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Welche Schlüsselrolle nehmen Pflegende bei der Begleitung schwerkranker Menschen ein?
Sie verbringen im klinischen Alltag die meiste Zeit mit den Patient*innen sowie deren Bezugspersonen und bilden eine zentrale Schnittstelle im Palliative-Care-Team.
Warum ist die Reflexion eigener Vorerfahrungen und Haltungen in der Ausbildung wichtig?
Weil jeder Mensch unterschiedliche familiäre und kulturelle Hintergründe mitbringt, welche das eigene pflegerische Handeln und die Haltung gegenüber Sterbenden prägen.
Welche existenziellen Fragen stehen bei der Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit im Vordergrund?
Die eigene Angst vor dem Tod, die persönliche Vorstellung von Sterblichkeit und die Einstellung zum eigenen Leben.
Welcher Grundsatz gilt im Unterricht bezüglich der Heterogenität von Assoziationen zum Thema Tod?
Jede Person wird mit ihren individuellen Gefühlen, Haltungen und Erfahrungen ernst genommen, akzeptiert und respektiert.
Welchem Zweck dient die Arbeit mit philosophischen Zitaten (z. B. von Epikur oder Kierkegaard)?
Sie hilft Auszubildenden, ihre eigene innere Haltung zum Thema Tod und Sterben auszudrücken und visuell darzustellen.
Welche Kernbotschaft vermittelt der Text „Lebe Dein Sterben“ von Franco Rest?
Das Sterben ist nicht lebensunwert, sondern ein bedeutsamer, integrierter Teil des Lebens, der bewusst erlebt werden sollte.
Welche Emotionen können im Sterbe- und Trauerprozess auftreten?
Schock, Angst (vor Schmerzen/Ersticken), Wut, Schuldgefühle, Sehnsucht, Einsamkeit, Hilflosigkeit, Traurigkeitsowie Erleichterung und Erschöpfung.
Welche Emotionen können nach einer langen, schweren Krankheit bei Betroffenen oder Angehörigen auftreten?
Ein Gefühl der Erleichterung und Erschöpfung.
Welche Maßnahme wird zur Bewältigung emotionaler Belastungen im Berufsalltag empfohlen?
Die regelmäßige Teilnahme an Teamsupervisionen zum Austausch, zur Entlastung und zur kollegialen Unterstützung.
Ein/e Auszubildende/r fühlt sich durch die Sterbebegleitung emotional stark belastet. Welche Struktur bietet das Team zur Bewältigung?
Teamsupervision, um über Belastungen zu sprechen und kollegiale Unterstützung zu erfahren.
Welche Faktoren machen nach gesellschaftlicher Auffassung einen „guten Tod“ aus?
Schmerzfreiheit, eine gute medizinische/pflegerische Versorgung, der Erhalt der Würde und das Sterben in der vertrauten häuslichen Umgebung.
Welche religiösen Vorstellungen über das Jenseits werden in den Unterlagen genannt?
Die christliche Auferstehung sowie die Reinkarnation im Buddhismus und Hinduismus.
Welche Bestattungsformen werden in den Unterlagen als Beispiele für persönliche Wünsche aufgeführt?
Baumbestattung / Waldbestattung und die Verarbeitung der Asche zu einem Diamanten.
Warum ist das Erkennen eigener Kindheits- und Jugenderfahrungen mit dem Tod für Pflegekräfte wichtig?
Weil diese Erfahrungen das Fundament für erworbene Konzepte bilden und helfen, das aktuelle eigene Verhaltengegenüber Sterbenden zu verstehen.
Welche rechtlichen Vorsorgedokumente sichern die Autonomie am Lebensende?
Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Bestattungsverfügung und Kremationsverfügung.
Eine Pflegekraft muss abwägen, ob bei einer Patientin mit schwerster Demenz und Lungenentzündung Antibiotika gegeben werden. Welches ethische Abwägen liegt hier vor?
Die Abwägung zwischen kurativen (heilenden) und rein palliativen (symptomlindernden) Maßnahmen.
Ein Patient fordert das Entfernen einer entlastenden Magensonde trotz drohender Komplikationen. Welches Prinzip steht für die Pflegekraft im Vordergrund?
Die Wahrung der Autonomie des Patienten und die Symptomlinderung.
