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Definitionen von Grundbegriffen, Tourismusarten, Angebotsformen, Nachhaltigkeitsaspekten und wirtschaftlichen Herausforderungen der Hotellerie basierend auf dem Vorlesungsskript.
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Tourismus
Das vorübergehende Verlassen des gewöhnlichen Wohn- und Arbeitsortes zum Zwecke des privaten und beruflichen Reisens mit zumindest einer Übernachtung.
Freizeitwirtschaft
Aktivitäten am Wohnort, am arbeitsfreien Tagesrest, am Wochenende oder im Urlaub wie Sport am Abend oder Kulturgenuss im Ort.
Quellmarkt
Der geografische Bereich, aus dem die Zielgruppe bzw. die Gäste kommen.
Destination
Geografischer Raum, den ein Gast als Reiseziel auswählt und der sämtliche notwendige Einrichtungen für Beherbergung, Verpflegung und Unterhaltung enthält.
Reiseveranstalter
Unternehmen, die Reisen produzieren und Packages aus Transport und Unterkunft zusammenstellen, z.B. TUI, Gruber-reisen oder Dertour Austria.
Thomas Cook
Englischer Laienprediger, der am 5. Juli 1841 die erste Pauschalreise veranstaltete.
Pauschalreise
Ein gebündeltes Angebot von mindestens zwei Hauptleistungen (wie Transport und Unterbringung), das zu einem Gesamtpreis verkauft wird.
Inlandstourismus (Binnentourismus)
Reisebewegungen von Personen aus dem Inland in Gebiete innerhalb des Inlands.
Incoming-Tourismus
Einreisetourismus, bei dem Personen aus dem Ausland ins Inland reisen.
Physische Motivation
Reisegründe, die auf Erholung, Heilung, Prävention oder Sport abzielen, wie beim Kur- oder Wellnessurlaub.
Psychische Motivation
Reisegründe wie Zerstreuung, Ausbruch aus dem Alltag, Sinnsuche oder das Bedürfnis nach sozialen Kontakten (z.B. Club- oder Singlereisen).
MICE
Akronym für Meeting, Incentive, Congress und Events im Rahmen des Geschäfts- und Tagungstourismus.
Durchschnittliche Aufenthaltsdauer (Tirol)
In Tirol beträgt dieser Wert aktuell 4,4 Tage.
Best Ager
Touristische Zielgruppe der Senioren im Alter von 65+ Jahren.
Parahotellerie
Unterkunftsformen wie Privatzimmer, Ferienwohnungen, Chalets, Camping, Glamping (Luxuscamping) oder Schutzhütten.
Ursprüngliches Angebot
Nicht beliebig vermehrbare Faktoren wie Natur, Kultur, Mentalität des Menschen und grundlegende Infrastruktur, die als Reisemotiv wirken.
Aufbereitetes (abgeleitetes) Angebot
Hauptsächlich für Gäste errichtete, kopierbare Einrichtungen wie Beherbergung, Gastronomie, Skischulen oder Souvenirshops.
Touristische Suprastruktur
Angebote, die ausschließlich für Gäste errichtet werden, wie Hotels oder Tourismusverbände (TVB).
Hardware (Tourismusangebot)
Materielles, kostenintensives Angebot wie Golfanlagen, Thermen oder Kongresshallen, das laufende Investitionen erfordert.
Software (Tourismusangebot)
Immaterielles Angebot und Wohlfühlfaktor, wie die Tourismusgesinnung, Gästebetreuung und Authentizität.
Synergieeffekt
Entfaltet sich, wenn eine ganze Region durch Kooperation erlebbar wird, statt nur der individuelle Einzelbetrieb.
Customer Journey
Die Reise des Kunden von der Vorbereitung (Inspiration, Buchung) über den Aufenthalt vor Ort bis zum Erzählen und Erinnern nach der Reise.
Dienstleistung (Besonderheiten)
Nicht materiell fassbar, nicht lagerfähig, Produktion und Konsumation fallen zeitlich zusammen und erfordern die Anwesenheit des Gastes.
Yield-Management
System zur Steuerung von Kapazitäten und Preisen, um auf stark schwankende Nachfrage (Stoßgeschäfte) zu reagieren.
Nachhaltigkeit (Definition)
Befriedigung der Bedürfnisse heutiger Generationen, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden.
Besucherlenkungsmaßnahmen
Methoden wie Online-Reservierung, Eintrittspreise oder geführte Pfade, um dem Massentourismus Grenzen zu setzen.
Ökoräume
Geschützte Regionen wie Naturparks oder Nationalparks mit speziellen Informationshäusern und Lehrpfaden zur Bewusstseinsbildung.
Nationalparks in Österreich
Dazu gehören Hohe Tauern, Gesäuse, Neusiedler See-Seewinkl, Donau-Auen, Kalkalpen, Thayatal und der Biosphärenpark Nockberge.
Anlageintensität (Hotellerie)
In der Hotellerie ist das Anlagevermögen mit ca. 90−95% sehr hoch, was zu hohen Fixkosten und Finanzierungsproblemen führt.
Mitarbeiterkosten
Diese machen in der Hotellerie in der Regel ca. 30−40% der Erträge aus.