Micro-Foundations II - Resilienz, Scheitern und Lernen in Projekten

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Dieses Flashcard-Set deckt die Kernkonzepte der Vorlesung 'Micro-Foundations II' ab, einschließlich Resilienzmodellen auf Individual-, Team- und Organisationsebene sowie Theorien zum organisationalen Lernen.

27 Terms

1
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Microfoundations

Ein Erklärungsansatz, der kollektive Phänomene auf Organisationsebene durch individuelle Handlungen und Interaktionen erklärt.

2
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Colemans Bathtub

Ein Modell, das beschreibt, wie kollektive Ergebnisse (Makro) bottom-up durch individuelles Handeln (Mikro) entstehen.

3
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Amabile-Modell

Ein Modell zur kreativen Leistung, das drei Komponenten definiert: Fachwissen (Expertise), kreative Fähigkeiten und Motivation.

4
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Divergentes Denken

Ein Denkprozess zur Öffnung des Lösungsraums und zur Ideenfindung, basierend auf den vier Säulen nach Guilford: Fluency, Originality, Flexibility und Elaboration.

5
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Creativity Bias

Die unbewusste Tendenz von Menschen, bei der Auswahl von Ideen eher konservative Optionen zu bevorzugen.

6
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Resilienz (Allgemeine Definition)

Die Fähigkeit zur positiven Anpassung im Kontext erheblicher Widrigkeiten oder die psychische Widerstandskraft, schwierige Situationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen.

7
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Bounce-back

Eine Sichtweise auf Resilienz, bei der das System nach einer Störung zum vorherigen Leistungsniveau zurückkehrt.

8
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Absorptionsfähigkeit

Die Fähigkeit eines Systems, während einer laufenden Störung weiterhin funktionsfähig zu bleiben, etwa durch Redundanzen oder Ressourcenpuffer.

9
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Adaptive Fähigkeit

Eine Form der Resilienz, bei der das Verhalten nach einer Störung an veränderte Bedingungen angepasst wird, anstatt zum alten Zustand zurückzukehren.

10
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Die Triade der Schutzfaktoren

Drei Quellen individueller Resilienz: Persönliche Schutzfaktoren (z. B. Humor, Zielstrebigkeit), ein schützendes familiäres Umfeld und externe Ressourcen zur Unterstützung.

11
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Hardiness (Widerstandsfähigkeit)

Ein persönlicher Schutzfaktor, der durch Sinnhaftigkeit, Verantwortung und ein Gefühl der Verpflichtung gekennzeichnet ist.

12
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Self-Enhancement

Eine positive Selbstwert-Verzerrung, um in Krisenzeiten nicht in Selbstzweifel zu geraten.

13
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Repressive Coping

Das kurzfristige Ausblenden negativer Emotionen, um in schwierigen Situationen funktionsfähig zu bleiben.

14
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Resilience Factor Inventory (RFI)

Ein Instrument bestehend aus 6060 Items, das sieben Resilienz-Komponenten misst: Emotionsregulation, Optimismus, Impulskontrolle, Empathie, Kausalanalyse, Aufgeschlossenheit und Selbstwirksamkeit.

15
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Teamresilienz

Die Fähigkeit eines Teams, unter Druck koordiniert zu bleiben und Leistung aufrechtzuerhalten, wobei dies mehr ist als die bloße Summe der individuellen Resilienz der Mitglieder.

16
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Team Potency

Das geteilte Vertrauen innerhalb eines Teams, auch schwierige Aufgaben gemeinsam bewältigen zu können.

17
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Psychologische Sicherheit

Die gemeinsame Überzeugung im Team, dass interpersonelle Risikobereitschaft (z. B. Fehler zugeben) keine negativen Konsequenzen hat.

18
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Minimize-Manage-Mend

Ein Prozessmodell der Teamresilienz nach Alliger et al. (20152015) zur Antizipation (vorher), Steuerung (während) und Stabilisierung (nach der Adversität).

19
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Geteilte mentale Modelle

Eine gemeinsame kognitive Landkarte des Teams darüber, wie Situationen, Aufgaben, Rollen und Expertise zusammenhängen.

20
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Lessons Learned

Der Prozess des Lernens aus Projekterfahrungen durch Analyse und Überführung von Erkenntnissen in organisationale Routinen.

21
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Kompetenzfalle

Die Tendenz von Organisationen, erfolgreiche Routinen zu wiederholen und sich zu sehr auf das zu verlassen, was einmal funktionierte, was neues Lernen verhindern kann.

22
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4I-Modell

Ein Prozessmodell für organisationales Lernen über vier Stufen: Intuiting (individuell), Interpreting (Austausch), Integrating (Gruppe) und Institutionalizing (Regeln/Strukturen).

23
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Threat-Rigidity

Ein Phänomen, bei dem Organisationen unter hohem Druck ihren Fokus verengen und in starre Routinen verfallen, statt adaptiv zu lernen.

24
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Single-Loop Learning

Fehlerkorrektur innerhalb bestehender Regeln durch Optimierung des "Wie", ohne das "Warum" zu hinterfragen.

25
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Double-Loop Learning

Lernprozess, bei dem die zugrundeliegenden Werte, Ziele und Strategien einer Organisation hinterfragt und angepasst werden.

26
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Triple-Loop Learning

Die höchste Stufe des Lernens, bei der die gesamte Identität und Existenzgrundlage der Organisation hinterfragt wird.

27
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Phasen organisationaler Resilienz

Der dreistufige Prozess nach Duschek (20202020) bestehend aus Antizipation (Früherkennung), Bewältigung (Flexibilität) und Adaptation (Lernen/Anpassung).