Wie entwickelt sich die Fähigkeit zur Empathie und Reflexion im Umgang mit dem Tod?
Sie kann nicht rein theoretisch erlernt werden, sondern reift durch kontinuierliche Reflexion und wachsende Berufserfahrung.
In welchen gesellschaftlichen Bereichen ist der Tod in Deutschland sichtbar?
In Nachrichten, Filmen/Serien, Büchern, Musik, Podcasts, Traueranzeigen, auf Friedhöfen, in Gedenkstätten und sozialen Medien.
Welches gesellschaftliche Problem besteht im Umgang mit Tod und Sterben in Deutschland?
Der Tod ist häufig ein Tabuthema, was zu Sprachlosigkeit, Unsicherheit und sozialem Rückzug führt.
Wie hat sich der Hauptsterbeort in den letzten 100 Jahren verändert?
Früher: Ca. 90 % verstarben zu Hause im Kreise der Familie.
Heute: Der Großteil verstirbt in Institutionen (Krankenhaus, Alten-/Pflegeheim, Hospiz).
Welche Diskrepanz besteht zwischen Wunsch und Realität beim Sterbeort?
Die meisten Menschen wünschen sich, zu Hause zu sterben, verstarren in der Realität jedoch überwiegend im Krankenhaus oder Pflegeheim.
Warum spiegelt die amtliche Todesursachenstatistik die klinische Realität am Lebensende oft nicht korrekt wider?
Weil terminales Herzversagen (woran ca. 70–80 % der Palliativpatienten versterben) häufig nicht als die eigentliche, zugrunde liegende Todesursache erfasst wird.
Was unterscheidet den historischen Umgang mit Sterbenden vom heutigen?
Früher: Tod als alltäglicher Teil des Lebens, Versorgung durch die Familie, religiöse Rituale.
Heute: Institutionalisiert und professionalisiert, Übernahme durch Ärzte/Pflegende, häufigere Tabuisierung im Alltag.
Welche primären Wünsche hat die deutsche Bevölkerung bezüglich des eigenen Sterbens?
Ein schmerzfreies Sterben in Würde, eine gute pflegerische/medizinische Begleitung und am Lebensende nicht allein gelassen zu werden.
Welchen Nutzen haben offene Gespräche über das Sterben in der Gesellschaft?
Sie können Ängste abbauen und Sicherheit geben.
Was ist der medizinische Unterschied zwischen Sterben und Tod?
Sterben: Der funktionelle, irreversible Prozess des Versagens lebenswichtiger Organe/Systeme.
Tod: Der Zustand nach dem vollständigen und endgültigen Erlöschen aller Lebensfunktionen (nachgewiesen durch sichere Todeszeichen).
Was zeichnet eine professionelle palliative Haltung bei Pflegenden aus?
Den Sterbenden so wahrzunehmen, wie er sich fühlt, ohne eigene „objektive“ Beobachtungen über sein subjektives Empfinden zu stellen.
Warum sollten starre Pflegeroutinen in der Sterbebegleitung aufgebrochen werden?
Um individuelle Wünsche des Sterbenden zu ermöglichen (z. B. Wunsch nach bestimmten Nahrungsmitteln trotz Schluckstörungen).
Ein sterbender Patient mit Schluckstörungen wünscht sich einen Schluck seines Lieblingsgetränks. Wie reagiert die Pflegekraft professionell?
Sie bricht Pflegeroutinen auf und ermöglicht den Wunsch im Rahmen symptomorientierter Maßnahmen (z. B. durch Befeuchtung der Lippen/Mundhöhle).
Warum zeigen Angehörige sterbender Menschen oft sehr unterschiedliche oder unerwartete Verhaltensweisen?
Sie befinden sich in einer emotionalen Ausnahmesituation und durchlaufen die Trauerphasen oft zeitlich verzögert („hinterherhinkend“) im Vergleich zum Sterbenden.
Warum ist die Annahme starrer Trauerphasen (z. B. nach Kübler-Ross) wissenschaftlich überholt?
Weil Trauer nach dem dualen Prozessmodell ein dynamischer Wechsel zwischen verlustorientierter und wiederherstellungsorientierter Bewältigung ist.
Was beschreibt das duale Prozessmodell der Trauerforschung?
