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Vokabel-Lernkarten für das Sport-Handout zu Akrobatik sowie zu den trainingswissenschaftlichen Grundlagen (Leistungsfaktoren, Belastungsnormative, Trainingsprinzipien, Trainingssteuerung und Triathlon-Distanzen).
Normfreies Turnen (Akrobatik)
Sportartbereich, dem die Akrobatik zugeordnet wird; sie gliedert sich in Bodenakrobatik (statisch und dynamisch) sowie Akrobatik an Geräten wie Balanciergeräten und dem Ringtrapez (nach Gaal, 1994).
Statische Bodenakrobatik
Akrobatische Disziplin, die Partner- und Gruppenpyramiden sowie Solofiguren umfasst und für Anfänger im Schul- und Vereinssport den methodischen Schwerpunkt bildet.
Dynamische Bodenakrobatik
Akrobatische Disziplin, die akrobatisches Bodenturnen sowie akrobatisches Bewegungstheater umfasst und vor allem Schnellkraft erfordert.
Kraftfähigkeiten in der Akrobatik
Spezifische Muskelkraftformen: Schnellkraft für dynamische Figuren, Maximalkraft als Basis für das Heben und Absenken von Personen sowie Kraftausdauer zum Halten und Präsentieren von Figuren über eine Choreographie hinweg.
Koordinative Fähigkeiten in der Akrobatik
Für das Ausbalancieren und gemeinsame Bewegen erforderliche Fähigkeiten: Kopplungs-, Differenzierungs-, Orientierungs-, Gleichgewichts- und Rhythmisierungsfähigkeit.
Belastungsregeln beim Pyramidenbau
Sicherheitsvorgaben, nach denen auf die Wirbelsäule niemals eine Belastung ausgeübt werden darf, berührte Körperregionen eine senkrechte Stütze zum Boden aufweisen müssen und große Lasten nur mit Becken, Beinen und Oberschenkeln getragen werden dürfen.
Haltedauer (Akrobatik)
Die vorgeschriebene Zeitspanne für das Halten einer akrobatischen Pyramide, welche genau 3 bis 5Sekunden betragen sollte.
„Stopp“-Ruf (Akrobatik)
Sicherheitskommando beim Pyramidenaufbau, das bei Äußerung den sofortigen Abbruch erzwingt, um Verletzungen auszuschließen und die Pyramide bei Bedarf zügig, aber kontrolliert abzubauen.
Handgriffe der Akrobatik
Spezifische Grifftechniken zur partnerschaftlichen Fixierung und Sicherung: Unterarm-Griff, Hand in Hand Griff, Daumen-Daumen Griff, Krallen Griff und Handgelenk Griff.
Sportliche Leistung
Ergebnis einer sportlichen Handlung im Rahmen von Wettbewerben, das entweder qualitativ (z. B. künstlerischer Ausdruck am Schwebebalken) oder quantitativ (z. B. Bestzeit beim 100m-Lauf) ermittelt wird.
Motorische Fähigkeiten
Dem Menschen angeborene und durch gezieltes Training verbesserbare Leistungsvoraussetzungen, die sich in konditionelle und koordinative Fähigkeiten unterteilen.
Konditionelle Fähigkeiten
Energieabhängige motorische Grundeigenschaften, die Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit umfassen.
Koordinative Fähigkeiten
Auf dem Zusammenspiel des Zentralnervensystems und der Skelettmuskulatur beruhende Fähigkeiten (wie Gleichgewicht, Rhythmus und Reaktion), die eine präzise und energiesparende Bewegungssteuerung gewährleisten.
Taktisch-kognitive Fähigkeiten
Fähigkeiten zum planvollen Vorausdenken, schnellen Entscheiden und situationsgerechten Handeln in komplexen und sich rasch ändernden Spiel- oder Wettkampfsituationen.
Psychische Fähigkeiten (Sport)
Mentale Leistungskomponenten wie Selbstbewusstsein, Motivation, Willenskraft und Durchhaltevermögen, die das Ausschöpfen der physischen Potenziale ermöglichen.
Rahmenbedingungen der sportlichen Leistung
Persönliche Faktoren (z. B. Talent, Körperbau, Gesundheit) und äußere Faktoren (z. B. Familie, Trainingsbedingungen, Anfahrtswege), die den sportlichen Erfolg maßgeblich beeinflussen.
Sportliches Training
Ein komplexer Handlungsprozess, mit dem planmäßig und zielgerichtet die Entwicklung von sportlichen Leistungszuständen angestrebt wird.
Regelkreismodell von Trainingsprozessen
Systematischer Trainingsablauf bestehend aus Definition eines Trainingsziels, Trainingsplanung, Durchführung des Trainings sowie Auswertung mittels Leistungskontrolle und Soll-Istwert-Vergleich.
