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Umfassende Karteikartensammlung zu den Themen Computerhardware, Komponenten des Mainboards, von-Neumann-Architektur, Bussysteme, Arbeitsspeicher sowie BIOS und UEFI.
Hardware
Die physischen Bauteile eines Computers (wie Prozessor, Speicher, Grafikkarte und Mainboard), welche die Funktionalität ermöglichen und für das Ausführen von Software notwendig sind.
Software
Die nicht-physischen Bestandteile eines Computersystems (wie das Betriebssystem und Anwendersoftware), welche die Hardware steuern.
Prozessor (CPU)
zentrale Verarbeitungseinheit (Central Processing Unit) bzw. das „Gehirn“ des Computers
führt Rechenoperationen und logische Operationen aus, interpretiert Befehle, verarbeitet Daten und regelt den Datenverkehr zwischen den Hardwarekomponenten
Primärspeicher
Speicherbereich mit schnellem Zugriff,
alle Daten und Programme abgelegt, die aktuell zur Verarbeitung benötigt werden
besteht aus Cache, RAM und ROM
Sekundärspeicher
Speicherbereich mit vergleichsweise langsamem Zugriff
aktuell nicht verwendete Daten und Programme ausgelagert und langfristig auch nach dem Ausschalten gespeichert
z. B. HDD oder SSD
Grafikkarte (GPU)
Hardwarekomponente zur Verarbeitung und Ausgabe von grafischen Daten.
Netzteil
Komponente, die alle Bauteile mit der benötigten elektrischen Spannung versorgt und das System vor Überspannung sowie Überhitzung schützt.
John-von-Neumann-Rechenarchitektur
Rechnerarchitektur, die in fünf grundlegende Einheiten gegliedert ist: Rechenwerk, Speicherwerk, Steuerwerk, Bussystem und Ein-/Ausgabewerk.
Rechenwerk (ALU)
Bestandteil der CPU, der arithmetische und logische Operationen ausführt
speichert Zwischenergebnisse im Akkumulator
Steuerwerk (CU)
Komponente der CPU, die Befehle über Befehlsregister, Befehlszähler und Dekodierer entschlüsselt, weiterleitet
Datenverkehr koordiniert und festlegt, welche Komponente wann senden darf
Speicherwerk
Der Hauptspeicher (RAM) der von-Neumann-Architektur, der Programme und aktuell verarbeitete Daten speichert, wobei jede Information über eine eindeutige Adresse angesprochen wird und der Zugriff auf alle Datenzellen gleich schnell erfolgt.
Adressbus
Teil des Bussystems, der ausschließlich für den Transport der angesprochenen Speicheradressen zuständig ist.
Datenbus
Teil des Bussystems, der die eigentlichen Nutzdaten zwischen den Komponenten transportiert.
Steuerbus
Teil des Bussystems, der Steuersignale und Befehle bezüglich der jeweiligen Rechen- und Übertragungsoperationen übermittelt.
Flaschenhalsproblem (von-Neumann)
Engpass, da eine Busleitung nur das Senden von Daten einer einzigen Komponente erlaubt; bei gleichzeitigem Senden kommt es zu Kollisionen und Datenverlust, weshalb die Übertragung auf eine Operation pro Taktzyklus begrenzt ist.
Befehlszyklus
1. FETCH (Befehl laden, Befehlszähler erhöhen)
2. DECODE (Befehl entschlüsseln)
3. FETCH OPERANDS (Operanden laden)
4. EXECUTE (Operation ausführen)
5. WRITE BACK (Ergebnis zurückschreiben)
Mainboard
Auch Hauptplatine oder Motherboard genannt
das zentrale Grundgerüst, das physische Steckplätze und elektronische Leiterbahnen bereitstellt, um alle Hardwarekomponenten miteinander zu verbinden und ihre Kommunikation zu gewährleisten
CPU-Sockel
Physischer Steckplatz auf dem Mainboard, in dem der Prozessor montiert wird und der mit der jeweiligen Prozessorarchitektur übereinstimmen muss.
Erweiterungsslots
Steckplätze auf dem Mainboard zur Installation von Erweiterungskarten, um den Computer an spezifische Anforderungen anzupassen oder dessen Funktionsumfang zu vergrößern.
Chipsatz
Schaltkreise auf dem Mainboard, die den Datenfluss, die Datenverarbeitung und die Kommunikation mit externen Geräten steuern.
Taktfrequenz (CPU)
Gibt an, wie viele Taktzyklen pro Zeiteinheit ausgeführt werden; wird in Gigahertz (GHz) gemessen, wobei ein Hertz einem Zyklus pro Zeiteinheit entspricht (1GHz=109Takte).
Instructions per Cycle (IPC)
Effizienzmaß eines Prozessors, das angibt, wie viele Befehle beziehungsweise Aufgaben tatsächlich innerhalb eines einzelnen Taktzyklus abgearbeitet werden.
Kern
physische Recheneinheit, die unabhängig und parallel Befehle verarbeitet
Thread
virtueller Kern, der innerhalb eines physischen Kerns arbeitet
Cache-Stufen
Hierarchischer Zwischenspeicher: L1 ist am schnellsten und kleinsten (häufige Befehle); L2 ist größer und langsamer; L3 ist am größten und langsamsten und unterstützt den Datenaustausch zwischen den Prozessorkernen.
