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Dichotomie: nature vs.nurture
nature: angeboren, von innen nach außen Anlage/Nativismus
nurture: erlernt, Umwelt, von außen nach innen, Konstruktivismus, epigenetisch
Spracherwerbstheorien
1.Behaviouristische Theorien (Skinner, Bloomfield)
2.Kognitivistische Theorien (Piaget, Inhelder)
3.Nativistische Theorien (Chomsky, Lenneberg)
4.Interaktionistische Theorien (Vygotskij, Bruner, Tomasello)
5.Hybride Theorien z.B. Emergentist Coalition Theory
Behaviorismus
-Sprache= erlerntes Verhalten durch Imitation und Verstärkung → Stimulus-Response-Verstärkung (Bezugsperson-Kind-Bezugsperson)
-z.B. erlernen Kinder Bedanken/Grüßen in Alltagssituationen
-widerlegt, denn Kinder machen Fehler beim Sprechen, obwohl Erwachsene fehlerfrei sprechen
Kognitivismus
Sprache entwickelt sich mit kognitiver Entwicklung
Nativismus
-genetisch vorprogrammiert
-angeborenes Language Acquisition Device (LAD) → Modul im Gehirn zum Spracherwerb
-Universalgrammatik → angeborene mentale Struktur, die allen Menschen gemeinsam ist und die d3n Erwerb jeder Sprache ermöglicht (Beweis: Übergeneralisierung als Indikator innerer Regelbildung)
-Input aktiviert Universalgrammatik (z.B. Pro-Drop-Parameter → grammatisches Prinzip, bei dem Subjektpronomen weggelassen werden können)
Interaktionismus
-Spracherwerb durch Interaktion
-Language Acquisition Support System (LASS) nach Bruner (Scaffolding-Methode →Konzept, bei dem Kindern vorübergehende Unterstützung bzw. Gerüst geboten wird, um neue Fähigkeiten zu lernen z.B. KGS= dan das Kind gerichtete Sprache)
-gebrauchsbasierte Theorie: Sprache wird durch Gebrauch (usage) erworben
-drei Funktionen: Auffordern, Informieren und Teilen von Gefühlen/Einstellungen („Wir-Intentionalität“)
-kulturelles Lernen (Sprache ist Schlüssel zur kulturellen Teilhabe und vermittelt Werte/Regeln z.B. „du“, „sie“)
-Konstruktionsgrammatik statt Universalgrammatik
hybride Theorien
Gemeinsamkeiten von epigenetischen und nativistischen Positionen:
-Kinder verfügen über kognitive und soziale Fähigkeiten, Sensibilitäten gegenüber Grammatikstrukturen
-grundlegende musterklassifikatorische Fähigkeiten → Kinder erkennen Muster
-Kinder zeigen Sensibilität für menschliche Sprache → z.B. bevorzugen Stimme und lautliche Strukturen der Mutter
hybride Theorie: Emergentist Coalition Theory
-erlernen von Wörter durch Koalition:
1.perzeptuelle Achtungshinweise
2.soziale Achtungshinweise
3.linguistische Achtungshinweise
Hypothesen des L2-Erwerbs
1.Kontrastivhypothese (L1→L2)
2.Identitätshypothese (L2=L1)
3.Interlangue-Hypothese (IL1,IL2,IL3…→L2)
4.Mehrsprachigkeitshypothese (L1&L2&L3)
Kontrastivhypothese
-L1-Strukturen beeinflussen den Erwerb der L2-Strukturen
-Lernen neuer „habits“
-Imitation als Erwerbsmechanismus
-Fehler sind anhand L1 vorhersagbar
Kontrastivhypothese
-positiver Transfer=Ähnliche/identische Strukturen werden schneller gelernt
-negativer Transfer=Divergierende Strukturen führen zu Erwerbsherausforderungen und Fehlern (Interferenz)
-radikale Version: alle Fehler können auf Strukturen der L1 zurückgeführt werden
-schwache Version: Fehler können auf L1-Strukturen deuten
Identitätshypothese
-radikale Version: L2-Erwerb folgt gleichen Gesetzmäßigkeiten wie L1, Aktivierung gleicher mentaler Prozesse
-schwache Version: L2 folgt in wesentlichen Zügen der L1
-L1 hat keinen Einfluss
-Fehler („goofs“) nur durch L2-Strukturen bedingt
Interlanguage-Hypothese
-L2-Erwerb mithilfe verschiedene temporäre, variable Zwischenstufen
-Zwischenstufen=Interlanguages/Lernersprache/Lernervarietäten
-Interlanguages enthalten Züge aus Ausgangssprche, Zielsprache und unabhängigen Merkmalen
-IL sind durch entsprechende Lernangebote veränderbar
Lernervarietäten
-eigenständige, in sich fehlerfreie Systeme
-voll entwickelte Sprachen sind Grenzfälle von Lernervarietäten
-repräsentieren den Zustand in dem der Lerner mit dem Erwerbsprozess aufhört, weil es zwischen seinen Varietäten und der Sprache seiner sozialen Umgebung keinen wahrnehmbaren Umgebung mehr gibt
Mehrsprachigkeitshypothese
-Lernende verwenden Sprachrepertoires, um weitere Sprachen zu lernen bzw. als Strategie einzusetzen
-vor allem bei gleicher Sprachfamilie
-Strategie beim Lesen fremdsprachiger Texte