Hardware, Rechnerarchitektur und Firmware-Grundlagen

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Umfassende Karteikartensammlung zu den Themen Computerhardware, Komponenten des Mainboards, von-Neumann-Architektur, Bussysteme, Arbeitsspeicher sowie BIOS und UEFI.

47 Terms

1
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Hardware

Die physischen Bauteile eines Computers (wie Prozessor, Speicher, Grafikkarte und Mainboard), welche die Funktionalität ermöglichen und für das Ausführen von Software notwendig sind.

2
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Software

Die nicht-physischen Bestandteile eines Computersystems (wie das Betriebssystem und Anwendersoftware), welche die Hardware steuern.

3
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Prozessor (CPU)

  • zentrale Verarbeitungseinheit (Central Processing Unit) bzw. das „Gehirn“ des Computers

  • führt Rechenoperationen und logische Operationen aus, interpretiert Befehle, verarbeitet Daten und regelt den Datenverkehr zwischen den Hardwarekomponenten


4
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Primärspeicher

  • Speicherbereich mit schnellem Zugriff,

  • alle Daten und Programme abgelegt, die aktuell zur Verarbeitung benötigt werden

  • besteht aus Cache, RAM und ROM


5
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Sekundärspeicher

  • Speicherbereich mit vergleichsweise langsamem Zugriff

  • aktuell nicht verwendete Daten und Programme ausgelagert und langfristig auch nach dem Ausschalten gespeichert

  • z. B. HDD oder SSD


6
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Grafikkarte (GPU)

Hardwarekomponente zur Verarbeitung und Ausgabe von grafischen Daten.

7
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Netzteil

Komponente, die alle Bauteile mit der benötigten elektrischen Spannung versorgt und das System vor Überspannung sowie Überhitzung schützt.

8
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John-von-Neumann-Rechenarchitektur

Rechnerarchitektur, die in fünf grundlegende Einheiten gegliedert ist: Rechenwerk, Speicherwerk, Steuerwerk, Bussystem und Ein-/Ausgabewerk.

9
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Rechenwerk (ALU)

  • Bestandteil der CPU, der arithmetische und logische Operationen ausführt

  • speichert Zwischenergebnisse im Akkumulator


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Steuerwerk (CU)

  • Komponente der CPU, die Befehle über Befehlsregister, Befehlszähler und Dekodierer entschlüsselt, weiterleitet

  • Datenverkehr koordiniert und festlegt, welche Komponente wann senden darf


11
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Speicherwerk

Der Hauptspeicher (RAM) der von-Neumann-Architektur, der Programme und aktuell verarbeitete Daten speichert, wobei jede Information über eine eindeutige Adresse angesprochen wird und der Zugriff auf alle Datenzellen gleich schnell erfolgt.

12
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Adressbus

Teil des Bussystems, der ausschließlich für den Transport der angesprochenen Speicheradressen zuständig ist.

13
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Datenbus

Teil des Bussystems, der die eigentlichen Nutzdaten zwischen den Komponenten transportiert.

14
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Steuerbus

Teil des Bussystems, der Steuersignale und Befehle bezüglich der jeweiligen Rechen- und Übertragungsoperationen übermittelt.

15
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Flaschenhalsproblem (von-Neumann)

Engpass, da eine Busleitung nur das Senden von Daten einer einzigen Komponente erlaubt; bei gleichzeitigem Senden kommt es zu Kollisionen und Datenverlust, weshalb die Übertragung auf eine Operation pro Taktzyklus begrenzt ist.

16
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Befehlszyklus

1. FETCH (Befehl laden, Befehlszähler erhöhen)

2. DECODE (Befehl entschlüsseln)

3. FETCH OPERANDS (Operanden laden)

4. EXECUTE (Operation ausführen)

5. WRITE BACK (Ergebnis zurückschreiben)

17
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Mainboard

  • Auch Hauptplatine oder Motherboard genannt

  • das zentrale Grundgerüst, das physische Steckplätze und elektronische Leiterbahnen bereitstellt, um alle Hardwarekomponenten miteinander zu verbinden und ihre Kommunikation zu gewährleisten


18
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CPU-Sockel

Physischer Steckplatz auf dem Mainboard, in dem der Prozessor montiert wird und der mit der jeweiligen Prozessorarchitektur übereinstimmen muss.

19
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Erweiterungsslots

Steckplätze auf dem Mainboard zur Installation von Erweiterungskarten, um den Computer an spezifische Anforderungen anzupassen oder dessen Funktionsumfang zu vergrößern.

20
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Chipsatz

Schaltkreise auf dem Mainboard, die den Datenfluss, die Datenverarbeitung und die Kommunikation mit externen Geräten steuern.

21
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Taktfrequenz (CPU)

Gibt an, wie viele Taktzyklen pro Zeiteinheit ausgeführt werden; wird in Gigahertz (GHz\text{GHz}) gemessen, wobei ein Hertz einem Zyklus pro Zeiteinheit entspricht (1 GHz=109 Takte1\,\text{GHz} = 10^9\,\text{Takte}).

22
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Instructions per Cycle (IPC)

Effizienzmaß eines Prozessors, das angibt, wie viele Befehle beziehungsweise Aufgaben tatsächlich innerhalb eines einzelnen Taktzyklus abgearbeitet werden.

23
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Kern

physische Recheneinheit, die unabhängig und parallel Befehle verarbeitet

24
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Thread

virtueller Kern, der innerhalb eines physischen Kerns arbeitet

25
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Cache-Stufen

Hierarchischer Zwischenspeicher: L1 ist am schnellsten und kleinsten (häufige Befehle); L2 ist größer und langsamer; L3 ist am größten und langsamsten und unterstützt den Datenaustausch zwischen den Prozessorkernen.