Trainingsarten
Übergeordnete Kategorien zur Beschreibung der Zielrichtung eines Trainings: Konditionstraining, Techniktraining und Taktiktraining.
Trainingsinhalte
Konkrete Übungsformen zur Zielerreichung, differenziert in allgemeine Übungen (z. B. Seilspringen) und Spezialübungen (z. B. sportartspezifische Tempoläufe).
Trainingsmethoden
Planmäßige Verfahren und Grundmuster zur Gestaltung des Trainings, die spezifische funktionelle Anpassungen im Organismus hervorrufen (z. B. Dauermethode).
Trainingsmittel
Alle den Trainingsprozess unterstützenden Hilfen, unterteilt in gerätebezogene Trainingsmittel (z. B. Paddles, Pulsuhr) und informative Trainingsmittel (z. B. Videos, Bildreihen).
Belastungsnormative
Steuerungsgrößen zur konkreten Festlegung eines Belastungsgefüges: Trainingshäufigkeit, Belastungsdauer, Belastungsumfang, Belastungsintensität und Belastungsdichte.
Trainingshäufigkeit
Belastungsnormativ, das die Zahl der Trainingseinheiten pro Woche angibt.
Belastungsdauer
Belastungsnormativ, das die zeitliche Länge einer Belastungseinwirkung in Sekunden, Minuten oder Stunden angibt.
Belastungsumfang
Belastungsnormativ, das die Gesamtsumme der absolvierten Belastungsreize abbildet (z. B. in Kilometern, Minuten, Kilogramm oder Wiederholungszahlen).
Belastungsintensität
Belastungsnormativ, das die Anstrengungshöhe bzw. Stärke eines Reizes angibt, oft gemessen in Prozent der Bestleistung oder über die Herzfrequenz.
Formel zur Laufzeit-Intensität
Gleichung zur Berechnung der Ziel-Laufzeit T(x) bei einer gewünschten Belastungsintensität von x%: T(x)=x100×Bestzeit [s].
Belastungsdichte
Belastungsnormativ, das die zeitliche Abfolge bzw. das Verhältnis von Belastungs- und Erholungsphasen (Pausenlänge) kennzeichnet.
Dauermethode
Ausdauertrainingsmethode, die durch eine kontinuierliche, länger anhaltende Belastung ohne Pausen charakterisiert ist.
Prinzip des trainingswirksamen Reizes
Trainingsprinzip zur Auslösung von Anpassungen, wonach ein Trainingsreiz eine individuelle Reizschwelle überschreiten muss, um organische Anpassungen zu bewirken.
Prinzip der progressiven Belastung
Trainingsprinzip zur Auslösung von Anpassungen, das besagt, dass Intensität, Dauer, Umfang oder Häufigkeit der Belastung im Trainingsverlauf schrittweise erhöht werden müssen.
Prinzip der Variation der Trainingsbelastung
Trainingsprinzip zur Auslösung von Anpassungen, demzufolge Trainingsinhalte und Belastungsreize verändert werden müssen, um Anpassungsstillstand durch Gewöhnung zu verhindern.
Prinzip des kontinuierlichen Trainings
Trainingsprinzip zur Sicherung von Anpassungen, das besagt, dass Leistungsaufbau ein regelmäßiges Training über einen längeren Zeitraum ohne größere Unterbrechungen erfordert.
Prinzip der optimalen Relation von Belastung und Erholung
Trainingsprinzip zur Sicherung von Anpassungen, nach dem Erholungsphasen lang genug sein müssen, um Regeneration zu ermöglichen, aber nicht so lang, dass Trainingseffekte wieder verloren gehen.
Prinzip der Zyklisierung
Trainingsprinzip zur Sicherung von Anpassungen, das eine planmäßige Abfolge von Phasen hoher Belastung und Phasen mit reduzierter Belastung (z. B. nach der Wettkampfsaison) vorschreibt.
Prinzip der individualisierten Belastung
Trainingsprinzip zur spezifischen Steuerung, demnach sich die Trainingsgestaltung und Belastungsnormative am individuellen Leistungszustand und den Merkmalen des jeweiligen Sportlers orientieren müssen.
Prinzip der zunehmenden Spezialisierung
Trainingsprinzip zur spezifischen Steuerung, wonach die Trainingsinhalte und -methoden mit fortschreitendem Trainingsalter zunehmend auf die speziellen Anforderungen der Zieldisziplin ausgerichtet werden müssen.
Sprint-Triathlon
Triathlon-Wettkampfformat mit den Streckenlängen 750m Schwimmen, 20km Fahrradfahren und 5km Laufen.
Kurzdistanz-Triathlon
Triathlon-Wettkampfformat mit den Streckenlängen 1500m Schwimmen, 40km Fahrradfahren und 10km Laufen.
Ironman-Triathlon
Triathlon-Langdistanz bestehend aus 3862m Schwimmen, 180km Fahrradfahren und 42,195km Laufen.