Quantitative Forschungsmethoden - Vorlesung Flashcards

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Diese Flashcards decken die grundlegenden Begriffe der quantitativen Forschungsmethoden ab, einschließlich Gütekriterien, Hypothesenformulierung und Variablenarten.

Last updated 3:22 PM on 5/20/26
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24 Terms

1
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Idiographisch

Ein Forschungsansatz (griech. idios: 'eigen'), der auf die umfassende Beschreibung und Analyse konkreter, einzigartiger Gegenstände abzielt.

2
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Nomothetisch

Ein Forschungsansatz (griech. nomos: 'Gesetz'), der auf das Aufstellen allgemeiner Gesetzmäßigkeiten ausgerichtet ist, wie etwa in den Naturwissenschaften.

3
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Quantitäten

Bezieht sich auf Größen oder Mengen (lat. quantitas), wobei die einfachsten Methoden das Zählen und Messen von Objekten der realen Welt sind.

4
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Empirische Wissenschaften

Wissenschaften, die Theorien durch das systematische Sammeln von Daten wie Beobachtungen, Experimente, Befragungen oder Messungen entwickeln oder überprüfen.

5
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Mixed Methods

Die Kombination von quantitativen und qualitativen Verfahren in einer Untersuchung, zum Beispiel in der psychiatrischen Diagnostik durch klinische Interviews und standardisierte Fragebögen.

6
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Qualiadebatte

Geht zurück auf Thomas Nagel (1974); sie thematisiert, dass rein objektive Messungen (z. B. Gehirnfunktion einer Fledermaus) nicht erklären können, wie sich ein Zustand subjektiv anfühlt.

7
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Objektivität

Ein Hauptgütekriterium, das die Unabhängigkeit der Ergebnisse von der Person des Forschers sowie die intersubjektive Nachvollziehbarkeit beschreibt.

8
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Reliabilität

Ein Hauptgütekriterium für die Zuverlässigkeit und Messgenauigkeit eines Tests; es gibt an, wie exakt und fehlerfrei gemessen wird (Replizierbarkeit).

9
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Validität

Ein Hauptgütekriterium, das die Gültigkeit der Befunde angibt; es prüft, ob tatsächlich das gemessen wird, was gemessen werden soll.

10
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Falsifizierbarkeit

Ein zentrales Prinzip des Kritischen Rationalismus (Karl Popper), nach dem wissenschaftliche Aussagen prinzipiell durch empirische Evidenz widerlegbar sein müssen.

11
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Hypothese

Eine aus allgemeinen Theorien abgeleitete Aussage über einen Zusammenhang zwischen mindestens zwei Variablen, die Vorhersagen ermöglicht und falsifizierbar ist.

12
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Gerichtete Hypothese

Eine Hypothese, die eine spezifische Richtung des Zusammenhangs postuliert (z. B. "je länger…, desto höher…").

13
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Nullhypothese (H0H_0)

Die Annahme, dass es keinen Effekt, keinen Unterschied oder keinen Zusammenhang zwischen den untersuchten Variablen gibt.

14
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Alternativhypothese (H1H_1)

Die Annahme, dass ein gesuchter Effekt, Unterschied oder Zusammenhang in den Daten tatsächlich existiert.

15
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Unabhängige Variable (uVuV)

Die Variable, die als vermutete Ursache betrachtet wird und deren Wert nicht von anderen Variablen innerhalb des Modells abhängt.

16
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Abhängige Variable (aVaV)

Die Variable, die als vermutete Wirkung oder Ergebnis (Outcome) betrachtet wird; ihre Ausprägung hängt von der uVuV ab.

17
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Stetige Variable

Eine Variable, die in einem Intervall unendlich viele, beliebig genaue Werte annehmen kann (z. B. das Alter).

18
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Diskrete Variable

Eine Variable, deren Werte in einem gegebenen Intervall endlich und damit abzählbar sind (z. B. Anzahl der Personen in einem Haushalt).

19
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Manifeste Variablen

Variablen, die direkt messbar oder beobachtbar sind, wie zum Beispiel das Körpergewicht oder der Herzschlag.

20
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Latente Variablen

Nicht direkt beobachtbare Merkmale (z. B. Intelligenz), deren Ausprägungen über Indikatoren erschlossen werden müssen.

21
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Operationalisierung

Der Prozess der "Messbarmachung" eines theoretischen Konstrukts durch die Festlegung von Operationen oder Handlungen, die als Indikatoren dienen.

22
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Nebengütekriterien

Zusätzliche Qualitätsmerkmale einer Untersuchung wie Fairness, Ökonomie, Nützlichkeit, Zumutbarkeit, Transparenz und Akzeptanz.

23
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Tautologische Hypothese

Eine zirkuläre Aussage, die immer wahr ist (z. B. durch Definition von Begriffen) und daher keinen wissenschaftlichen Informationsgehalt besitzt.

24
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Prädiktorvariable

Ein Begriff, der alternativ zur unabhängigen Variable verwendet wird, um eine Vorhersage zu machen, ohne zwingend Kausalität zu unterstellen.