1/19
Diese Flashcards decken die grundlegenden Begriffe der quantitativen Forschungsmethoden ab, einschließlich Gütekriterien, Variablentypen und des Forschungsprozesses.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Idiographisch
Griechisch für 'eigen' (idios) und 'beschreiben' (graphein); ein Forschungsansatz, der auf die umfassende Beschreibung und Analyse konkreter, einzigartiger Gegenstände abzielt.
Nomothetisch
Griechisch für 'Gesetz' (nomos) und 'aufbauen' (thesis); ein Forschungsansatz, der auf das Aufstellen allgemeiner Gesetzmäßigkeiten abzielt, wie es in den Naturwissenschaften üblich ist.
Quantitative Methoden
Verfahren, die sich mit Quantitäten (Größe, Menge) befassen, wobei Zählen und Messen von Objekten der realen Welt die einfachsten Methoden darstellen.
Empirische Wissenschaften
Wissenschaften, die Theorien durch das systematische Sammeln von Daten wie Beobachtungen, Experimente, Befragungen oder Messungen entwickeln oder überprüfen.
Mixed Methods
Die sinnvolle Kombination von quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden, wie sie beispielsweise in der psychiatrischen Diagnostik angewendet wird.
Objektivität
Ein Hauptgütekriterium, das die intersubjektive Nachvollziehbarkeit und Unabhängigkeit der Ergebnisse von der Person des Forschers beschreibt.
Reliabilität
Ein Hauptgütekriterium, das die Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Messgenauigkeit sowie die Replizierbarkeit einer Messung beschreibt.
Validität
Ein Hauptgütekriterium, das die Gültigkeit der Befunde einer Studie beschreibt; man unterscheidet zwischen interner und externer Validität.
Falsifizierbarkeit
Ein Prinzip nach Karl Popper, wonach wissenschaftliche Aussagen prinzipiell aufgrund empirischer Evidenz widerlegbar sein müssen.
Alternativhypothese (H1)
Die Hypothese, die behauptet, dass ein Effekt, ein Unterschied oder ein Zusammenhang zwischen Variablen existiert.
Nullhypothese (H0)
Die Hypothese, die davon ausgeht, dass kein Effekt, Unterschied oder Zusammenhang zwischen Variablen vorliegt.
Unabhängige Variable (uV)
Die Variable, die als vermutete Ursache betrachtet wird und deren Wert nicht von anderen Variablen im Modell abhängt.
Abhängige Variable (aV)
Die Variable, die als vermuteter Effekt oder Ergebnis postuliert wird, da ihre Ausprägung von der Ursache (der uV) abhängt.
Stetige Variable
Eine Variable, deren Werte in einem gegebenen Intervall beliebig genau sein können und somit unendlich viele Ausprägungen annehmen können (z. B. Alter).
Diskrete Variable
Eine Variable, deren Werte in einem gegebenen Intervall endlich und damit abzählbar sind (z. B. Anzahl der Personen in einem Haushalt).
Manifeste Variable
Eine Variable, die direkt messbar oder beobachtbar ist und deren theoretische Bedeutung als eindeutig gilt (z. B. Herzschlag oder Gewicht).
Latente Variable
Eine Variable, die nicht direkt messbar oder beobachtbar ist, sondern deren Ausprägungen aus anderen Daten erschlossen werden müssen (z. B. Intelligenz).
Operationalisierung
Die 'Messbarmachung' eines theoretischen Konstrukts, indem festgelegt wird, welche konkreten Operationen als Anzeichen für die zu messende Variable dienen.
Prädiktorvariable
Ein Begriff für die unabhängige Variable, der verwendet wird, um eine Vorhersage auf eine andere Variable zu machen, ohne zwingend Kausalität zu unterstellen.
Kriteriumsvariable
Ein alternativer Begriff für die abhängige Variable (Outcome), der oft im Zusammenhang mit Vorhersagemodellen genutzt wird.