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Diese Flashcards decken die grundlegenden Definitionen, Forschungsrichtungen und biozönotischen Gesetze der ersten Ökologie-Vorlesung ab.
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Ökologie (Haeckel 1866)
Die gesamte Wissenschaft von den Beziehungen des Organismus zur umgebenden Außenwelt, einschließlich aller Existenzbedingungen.
Ökologie (Likens 1992)
Die wissenschaftliche Untersuchung der Prozesse, die die Verteilung und Abundanz von Organismen, die Interaktionen zwischen Organismen sowie die Interaktionen zwischen Organismen und dem Fluss von Energie und Stoffen beeinflussen.
IPM (Integrated Pest Management)
Integrierte Schädlingsbekämpfung, die verschiedene Methoden kombiniert, um Schädlinge effizient und nachhaltig zu kontrollieren.
Autökologie
Ökologische Forschungsrichtung, die die Perspektive einzelner Arten betrachtet (z. B. Chemische Ökologie oder Ökophysiologie).
Ökophysiologie
Untersuchung des Einflusses von biotischen und abiotischen Faktoren auf die Stoffwechselphysiologie von Organismen.
Populationsökologie
Forschungsrichtung, die Fortpflanzungsgemeinschaften einer Art (Populationen) und deren Dynamik (z. B. Populationsgenetik oder Epidemiologie) untersucht.
Biozönose (Lebensgemeinschaft)
Die Gemeinschaft von Populationen verschiedener Arten in einem bestimmten Lebensraum (Möbius 1877).
Biotop
Der räumlich abgrenzbare Lebensraum einer Biozönose.
Habitat
Der spezifische Lebensraum einer Art (z. B. der Schlamm eines Teiches für eine bestimmte Wurmart).
Ökosystem
Ein Wirkungsgefüge aus einer Biozönose und ihrem Biotop (abiotische Faktoren), das ein übergeordnetes Ganzes bildet.
Biom
Die Gesamtheit der Biozönosen eines Großklimabereiches, wie beispielsweise eine Tundra oder eine tropische Savanne.
Abundanz
Die Dichte von Organismen pro Flächen- oder Raumeinheit, angegeben in Individuen/m2 oder Individuen/m3.
Trophische Ebene
Stufe in einer Nahrungskette oder einem Nahrungsnetz (z. B. Primärproduzenten, Herbivore, Carnivore).
Gilden
Gruppen von Arten, die unabhängig von ihrer Verwandtschaft ähnliche Ressourcen auf ähnliche Weise nutzen (z. B. Nektarfresser).
Isotopenanreicherung (15N/14N)
Methode zur Bestimmung der trophischen Ebene; jede Ebene weist ein charakteristisches Verhältnis der Stickstoffisotope auf, da 14N bevorzugt eingebaut wird.
Vielseitige Lebensbedingungen ermöglichen eine große Artenvielfalt (Biodiversität), meist bei geringer Individuenzahl der einzelnen Arten.
Einseitige und extreme Lebensbedingungen führen zu Artenarmut, wobei die wenigen toleranten Arten in sehr hoher Individuendichte vorkommen.
Je länger und kontinuierlicher sich Umweltbedingungen in einem Lebensraum entwickelt haben, desto artenreicher, ausgeglichener und stabiler ist die Lebensgemeinschaft.
Sukzession
Die zeitliche Abfolge von Lebensgemeinschaften in einem Ökosystem, beginnend bei einer Primärsukzession bis hin zum Klimaxstadium.
Mosaikzyklus-Theorie
Konzept, nach dem eine stabile Biozönose ein Mosaik aus verschiedenen Miniatursukzessionen darstellt, die durch Störungen wie Feuer oder Sturm ausgelöst werden.
Ökologischer Wirkungsgrad
Maß für den Biomasseanteil, der von einer Trophie-Ebene in die nächste übergeht: Biomasse Trophie-EbeneNBiomasse Trophie-EbeneN+1.
Autochtone Biozönosen
Selbständige Biozönosen, die nicht auf den Eintrag organischer Substanz von außen angewiesen sind (z. B. Wälder).
Allochtone Biozönosen
Lebensgemeinschaften ohne eigene Primärproduzenten, die von externem Energieeintrag abhängen (z. B. Höhlen oder die Tiefsee).
Experimente (Mesokosmos)
Systematische Variation einer ökologischen Variable unter Konstanthaltung anderer Faktoren, durchgeführt in einem skalierten, kontrollierbaren System.
Agentenbasierte Modelle
Konkrete Simulationen ökologischer Systeme, die oft verwendet werden, um allgemeine Muster und Vorhersagen über das Verhalten individueller Agenten zu ermitteln.