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Herausforderung der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Kommunikation
-Profanität: Jede:r kann es zu fast jeder Zeit tun
→ Problematik: Alltagsbegriffe vs. Wissenschaftliche Begriffe
-Universalität: Betrifft alle Bereiche des Lebens
→ Problematik: Untersuchungsbereich muss eingeschränkt werden
-Flüchtigkeit: Kommunikation = Prozess
→ Problematik: Oft kein Resultat was wissenschaftlich untersucht werden kann
-Relationalität: Mehrere Menschen/Aspekte an Prozess beteiligt
→ Problematik: Mit wem wird wann kommuniziert?
-Heterogenität: Verschiedenste Akteure an Kommunikation beteiligt
→ Problematik: Wann und wo tritt Kommunikation auf?
-Selbstbezüglichkeit: Kommunikationswissenschaftler:innen „kommunizieren über Kommunikation“ (Beck, 2015, S. 16)
→ Problematik: Metakommunikation
Wissenschaftliches Wissen vs. Alltagswissen
Wissenschaftliches Wissen | Alltagswissen | |
Nutzen/Ziel | Annahme, dass es eine „reale“ Welt gibt, die erforscht werden kann Klassifikation der „realen“ Welt mit intersubjektiven Regeln | Bewältigung des eigenen Alltags (funktionsorientiert) |
Basis | Methoden, systematische Generierung | Routinen, willkürliche und ausschnitthafte Generierung |
Anwendbarkeit | Meistens Generalisierungsziel | Eigener Alltag |
Wissenschaftliches Wissen vs. Alltagswissen Anwendungsbeispiele
Studium: Referate, Hausarbeiten, Abschlussarbeiten,..
Marktforschung: Wo lohnt es sich Werbung zu schalten? Wie wirkt Werbung?
Kriterien an wissenschaftliches Arbeiten
Intersubjektive Nachvollziehbarkeit (Andere Wissenschaftler:innen müssen Vorgehen und Aussagen nachvollziehen zu können)
Vollständigkeit (Alle Informationen zur Verständlichkeit müssen vorhanden sein (Inhalt, Struktur, Quellenbelege), + alle relevanten Quellen)
Eindeutigkeit (Aussagen müssen logisch sein und sich nicht widersprechen oder verschiedene Interpretationen zulassen)
Systematik („Roter Faden“ muss erkennbar sein, klare Gliederung (logische Abfolge))
Erkenntnisfortschritt (Relevanz) (Neues Wissen kann praktisch, theoretisch oder methodisch sein)
Theoriebezug (Schließt an bestehendes Wissen an, baut auf vorhandenen Theorien auf)
Methodische Ansprüche (Reliabilität: Wird unter den gleichen Bedingungen das gleiche Ergebnis produziert? (Zuverlässigkeit))
Validität: Wird das gemessen, was gemessen werden soll? (Gültigkeit)
Verzicht auf wertende Aussagen (Auf normative Aussagen sollte (weitgehend) verzichtet werden)
Eigenständigkeit/Originalität (Arbeit wurde selbstständig und nur unter Angabe der angegeben Quellen angefertigt)
Kritische Distanz (Keine persönliche Bevorzugung für bestimmte Ergebnisse, Unbefangenheit)
Außerdem wichtig: Wissenschaftliches Schreiben heißt nicht kompliziert schreiben, sondern verständlich!
Kommunikationsmodelle allgemein+Sender-Empfänger Modell
Dienen zur vereinfachten, systematischen Darstellung zentraler Komponenten und wie diese verbunden sind
Sender–Empfänger-Modell (Shannon & Weaver): linear
Ein Sender
→ kodiert eine Nachricht (z. B. in Worte, Schrift, Signale)
→ schickt sie über einen Kanal (z. B. Sprache, Telefon, Funk)
→ dabei kann es Störungen / Rauschen geben
→ der Empfänger
→ dekodiert die Nachricht und interpretiert sie
KERNAUSSAGE: Kommunikation ist ein Übertragungsprozess, der gestört werden kann, sodass beim Empfänger nicht unbedingt genau das ankommt, was der Sender gemeint hat.
