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Definition
→ Teildisziplin der Psychologie
beschäftigt sich mit psychischen Störungen & den psychischen Aspekten somatischer Störungen/Krankheiten
umfasst→ Erforschung, Diagnostik & Therapie der Gesamtheit psychischer Störungen bei Menschen aller Altersstufen
Charakteristikum: → enge Beziehung zu vielen anderen Wissenschaftsdisziplinen → insbesondere Psychiatrie, Soziologie, neurobiologische Fächer, neurologische und medizinische Fächer
Untersuchungsgegenstand
→ Beschreibung, Erforschung und Behandlung von abweichendem Verhalten und psychischen Störungen
Aufgaben & Ziele
→ Bezüge zur psychologischen Grundlagenforschung
Deskription:
Diagnostik, Klassifikation
Epidemiologie
Ätiologie und Entstehungsbedingungen
Therapie und Prävention
Psychische Störungen
→ Oberbegriff für alle Störungen im Erleben und Verhalten einer Person
liegen vor, Venn Verhaltens⁃ und psychische Probleme:
Fähigkeiten des Menschen, zu oft, zu lange/und oder zu massiv in klinisch bedeutsamer Weise beeinträchtigen → in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen
verhindern Erreichung gesellschaftlicher normativer und persönlicher Zile
erhebliches psychisches Leid (Leidensdruck) beim Betroffenen auslösen
Diagnostische Klassifikation psychischer Störungen
ICD 10 → internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme → von WHO herausgegeben
ICD 11: bisher nur im englischen, meisten Ärzt:innen benutzen ICD⁃10
DSM⁃5 → diagnostisches und statistisches Handbuch psychischer Störungen
Unterschied Psychologe und Psychiater
Psychologe
→ hat Psychologie studiert → Abschluss Diplom/Bachelor/Master
→ nicht alle Psychologen sind Psychotherapeuten
Psychiater
→ hat Medizin studiert → Approbation für Heilberufe
→ Arzt mit Weiterqualifikation zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Unterschied Psychologischer & Ärztlicher Psychotherapeut
→ Psychotherapeut → Durchführung von Psychotherapien
Psychologischer Psychotherapeut
Psychologe mit Weiterbildungen und Qualifikationen (Therapeutenausbildung)
mit Krankenkassenzulassung = gleicher rechtlicher Status wie Facharzt
Abrechnung über gesetzliche KK
kein Recht auf Verordnung von Medikamenten
Ärztlicher Psychotherapeut
Arzt mit Weiterqualifikation zum Facharzt
Krankenkassenzulassung
Abrechnung über gesetzliche KK
Recht auf Verordnung von Medikamenten
Psychotherapien können auf von “heilkundlichen Psychotherapeuten” durchgeführt werden (Heilpraktiker, Pädagogen, Psychologen ohne anerkannte Therapeutenausbildung, aber bestandene Prüfung bei einem Gesundheitsamt)
→ keine Abrechnung über KK wegen fehlender Approbation
→ kein Recht uf Verordnung von Medikamenten
Psychotherapie Definition
→ Behandlung von Verhaltensstörungen oder Leidenszuständen:
mit psychologischen Mitteln
nach bestimmten methodischen Regeln
mit Ziel, bestehende Symptome zu beseitigen bzw. zu verringern, Verhalten und Erleben eines Menschen zu verändern und eine günstige Entwicklung der Persönlichkeit zu fördern
Psychotherapeutische Verfahren werden unterschieden nach
Therapieansatz
→ zugrunde liegendes Menschenbild
→ Grundgedanken, über die Fähigkeit, sich zu verändern
→ Grundauffassung von Störungen und Krankheit
therapeutische Methoden
Gespräche
Verhaltenstraining
Malen, Spielen
Entspannungstechniken
Hausaufgaben
Setting
Dauer
Häufigkeit
Ort
beteiligte Personen → Einzelne, Paare, Familien, Gruppen
Psychoanalytische Therapie (Psychoanalyse)
Therapieansatz
→ menschliches Verhalten hat bewusste und unbewusste Anteile
→ Störungen waren auf kindliche Grundkonflikte zurückgeführt
Methoden
→ Aufdecken unbewusster Inhalte (konflikthaltigem, unangenehme, peinliche) durch freies Assoziieren (Gedanken, Empfindungen, Vorstellungen spontan und unzensiert aussprechen)
Ziel
→ neue Lösung für alten Konflikt finden → ermöglicht verändertes Verhalten und Verschwinden der Symptome
Verhaltenstherapie
Therapieansatz
→ psychische Störung wurde erlernt → kann in Therapie durch psychologische Anleitung wieder verlernt bzw. unwirksam gemacht werden
Methoden
→ Problemanalyse durch Verhaltensbeobachtung
→ Verhaltensänderung durch: negatives Üben, Systematische Desensibilisierung, Einsatz von Verstärkern (Sanktionen, Verhaltenstraining)
Ziel
→ in relativ kurzer Zeit Erfolg
→ besonders für konkrete Verhaltensänderungen
Kognitive Verhaltenstherapie
Therapieansatz
→ enger Zusammenhang von Denken und Gefühlen
→ Denken eines Menschen beeinflusst Art und Intensität seines Gefühls
Methoden
→ Problemanalyse durch Aufdeckung dysfunktionaler Denkmuster → Prozess des Umdenkens wird eingeleitet = kognitive Umstrukturierung → Lernen neuer Sichtweisen und Bewertungen
Ziel
→ unnötiges emotionales Leid lindern oder beheben
→ Denken und erleben wieder als funktionale Fähigkeiten
Welche Therapieverfahren werden von KK übernommen?
(Kognitive) Verhaltenstherapie
tiefenpsychologische Therapie
Psychoanalyse
Systemische Therapie
Psychoedukation
→ gut verständliche Vermittlung von komplizierten medizinisch⁃wissenschaftlichen Fakten für Menschen mit (meist) psychischen Störungen und deren Angehörigen
→ soll helfen, wichtigsten Informationen über die psychische Störung und die erforderlichen Behandlungsmaßnahmen zu verstehen und nachzuvollziehen → ist die Grundvoraussetzung für den selbstverantwortlichen Umgang mit der Erkrankung und ihre erfolgreiche Bewältigung
Grundhaltung des Therapeuten (entsprechend Rogers)
Akzeptanz
Wertschätzung
Empathie
Echtheit
Emotionale Wärme