26
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Thermal Design Power (TDP)

In Watt (W\text{W}) angegebene Kenngröße, die beziffert, wie viel Wärme ein Prozessor maximal erzeugt, und somit die Auslegung des Kühlsystems bestimmt.

27
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Integrated Memory Controller (IMC)

Direkt in den Prozessor integrierter Speicher-Controller, der den eigentlichen Lese- und Schreibzugriff auf die speicherlogikfreien RAM-Module steuert.

28
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Virtueller Arbeitsspeicher

Mechanismus zur Auslagerung von Daten auf die Festplatte, wenn der physische Arbeitsspeicher nicht mehr ausreicht, was die Zugriffszeiten verlängert und das Gesamtsystem verlangsamt.

29
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HDD (Hard Disk Drive)

  • Magnetisches Speichermedium mit rotierenden Platten und Leseköpfen

  • besitzt hohe Zugriffszeiten

  • erzeugt Betriebsgeräusche

  • empfindlich gegenüber Stößen


30
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SSD (Solid State Drive)

  • Elektronisches Speichermedium ohne bewegliche Teile

  • Stoßsicherheit

  • geräuschlosen Betrieb

  • kurze Zugriffszeiten

    • prozessbedingt teurer und bietet oft geringere Kapazitäten als HDDs


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Lokales Bussystem

Bussystem, das alle direkt auf dem Mainboard montierten internen Komponenten unmittelbar miteinander verbindet.

32
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Peripheres Bussystem

Über Erweiterungsschnittstellen an das lokale Bussystem angebundener Bus, der das Mainboard mit Peripheriegeräten (z. B. Laufwerke, Tastatur, Maus) verbindet.

33
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Initiator und Follower

Rollenverteilung auf dem Bus:

  • Initiator kann eigenständig und unaufgefordert eine Kommunikation starten

  • Follower verhält sich passiv und darf ausschließlich auf empfangene Anfragen antworten


34
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Serielles Bussystem

Bus, der Daten Bit für Bit hintereinander über einen einzelnen Datenkanal (wie eine Einbahnstraße) versendet; günstig, meist für längere Strecken ausgelegt (z. B. USB).

35
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Paralleles Bussystem

Bus, der Daten zeitgleich über mehrere parallele Leitungen (wie eine Autobahn) überträgt; vorrangig für kurze Distanzen verwendet.

36
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BIOS

Basic Input/Output System; eine auf einem nichtflüchtigen Speicherchip des Mainboards gespeicherte Firmware, die Hardware initialisiert, den Bootloader startet und die Schnittstelle zwischen Hardware und Betriebssystem darstellt.

37
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CMOS

Complementary Metal-Oxide-Semiconductor; spezieller flüchtiger Speicherbereich für veränderbare BIOS-Einstellungen (z. B. Systemzeit), der durch eine Pufferbatterie auch bei ausgeschaltetem PC mit Strom versorgt wird.

38
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Power-On Self-Test (POST)

Vom BIOS/UEFI koordinierte Hardware-Prüfungsroutine beim Einschalten.

Reihenfolge bei BIOS:

  • 1. CPU

  • 2. System (Chipsatz & BIOS)

  • 3. Grafikkartenspeicher

  • 4. Arbeitsspeicher

  • 5. Tastatur

  • 6. Datenträger


39
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Master Boot Record (MBR)

  • spezieller Festplattenbereich älterer Systeme, der den Bootloader lädt

  • unterstützt Festplattengrößen von maximal 2 TB2\,\text{TB} und maximal 44 primäre Partitionen


40
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UEFI

  • Unified Extensible Firmware Interface

  • moderne Firmware-Architektur und Nachfolger des BIOS, der Beschränkungen bezüglich Partitionsanzahl und Datenträgergröße überwindet und eine grafische, sichere Startumgebung bietet


41
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GUID Partition Table (GPT)

Standard-Partitionstabellen-Layout unter UEFI, welches Datenträger mit mehr als 2 TB2\,\text{TB} Kapazität sowie bis zu 128128 primäre Partitionen ermöglicht.

42
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EFI-Systempartition (ESP)

  • Spezielle Systempartition auf einer GPT-Festplatte

  • möglich mehrere Bootloader abzulegen

  • Start unterschiedlicher Betriebssysteme über einen Boot-Manager möglich


43
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Compatibility Support Module (CSM)

  • Bestandteil der UEFI-Firmware, der die Abwärtskompatibilität zu älteren Systemen wahrt

  • verhält sich wie traditionelles BIOS


44
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Secure Boot

Sicherheitsfunktion des UEFI, die vor dem Laden des Betriebssystems prüft, ob die zu startenden Boot-Dateien über eine gültige digitale Signatur einer vertrauenswürdigen Stelle verfügen.

45
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Schutz-MBR (Protective MBR)

Sicherheitseintrag auf einer GPT-Festplatte, der verhindert, dass rein MBR-fähige Altsysteme den Datenträger als unpartitioniert einstufen und die bestehenden Partitionen überschreiben.

46
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Firmware-Authentifizierung

Sicherheitsmechanismus von UEFI, der Aktualisierungsdateien vor der Installation verifiziert, um Manipulationen durch Schadsoftware zu unterbinden.

47
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Netzwerkfähigkeiten von UEFI

Fähigkeit von UEFI, bereits vor dem Starten des Betriebssystems Netzwerkprotokolle zu nutzen, um Diagnosen, Reparaturen oder Fernwartung durchzuführen.