Kommunikationsmodelle Lasswell-Formel
Lasswell-Formel: Wer sagt was über welchen Kanal zu wem mit welcher Wirkung?
Zirkuläre Modelle: Feedback, Interaktion
Konstruktivistische Modelle: Bedeutung wird konstruiert
Kommunikationsmodelle Schulz von Thun 4 Ohren Modell
Jede menschliche Nachricht als Kombination aus 4 Ebenen:
-Sachinhalt (worüber informiere ich?)
-Selbstoffenbarung (was gebe ich von mir preis?)
-Beziehung (wie stehe ich zu dir?)
-Apell (was soll der andere tun?)
->Kommunikationsprobleme entstehen wenn Sender und Empfänger unterschiedliche Ebenen betonen
Forschungsfelder der Kommunikationswissenschaft
Kommunikations- und Medienwissenschaft=interdisziplinäre Wissenschaft
-Recht
-Wirtschaft
-Soziologie
-Psychologie
-Politik
-Geschichte
-Pädagogik
-Ethik
WER (Kommunikationsforschung) SAGT WAS (Aussagen/Inhaltsanalyse) ÜBER WELCHEN KANAL (Medien/Zeichen) ZU WEM (Rezipienten-/Publikumsforschung) MIT WELCHER WIRKUNG (Wirkungsforschung)
Kommunikatorforschung
Forschungsfelder: Journalismus, PR- und Kommunikationsmanagement, politische Kommunikation, Wissenschaftskommunikation, Influencer- und Creator-Forschung,…
Methodische Ansätze: Befragungen (z. B. standardisierte Befragungen von Journalist:innen), Interviews (z. B. Leitfadeninterviews mit Medienakteur:innen), Beobachtung & Ethnografie (z. B. Redaktionsbeobachtungen), inhaltsbezogene Selbstreports (z. B. Tagebuchstudien), Mixed Methods (Beobachtung+Befragung)
Medienresonanzanalyse (Ziel, Methoden, Kritik)
Ziel:
-Systematische Untersuchung der Berichterstattung über ein bestimmtes Unternehmen, Produkt, Ereignis oder Thema in den Medien
-Empirisch-analytische Untersuchung des Zusammenspiels von Quelle und journalistischem Output (Vergleich geplanter Botschaften mit tatsächlich veröffentlichten Inhalten)
-Untersuchung von Beiträgen in Bezug auf Platzierung, Aufmachung, Größe/Länge, sprachlichem Tenor, Meinungstendenz etc.
→ Überprüfung der Kommunikationsziele, ggf. Neuausrichtung der PR-Maßnahmen
Methoden:
-Medien-Monitoring (Häufigkeit der Berichterstattung)
-Themen-Analyse (Themen/Schlagwörter der Berichterstattung)
Kritik:
-zeitliche Verzögerung
-Analyse oft auf quantitativer Ebene
-Ergebnis spiegelt nur bestimmten Ausschnitt der Medienberichterstattung wider
-Fragen an Medienwirkung meist ausgeblendet (Output vs. Input)
Inhalte öffentlicher Kommunikation (Journalismus)
Journalismus: informierende Medieninhalte
Ziel: Information, Einordnung, Kontrolle
-zentral für KoWi
-betriebswirtschaftliche Ziele und ethische Anforderungen
-Ansprüche: wahr, relevant, aktuell
->Funktion der Journalisten als „Gatekeeper“
Inhalte öffentlicher Kommunikation (PR)
Ziel: Vertrauen, erhalten positiven Images, Beziehungspflege
-Beginn im 19. Jahrhundert
-wichtige Quelle für Journalist:innen (Kritische Distanz? Selektivität?)
