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Definition - n - dimensionaler Quader:
∀∈⊂→⟹∃δε∞ξ⇔∩αβγ∘≈⋅λ❬❭∂∇χΩμ
Ein n-dimensionaler Quader ist eine Menge Q der Form:

wobei Ii Intervalle sind.
Der Inhalt eines solchen Quaders ist:

Definition - Zerlegung, Feinheit, Durchmesser:
Eine Zerlegung P = {Qk, 1 ≤ k ≤ K} eines Quaders

in disjunkte Teilquader Qk ⊂ Q, 1 ≤ k ≤ K hat die Feinheit:

wobei der Durchmesser diam Qk des Teilquaders Qk gegeben ist durch:

Definition - Treppenfunktion:
Im Folgenden sei Q ein abgeschlossener und beschränkter Quader.
Eine Treppenfunktion f : Q → R auf einem solchen Quader ist eine Funktion, welche dargestellt werden kann als:

mit einer Zerlegung P = {Qk, 1 ≤ k ≤ K} von Q und Konstanten ck ∈ R, 1 ≤ k ≤ K. χQk bezeichnet dabei die charakteristische Funktion von Qk, d.h. die Funktion:

Definition - Verfeinerung:
Eine Zerlegung

ist eine Verfeinerung der Zerlegung P = {Qk, 1 ≤ k ≤ K} des Quaders Q, falls jedes \tilde Qj in einem Quader Qk enthalten ist.
Definition - Riemann-Integral einer Treppenfunktion:
Es sei Q ⊂ Rn ein Quader wie oben.
Das Riemann-Integral einer Treppenfunktion

ist gegeben durch:

Definition - Riemann-Integral:
Es sei Q ⊂ Rn ein Quader und f : Q → R eine beschränkte Funktion.
Das untere Riemann-Integral ist gegeben durch:

Das obere Riemann-Integral ist gegeben durch:

Die Funktion f heisst Riemann-integrierbar, falls gilt:

und wir setzen:

Satz - Eigenschaften der mehr-dimensionalen Riemann-Integrals:


Satz - Satz von Fubini:
Es seien K1 ⊂ Rr und K2 ⊂ Rs zwei Quader und entsprechend M := K1 x K2 ein Quader in Rr + s, und wir bezeichnen z = (x, y) ∈ Rr + s.
Ausserdem sei f(x, y) über M Riemann-integrierbar und für festes x ∈ K1 sei die Funktion fx : y |→ f(x, y) über K2 Riemann-integrierbar.
Dann ist

über K1 Riemann-integrierbar, und es gilt:

Korollar - abgeschlossener & beschränkter Quader mit R.I. Funktion:
Es sei

ein n-dimensionaler (abgeschlossener und beschränkter) Quader und f : Q → R Riemann-integrierbar. Dann gilt:

und die Reihenfolge der Integrationen darf beliebig vertauscht werden.
Definition - Jordan-messbar & Jordan-Mass:
Eine Teilmenge B (_⊂) Rn heisst Jordan-messbar, falls es einen abgeschlossenen Quader Q (_⊂) Rn mit B (_⊂) Q gibt, so dass die charakteristische Funktion von B auf Q Riemann-integrierbar ist. Das Volumen/der Inhalt von B ist in diesem Fall durch:

definiert und wir nennen dies das n-dimensionale Jordan-Mass von B.
Lemma - Endliche Durchschnitte und Vereinigungen von Jordan-Messbaren Mengen:
Endliche Durchschnitte und Vereinigungen von Jordan-messbaren Mengen sind wiederum Jordan-messbar.
Falls A und B Jordan-messbar sind, ist auch A \ B Jordan-messbar und es gilt:

Definition - Elementarfigur:
Eine Menge E der Form:

wobei Qk, 1 ≤ k ≤ K disjunkte Quader sind, nennen wir Elementarfigur.
Satz - Äquivalente Aussagen:
Es sei Ω ⊂ Rn beschränkt. Dann sind die folgenden Aussagen äquivalent:
Ω ist Jordan-messbar
Für jedes ε > 0 gibt es Elementarfiguren E, G ⊂ Rn mit E ⊂ Ω ⊂ G und:

∂Ω ist Jordan-messbar, und μ(∂Ω) = 0
In jedem dieser Fälle gilt:

