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ZVK Indikationen und Einlage
Ein Zentralvenenkatheter (ZVK) ist ein Katheter, dessen Spitze in einer zentralen großen Vene liegt, meist in der V. cava superior nahe dem rechten Vorhof.
2. Welche Zugangswege gibt es?
V. jugularis interna
V. subclavia
V. femoralis - wird nur in notfäll situationen weil Infektions- und Thromboserisiko höher ist.
Bevorzugt bei geplanter Anlage: V. jugularis interna, möglichst unter Ultraschallkontrolle.
3. Welche Kathetertypen gibt es?
Man unterscheidet ZVK nach der Anzahl der Lumina:
1-lumig
2-lumig
3-lumig
4-lumig bzw. mehrlumig
Außerdem gibt es spezielle Systeme wie Portsysteme für längerfristige Zugänge.
4. Wo liegt die V. jugularis interna anatomisch?
Die V. jugularis interna verläuft im Gefäß-Nerven-Scheiden(mbeshtjellese)-Kompartiment gemeinsam mit:
A. carotis communis/interna
N. vagus
Typischerweise liegt die V. jugularis interna lateral von der A. carotis communis.
Die A. carotis communis teilt sich ungefähr auf Höhe des oberen Randes des Schildknorpels in:
➡ A. carotis interna
➡ A. carotis externa.
5. Wie wird ein ZVK über die V. jugularis interna angelegt?
① Patient lagern Patient in Rückenlage, meist mit leichter Trendelenburg-Lagerung. Der Kopf wird leicht zur Gegenseite gedreht.
② Sterile Vorbereitung
Händedesinfektion
sterile Schutzkleidung
Hautdesinfektion
steriles Abdecken
Ultraschall mit sterilem Schallkopfschutz
③ Vene identifizieren- Mit Ultraschall:
➡ V. jugularis interna darstellen
➡ von der A. carotis unterscheiden
Vene: komprimierbar
Arterie: pulsierend und deutlich weniger komprimierbar.
④ Punktion
Die V. jugularis interna wird unter Ultraschallkontrolle punktiert. Dann wird über die Punktionsnadel ein Führungsdraht vorgeschoben.
⑤ Seldinger-Technik →»» wie bei perikardozentesis
Nadel → Führungsdraht → Dilatator → Katheter → Der Katheter wird über den Führungsdraht in die Vene vorgeschoben.
⑥ Kontrolle und Fixierung
Führungsdraht entfernen
Katheter aspirieren und mit NaCl spülen
Katheter fixieren
sterile Abdeckung anbringen
Lage der Katheterspitze kontrollieren
nach entsprechender Punktion auf Pneumothorax achten
Welche Gefahr besteht, wenn die ZVK-Einstichstelle nicht abgedeckt ist?
Die Einstichstelle muss steril abgedeckt werden. Ohne sterile Abdeckung bestehen vor allem zwei Gefahren:
Kontamination → Katheterinfektion/Kathetersepsis- kath assoz infektion
Blutung, weil die Punktionsstelle nicht ausreichend geschützt bzw. komprimiert ist.
Wie liegen sie ZVK ohne sono
1. V. jugularis interna
Patient in Trendelenburg-Lage, Kopf leicht zur Gegenseite
Orientierung am M. sternocleidomastoideus
Punktionsstelle im Dreieck zwischen den beiden Köpfen des M. sternocleidomastoideus
Punktion nach anatomischen Landmarken
anschließend Seldinger-Technik: Nadel → Führungsdraht → Dilatator → ZVK.
2. V. subclavia
Patient in Rückenlage/Trendelenburg
Landmarken unterhalb der Clavicula
Punktion unter der Clavicula in Richtung Jugulum.
3. V. femoralis
Leistenregion
V. femoralis liegt medial der A. femoralis
Punktion unterhalb des Leistenbandes.
Im venöse Zugänge:
Aspiration: Es kommt dunkelrotes, nicht pulsierendes Blut.
Druck: niedriger venöser Druck.
Bei Unsicherheit: Blutgasanalyse aus der Punktionskanüle → venöse Werte.
ZVK Indikationen und Komplikationen
Indikationen:
Gabe von Katecholaminen/Vasopressoren
Gabe von reizenden oder hyperosmolaren Lösungen oder schnelle Volumengabe
parenterale Ernährung
Messung des zentralvenösen Drucks
schwieriger peripherer Venenzugang
Welche Komplikationen können bei der Anlage eines ZVK auftreten?
Pneumothorax → besonders bei Punktion der V. subclavia oder V. jugularis interna
Hämatothorax
Arterielle Fehlpunktion → z. B. A. carotis oder A. subclavia
Blutung/Hämatom
Luftembolie
Herzrhythmusstörungen → bei zu tief vorgeschobenem Katheter
Katheterfehllage
Infektion/Kathetersepsis
Thrombose
selten: Herz-/Gefäßperforation
Ein Patient entwickelt nach dem Aufstehen Dyspnoe, Tachykardie und Hypotonie. Woran denken Sie?
