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Umfassendes Vokabular-Set zur ABWL, das VUCA, Circular Economy, Rechtsformen, Produktion, Logistik, Führung, Personalwesen, Finanzierung und Kostenrechnung abdeckt.
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VUCA
Beschreibt eine moderne, dynamische Arbeits- und Geschäftswelt durch die Faktoren Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität.
Volatilität
Schnelle, häufig nicht vorhersehbare Veränderungen, auf die Unternehmen mit Agilität und Flexibilität reagieren müssen.
Unsicherheit
Fehlende Transparenz und mangelnde Vorhersehbarkeit, was die Einführung von Informations- und Wissensmanagement erfordert.
Komplexität
Viele interdependente Einflussfaktoren mit unklaren Zusammenhängen; die Reaktion darauf ist das Rekonstruieren von Verbindungen.
Ambiguität
Mehrdeutigkeit und unklare Ursache-Wirkungszusammenhänge, denen durch Experimentieren und das Finden neuer Lösungen begegnet wird.
Change Management
Das gezielte Planen von Veränderungen im Unternehmen, um sich an Trends und den Wandel anzupassen.
Digitalisierung
Der Ersatz oder die Unterstützung analoger Prozesse durch digitale Technologien, wie z. B. digitale Rechnungen statt Papier.
Digitale Transformation
Ein umfassender strategischer Wandel des gesamten Unternehmens und Geschäftsmodells durch den Einsatz digitaler Technologien.
Circular Economy (Kreislaufwirtschaft)
Ein Wirtschaftssystem, das Ressourcenverbrauch und Abfall minimiert, indem Materialien durch Reparatur, Recycling oder Teilen möglichst lange im Kreislauf gehalten werden.
Lineare Wirtschaft
Ein Wirtschaftsmodell nach dem Prinzip "Take – Make – Dispose" (Nehmen, Herstellen, Wegwerfen).
Stakeholder
Institutionen oder Personen, die von den Aktivitäten eines Unternehmens direkt oder indirekt betroffen sind oder Interesse an dessen Handeln haben.
Interne Stakeholder
Gruppen innerhalb des Unternehmens, wie Mitarbeiter (wollen sichere Arbeitsplätze), Management (Entscheidungsfreiheit) und Eigentümer (Gewinnmaximierung).
Externe Stakeholder
Gruppen außerhalb des Unternehmens, wie Kunden, Lieferanten, Kapitalgeber (Banken), der Staat und die Gesellschaft (NGOs).
KMU
Kleine und mittlere Unternehmen; unterteilt in Kleinstunternehmen (bis 9 Mitarbeiter, bis 2 Mio. € Umsatz), kleine Unternehmen (bis 49 Mitarbeiter, bis 10 Mio. € Umsatz) und mittlere Unternehmen (bis 249 Mitarbeiter, bis 50 Mio. € Umsatz).
Franchise-Unternehmen
Ein Weg in die Selbstständigkeit, bei dem ein bereits existierendes Konzept und eine bekannte Marke (z. B. McDonalds) gegen Vorgaben genutzt wird.
Circular Start-Ups
Zirkuläre Geschäftsmodelle wie Sharing oder "Product-as-a-Service" mit dem Ziel, Abfall zu vermeiden (z. B. Too good to go).
Business Plan
Ein Dokument, das eine Geschäftsidee, Ziele und die Finanzierung prägnant beschreibt, um insbesondere Geldgeber zu überzeugen.
ESG-Kriterien
Nachhaltigkeitsstrategien in den Bereichen Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (ethische Unternehmensführung).
Konstitutive Entscheidungen
Grundlegende, langfristig bestimmende Entscheidungen eines Unternehmens, wie die Wahl der Rechtsform, des Standorts oder von Kooperationen.
Einzelunternehmen
Ein Unternehmen, das einer einzigen Person gehört, die alle Entscheidungen trifft, die Gewinne erhält, aber auch voll mit dem Privatvermögen haftet.