Verlustorientierter Bewältigung: Blick zurück, Schmerz verarbeiten.
Wiederherstellungsorientierter Bewältigung: Blick nach vorn, Neugestaltung des Alltags.
Verlustorientierter Bewältigung: Blick zurück, Schmerz verarbeiten.
Wiederherstellungsorientierter Bewältigung: Blick nach vorn, Neugestaltung des Alltags.
Atemnot (Dyspnoe), Übelkeit/Erbrechen, Obstipation, Mundtrockenheit, finale Unruhe, Juckreiz, Fatigue und exulzerierende Wunden.
Welches Konzept beschreibt das Zusammenwirken physischer, psychischer, sozialer und spiritueller Schmerzen?
Das Konzept des Total Pain.
Was sind die zentralen Grundbedürfnisse eines Menschen im Sterbeprozess?
Schmerzlinderung, Autonomie, Sicherheit, Geborgenheit und das Gefühl, nicht verlassen zu werden.
Welches Medikament begünstigt bei Palliativpatienten häufig Übelkeit, Erbrechen und Obstipation?
Opioide
Welche Hauptaufgaben hat eine Pflegefachkraft in der Sterbebegleitung?
Kontinuierliche Präsenz
Individuell angepasste Grund- und Behandlungspflege
Symptomerfassung und -linderung
Einbeziehung/Anleitung der Angehörigen
Kooperation im multiprofessionellen Team
Erkennen eigener Belastungsgrenzen
Wie gestaltet sich eine ideale kommunikative Betreuung von Sterbenden durch Pflegekräfte?
Achtsam, wertschätzend und empathisch unter Nutzung von aktivem Zuhören, Raum für Ängste geben und Schweigen aushalten.
Wie können Angehörige praktisch in die Pflege von Sterbenden eingebunden werden?
Durch Anleitung zu kleinen Pflegemaßnahmen wie Mundpflege oder Einreibung
Welchem Zweck dient ein Gesprächsleitfaden im Umgang mit Angehörigen Sterbender?
Zur strukturierten Erfassung ihrer Bedürfnisse (z. B. emotionale Belastung, Abschiedswünsche, Ängste, Hilflosigkeit).
Welcher leitende Grundsatz gilt für die Basispflege bei Menschen im Sterbeprozess?
„Weniger ist mehr.“
Wie wird das Thema Ernährung und Flüssigkeit in der finalen Sterbephase pflegerisch gehandhabt?
Kein Überreden zum Essen oder Trinken. Künstliche Zufuhr belastet in dieser Phase oft mehr, als sie nützt.
Wann sollte die Körperpflege bei einem sterbenden Menschen reduziert oder ausgesetzt werden?
Bei starker Schwäche oder akuter Luftnot des Patienten.
Wie wird die Dekubitusprophylaxe in der unmittelbaren Sterbephase angepasst?
Regelmäßiges Umlagern unterbleibt, wenn es Schmerzen verursacht. Stattdessen werden Mikrolagerungen und „umgrenzende“ Positionierungen (Nestlage) angewendet.
Ist das Entstehen eines Dekubitus in der finalen Sterbephase als Pflegefehler zu werten?
Nein, ein Dekubitus in dieser Phase ist kein Pflegefehler, da die Gewebeperfusion naturgemäß zusammenbricht.
Welche Pflegemaßnahme steht bei Mundtrockenheit im Sterbeprozess an oberster Stelle?
Häufige Mundbefeuchtung, z. B. mit Lieblingsgetränken (Cola, Bier, Saft) mittels gefrorener Stücke oder Sprühflaschen.
Ein sterbender Patient leidet unter starker Mundtrockenheit, verweigert aber Flüssigkeit. Welche Maßnahme ist angezeigt?
Befeuchtung der Mundhöhle mit Sprühern oder gefrorenen Stücken des bevorzugten Getränks.
Ein sterbender Patient zeigt bei jeder Positionsveränderung schmerzverzerrte Gesichtsausdrücke. Wie wird die Lagerung angepasst?
Verzicht auf vollständiges Umlagern; Durchführung von Schmerzlindernden Mikrolagerungen oder Nestlagerung.
Wie unterscheidet sich die Trauer von Kindern grundlegend von der Erwachsener?
