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Wofür steht ICD?
International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme), herausgegeben von der WHO
Wozu dient die ICD?
Zur Klassifikation, Kodierung und statistischen Erfassung von Krankheiten.
Was bedeutet ICD-10-GM?
German Modification der ICD-10, also die deutsche amtliche Fassung.
Wer gibt die ICD-10-GM in Deutschland
heraus?
Das BfArM
Welches ICD-10-Kapitel betrifft psychische
Störungen?
Kapitel V: F00–F99.
Wie ist der Störungsbegriff der ICD-10
konzeptualisiert?
Atheoretisch und deskriptiv-phänomenologisch: aktuelle Symptomlage statt Ursachentheorie.
Was bedeutet .8?
Sonstige näher bezeichnete Störung.
Was bedeutet .9?
Nicht näher bezeichnete Störung.
Was ist operationalisierte Diagnostik?
Diagnostik anhand klar festgelegter Kriterien und Regeln.
Wozu dienen Forschungskriterien?
Sie sind restriktiver und sollen homogene Patientengruppen für wissenschaftliche Untersuchungen ermöglichen.
Was ist das Blue Book?
Klinische Beschreibungen und diagnostische Leitlinien.
Was ist das Green Book?
Diagnostische Kriterien für Forschung und Praxis.
Was sind AWMF-Leitlinien?
Wissenschaftlich begründete Empfehlungen für Diagnostik und Behandlung.
Unterschied ICD und Leitlinien?
ICD klassifiziert und kodiert; Leitlinien unterstützen diagnostische und therapeutische Entscheidungen.
Welche Gesprächsformen werden
unterschieden?
Therapie, Beratung und Diagnostik.
Was ist Therapie?
Ein professionelles Arbeitsbündnis zur Veränderung psychischer Störungen oder Leidenszustände.
Was ist Beratung?
Informationsvermittlung und Unterstützung bei Orientierung und Entscheidung.
Was ist Diagnostik?
Informationsgewinnung zur Beantwortung einer diagnostischen Fragestellung.
Was ist die Therapiebeziehung?
Die zwischenmenschliche Interaktion zwischen Therapeut:in und Patient:in. Sie umfasst Gefühle, Haltungen
und Ausdrucksweisen beider Seiten.
Warum ist die Therapiebeziehung wichtig?
Sie gehört zu den allgemeinen Wirkfaktoren und steht in Zusammenhang mit Behandlungserfolg.
Was ist Compliance?
Patient:innenmitarbeit bzw. Bereitschaft, therapeutische Empfehlungen umzusetzen.
Unterschied Compliance und Adhärenz?
Compliance betont das Befolgen therapeutischer Empfehlungen; Adhärenz stärker die gemeinsame
Vereinbarung und aktive Mitwirkung.
Welche drei Gesprächsvoraussetzungen sind
wichtig?
Aktives Zuhören, Empathie, Akzeptanz.
Was ist aktives Zuhören?
Verbales und nonverbales Signalisieren von Aufmerksamkeit, z. B. Nachfragen, Spiegeln, Nicken, flexible
Blickzuwendung.
Was ist Empathie?
Erfassen der persönlichen Bedeutung des Mitgeteilten, also nicht nur des Gesagten, sondern des Gemeinten.
Was ist Akzeptanz?
Annehmende, nicht abwertende Haltung gegenüber der Person.
Was ist Reaktanz?
Widerstand gegen eine als Einengung erlebte Einschränkung des Denk- oder Handlungsspielraums.
Was ist systemimmanente Gesprächsführung?
Gesprächsführung innerhalb des Bezugssystems der Patient:innen; Veränderung durch geleitetes Entdecken und sokratische Fragen.