Angewandte Linguistik

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78 Terms

1
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medial schriftlich

Kommunikation über visuell dargestelltes Medium

2
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medial mündlich / phonisch

Kommunikation über gesprochene Sprache

3
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konzeptionell schriftlich

Äußerung ist vom Aufbau wie gesprochene Sprache

4
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konzeptionell mündlich

Äußerung ist von der gestalt wie gesprochene Sprache

5
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Schriftlichkeit

  • langlebig

  • unterschiedet sich räumlich und zeitlich

  • Mimik und Gestik fehlt

  • elaboriert

  • gesteuerter Erwerb

  • monologisch

6
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Mündlichkeit

  • kurzlebig

  • natürlicher Erwerb

  • direkte NAchfrage möglich

  • spontan

  • keine zeitliche Verzögerung

  • MImik, Gestik, Prosodie, Proxemik

7
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Textverstehen nach Nussbaumer 1991

8
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Prozess der Sprachrezeption

Reiz (akustisch/optisch) ←> Wechselbeziehung ←> Mentales Modell/ Situationsmodell

9
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Bottom Up Prinzip

Vom Text ausgehen (Buchstaben, …) um daraus BEdeutung aufzubauen

10
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Top-Down Prozess

Vorwissen, Erfahrungen, Erwartungen um den Text zu verstehen, zu deuten

11
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Leseprozessmodell vom Lenhard

Hierachieniedrige Prozesse:

  • Rekodieren

  • Dekodieren

  • Propositionsbildung

  • Erkennen von Kohäsionsmitteln

Hierachiehohe Prozesse

  • Ziehen von Inferenzen

  • Globale Kohärenzbildung

  • Aktivierung von Vor-&Textformatwissen

  • Selbstregulation

12
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Rekodieren

Buchstabe für Buchstabe lesen

13
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Dekodieren

Wort als Einheit

14
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Propositionenbildung

Elementarte Bedeutungseinheiten (=Propositionen) identifizieren und miteinander verknüpfen

→ man kann einen Satz nicht Wort für Wort wiedergeben aber durch die Propositionen sind verknüpfungen im Kopf

15
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Erkennen von Kohäsionsmittel

Sätze miteinander verknüpfen

16
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Aktivierung von Vor-&Textformatwissen

Top-Down und Bottom- up Prinzip

17
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Selbstregulation

KOntrollle läuft beim Lesen mit, fällt bei Problememn auf

18
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Globale Kohärenzmittel

Inhalt des Textes über mehrere Abschnitte verstehen

19
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Ziehen von Inferenzen

Schlussfolgerungen, die über den Text hinausgehen

20
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Sprachproduktion

Übersetzung von mentalen Repräsentationen in (schriftliche oder mündliche ) Sprachstrukturen

21
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Teilkomponente der mündlichen Sprachproduktion

22
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Versprecher

wenn zwei formale oder inhaltlich verwandte Elemente fälschlich relaisiert werden

23
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Kontsmination

ich bin das latt ← Lied/Satt → lexiaklische Auswahl

24
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Ersetzung

Verbrecher ← Versprecher

25
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Vertauschung

Nomat ← Monat

26
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Vorklang

Sappelschlepper ← Sattelschlepper

27
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Nachklang

Ich bin vom Hocher gefollen ← gefallen

28
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Schreibprozessmodell Hayes & Flower 1980

29
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Hierachieniedrige und hierachie ´hohe Schreibprozesse

30
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Woraus besteht ein Sprechakt

Proposition + Handlung (=Illoktionärer Akt)

  • Illoktionärer Akt = Äußerung treffen mit der Intention, in interaktion mit dem Empfänger zu treten

  • Propositionale Akt = Äußerung treffen, die sich auf etwas anderes bezieht

  • Perloktionärer Akt = Äußerung treffen, mit der Intention, dass Verhalten des Empfängers zu beeinflussen

31
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Sprechaktklassifikation nach Searl

  • Repräsentativa

  • Direktiva

  • KOmmissiva

  • Expressiva

  • Deklarativa

32
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Repräsentativa

Aussagen über die Welt

Morgen kann ich nicht kommen

33
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Direktiva

Forderungen an den Gesprächspartner

Gleich darfst du Computer spielen

34
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Kommissiva

Verpflichtungen des Sprechers

Ich gebe auf

35
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Expressiva

soziale Kontakte

vielen Dank

36
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Deklarativa

institutionelle Akte

Ich kündige

37
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Bedingungen für Glücken /nicht Glücken Sprechakte

  1. Kommunikationsbedingung gegeben

  2. Sprecher drückt Propositionen aus

  3. ZUkunftsbezug des Versprechens

  4. Hörer möchte, dass Handlung A geschieht

  5. nicht offensichtlich, dass es A ohnehin tut

  6. Sprecher beabsichtigt A wirklich zu tun

  7. äußerung der Übernahme A zu tun

  8. Sprecher will, dass Hörer denkt, dass er beabsichtigt A zu tun

  9. Semantische Regeln

38
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Konventionaler indirekter Sprechakt

h ist in der Lage A zu tun

→ Leih mir das Buch → Kannst du mir bitte das Buch leihen

39
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nicht-konventionale indirekte Sprechakte

