieter ausreichend für perfekten Wettbewerb
88
New cards
Bertrand-Wettbewerb
Wettbewerb mit strategischen Komplementen: Preiswettbewerb
89
New cards
Nash-Betrand-Gleichgewicht
Nash Gleichgewicht im Betrand-Wettbewerb (also Preiswettbewerb); Schnittpunkt der Reaktionsfunktionen
90
New cards
Preiswettbewerb vs. Mengenwettbewerb
Preiswettberwerb aggressiver, Preise und Profite im Gleichgewicht sind niedriger und die Mengen sind höher als im Mengenwettbewerb
91
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Profitabilität strategischer Entscheidungen
wird von Form des Wettbewerbs beeinflusst
92
New cards
cheap-talk
Kommunikation zwischen Spielern, welche die Auszahlungen des Spiels nicht direkt beeinflusst; Kommunikation ist kostenlos, nicht-bindend und nicht verifizierbar (Fehlen der Bindung —> Wirkungslosigkeit einer Drohung)
93
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Kartell
verbotene Vereinbarungen und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen zwischen unabhängigen Unternehmern, die einer Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken
94
New cards
Monopolpunkte
Punkte, wo Unternehmen sich zur gemeinsamen Profitmaximierung absprechen (wo sie sich wie Monopole verhalten)
95
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Kontrakt-Kurve
alle Punkte auf dieser Kurve erbringen das gleiche (maximale) Niveau der gemeinsamen Profite bei der Kartellbildung
96
New cards
Isoprofitlinien
alle Mengenkombinationen von Inputfaktoren und einem Outputgut, die dem Unternehmen denselben Gewinn erbringen
97
New cards
statische Betrachtung
Kartelle sind meist profitabel, aber nicht stabil; der Bruch der Absprache ist eine dominante Strategie
98
New cards
Oligopol
Form des Monopols, bei der der Markt von einigen wenigen Großunternehmen beherrscht wird