Kinder trauern „tropfenweise“ und sprunghaft (auf intensive Trauer kann direkt fröhliches Spiel folgen), leben stark in der Gegenwart und drücken sich häufiger nonverbal aus (z. B. Malen, Spiel, Verhaltensänderungen).
Welche Phasen umfasst der kindliche Trauerprozess?
Schock (innerer Erstarrung, Entlastungs-Leugnung)
Kontrollierte Phase
Regression (Rückzug, Wutanfälle, Bettnässen, magisches Denken)
Adaption (Integration des Verlusts ins Ich)
Wie verstehen Vorschulkinder (3–6 Jahre) den Tod?
Sie sehen den Tod meist als umkehrbar (wie Schlaf), erwarten die Rückkehr des Verstorbenen und denken meist, dass nur andere sterben.
Welches Todesverständnis entwickelt sich bei Grundschulkindern (6–9 Jahre)?
Sie verstehen allmählich, dass der Tod endgültig ist und jeden treffen kann, entwickeln dadurch jedoch häufig starke Ängste vor dem Verlassenwerden oder vor Gewalt.
Welche zentralen Bedürfnisse haben sterbende Kinder?
Absolute Sicherheit,
ehrliche und stufenweise altersgemäße Informationen,
verlässliche Nähe und das Ausräumen von Schuldgefühlen.
Warum ist das Ausräumen von Schuldgefühlen bei sterbenden Kindern so wichtig?
Weil Kinder oft fälschlicherweise glauben, durch böse Gedanken oder Fehlverhalten selbst an ihrem Zustand schuld zu sein.
Was ist die primäre pflegerische Aufgabe bei sterbenden Säuglingen (<10 Monate)?
Den Tagesrhythmus und die Umgebung so stabil wie möglich halten sowie physisches Wohlbefinden und körperliche Anwesenheit sichern.
Wie begegnen Pflegekräfte der Verlassensangst bei Babys (10 Monate bis 2 Jahre)?
Durch die Nutzung einfacher, wiederkehrender Sätze („Mama ist nicht da“) sowie viel körperliche Zuwendung und Geborgenheit.
Wie sollten Pflegende Fragen von Vorschulkindern (3–6 Jahre) zum Tod beantworten?
Geduldig und sachlich erklären, dass der Körper aufgehört hat zu funktionieren, Schuldgefühle nehmen und unterstützende Medien (z. B. Bilderbücher) nutzen.
Was steht bei der pflegerischen Begleitung von Schulkindern (9–12 Jahre) im Vordergrund?
Biologische Fragen tabufrei beantworten, körperliche Nähe schenken, zum Weinen ermutigen und offen über den Verstorbenen sprechen.
Welches Hauptbedürfnis haben Jugendliche im Sterbeprozess und wie reagiert die Pflege?
Sie fürchten Schmerzen und Kontrollverlust. Pflegekräfte müssen Aggressionen zulassen/hinterfragen, Rituale ermöglichen und den Kontakt zu Freunden unterstützen.
Welche besondere Herausforderung stellt das familiäre Umfeld bei der Pflege sterbender Kinder dar?
Die Begleitung der Eltern, die durch den drohenden Verlust oft tief traumatisiert und überfordert sind, sodass Pflegende als externe, stabile Stütze agieren müssen.
Woran orientieren sich die rechtlich und organisatorisch bindenden Schritte bei der Versorgung Verstorbener in der Klinik?
An der festgelegten klinischen Verfahrensanweisung (VA) der Einrichtung (z. B. EvKB und Mara).
Welches sind die sicheren Todeszeichen?
Totenflecken, Totenstarre, Fäulnis, Hirntod sowie mit dem Leben nicht vereinbare Verletzungen.
Welche Symptome gelten als unsichere Todeszeichen?
Das „Todesdreieck“, Fehlen von Atmung/Puls, kühle Haut, Abfall der Körpertemperatur, Bewusstlosigkeit ohne Schmerzreaktion, schlaffer Muskeltonus, Wachkoma und fehlende Pupillenreaktion.
Ein Patient zeigt fehlenden Puls, Atemstillstand und kühle Haut. Handelt es sich um sichere Todeszeichen?
Nein, dies sind unsichere Todeszeichen.
