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Was bedeutet in der Ökonomie der Trade-off?
In der Ökonomie beschreibt der Trade-off beispielsweise die gegenläufige Abhängigkeit von Kosten und Qualität.
Trade-off Beispiel 1: hohe Qualität = hohe Kosten, wohingegen bei niedrigen Kosten auch die Qualität sinken wird.
Trade-off Beispiel 2: Profit kann nicht mit kostenintensiver Nachhaltigkeit einhergehen. Hier hat das westlich-positivistische Denken allerdings in eine Denkfalle geführt und verhindert nachhaltige Investitionen. Solange z. B. fossile Brennstoffe oder auch konventionell angebautes Gemüse vordergründig kostengünstiger bleiben als nachhaltige Energie und ökologisch nachhaltiger Anbau, wird auch in Hinsicht auf den kurzfristigen Gewinn in kein vermeintlich teures nachhaltiges Leben investiert.
Problem: Es wird keinen dauerhaften gesellschaftlichen Fortschritt geben ohne eine intakte Umwelt. Gleichzeitig wird es keine intakte Umwelt geben ohne wirtschaftliches und soziales Wohlergehen.
Schlussfolgerung: Die ökonomischen, ökologischen und wirtschaftlichen Entwicklungen dürfen nicht mehr voneinander getrennt und gegeneinander ausgespielt werden. Eine einseitige Fokussierung trägt zu keiner breiten Akzeptanz nachhaltiger Ziele bei.
westlich-positivistisches Denken
Der Positivismus ist eine Richtung in der Philosophie, die fordert, dass Erkenntnisse, die den Charakter von Wissen beanspruchen, auf die Interpretation von tatsächlichen, sinnlich wahrnehmbaren und überprüfbaren Befunden beschränkt werden.
Ergebnisse der Metastudie der University of Oxford und der Arabesque Partners 2015 bzgl des Einflusses von Nachhaltigkeit
80 % aller von ihnen untersuchten Studien zeigen, dass Nachhaltigkeit einen positiven Einfluss auf den Aktienkurs hat.
Es zeigen sogar 90 % aller Studien eine positive Korrelation zwischen Nachhaltigkeit und Profit
Ergebnisse der Studie der Harvard Business School bzgl nachhaltiger Unternehmen
nachhaltige Unternehmen weisen in 16 von 18 Branchen bis zu 15 % geringere Kapitalkosten auf.
Außerdem scheinen nachhaltige Firmen robuster in Krisen zu sein.
Im Jahr 2020 untersuchte eine Studie von George Serafeim, Harvard Business School, und einem Forscherteam der State Street Associates mithilfe die stakeholder-freundlichen Maßnahmen von Unternehmen in Bereichen wie Personal- und Lieferkettenmanagement sowie Betriebsabläufen. Der Studie zufolge haben Unternehmen mit stakeholder-freundlichem Verhalten stärkere institutionelle Geldflüsse und bessere Erträge als andere.
Weitere Erkenntnisse
Vor allem in der Finanzbranche sickert die Erkenntnis immer mehr durch, dass sich Investments in nachhaltige Unternehmen nachhaltig lohnen.
Auch die Kaufentscheidungen bei Kund:innen werden immer mehr durch das Thema Nachhaltigkeit getrieben. So glauben 81 % der CEOs aus 103 Ländern und 27 Branchen, dass die Reputation im Bereich Nachhaltigkeit wichtig für die Kaufentscheidung der Kund:innen ist.
Nachhaltigkeit und Profit schließen sich also nicht aus, Profit ohne Nachhaltigkeit wird aber auf Dauer immer schwieriger.