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Privilege Walk: kritisch reflektieren
Was sehen wir?
Wo stehen wir eng zsm/weit auseinander?
Was sagt das Bild über uns zukünftige LK aus?
Was macht die Methode mit uns?
Wie hat man sich vorne/hinten stehend gefühlt?
Was ändert Anonymität?
Hat jmd nicht ehrlich geantwortet? Warum?
Und die Kinder?
Was bedeutet mein Platz für mein Handeln als Lehrkraft?
→ Vorsucht: Methode kann bloßstellen, Verletzungen wecken und erzeugt leicht Schuldgefühle
→nicht so in GS einsetzbar! Wenndann mit Rollenkarten oder anonym
Heterogenität als komplexer Begriff
= alle Kinder bringen unterschiedliche Vorraussetzungen mit →Aufgabe der Schule: Unterschiede wahrnehmen und Kinder fördern
verschiedene Differenzlinien, z.B. Leistung
Unterschiede auf Gruppenebene: Kinder aus unterschiedlichen sozialen Milieus, Migrationshintergrund oder nicht
Unterschiede auf Individualebene: eigene Stärken, Schwächen, Erfahrungen, …
verschiedene Merkmalsmuster: man kann Kinder nicht in Kategorien einteilen, ihre Eigenschaften sind vielfältig
→nicht kategorial, sondern dimensional
→homogen bis heterogen, immer unterschiedlich
Privilegien
…sind kein Grund, sich schuldig zu fühlen, sondern eine Möglichkeit, etwas zu verändern
→Privilegien sehr unterschiedlich
→abhängig von Ausgamgsprivilegien, z.B. Herkunft der Eltern, Wohnort
Empowerment
= Selbstermächtigung, Fokus auf Benachteiligten
Menschen mit Diskriminierungserfahrung werden darin bestärkt, selbstbewusstee zu werden und für ihre Entscheidungen einzustehen →erweitern ihre Handlungsspielräume, also mehr Möglichkeiten, selbst zu entscheiden und handeln
Lehrkraft kann dies unterstützen, z.B. Zeit geben, ermutigen Meinung zu äußern, Beitäge ernst nehmen
Powersharing
= Macht teilen, Fokus auf LK
LK kann Macht und Privilegien teilen, damit andere mehr Teilhabe und Mitbestimmung haben
z.B. Zugänge und Entscheidungen abgeben und umverteilen, Kindern mehr Mitspracherecht geben
Powersharing als Teil meiner Arbeit
Drei Ebenen von Diskriminierung
individuell: entsteht im Handeln einzelner Menschen durch Vorurteile und Erwartungen, z.B. LK spricht mit Schulbegleitung statt Kind im Rollstuhl
→eigreifen, Kind stärken, eigene Sprache prüfen
institutionell: entsteht durch Regeln, Abläufe einer Organisation wie der Schule, z.B. Hausaufgaben setzen voraus, dass Eltern helfen können
→Regeln prüfen: Wem nützen sie, wen schließen sie aus?
strukturell: entstehen, wenn Ungleichheiten in der Gesellschaft und z.B. Bildungssystem ineinander greifen, z.B. Einteilung der Klassen nach Straßenzügen
→Verteilungen hinterfragen, “ungleiche” Bedingungen schaffen
Empowerment - Kinder stärken
Ziel: Identität stärken: Sprachenporträt, alle Kinder malen ihre Sprachen und Dialekte in eine Körpersilhouette
Ziel: Vielfalt erleben: Klassenbücherei prüfen, verschiedene Hautfarben, Sprachen und Behinderungen sollen vorkommen
Ziel: Unfaires erkennen: Material befragen, wer kommt im Schulbuch vor, wer kocht und repariert?
Ziel: aktiv werden: Gemeinsam etwas verändern und mit der Klasse einen Brief an die Gemeinde schreiben, um z.B. Spielplatz barrierefrei zu machen
Powersharing: Familien stärken
Rucksack Schule: Treffen aller Eltern in der Grundschule: bekommen Material zu den in der Schule behandelten Themen, um Zuhause mit den Kindern Übungen machen zu können
→Vermittlung: Kontaktlehrkraft
→Eltern können Kinder unterstützen
→funktioniert aber nur, wenn die Schule die Themen wirklich teilt
Familienklassenzimmer: einmal pro Woche lernt eine Gruppe von Kindern mit ihrem Elternteil
→Leitung durch eine Förderlehrkraft
→Zusammenarbeit Eltern, Schule und Kinder
→3 positive Lernziele werden gemeinsam formuliert und wöchentlich dokumentiert
→Eltern erleben, wie ihr Kind lernt und lernen voneinander
→aber: Kinder vermissen in der Zeit ihre Klasse und Eltern brauchen freie Zeit dafür
Good Practice aus pädagogischer Sicht
emotionale und soziale Entwickung: Ziele aushandeln statt Verhaltensstempel:
K, E, LK vereinbaren positiv formulierte Ziele, K schätzt sich täglich selbst ein und bekommt positive Rückmeldung
→Ziele müssen erreichbar sein
Sprache: Absprachen statt Schonung
Vereinbarung mit stotterndem Kind, wann es dran kommt
→Kind entscheidet, aber Absprachen regelmäßig prüfen
→sonst Gefahr Ausschluss
geistige Entwicklung: Kommunikation für alle
ganze Klasse lernt Gebärden und Symbolkarten zur Unterstützung der Kommunikation des Kindes
Lernen: Gemeinsamer Gegenstand
alle arbeiten am selben Thema mit gestuften Zugängen
Fallwerkstatt: 4 Schritte
Relevanz Check: Welches Merkmal spielt eine Rolle?
Perspektive wechseln: Wie wird Situation erlebt?
Handeln: Empowerment oder Powersharing
Stolpersteine prüfen: Othering, Beschämung?
Powersharing: Was teile ich - und mit wem?
