2. Meine Kindheit, deine Kindheit

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1
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Privilege Walk: kritisch reflektieren

  1. Was sehen wir?

    • Wo stehen wir eng zsm/weit auseinander?

    • Was sagt das Bild über uns zukünftige LK aus?

  2. Was macht die Methode mit uns?

    • Wie hat man sich vorne/hinten stehend gefühlt?

    • Was ändert Anonymität?

    • Hat jmd nicht ehrlich geantwortet? Warum?

  3. Und die Kinder?

    • Was bedeutet mein Platz für mein Handeln als Lehrkraft?


→ Vorsucht: Methode kann bloßstellen, Verletzungen wecken und erzeugt leicht Schuldgefühle

→nicht so in GS einsetzbar! Wenndann mit Rollenkarten oder anonym




2
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Heterogenität als komplexer Begriff

= alle Kinder bringen unterschiedliche Vorraussetzungen mit →Aufgabe der Schule: Unterschiede wahrnehmen und Kinder fördern

  • verschiedene Differenzlinien, z.B. Leistung

  • Unterschiede auf Gruppenebene: Kinder aus unterschiedlichen sozialen Milieus, Migrationshintergrund oder nicht

  • Unterschiede auf Individualebene: eigene Stärken, Schwächen, Erfahrungen, …

  • verschiedene Merkmalsmuster: man kann Kinder nicht in Kategorien einteilen, ihre Eigenschaften sind vielfältig

    →nicht kategorial, sondern dimensional

    →homogen bis heterogen, immer unterschiedlich


3
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Privilegien

…sind kein Grund, sich schuldig zu fühlen, sondern eine Möglichkeit, etwas zu verändern

→Privilegien sehr unterschiedlich

→abhängig von Ausgamgsprivilegien, z.B. Herkunft der Eltern, Wohnort

4
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Empowerment

= Selbstermächtigung, Fokus auf Benachteiligten

  • Menschen mit Diskriminierungserfahrung werden darin bestärkt, selbstbewusstee zu werden und für ihre Entscheidungen einzustehen →erweitern ihre Handlungsspielräume, also mehr Möglichkeiten, selbst zu entscheiden und handeln

  • Lehrkraft kann dies unterstützen, z.B. Zeit geben, ermutigen Meinung zu äußern, Beitäge ernst nehmen


5
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Powersharing

= Macht teilen, Fokus auf LK

  • LK kann Macht und Privilegien teilen, damit andere mehr Teilhabe und Mitbestimmung haben

  • z.B. Zugänge und Entscheidungen abgeben und umverteilen, Kindern mehr Mitspracherecht geben

  • Powersharing als Teil meiner Arbeit


6
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Drei Ebenen von Diskriminierung

  1. individuell: entsteht im Handeln einzelner Menschen durch Vorurteile und Erwartungen, z.B. LK spricht mit Schulbegleitung statt Kind im Rollstuhl

    →eigreifen, Kind stärken, eigene Sprache prüfen

  2. institutionell: entsteht durch Regeln, Abläufe einer Organisation wie der Schule, z.B. Hausaufgaben setzen voraus, dass Eltern helfen können

    →Regeln prüfen: Wem nützen sie, wen schließen sie aus?

  3. strukturell: entstehen, wenn Ungleichheiten in der Gesellschaft und z.B. Bildungssystem ineinander greifen, z.B. Einteilung der Klassen nach Straßenzügen

    →Verteilungen hinterfragen, “ungleiche” Bedingungen schaffen


7
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Empowerment - Kinder stärken

  1. Ziel: Identität stärken: Sprachenporträt, alle Kinder malen ihre Sprachen und Dialekte in eine Körpersilhouette

  2. Ziel: Vielfalt erleben: Klassenbücherei prüfen, verschiedene Hautfarben, Sprachen und Behinderungen sollen vorkommen

  3. Ziel: Unfaires erkennen: Material befragen, wer kommt im Schulbuch vor, wer kocht und repariert?

  4. Ziel: aktiv werden: Gemeinsam etwas verändern und mit der Klasse einen Brief an die Gemeinde schreiben, um z.B. Spielplatz barrierefrei zu machen


8
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Powersharing: Familien stärken

  • Rucksack Schule: Treffen aller Eltern in der Grundschule: bekommen Material zu den in der Schule behandelten Themen, um Zuhause mit den Kindern Übungen machen zu können

    →Vermittlung: Kontaktlehrkraft

    →Eltern können Kinder unterstützen

    →funktioniert aber nur, wenn die Schule die Themen wirklich teilt


  • Familienklassenzimmer: einmal pro Woche lernt eine Gruppe von Kindern mit ihrem Elternteil

    →Leitung durch eine Förderlehrkraft

→Zusammenarbeit Eltern, Schule und Kinder

→3 positive Lernziele werden gemeinsam formuliert und wöchentlich dokumentiert

→Eltern erleben, wie ihr Kind lernt und lernen voneinander

→aber: Kinder vermissen in der Zeit ihre Klasse und Eltern brauchen freie Zeit dafür


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Good Practice aus pädagogischer Sicht

  1. emotionale und soziale Entwickung: Ziele aushandeln statt Verhaltensstempel:

    K, E, LK vereinbaren positiv formulierte Ziele, K schätzt sich täglich selbst ein und bekommt positive Rückmeldung

    →Ziele müssen erreichbar sein

  2. Sprache: Absprachen statt Schonung

    Vereinbarung mit stotterndem Kind, wann es dran kommt

→Kind entscheidet, aber Absprachen regelmäßig prüfen

→sonst Gefahr Ausschluss

  1. geistige Entwicklung: Kommunikation für alle

ganze Klasse lernt Gebärden und Symbolkarten zur Unterstützung der Kommunikation des Kindes

  1. Lernen: Gemeinsamer Gegenstand

    alle arbeiten am selben Thema mit gestuften Zugängen


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Fallwerkstatt: 4 Schritte

  • Relevanz Check: Welches Merkmal spielt eine Rolle?

  • Perspektive wechseln: Wie wird Situation erlebt?

  • Handeln: Empowerment oder Powersharing

  • Stolpersteine prüfen: Othering, Beschämung?


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Powersharing: Was teile ich - und mit wem?

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