-dient zur Durchsetzung von Organisationsinteressen (Partialinteressen) Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen:
− „Klassische“ Medienarbeit → Journalist:innen
− Investor Relations → Aktionär:innen
− Community Relations → Akteur:innen in der Nachbarschaft
− Internal Relations → Mitarbeiter:innen
->Auftragskommunikation: Vertretung spezifischer Interessen in der Öffentlichkeit
Derterminationshypothese (PR & Journalismus)
Annahme: mehr als Hälfte von Berichterstattungen basieren auf PR Quellen
Schlussfolgerung: PR determiniert Themen und Timing von Medienberichterstattung also die journalistische Berichterstattung
Kritik: Einfachheit des Modells (keine anderen Einflussmöglichkeiten, widersprüchliche Ergebnisse)
->insgesamt aber empirische Belege: PR kann Journalismus beeinflussen
Intereffikationsmodell
Annahme: gegenseitige Einflüsse, Abhängigkeit zwischen PR & Journalismus
Grundbeziehungen: Induktion (gerichtete Kommunikation->Einflüsse->Wirkung) und Adaption (Kommunikation angepasst auf Gegenseite)
Inhalte öffentlicher Kommunikation (Werbung) + aktuelle Herausforderungen von allen 3
(=persuasive Medieninhalte)
Ziel: Absatz, Kaufimpulse
-in der Regel kostenpflichtig
-für Rezipient:innen zu erkennen
-diverse Werbemittel (Anzeigen, Spots, Product Placements,…)
-unterschiedliche Werbeträger
->interessengeleitete/persuasive Kommunikation: Werbung ist immer parteilich
-gesellschaftliche Funktion: Finanzierung journalistischer Medienangebote
-Informations- und Unterhaltungsfunktion: Ausdruck Zeitgeist und Lebensstil
->Strategisch geplante Werbe- und Kommunikationskampagnen
Aktuelle Herausforderungen von den dreien:
-Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsverlust
-neue Publikums- und Konsumgewohnheiten
-Einfluss von KI und Plattformen
-Konkurrenz durch neue Akteure und Formate (Influencer,…)
Die Rolle professioneller Kommunikatoren im Wandel
→ Kommunikatoren sind z.B. Redakteure, Reporter, Fotoreporter, Autoren, Pressesprecher, Kommunikationsmanager, Werbegestalter, Webdesigner u.v.m.
→ Die Rolle professioneller Kommunikatoren wird zunehmend in Frage gestellt
• Qualität des Journalismus (Maßnahmen zur Qualitätssicherung?)
• Glaubwürdigkeit der Medien (Vertrauensverlust?)
• Ausdifferenzierung des Medienangebotes (Hybridmedien und Plattformen?)
• Vielfalt des Medienangebotes (Konvergenz?)
Institutioneller Wandel und Rollenwandel („Gatewatcher“ statt Gatekeeper?)
• Kommunikatoren stellen Aussagen für die öffentliche Kommunikation bereit.
• Kommunikatoren spiegeln die Realität nicht einfach wider, sondern konstruieren diese (im Sinne einer Medienrealität).
→ Neben professionelle Kommunikatoren aus Journalismus, PR und Werbung treten in der Online-Kommunikation zunehmend neue Akteure (z. B. Blogger, Influencer etc.)
Algorithmen als neue Kommunikatoren
Algorithmen nehmen aktiv Einfluss auf den Kommunikationsprozess, indem sie …
• Auswahlentscheidungen treffen (Gatekeeping!)
• Inhalte generieren
• Botschaften verstärken oder unterdrücken
• In Interaktionen teils als kommunikative Partner:innen auftreten
→ Damit übernehmen sie kommunikative Rollen, auch wenn sie keine eigenen Intentionen besitzen.
Algorithmen produzieren (automatisiert) Medieninhalte, z. B.:
• Vollautomatisch generierte Sport-, Wetter- oder Finanzmeldungen
• KI-basierte Textgenerierung in Redaktionen und Agenturen
• KI-gestützte Layout- und Schnittsysteme
→ Fragen nach Transparenz, Qualität und Glaubwürdigkeit!
Relevanz datengetriebener Kommunikation für die Praxis:
• Journalismus: Integration von KI für Routineaufgaben, automatisierte
Produktion, Datenanalyse etc.
• PR & Werbung: Automatisierte Kundenkommunikation, Chatbots,
personalisierte Werbung etc.
• Politische Kommunikation: Einsatz von Bots, Mikro-Targeting etc.
→ Algorithmen verändern die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Agenda – eine klassische Kommunikationsfunktion.
