Komödie im 20. Jahrhundert 1: Brecht

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Medienreflexive Komik

Humor, der uns etwas erkennen lässt. Sie ist nicht nur zum Lachen da, sondern bringt uns dazu, über Medien und Alltag nachzudenken. 1) Basis von Erkenntnis: Sie schafft überhaupt erst die Möglichkeit, etwas bewusst wahrzunehmen 2) Heuristik von Erkenntnis: Sie ist ein Werkzeug, das uns hilft, schneller Dinge zu durchschauen

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Die zwei Hauptwirkungen von Medienreflexive Komik

1) Entautomatisierung: Im Alltag läuft Wahrnehmung oft automatisch, man sieht Dinge nicht mehr wirklich. Komik unterbricht das Automatische. Plötzlich wirkt es komisch, übertrieben oder absurd 2) Distanzierung: Humor schafft Abstand, man schaut wie von aussen drauf, dadurch kann man besser reflektieren

3
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Šklovskijs

Kunst soll dafür sorgen, dass wir die Welt wieder bewusst erleben. Verfremdung: etwas Gewohntes wird fremd dargestellt, Wahrnehmung wird langsamer und bewusster

4
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Brecht: Sprache als Problem

Wörter können echte Erfahrungen ersetzen und dadurch leer werden. Dann fühlen wir Dinge nicht mehr richtig. Ziel: Wörter durchbrechen, damit Dinge wieder lebendig gesehen werden

5
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Brecht: Episches Theater

Im klassischen Theater fühlt sich das Publikum in die Handlung hinein und erlebt starke Emotionen. Die Spannung entsteht durch die Frage, wie die Geschichte ausgeht. Im epischen Theater bleibt das Publikum eher auf Abstand und denkt über das Geschehen nach. Die Szenen sollen verstanden werden, nicht nur gefühlt. Brecht will zeigen, dass Menschen und die Gesellschaft veränderbar sind und dass Theater zum Nachdenken anregen soll

6
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Brecht: Verfremdungseffekt

In der epischen Theaterform wird die Illusion bewusst gestört, damit keine echte Bühnenwelt entsteht, sondern erzählt wird, was passiert. Der Zuschauer soll nicht mitfühlen, sondern als Beobachter Abstand halten und nachdenken. Durch Verfremdung wird etwas Alltägliches absichtlich fremd oder ungewohnt dargestellt. Brecht meint damit, dass Dinge, die uns selbstverständlich erscheinen, erst hinterfragt werden müssen, damit wir sie wirklich verstehen. Bekanntes ist nicht automatisch schon erkanntes

7
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Brecht: Dreigroschenoper

V-Effekte: erzählerisches Lied, Rahmen statt Einstieg, Songs (unterbrechen die Handlung und kommentieren), Aus-der-Rolle-Fallen, Szenentafeln, direkte Publikumsansprache. Wirkung: keine Illusion stattdessen Reflexion

8
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Brecht: Der gute Mensch von Sezuan

Konflikt: gut sein vs. überleben. Erkenntnis: Problem liegt in der Gesellschaft, nicht im Menschen. Verfremdung: direkte Ansprache, kein Happy End (offener Schluss), Theater gibt Aufgabe ab (Publikum soll weiterdenken)