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Was versteht man unter einem Datenbankentwurfsprozess?
Ein strukturierter Ablauf zur Planung und Erstellung einer Datenbank von der Anforderung bis zur Umsetzung.
Welche Schritte umfasst der Datenbankentwurfsprozess?
Anforderungsanalyse, konzeptioneller Entwurf, logischer Entwurf, Datenbank-Definition und physischer Entwurf.
Welche Beschreibungsverfahren werden im Entwurfsprozess verwendet?
Textuelle Beschreibung, ER-Modell (grafisch), Relationenmodell, DDL.
Was versteht man unter einer Anforderungsanalyse?
Die Ermittlung aller benötigten Daten und Anforderungen an die Datenbank.
Was ist das Ergebnis der Anforderungsanalyse?
Eine vollständige Beschreibung der benötigten Daten und Prozesse (Lastenheft).
Was ist der konzeptionelle Datenbankentwurf?
Eine modellhafte Darstellung der Daten unabhängig von der technischen Umsetzung.
Was ist das Ziel des konzeptionellen Entwurfs?
Eine verständliche und vollständige Beschreibung der Datenstruktur. Die Struktur festzulegen.
Welche Methode wird beim konzeptionellen Entwurf verwendet?
Das Entity-Relationship-Modell (ERM).
Was ist ein Entitätstyp?
Eine Klasse von Objekten mit gleichen Eigenschaften (z. B. Student).
Was ist eine Entität?
Eine konkrete Ausprägung eines Entitätstyps (z. B. Student Max).
Aus welchen Komponenten besteht das ER-Modell?
Entitäten, Attribute und Beziehungen.
Was ist ein Attribut?
Eine Eigenschaft einer Entität (z. B. Name).
Was versteht man unter dem Wertebereich eines Attributs?
Die Menge aller zulässigen Werte eines Attributs.
Was ist ein Schlüsselattribut?
Ein Attribut, das eine Entität eindeutig identifiziert. Schlüsselattribute müssen eindeutig und unveränderlich sein. Hat eine Entität ein oder mehrere Attribute, die diese Kriterien erfüllen, dann kann man dies als Schlüsselattribut nehmen. Sonst führt man einen künstlichen Schlüssel ein.
Warum führt man künstliche Schlüssel ein?
Wenn kein natürliches Attribut eindeutig ist oder sich ändern kann.
Wie geht man mit Mengenattributen um?
Man lagert sie in eine eigene Entität aus (keine Listen in Attributen).
Wie sollte der Text in einer Beziehungsraute gewählt werden?
Als Verb, das die Beziehung beschreibt (z. B. „besucht“).
Welche Leserichtung ist im ER-Modell bevorzugt?
Von links nach rechts oder von oben nach unten.
Was tun, wenn die Leserichtung nicht eingehalten werden kann?
Pfeil in die Leserichtung oder Rollen hinzufügen.
Was ist der Unterschied zwischen Chen-Notation und (min,max)-Notation?
Chen zeigt Kardinalitäten grob (1:N), (min,max) gibt genaue Grenzen an. Bei (min,max) ist die Leserichtung über Kreuz.
Was ist eine ternäre Beziehung?
Eine Beziehung zwischen drei Entitäten.
Wozu werden ternäre Beziehungen benötigt?
Wenn eine Beziehung nicht sinnvoll in mehrere binäre Beziehungen zerlegt werden kann.
Was ist eine rekursive Beziehung?
Eine Beziehung eines Entitätstyps mit sich selbst.
Was ist das Besondere an rekursiven Beziehungen?
Eine Entität steht in Beziehung zu einer anderen Entität desselben Typs. Das Besondere ist das man Rollen hinschreibt.
Was versteht man unter Spezialisierung?
Entitäten, die nur Spezialisierungen einer anderen Entität darstellen (z.B. Person - Student: Student ist die Spezialisierung von Person)
Wozu benötigt man Spezialisierung?
Zur genaueren Modellierung unterschiedlicher Eigenschaften. Zur Vermeidung von Redundanzen und Inkonsistenten.
Was bedeutet Vererbung im ER-Modell?
Untertypen übernehmen Attribute und Beziehungen des Obertyps.
Was ist eine Partitionierung?
Aufteilung eines Entitätstyps in disjunkte Untertypen. Meist mit existenzabhängigen Beziehungen umgesetzt.
Was ist eine Aggregation im ER-Modell?
Zusammenfassen kleinerer Teile zu einem größeren Ganzen.
Was ist ein existenzabhängiger Entitätstyp?
Eine Entität, die ohne eine andere Entität nicht existieren kann. Auch “schwacher” Entitätstyp.
Wie wird ein existenzabhängiger Entitätstyp identifiziert?
Durch Kombination aus eigenem Attribut (Primärschlüssel) und Fremdschlüssel.
Was sind Sichten im ER-Modell?
Teilmodelle für unterschiedliche Benutzer oder Anwendungen.
Wie geht man mit Sichten um?
Man integriert sie in ein Gesamtkonzept der Datenbank. Verschiedene Sichten müssen in ein widerspruchfreies Schema überführt werden.