Satz - Eigenschaften des Jordan-Masses:
Subadditivität:
Es seien Ωk ⊂ Rn Jordan-messbar (1 ≤ k ≤ K). Dann ist

Jordan-messbar und es gilt:

Translationsinvarianz:
Sei Ω ⊂ Rn Jordan-messbar und a ∈ Rn. Dann ist Ω + a ebenfalls Jordan-messbar und es gilt: μ(Ω) = μ(Ω + a).
Rotationsinvarianz:
Es sei Ω ⊂ Rn Jordan-messbar, und es sei R ∈ SO(n). Dann ist:

auch Jordan-messbar, und es gilt: μ(Ω) = μ(RΩ).
Definition - über Ω Riemann-integrierbar:
Es sei Ω _⊂ Rn Jordan-messbar und f : Ω → R eine beschränkte Funktion.
Dann heisst f über Ω Riemann-integrierbar, falls es einen abgeschlossenen Quader Q mit Ω ⊂ Q gibt, sodass f ⋅ χΩ über Q Riemann-integrierbar ist. In diesem Fall setzen wir:

Satz - Riemann-Integrierbar und diesjunkte Jordan-messbare Quader:
Es sei f : Ω → R eine beschränkte und über Ω Riemann-integrierbare Funktion und Ω = {Ωk, 1 ≤ k ≤ K } eine Zerlegung von Ω in disjunkte, Jordan-messbare Quader. Dann gilt:

Definition - (Lebesgue-) Nullmenge:
Eine Menge Ω ⊂ Rn heisst (Lebesgue-)Nullmenge, falls für jedes positive ε > 0 die Menge Ω mit höchstens abzählbar vielen abgeschlossenen Quadern Qi überdeckt werden kann, sodass gilt:

Definition - Jordan-Nullmenge:
Eine Menge Ω ⊂ Rn heisst Jordan-Nullmenge, falls für jedes positive ε > 0 die Menge Ω mit endlich vielen abgeschlossenen Quadern Qi überdeckt werden kann, sodass gilt:

Proposition - Es gelten die folgenden Tatsachen:
Ist Ω eine Jordan-Nullmenge, ist Ω auch eine Lebesgue-Nullmenge.
Jede Teilmenge einer Nullmenge (Jordan-Nullmenge) ist eine Nullmenge (Jordan-Nullmenge)
Eine Jordan-Nullmenge ist auch eine Nullmenge.
Eine Jordan-Nullmenge ist beschränkt.
Eine einpunktige Menge ist eine Jordan-Nullmenge.
Eine endliche Vereinigung von Jordan-Nullmengen ist eine Jordan-Nullmenge.
Eine abzählbare Vereinigung von Nullmengen ist eine Nullmenge.
Jede albzählbare Menge ist eine Nullmenge.
Der Abschluss einer Jordan-Nullmenge ist wiederum eine Jordan-Nullmenge.
Eine kompakte albzählbare Nullmenge ist Jordan-Nullmenge.
Theorem - Lebesguesches Integralkriterium:
Es sei f : Q → R eine beschränkte Funktion auf einem Quader Q ⊂ R. Dann ist f über Q genau dann Riemann-integrierbar, wenn die Menge der Unstetigkeitsstellen von f eine (Lebesgue-)Nullmenge ist, d.h. genau dann, wenn f fast überall stetig ist.
Korollar - Riemann-ntegrierbar & Unstetigkeitsstellen:
Es sei f : Ω → R eine beschränkte Funktion auf einer Jordan-messbaren Menge Ω ⊂ R.
Dann ist f über Ω genau dann Riemann-integrierbar, wenn die Menge der Unstetigkeitsstellen von f eine (Lebesgue-)Nullmenge ist, d.h. genau dann, wenn f fast überall stetig ist.
Korollar - Folgende Tatsachen über Jordan-Nullmenge:
→ Seite 323 - Transformationssatz und Substitution
Es gelten die folgenden Tatsachen:
Es sei G ⊂ Rn offen, f ∈ C1(G, Rn) und X ⊂ G eine kompakte Jordan-Nullmenge. Dann ist f(X) auch eine Jordan-Nullmenge.
Es sei G ⊂ Rn offen, f ∈ C1(G, Rm) mit n < m und X ⊂ G eine kompakte Menge. Dann ist f(X) auch eine Jordan-Nullmenge.