Klinische Psychologie ⁃ Grundlagen, Psychotherapie

0.0(0)
Studied by 0 people
call kaiCall Kai
learnLearn
examPractice Test
spaced repetitionSpaced Repetition
heart puzzleMatch
flashcardsFlashcards
GameKnowt Play
Card Sorting

1/14

encourage image

There's no tags or description

Looks like no tags are added yet.

Last updated 11:18 AM on 6/16/26
Name
Mastery
Learn
Test
Matching
Spaced
Call with Kai

No analytics yet

Send a link to your students to track their progress

15 Terms

1
New cards

Definition

→ Teildisziplin der Psychologie

  • beschäftigt sich mit psychischen Störungen & den psychischen Aspekten somatischer Störungen/Krankheiten

  • umfasst→ Erforschung, Diagnostik & Therapie der Gesamtheit psychischer Störungen bei Menschen aller Altersstufen

  • Charakteristikum: → enge Beziehung zu vielen anderen Wissenschaftsdisziplinen → insbesondere Psychiatrie, Soziologie, neurobiologische Fächer, neurologische und medizinische Fächer

2
New cards

Untersuchungsgegenstand

→ Beschreibung, Erforschung und Behandlung von abweichendem Verhalten und psychischen Störungen

3
New cards

Aufgaben & Ziele

→ Bezüge zur psychologischen Grundlagenforschung

Deskription:

  • Diagnostik, Klassifikation

  • Epidemiologie

  • Ätiologie und Entstehungsbedingungen

  • Therapie und Prävention

4
New cards

Psychische Störungen

→ Oberbegriff für alle Störungen im Erleben und Verhalten einer Person

liegen vor, Venn Verhaltens⁃ und psychische Probleme:

  • Fähigkeiten des Menschen, zu oft, zu lange/und oder zu massiv in klinisch bedeutsamer Weise beeinträchtigen → in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen

  • verhindern Erreichung gesellschaftlicher normativer und persönlicher Zile

  • erhebliches psychisches Leid (Leidensdruck) beim Betroffenen auslösen

5
New cards

Diagnostische Klassifikation psychischer Störungen

  • ICD 10 → internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme → von WHO herausgegeben

  • ICD 11: bisher nur im englischen, meisten Ärzt:innen benutzen ICD⁃10

  • DSM⁃5 → diagnostisches und statistisches Handbuch psychischer Störungen

6
New cards

Unterschied Psychologe und Psychiater

Psychologe

→ hat Psychologie studiert → Abschluss Diplom/Bachelor/Master

→ nicht alle Psychologen sind Psychotherapeuten

Psychiater

→ hat Medizin studiert → Approbation für Heilberufe

→ Arzt mit Weiterqualifikation zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

7
New cards

Unterschied Psychologischer & Ärztlicher Psychotherapeut

→ Psychotherapeut → Durchführung von Psychotherapien

Psychologischer Psychotherapeut

  • Psychologe mit Weiterbildungen und Qualifikationen (Therapeutenausbildung)

  • mit Krankenkassenzulassung = gleicher rechtlicher Status wie Facharzt

  • Abrechnung über gesetzliche KK

  • kein Recht auf Verordnung von Medikamenten

Ärztlicher Psychotherapeut

  • Arzt mit Weiterqualifikation zum Facharzt

  • Krankenkassenzulassung

  • Abrechnung über gesetzliche KK

  • Recht auf Verordnung von Medikamenten

Psychotherapien können auf von “heilkundlichen Psychotherapeuten” durchgeführt werden (Heilpraktiker, Pädagogen, Psychologen ohne anerkannte Therapeutenausbildung, aber bestandene Prüfung bei einem Gesundheitsamt)

→ keine Abrechnung über KK wegen fehlender Approbation

→ kein Recht uf Verordnung von Medikamenten

8
New cards

Psychotherapie Definition

→ Behandlung von Verhaltensstörungen oder Leidenszuständen:

  • mit psychologischen Mitteln

  • nach bestimmten methodischen Regeln

  • mit Ziel, bestehende Symptome zu beseitigen bzw. zu verringern, Verhalten und Erleben eines Menschen zu verändern und eine günstige Entwicklung der Persönlichkeit zu fördern

9
New cards

Psychotherapeutische Verfahren werden unterschieden nach

Therapieansatz

→ zugrunde liegendes Menschenbild

→ Grundgedanken, über die Fähigkeit, sich zu verändern

→ Grundauffassung von Störungen und Krankheit

therapeutische Methoden

  • Gespräche

  • Verhaltenstraining

  • Malen, Spielen

  • Entspannungstechniken

  • Hausaufgaben

Setting

  • Dauer

  • Häufigkeit

  • Ort

  • beteiligte Personen → Einzelne, Paare, Familien, Gruppen

10
New cards

Psychoanalytische Therapie (Psychoanalyse)

Therapieansatz

→ menschliches Verhalten hat bewusste und unbewusste Anteile

→ Störungen waren auf kindliche Grundkonflikte zurückgeführt

Methoden

→ Aufdecken unbewusster Inhalte (konflikthaltigem, unangenehme, peinliche) durch freies Assoziieren (Gedanken, Empfindungen, Vorstellungen spontan und unzensiert aussprechen)

Ziel

→ neue Lösung für alten Konflikt finden → ermöglicht verändertes Verhalten und Verschwinden der Symptome

11
New cards

Verhaltenstherapie

Therapieansatz

→ psychische Störung wurde erlernt → kann in Therapie durch psychologische Anleitung wieder verlernt bzw. unwirksam gemacht werden

Methoden

→ Problemanalyse durch Verhaltensbeobachtung

→ Verhaltensänderung durch: negatives Üben, Systematische Desensibilisierung, Einsatz von Verstärkern (Sanktionen, Verhaltenstraining)

Ziel

→ in relativ kurzer Zeit Erfolg

→ besonders für konkrete Verhaltensänderungen

12
New cards

Kognitive Verhaltenstherapie

Therapieansatz

→ enger Zusammenhang von Denken und Gefühlen

→ Denken eines Menschen beeinflusst Art und Intensität seines Gefühls

Methoden

→ Problemanalyse durch Aufdeckung dysfunktionaler Denkmuster → Prozess des Umdenkens wird eingeleitet = kognitive Umstrukturierung → Lernen neuer Sichtweisen und Bewertungen

Ziel

→ unnötiges emotionales Leid lindern oder beheben

→ Denken und erleben wieder als funktionale Fähigkeiten

13
New cards

Welche Therapieverfahren werden von KK übernommen?

  • (Kognitive) Verhaltenstherapie

  • tiefenpsychologische Therapie

  • Psychoanalyse

  • Systemische Therapie

14
New cards

Psychoedukation

→ gut verständliche Vermittlung von komplizierten medizinisch⁃wissenschaftlichen Fakten für Menschen mit (meist) psychischen Störungen und deren Angehörigen

→ soll helfen, wichtigsten Informationen über die psychische Störung und die erforderlichen Behandlungsmaßnahmen zu verstehen und nachzuvollziehen → ist die Grundvoraussetzung für den selbstverantwortlichen Umgang mit der Erkrankung und ihre erfolgreiche Bewältigung

15
New cards

Grundhaltung des Therapeuten (entsprechend Rogers)

  • Akzeptanz

  • Wertschätzung

  • Empathie

  • Echtheit

  • Emotionale Wärme