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Diese Flashcards decken die grundlegenden Begriffe der quantitativen Forschungsmethoden ab, einschließlich Gütekriterien, Hypothesenformulierung und Variablenarten.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai |
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Idiographisch
Ein Forschungsansatz (griech. idios: 'eigen'), der auf die umfassende Beschreibung und Analyse konkreter, einzigartiger Gegenstände abzielt.
Nomothetisch
Ein Forschungsansatz (griech. nomos: 'Gesetz'), der auf das Aufstellen allgemeiner Gesetzmäßigkeiten ausgerichtet ist, wie etwa in den Naturwissenschaften.
Quantitäten
Bezieht sich auf Größen oder Mengen (lat. quantitas), wobei die einfachsten Methoden das Zählen und Messen von Objekten der realen Welt sind.
Empirische Wissenschaften
Wissenschaften, die Theorien durch das systematische Sammeln von Daten wie Beobachtungen, Experimente, Befragungen oder Messungen entwickeln oder überprüfen.
Mixed Methods
Die Kombination von quantitativen und qualitativen Verfahren in einer Untersuchung, zum Beispiel in der psychiatrischen Diagnostik durch klinische Interviews und standardisierte Fragebögen.
Qualiadebatte
Geht zurück auf Thomas Nagel (1974); sie thematisiert, dass rein objektive Messungen (z. B. Gehirnfunktion einer Fledermaus) nicht erklären können, wie sich ein Zustand subjektiv anfühlt.
Objektivität
Ein Hauptgütekriterium, das die Unabhängigkeit der Ergebnisse von der Person des Forschers sowie die intersubjektive Nachvollziehbarkeit beschreibt.
Reliabilität
Ein Hauptgütekriterium für die Zuverlässigkeit und Messgenauigkeit eines Tests; es gibt an, wie exakt und fehlerfrei gemessen wird (Replizierbarkeit).
Validität
Ein Hauptgütekriterium, das die Gültigkeit der Befunde angibt; es prüft, ob tatsächlich das gemessen wird, was gemessen werden soll.
Falsifizierbarkeit
Ein zentrales Prinzip des Kritischen Rationalismus (Karl Popper), nach dem wissenschaftliche Aussagen prinzipiell durch empirische Evidenz widerlegbar sein müssen.
Hypothese
Eine aus allgemeinen Theorien abgeleitete Aussage über einen Zusammenhang zwischen mindestens zwei Variablen, die Vorhersagen ermöglicht und falsifizierbar ist.
Gerichtete Hypothese
Eine Hypothese, die eine spezifische Richtung des Zusammenhangs postuliert (z. B. "je länger…, desto höher…").
Nullhypothese (H0)
Die Annahme, dass es keinen Effekt, keinen Unterschied oder keinen Zusammenhang zwischen den untersuchten Variablen gibt.
Alternativhypothese (H1)
Die Annahme, dass ein gesuchter Effekt, Unterschied oder Zusammenhang in den Daten tatsächlich existiert.
Unabhängige Variable (uV)
Die Variable, die als vermutete Ursache betrachtet wird und deren Wert nicht von anderen Variablen innerhalb des Modells abhängt.
Abhängige Variable (aV)
Die Variable, die als vermutete Wirkung oder Ergebnis (Outcome) betrachtet wird; ihre Ausprägung hängt von der uV ab.
Stetige Variable
Eine Variable, die in einem Intervall unendlich viele, beliebig genaue Werte annehmen kann (z. B. das Alter).
Diskrete Variable
Eine Variable, deren Werte in einem gegebenen Intervall endlich und damit abzählbar sind (z. B. Anzahl der Personen in einem Haushalt).
Manifeste Variablen
Variablen, die direkt messbar oder beobachtbar sind, wie zum Beispiel das Körpergewicht oder der Herzschlag.
Latente Variablen
Nicht direkt beobachtbare Merkmale (z. B. Intelligenz), deren Ausprägungen über Indikatoren erschlossen werden müssen.
Operationalisierung
Der Prozess der "Messbarmachung" eines theoretischen Konstrukts durch die Festlegung von Operationen oder Handlungen, die als Indikatoren dienen.
Nebengütekriterien
Zusätzliche Qualitätsmerkmale einer Untersuchung wie Fairness, Ökonomie, Nützlichkeit, Zumutbarkeit, Transparenz und Akzeptanz.
Tautologische Hypothese
Eine zirkuläre Aussage, die immer wahr ist (z. B. durch Definition von Begriffen) und daher keinen wissenschaftlichen Informationsgehalt besitzt.
Prädiktorvariable
Ein Begriff, der alternativ zur unabhängigen Variable verwendet wird, um eine Vorhersage zu machen, ohne zwingend Kausalität zu unterstellen.