Schlussfolgerungsprozess wird in Gang gesetzte

→ Komm wir gehen heute Abned ins Kino - Ich muss für eine Prüfung lernen

40
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Konversationsmaxime

  • Quantität → sage so viel wie nötig

  • Qualität → sage nichts, was du nicht für wahr hälst

  • Relation → sei relevant

  • Modalität → angemessene Art & Weise, so klar wie nötig

41
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Regeln Gesprächanalyse

  • kurze Überschneidungen → Vorkommen mehrerer Sprecher

  • Übergänge (von einem Turn zum nächsten) ohne Lücken und Überlappungen

  • Turn Reihenfolge ist nicht festgelegt

  • Turn Größe nicht festeglegt

  • Dauer des Gespräches nicht festgelegt

  • nicht festgelegt was eine Partei sagen wird

  • Relative Verteilung wird nicht festgelegt

  • Anzahl der Parteien kann nicht variiieren

42
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Interaktivität (recipient design)

  • Verstehen anziegen

  • Aufmerksamkeit anzeigen

  • reperaturen

43
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Sequenzialität

  • Sprecherwechsel und seine Organisation

  • KOnditionelle Relevanz, insb. bei aarsequenz

44
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Indexikalität

  • Gespräch findet in bestimmten Kontext statt auf die sich beteiligte beziehen

45
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Multimodalität

  • Pausen

  • Stimme hoch/runter

46
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Reparaturen

Fremdinitierte / Selbstinitiierte Fremdreperatur/ Selbstreparatur

47
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Turn

Einzelner Redezug einer Person

48
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Turn-Taking

Sprecherwechsel

49
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Paarsequenz

zweiteilige Einheit

50
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Einschubsequenz

Sequenz, die zw beiden Teilen der Paarsequenz liegt

51
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Next-turn-Proof-Procedure

Rkt im nächsten Turn zeigt, wie der vorherige Turn von den Beteiligten verstandne wurde

52
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IRE-Schema

Lehrkraft stellt Frage

Schüler antwortet

Lehrkraft bewertet

53
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Textualitätskriterien

nach de Beaugrand/ DReßler 1991

  1. Kohärenz

  2. Intentionalität

  3. Akzeptabilität

  4. Informativität

  5. Situationalität

  6. Intertextualität

54
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Kohäsion

Verbindung mehrerer Sätze zu einem Ganzen

55
New cards

Kohärenz

inhaltliche verbindungen

56
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Rekurrenz

Wiederaufnahme → zeigt, dass einzelene Inhalte etwas miteinander zu tun haben

57
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Frame

statisch organisierte Wissensbestände

→ Mit Ticket bewaffnet hatte er im halbdunkeln, … → Kino

58
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Script

prozessual organisierte Wissensbestände

→ nach dem er seine Versicherungskarte gezeigt hatte, den Grund seines Besuchs genannt hatte, musste er noch eine halbe Stunde warten, bevor er aufgerufen wurde

=> Arztbesuch weil ABLAUF

59
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Proform

Form, die für eine andere steht, alleine inhaktlich leer ist → braucht Textzusammenhang

60
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Substitution

Hyponomie / Hypernomie

61
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Koreferenz

vershciede Wörter im Text meinen die selbe Sache

62
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Textualitätsquellen

  • Sprachlichkeit → an sprachlichem Muster erkannt, um welche Textsorte es sich handelt

  • Wahrnehmbarkeit → z.B. Rezepte: Zutaten sehen, ohne es zu lesen

  • Vertrautheit → z.B. Gedicht: durch Wahrnehmung äußerer Erscheinung

63
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diatopisch

sprachl. Variation nach geographischem Raum

→ regionale Dialekte

64
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diastratisch

sprachl. Variation soz. Zugehörigkeiten (soz. Gruppen, Schichten)

65
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diaphasisch

sprachl. Variation nach Situation, Funktion oder Kommunikationsstil

→ formelle vs. informelle

66
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diachronische Varietät

Sprachvariation im Zeitlauf

67
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Soziolinguistik - Einteilung nach Löffler

  • Transitorische Gruppen: zeitlich begrenzt (Jugend)

  • Temporäre Gruppen: bestimmte Lebensphasen/ Tätigkeiten gebunden

  • Habituelle Gruppen: dauerhaft (z.B. Berufsgruppen)

68
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prosodisch-phonologische Variante

wenn sich Lautungen, Betonungen oder Aussprache einer sprachl. Einheit von der Standardsprache unterscheiden

isch - ich

69
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morpho-syntaktische Variante

wenn sich Wortformen oder Satzstrukturen etwa Felexio oder Wortstellungen von der Standardsprache unterscheiden

fahr - fahre

70
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lexikalische Variante

wenn sich Wortformen / Satzstrukturen, etwa Flexion oder Wortstellungen von der Standardsprache unterschiedne

Rathhaus Stelglitz - zum Rathaus Stelglitz

71
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pragmatische Variante

wenn die BEdeutung / Funktion einer äußerung aus dem situativen Kontext ergibt und nicht vollständig sprachl. explizit ausgedrückt wird

72
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primäres Medium

direkte KOmmunikation durch gesprochene Sprache, Gestik, Mimik

73
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sekundärees Medium

Produktion durch (technische) Geräte, Rezeption ohne technische Geräte

74
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teritäres Medium

Produktion und Rezeption durch technische Geräte

75
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Sinnesmodalität

visuell, auditiv, olfaktorisch, gustatorisch, taktil

76
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Kanal

optisch, akustisch, haptisch

77
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semiotischer Modus/Code

Zeichenressourcen wie Schriftart, Bilder, menschl. Sprache/ Zeichensysteme wie Einzelsprache, Verkehrsschilder

78
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technischer Apparat

constraints und affordance