Funktion publizistischer Medien
Informationsfunktion
→ Vermittlung von Wissen
Meinungsbildungsfunktion
→ Unterstützung demokratischer Entscheidungsprozesse
Kontrollfunktion
→ Kritik an Politik und Wirtschaft („vierte Gewalt“)
Bildungsfunktion
→ Vermittlung von gesellschaftlichen Werten
Unterhaltungsfunktion
→ Entertainment
Trend: Grenzen zwischen Information und Unterhaltung verschwimmen
Öffentlichkeit, öffentliche Kommunikation und öffentliche Meinung
Öffentlichkeit
Raum, in dem gesellschaftliche Themen diskutiert werden.
Öffentliche Kommunikation
Kommunikation, die für viele Menschen zugänglich ist (z. B. Medien, Social Media).
Öffentliche Meinung
Vorherrschende Ansichten in einer Gesellschaft zu bestimmten Themen.
Aktuelle Trends
Social Media demokratisiert Kommunikation
Polarisierung und Filterblasen
Influencer als neue Meinungsführer
Theorie der Schweigespirale
• Medien erwecken den Eindruck, dass eine bestimmte Meinung in der Gesellschaft überwiegt.
• Vertreter dieser Position fühlen sich in der Mehrheit und vertreten ihre Meinung selbstbewusster.
• Diejenigen, die sich in der Minderheit fühlen, behalten ihre Meinung eher für sich, um sich nicht gesellschaftlich zu isolieren.
→ Spiralprozess setzt sich in Gang und verstärkt diese Effekte.
•„Greenhushing“ bezeichnet, wenn ein Unternehmen tatsächlich Nachhaltigkeits- oder Umweltmaßnahmen umsetzt, aber bewusst darauf verzichtet, diese öffentlich zu kommunizieren.
• Firmen fürchten Kritik oder Vorwürfe von Greenwashing (also Irreführung) — und meiden deswegen öffentliche Kommunikation.
• Damit entsteht in der Öffentlichkeit der Eindruck, Nachhaltigkeit spiele für viele Unternehmen kaum eine Rolle — obwohl intern durchaus gehandelt wird.
→ Weil viele Unternehmen schweigen, entsteht der Eindruck, aktives
Nachhaltigkeitsengagement sei selten. Unternehmen, die tatsächlich etwas
tun, sehen sich dadurch weniger motiviert, öffentlich darüber zu berichten.
Konzept des Gatekeepers
Grundidee
Gatekeeper sind Personen oder Systeme, die entscheiden, welche Informationen veröffentlicht werden und wie.
->Kommunikation ist also gefiltert und nicht neutral.
Aufgaben
Auswahl von Informationen
Gewichtung / Priorisierung
Bearbeitung (z. B. Kürzen, Umformulieren)
Veröffentlichung oder Zurückhalten
Klassische Gatekeeper
Journalist:innen
Redaktionen
Pressestellen
Politiker / Sprecher
Moderne Gatekeeper
Social-Media-Algorithmen
Influencer
Plattformbetreiber
Aktuelle Trends
Algorithmische Gatekeeper (TikTok, Instagram etc.)
Personalisierte Newsfeeds → jeder bekommt andere Realität
Diskussion über Plattformmacht & Desinformation
Anwendungsbeispiel
Ein Unternehmen gibt eine Pressemitteilung raus.
→ Medien entscheiden, ob und wie darüber berichtet wird.
→ Social Media entscheidet, wie sichtbar der Beitrag ist.
Nachrichtenwert-Theorie (Nachrichtenfaktoren)
Kerngedanke
Nicht jedes Ereignis wird zur Nachricht. Ereignisse besitzen bestimmte Nachrichtenfaktoren, die ihre Auswahl beeinflussen.
Wichtige Nachrichtenfaktoren
Aktualität
Nähe (räumlich, kulturell, emotional)
Prominenz
Konflikt
Überraschung
Relevanz
Personalisierung
Negativität
->Je mehr Faktoren erfüllt sind, desto höher der Nachrichtenwert.
Beispiel
Ein Prominenter verunglückt im Inland
→ Prominenz + Nähe + Negativität = hoher Nachrichtenwert
Trend
-> Social Media verstärkt emotionalisierte und konfliktorientierte Inhalte.
Perspektive der Medienrealität
Grundidee
Medien zeigen keine objektive Realität, sondern eine konstruierte Wirklichkeit.