Thermal Design Power (TDP)
In Watt (W) angegebene Kenngröße, die beziffert, wie viel Wärme ein Prozessor maximal erzeugt, und somit die Auslegung des Kühlsystems bestimmt.
Integrated Memory Controller (IMC)
Direkt in den Prozessor integrierter Speicher-Controller, der den eigentlichen Lese- und Schreibzugriff auf die speicherlogikfreien RAM-Module steuert.
Virtueller Arbeitsspeicher
Mechanismus zur Auslagerung von Daten auf die Festplatte, wenn der physische Arbeitsspeicher nicht mehr ausreicht, was die Zugriffszeiten verlängert und das Gesamtsystem verlangsamt.
HDD (Hard Disk Drive)
Magnetisches Speichermedium mit rotierenden Platten und Leseköpfen
besitzt hohe Zugriffszeiten
erzeugt Betriebsgeräusche
empfindlich gegenüber Stößen
SSD (Solid State Drive)
Elektronisches Speichermedium ohne bewegliche Teile
Stoßsicherheit
geräuschlosen Betrieb
kurze Zugriffszeiten
prozessbedingt teurer und bietet oft geringere Kapazitäten als HDDs
Lokales Bussystem
Bussystem, das alle direkt auf dem Mainboard montierten internen Komponenten unmittelbar miteinander verbindet.
Peripheres Bussystem
Über Erweiterungsschnittstellen an das lokale Bussystem angebundener Bus, der das Mainboard mit Peripheriegeräten (z. B. Laufwerke, Tastatur, Maus) verbindet.
Initiator und Follower
Rollenverteilung auf dem Bus:
Initiator kann eigenständig und unaufgefordert eine Kommunikation starten
Follower verhält sich passiv und darf ausschließlich auf empfangene Anfragen antworten
Serielles Bussystem
Bus, der Daten Bit für Bit hintereinander über einen einzelnen Datenkanal (wie eine Einbahnstraße) versendet; günstig, meist für längere Strecken ausgelegt (z. B. USB).
Paralleles Bussystem
Bus, der Daten zeitgleich über mehrere parallele Leitungen (wie eine Autobahn) überträgt; vorrangig für kurze Distanzen verwendet.
BIOS
Basic Input/Output System; eine auf einem nichtflüchtigen Speicherchip des Mainboards gespeicherte Firmware, die Hardware initialisiert, den Bootloader startet und die Schnittstelle zwischen Hardware und Betriebssystem darstellt.
CMOS
Complementary Metal-Oxide-Semiconductor; spezieller flüchtiger Speicherbereich für veränderbare BIOS-Einstellungen (z. B. Systemzeit), der durch eine Pufferbatterie auch bei ausgeschaltetem PC mit Strom versorgt wird.
Power-On Self-Test (POST)
Vom BIOS/UEFI koordinierte Hardware-Prüfungsroutine beim Einschalten.
Reihenfolge bei BIOS:
1. CPU
2. System (Chipsatz & BIOS)
3. Grafikkartenspeicher
4. Arbeitsspeicher
5. Tastatur
6. Datenträger
Master Boot Record (MBR)
spezieller Festplattenbereich älterer Systeme, der den Bootloader lädt
unterstützt Festplattengrößen von maximal 2TB und maximal 4 primäre Partitionen
UEFI
Unified Extensible Firmware Interface
moderne Firmware-Architektur und Nachfolger des BIOS, der Beschränkungen bezüglich Partitionsanzahl und Datenträgergröße überwindet und eine grafische, sichere Startumgebung bietet
GUID Partition Table (GPT)
Standard-Partitionstabellen-Layout unter UEFI, welches Datenträger mit mehr als 2TB Kapazität sowie bis zu 128 primäre Partitionen ermöglicht.
EFI-Systempartition (ESP)
Spezielle Systempartition auf einer GPT-Festplatte
möglich mehrere Bootloader abzulegen
Start unterschiedlicher Betriebssysteme über einen Boot-Manager möglich
Compatibility Support Module (CSM)
Bestandteil der UEFI-Firmware, der die Abwärtskompatibilität zu älteren Systemen wahrt
verhält sich wie traditionelles BIOS
Secure Boot
Sicherheitsfunktion des UEFI, die vor dem Laden des Betriebssystems prüft, ob die zu startenden Boot-Dateien über eine gültige digitale Signatur einer vertrauenswürdigen Stelle verfügen.
Schutz-MBR (Protective MBR)
Sicherheitseintrag auf einer GPT-Festplatte, der verhindert, dass rein MBR-fähige Altsysteme den Datenträger als unpartitioniert einstufen und die bestehenden Partitionen überschreiben.
Firmware-Authentifizierung
Sicherheitsmechanismus von UEFI, der Aktualisierungsdateien vor der Installation verifiziert, um Manipulationen durch Schadsoftware zu unterbinden.
Netzwerkfähigkeiten von UEFI
Fähigkeit von UEFI, bereits vor dem Starten des Betriebssystems Netzwerkprotokolle zu nutzen, um Diagnosen, Reparaturen oder Fernwartung durchzuführen.