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Dieses Flashcard-Set deckt die Kernkonzepte der Vorlesung 'Micro-Foundations II' ab, einschließlich Resilienzmodellen auf Individual-, Team- und Organisationsebene sowie Theorien zum organisationalen Lernen.
Microfoundations
Ein Erklärungsansatz, der kollektive Phänomene auf Organisationsebene durch individuelle Handlungen und Interaktionen erklärt.
Colemans Bathtub
Ein Modell, das beschreibt, wie kollektive Ergebnisse (Makro) bottom-up durch individuelles Handeln (Mikro) entstehen.
Amabile-Modell
Ein Modell zur kreativen Leistung, das drei Komponenten definiert: Fachwissen (Expertise), kreative Fähigkeiten und Motivation.
Divergentes Denken
Ein Denkprozess zur Öffnung des Lösungsraums und zur Ideenfindung, basierend auf den vier Säulen nach Guilford: Fluency, Originality, Flexibility und Elaboration.
Creativity Bias
Die unbewusste Tendenz von Menschen, bei der Auswahl von Ideen eher konservative Optionen zu bevorzugen.
Resilienz (Allgemeine Definition)
Die Fähigkeit zur positiven Anpassung im Kontext erheblicher Widrigkeiten oder die psychische Widerstandskraft, schwierige Situationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen.
Bounce-back
Eine Sichtweise auf Resilienz, bei der das System nach einer Störung zum vorherigen Leistungsniveau zurückkehrt.
Absorptionsfähigkeit
Die Fähigkeit eines Systems, während einer laufenden Störung weiterhin funktionsfähig zu bleiben, etwa durch Redundanzen oder Ressourcenpuffer.
Adaptive Fähigkeit
Eine Form der Resilienz, bei der das Verhalten nach einer Störung an veränderte Bedingungen angepasst wird, anstatt zum alten Zustand zurückzukehren.
Die Triade der Schutzfaktoren
Drei Quellen individueller Resilienz: Persönliche Schutzfaktoren (z. B. Humor, Zielstrebigkeit), ein schützendes familiäres Umfeld und externe Ressourcen zur Unterstützung.
Hardiness (Widerstandsfähigkeit)
Ein persönlicher Schutzfaktor, der durch Sinnhaftigkeit, Verantwortung und ein Gefühl der Verpflichtung gekennzeichnet ist.
Self-Enhancement
Eine positive Selbstwert-Verzerrung, um in Krisenzeiten nicht in Selbstzweifel zu geraten.
Repressive Coping
Das kurzfristige Ausblenden negativer Emotionen, um in schwierigen Situationen funktionsfähig zu bleiben.
Resilience Factor Inventory (RFI)
Ein Instrument bestehend aus 60 Items, das sieben Resilienz-Komponenten misst: Emotionsregulation, Optimismus, Impulskontrolle, Empathie, Kausalanalyse, Aufgeschlossenheit und Selbstwirksamkeit.
Teamresilienz
Die Fähigkeit eines Teams, unter Druck koordiniert zu bleiben und Leistung aufrechtzuerhalten, wobei dies mehr ist als die bloße Summe der individuellen Resilienz der Mitglieder.
Team Potency
Das geteilte Vertrauen innerhalb eines Teams, auch schwierige Aufgaben gemeinsam bewältigen zu können.
Psychologische Sicherheit
Die gemeinsame Überzeugung im Team, dass interpersonelle Risikobereitschaft (z. B. Fehler zugeben) keine negativen Konsequenzen hat.
Minimize-Manage-Mend
Ein Prozessmodell der Teamresilienz nach Alliger et al. (2015) zur Antizipation (vorher), Steuerung (während) und Stabilisierung (nach der Adversität).
Geteilte mentale Modelle
Eine gemeinsame kognitive Landkarte des Teams darüber, wie Situationen, Aufgaben, Rollen und Expertise zusammenhängen.
Lessons Learned
Der Prozess des Lernens aus Projekterfahrungen durch Analyse und Überführung von Erkenntnissen in organisationale Routinen.
Kompetenzfalle
Die Tendenz von Organisationen, erfolgreiche Routinen zu wiederholen und sich zu sehr auf das zu verlassen, was einmal funktionierte, was neues Lernen verhindern kann.
4I-Modell
Ein Prozessmodell für organisationales Lernen über vier Stufen: Intuiting (individuell), Interpreting (Austausch), Integrating (Gruppe) und Institutionalizing (Regeln/Strukturen).
Threat-Rigidity
Ein Phänomen, bei dem Organisationen unter hohem Druck ihren Fokus verengen und in starre Routinen verfallen, statt adaptiv zu lernen.
Single-Loop Learning
Fehlerkorrektur innerhalb bestehender Regeln durch Optimierung des "Wie", ohne das "Warum" zu hinterfragen.
Double-Loop Learning
Lernprozess, bei dem die zugrundeliegenden Werte, Ziele und Strategien einer Organisation hinterfragt und angepasst werden.
Triple-Loop Learning
Die höchste Stufe des Lernens, bei der die gesamte Identität und Existenzgrundlage der Organisation hinterfragt wird.
Phasen organisationaler Resilienz
Der dreistufige Prozess nach Duschek (2020) bestehend aus Antizipation (Früherkennung), Bewältigung (Flexibilität) und Adaptation (Lernen/Anpassung).