->Medien wählen aus, interpretieren und präsentieren Realität.
Drei Realitätsebenen
Objektive Realität – was tatsächlich passiert
Medienrealität – Darstellung durch Medien
Publikumsrealität – Wahrnehmung der Rezipierenden
Bedeutung
Medien beeinflussen Weltbilder
Stereotype können entstehen
Wahrnehmung sozialer Probleme wird gesteuert
Aktuelle Trends
Fake News & Deepfakes
Filterblasen
Vertrauenskrise gegenüber Medien
Agenda Setting
Medien entscheiden, welche Themen sichtbar sind
Kerngedanke
Medien sagen den Menschen nicht, was sie denken sollen, sondern worüber sie nachdenken sollen.
Wirkung
Je häufiger ein Thema in Medien erscheint → desto wichtiger erscheint es der Öffentlichkeit.
Ebenen
Themenagenda (Welche Themen sind wichtig?)
Attributagenda (Welche Eigenschaften eines Themas werden betont?)
Beispiel
Starke Klimaberichterstattung → steigende gesellschaftliche Relevanz des Themas.
Trend
👉 Agenda Setting findet heute auch durch Influencer und Social Media statt.
Framing-Effekt
Kerngedanke
Die Darstellungsweise eines Themas beeinflusst, wie Menschen es bewerten.
-> Gleiche Information – unterschiedliche Wirkung durch Darstellung.
Beispiel
„Steuerentlastung“ vs. „Steuerausfall“
Framing-Arten
Problemdefinition
Ursachenzuschreibung
moralische Bewertung
Lösungsvorschläge
Trend
-> Framing spielt große Rolle in politischer Kommunikation und Marketing
Medien bestimmen, wie Themen wirken.
Medienkompetenz, Medienpädagogik und Mediennutzung
Medienkompetenz
Fähigkeit, Medien:
kritisch zu verstehen
sinnvoll zu nutzen
Inhalte zu erstellen
Risiken zu erkennen
Dimensionen (nach Baacke)
Medienkritik
Medienkunde
Mediennutzung
Mediengestaltung
Medienpädagogik
Ziel: Förderung verantwortungsvoller Mediennutzung.
Mediennutzung
Untersucht:
Nutzungsverhalten
Nutzungsmotive
Wirkung auf Individuen
Trend
->Umgang mit Fake News, KI-Inhalten und Desinformation wird zentral.
Das PESO-Modell als Basis der strategischen Kommunikationsplanung
Paid Media = Bezahlung für die Veröffentlichung des Contents (Banner, Anzeige,..)
Earned Media = Produktion des Contents durch Dritte (Presseartikel, Rezension,..)
Shared Media = Geteilter Content, v. a. in sozialen Medien (Posts, Forenbeiträge,)
Owned Media = Selbst erstellter Content (Podcast, Newsletter, Website, Blog,..)
Mitte von allem: Content-Distribution (4 Kanäle der Distribution)
Das deutsche Mediensystem (gesellschaftliche, politische, ökonomische Perspektiven)
Gesellschaftliche Perspektive
Sicherung von Meinungsvielfalt
Informationsversorgung der Bevölkerung
Politische Perspektive
Rundfunkfreiheit
duales Rundfunksystem:
öffentlich-rechtlich (z. B. ARD, ZDF)
privat (z. B. RTL, ProSieben)
Ökonomische Perspektive
Medien als Wirtschaftsgüter
Werbefinanzierung
Wettbewerb um Aufmerksamkeit
Trend
->Streamingdienste (Konkurrenz) verändern klassische Medienstrukturen
->ist frei, keine Zensur, Pressefreiheit
Mediensystemvergleich
Ziel
Vergleich verschiedener Länder hinsichtlich:
Pressefreiheit
Finanzierung
staatlicher Einfluss
Medienvielfalt
Beispiel Modell von Hallin & Mancini
Liberales Modell (z. B. USA)
Demokratisch-korporatistisches Modell (z. B. Deutschland)
Polarisiert-pluralistisches Modell (z. B. Italien)
Trend
->Globale Plattformen gleichen Mediensysteme teilweise an.