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Ecdysozoa
Überstamm der Häutungstiere innerhalb der Bilateria; umfasst unter anderem die Arthropoda (Gliederfüßer) und Nematoda (Fadenwürmer); gemeinsames Hauptmerkmal ist die dreischichtige organische Kutikula, die zum Wachstum gehäutet (Ecdysis) werden muss.
Arthropoda (Gliederfüßer)
Artenreichster Stamm des Tierreichs; gekennzeichnet durch ein chitinhaltiges Exoskelett, gegliederte Extremitäten, einen segmentierten Körperbau und meist Facettenaugen.
Multiplizierung und Veränderung
Generischer Evolutionsmechanismus der Segmentierung; vervielfältigt identische, redundante Module (Segmente), die sich anschließend evolutionär spezialisieren und verändern können, ohne dass ein Funktionsverlust für den Gesamtorganismus entsteht.
Chitinhaltige Kutikula
Starre Außenhülle (Exoskelett) der Arthropoden; Funktionen: Schutz vor mechanischen Einflüssen und Prädation, Stützfunktion für die Muskulatur, Barriere gegen Verdunstung; führt als Konsequenz zu periodischen Häutungen, da sie nicht kontinuierlich mitwächst.
Tagmatisierung
Prozess der Verschmelzung und funktionellen Spezialisierung von ursprünglich gleichartigen Segmenten zu größeren Körperabschnitten (Tagmata) wie Kopf, Thorax und Abdomen (heteronome Metamerie).
Hemimetabole Entwicklung
Direkte Entwicklung bei Insekten (Pterygota); die Jungtiere (Nymphen) ähneln dem adulten Tier (Imago) bereits stark und entwickeln sich schrittweise über mehrere Häutungen ohne ein dazwischengeschaltetes Puppenstadium (z. B. Heuschrecken, Schaben).
Holometabole Entwicklung
Indirekte Entwicklung bei Insekten; weist eine vollkommene Verwandlung (Metamorphose) auf; der Lebenszyklus beinhaltet ein unbewegliches Puppenstadium, in dem der Larvenkörper vollständig zum geflügelten Insekt (Imago) umgewandelt wird (z. B. Käfer, Schmetterlinge, Bienen).
Tracheensystem
Vom Ektoderm gebildetes, stark verzweigtes Röhrensystem zur Atmung bei Insekten; transportiert Sauerstoff gasförmig direkt bis an die einzelnen Organe und Zellen, wodurch das Blutgefäßsystem vom Gastransport entlastet wird.
Stigmen (Spiracoli)
Paarige, regulierbare Atemöffnungen an den Körperflanken der Insekten, über die Luft in das Tracheensystem ein- und ausstromt.
Taenidien
Spiralförmige Chitinverstärkungen (Cuticulaleisten) in den Wänden der größeren Tracheen; verhindern das Kollabieren der Atemröhren unter mechanischem Druck.
Malpighische Gefäße
Exkretionsorgane der Insekten und Spinnentiere; blind endende, schlauchförmige Ausstülpungen des Hinterdarms, die frei in der Hämolymphe liegen; entziehen dieser aktiv Abfallstoffe (z. B. Harnsäure) und leiten sie zur Ausscheidung in den Verdauungstrakt.
Offenes Blutkreislauf-System
Typisch für Arthropoden; das Blut (Hämolymphe) fließt nicht dauerhaft in geschlossenen Gefäßen, sondern umspült die Organe frei in Körperhöhlungen (Mixocöl); ein dorsales Herz mit Ostien pumpt die Hämolymphe nach vorne.
Ovar & Oviduct (Insekten)
Weibliches Geschlechtssystem; besteht aus Eischläuchen (Ovariolen), in denen die Eier reifen; diese gelangen über paarige Oviductus laterales in den Oviductus communis, der in die Genitalkammer mündet.
Receptacula seminis (Insekten)
Schlauch- oder sackförmige Strukturen der weiblichen Genitalkammer; dienen der Speicherung von Spermien des Partners, sodass die Eier erst direkt bei der Eiablage über spezielle Öffnungen (Mikropylen) besamt werden.