VL 3/4 Klassifikation, ICD und Leitlinien Frage Antwort

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1
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Wofür steht ICD?

International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme), herausgegeben von der WHO

2
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Wozu dient die ICD?

Zur Klassifikation, Kodierung und statistischen Erfassung von Krankheiten.

3
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Was bedeutet ICD-10-GM?

German Modification der ICD-10, also die deutsche amtliche Fassung.

4
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Wer gibt die ICD-10-GM in Deutschland

heraus?

Das BfArM

5
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Welches ICD-10-Kapitel betrifft psychische

Störungen?

Kapitel V: F00–F99.

6
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Wie ist der Störungsbegriff der ICD-10

konzeptualisiert?

Atheoretisch und deskriptiv-phänomenologisch: aktuelle Symptomlage statt Ursachentheorie.

7
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Was bedeutet .8?

Sonstige näher bezeichnete Störung.

8
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Was bedeutet .9?

Nicht näher bezeichnete Störung.

9
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Was ist operationalisierte Diagnostik?

Diagnostik anhand klar festgelegter Kriterien und Regeln.

10
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Wozu dienen Forschungskriterien?

Sie sind restriktiver und sollen homogene Patientengruppen für wissenschaftliche Untersuchungen ermöglichen.

11
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Was ist das Blue Book?

Klinische Beschreibungen und diagnostische Leitlinien.

12
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Was ist das Green Book?

Diagnostische Kriterien für Forschung und Praxis.

13
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Was sind AWMF-Leitlinien?

Wissenschaftlich begründete Empfehlungen für Diagnostik und Behandlung.

14
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Unterschied ICD und Leitlinien?

ICD klassifiziert und kodiert; Leitlinien unterstützen diagnostische und therapeutische Entscheidungen.

15
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Welche Gesprächsformen werden

unterschieden?

Therapie, Beratung und Diagnostik.

16
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Was ist Therapie?

Ein professionelles Arbeitsbündnis zur Veränderung psychischer Störungen oder Leidenszustände.

17
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Was ist Beratung?

Informationsvermittlung und Unterstützung bei Orientierung und Entscheidung.

18
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Was ist Diagnostik?

Informationsgewinnung zur Beantwortung einer diagnostischen Fragestellung.

19
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Was ist die Therapiebeziehung?

Die zwischenmenschliche Interaktion zwischen Therapeut:in und Patient:in. Sie umfasst Gefühle, Haltungen

und Ausdrucksweisen beider Seiten.

20
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Warum ist die Therapiebeziehung wichtig?

Sie gehört zu den allgemeinen Wirkfaktoren und steht in Zusammenhang mit Behandlungserfolg.

21
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Was ist Compliance?

Patient:innenmitarbeit bzw. Bereitschaft, therapeutische Empfehlungen umzusetzen.

22
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Unterschied Compliance und Adhärenz?

Compliance betont das Befolgen therapeutischer Empfehlungen; Adhärenz stärker die gemeinsame

Vereinbarung und aktive Mitwirkung.

23
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Welche drei Gesprächsvoraussetzungen sind

wichtig?

Aktives Zuhören, Empathie, Akzeptanz.

24
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Was ist aktives Zuhören?

Verbales und nonverbales Signalisieren von Aufmerksamkeit, z. B. Nachfragen, Spiegeln, Nicken, flexible

Blickzuwendung.

25
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Was ist Empathie?

Erfassen der persönlichen Bedeutung des Mitgeteilten, also nicht nur des Gesagten, sondern des Gemeinten.

26
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Was ist Akzeptanz?

Annehmende, nicht abwertende Haltung gegenüber der Person.

27
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Was ist Reaktanz?

Widerstand gegen eine als Einengung erlebte Einschränkung des Denk- oder Handlungsspielraums.

28
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Was ist systemimmanente Gesprächsführung?

Gesprächsführung innerhalb des Bezugssystems der Patient:innen; Veränderung durch geleitetes Entdecken und sokratische Fragen.