Personengesellschaft
Ein Zusammenschluss von mindestens zwei Personen (z. B. OHG, KG), bei denen die Gesellschafter oft persönlich und unbegrenzt haften.
Kapitalgesellschaft
Eine eigene juristische Person (z. B. GmbH, AG), bei der das Kapital im Fokus steht und die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen begrenzt ist.
GmbH
Gesellschaft mit beschränkter Haftung; erfordert ein Mindestkapital von 25.000,00 € (12.500,00 € Mindesteinlage) und einen Eintrag ins Handelsregister.
Nutzwertanalyse
Eine Methode zur Standortentscheidung, bei der verschiedene Ziele gewichtet und bewertet werden.
Kooperation
Zusammenarbeit von Unternehmen, bei der diese wirtschaftlich und rechtlich unabhängig bleiben (z. B. Kartelle, ArGe, Unternehmensverbände).
Konzentration
Zusammenschluss von Unternehmen, bei dem die wirtschaftliche Eigenständigkeit verloren geht (z. B. Konzerne oder Fusionen).
ABC-Analyse
Klassifizierung von Gütern nach ihrem Wertanteil: A-Güter (ca. 80% Wertanteil, 10% Menge), B-Güter (mittel) und C-Güter (ca. 5% Wertanteil, 70% Menge).
Just-in-time-Beschaffung
Einsatzsynchrone Anlieferung von Materialien genau dann, wenn sie benötigt werden, um Lagerkosten zu minimieren.
Supply Chain Management
Unternehmensübergreifende Planung und Kontrolle aller Waren-, Informations- und Geldflüsse vom Rohstoff bis zum Endkunden.
Reverse Logistics (Rückwärtslogistik)
Logistische Prozesse zur Organisation des Rückflusses von Produkten oder Verpackungen vom Kunden zum Hersteller für Recycling oder Reparatur.
Stückliste
Zerlegung eines fertigen Produkts in seine Einzelteile zur produktionsorientierten Materialbedarfsermittlung.
Werkstattfertigung
Verrichtungsorientierte Organisation, bei der gleichartige Tätigkeiten in Werkstätten zusammengefasst werden.
Fließfertigung
Ablauforientierte Organisation, bei der Arbeitsplätze in der Reihenfolge der Tätigkeiten angeordnet sind (hoch effizient, aber starr).
Vision
Ein langfristiges Fernziel, das den idealen zukünftigen Zustand des Unternehmens beschreibt.
Management by Objectives (MBO)
Führen durch Zielvereinbarungen; Vorgesetzte und Mitarbeiter definieren gemeinsam messbare Ziele, deren Umsetzung dem Mitarbeiter überlassen bleibt.
Triple-Bottom-Line-Prinzip
Gleichberechtigte Berücksichtigung der Dimensionen People (Soziales), Planet (Ökologie) und Profit (Ökonomie).
Zielkomplementarität
Eine Zielbeziehung, bei der das Erreichen von Ziel A das Erreichen von Ziel B unterstützt (Idealfall).
Job Enrichment
Qualitative Aufgabenerweiterung durch Übertragung anspruchsvollerer Tätigkeiten mit mehr Verantwortung.
Liquidität 1. Grades (Barliquidität)
kurzfristige VerbindlichkeitenLiquide Mittel×100; gibt an, wie viel der Schulden sofort bar bezahlt werden können.
Factoring
Der Verkauf von offenen Forderungen an einen Dienstleister, um sofortige Liquidität zu erhalten.
Break-Even-Punkt
Die Gewinnschwelle, an der die Gesamterlöse genau den Gesamtkosten entsprechen (Fixkosten/Deckungsbeitrag).
Gemeinkosten
Kosten, die nicht direkt einem Produkt zugeordnet werden können (z. B. Miete, Strom) und über Verteilungsschlüssel verrechnet werden müssen.
Einzelkosten
Kosten, die einem Produkt direkt zugeordnet werden können, wie z. B. Materialeinzelkosten oder Lohn pro Stück.