Welcher Schritt muss nach dem Ableben eines Patienten als Erstes erfolgen und durch wen?
Die Todesfeststellung durch das ärztliche Personal mit Dokumentation des Todeszeitpunkts in der Patientenakte.
Was muss bei Anhaltspunkten für einen unklaren oder nicht natürlichen Tod sofort getan werden?
Unverzügliche Meldung an die Kriminalpolizei. Der Leichnam darf nicht verändert werden (alle Zugänge, Tuben und Katheter verbleiben am/im Körper).
Ein verstorbener Patient weist Anzeichen eines nicht natürlichen Todes auf. Wie verhält sich die Pflegekraft bezüglich der liegenden Katheter und Zugänge?
Alle Zugänge, Tuben und Katheter verbleiben belassen am/im Körper; der Leichnam darf nicht verändert werden.
Welche pflegerischen Maßnahmen erfolgen bei der Versorgung des Verstorbenen auf Station?
Hinweisschild an der Zimmertür anbringen
Zimmer für den Abschied gestalten
Patientenetikett (mit Datum und Todeszeitpunkt) am Körper befestigen
Fixierung des Kiefers mittels Kinnstütze
Lagerung der Hände nach Wunsch/Kultur der Angehörigen
Wie unterscheidet sich die Handlagerung bei verstorbenen Christen und Muslimen?
Christliche Tradition: Hände übereinandergelegt oder locker gefaltet.
Muslimische Tradition: Arme seitlich flach an den Körper gelegt.
Welche Vorgaben gelten für den Transport des Leichnams in den Kühlraum?
Vollständige Bedeckung mit einem Oberbettbezug, Transport durch zwei Personen und Anbringen der Patientenkarte an der Kühlkammer.
An wen darf der Schlüssel zur Abholung des Verstorbenen durch den Bestatter übergeben werden?
Die Schlüsselübergabe erfolgt nur gegen Ausweisdokumentation nach Abgabe der Todesbescheinigung im Aufnahmebüro.
Welche Aufgaben übernimmt die Seelsorge nach dem Tod eines Patienten?
Existentielle psychosoziale Begleitung der Angehörigen, Unterstützung des Teams bei ethischen Konflikten und Durchführung ritueller Handlungen (z. B. Aussegnungen).
Welche Bestattungsformen werden im Unterricht unterschieden?
Traditionalle Erdbestattung und Feuerbestattung (Urne) sowie Baumbestattung, Diamantbestattung und anonyme Gemeinschaftsgräber.
Welchen Sinn und Zweck erfüllen Rituale im Kontext von Tod und Sterben?
Sie bieten Struktur und Halt, helfen den Verlust realisierbar zu machen, erleichtern die Trauerarbeit und entlasten die Hinterbliebenen emotional.
Wie wird die Körperwaschungs-Tradition im Islam nach dem Tod gehandhabt?
Es erfolgen rituelle Ganzkörperwaschungen, die durch Angehörige oder spezifische Bestatter (in der Klinik im Aufbahrungsraum) durchgeführt werden.
Was ist die zentrale Vorstellung des Tods im Christentum?
Der Tod ist nicht das Ende, sondern der Übergang zu einem ewigen Leben bei Gott (Auferstehungshoffnung).
Wie wird der Tod im Buddhismus und Hinduismus verstanden?
Als Teil des Kreislaufs der Reinkarnation (Wiedergeburt), welcher stark durch das Karma beeinflusst wird.
Wie beschreibt die epikureische (säkulare) Philosophie den Tod?
Als Erlöschen des Bewusstseins: „Solange wir sind, ist der Tod nicht da, und wenn der Tod da ist, sind wir nicht mehr.“
Welche spezifischen Rituale unterstützen Familien beim Abschied von verstorbenen Kindern?
Gemeinsames Bemalen des Sargs, Mitgeben von Bildern/Spielzeug ins Grab, Steigenlassen von Luftballons mit Karten oder Gestalten eines Erinnerungsortes zu Hause.
Warum ist die Berücksichtigung von Spiritualität Gegenstand des Konzepts „Total Pain“?
Weil Fragen nach dem Sinn des Lebens („Warum ich?“, „Wo gehe ich hin?“) existentielles Leiden verursachen können, welches durch spirituelle Begleitung gelindert werden kann.