Zunächst muss ich an eine venöse Luftembolie nach ZVK-Anlage denken. Luft von rechter vorhof zu RV und danach Pulmonalarterien.
Mechanism: Aufrecht + offene ZVK-Stelle → negativer Venendruck → Luft wird eingesaugt → Luftembolie
Vorgehen:
Sofort den Notruf bzw. das Notfallteam alarmieren.
Katheter sofort abklemmen/verschließen, falls noch vorhanden.
Patient flach lagern, bei venöser Luftembolie klassisch Linksseitenlage + Kopftieflage (Durant-Manöver).
100 % Sauerstoff geben.
ABCDE und kontinuierliches Monitoring.
Frage- Wie lagern Sie einen Patienten bei Verdacht auf Luftembolie?
👉 Linksseitenlage mit Kopftieflage. Dadurch soll verhindert werden, dass die Luftblase aus dem rechten Herzen weiter in die Pulmonalarterie gelangt.
FRAGE- Was machen Sie bei einer Rötung an der ZVK-Einstichstelle?
1. ZVK entfernen, wenn der Verdacht auf eine Katheterinfektion besteht. < FRAGE
2. Blutkulturen abnehmen.
3. Katheterspitze steril einschicken zur mikrobiologischen Untersuchung. <FRAGE
4. Danach empirische Antibiotikatherapie beginnen, insbesondere bei klinischen Zeichen einer systemischen Infektion/Sepsis.
!!!!!! 2 paare Blutkulturen peripher und auch aus dem ZVK. Bei Entfernung des Katheters zusätzlich Kultur der Katheterspitze, nicht die gesamt.!!!

Was muss man bei einem Thoraxröntgen nach ZVK-Anlage kontrollieren?
Lage der Katheterspitze → idealerweise im Bereich der V. cava superior bzw. am Übergang zum rechten Vorhof.
Pneumothorax → besonders nach Punktion der V. subclavia oder V. jugularis interna.
Hämatothorax bzw. andere Komplikationen.
!!!!!Bei beidseitiger ZVK-Anlage:
Es besteht das Risiko eines beidseitigen Pneumothorax, da beide Thoraxseiten punktiert wurden.
Was sehen Sie auf einem Thoraxröntgen mit EKG-Elektroden und beidseitigem ZVK?
Ich beschreibe das Röntgenbild zunächst systematisch.
Bei den ZVKs:
Verlauf beider Katheter kontrollieren
Position der Katheterspitzen beurteilen
auf Fehlposition achten
Bei der Lunge/Pleura:
insbesondere nach ZVK-Anlage nach Pneumothorax suchen
bei beidseitiger Anlage auf beidseitigen Pneumothorax achten
EKG-Elektroden:
Sie sind als Fremdmaterial sichtbar und stellen normalerweise keinen pathologischen Befund dar.
Wie legen wir ZVK ohne sono?
In der prüfung: legen wir in vena jug externa ein in notfälle!
Aber es is keine typische Einlage Ort?! Wir machen es in die klassische venen.
Ist lins oder rechts lage wichtig bei ZVK?
Bei V. jugularis interna Rechts wird bevorzugt.
Die rechte V. jugularis interna verläuft relativ geradlinig zur V. cava superior.
Der Weg ist kürzer.
Geringeres Risiko, dass die Katheterspitze in eine ungünstige Richtung abknickt.
Die linke VJI hat einen etwas längeren und stärker gewinkelten Verlauf über die V. brachiocephalica sinistra zur V. cava superior.
Bei V. subclavia
Auch hier wird häufig die rechte Seite bevorzugt, aus ähnlichen anatomischen Gründen.
Zustände nach interventionen
Warum wird nach Anlage eines Portkatheters ein Röntgen-Thorax durchgeführt?
Vor allem zur Kontrolle der Katheterlage und zum Ausschluss eines iatrogenen Pneumothorax als Komplikation der Katheteranlage.
Man kontrolliert außerdem, ob der Katheter einen Fehlverlauf hat.
Portkatheter angelegt → Lagekontrolle + Ausschluss Pneumothorax.
Was bedeutet Luft unter dem Zwerchfell nach einer laparoskopischen Nephrektomie?
Nach einer Laparoskopie kann sich CO₂ im Bauchraum befinden.
➡ Dieses Gas kann im Röntgen als freie Luft unter dem Zwerchfell erscheinen.
Nach einer kürzlich durchgeführten laparoskopischen Operation kann das deshalb postoperativ erwartet sein und bedeutet nicht automatisch eine Perforation.
Aber: Bei entsprechenden klinischen Zeichen wie starken Bauchschmerzen, Abwehrspannung, Fieber oder Kreislaufinstabilität muss eine intraabdominelle Perforation ausgeschlossen werden.

Port-system
Vollständig implantierbares venöses Kathetersystem
besteht aus:
Portkammer unter der Haut
Katheter → führt in eine große Vene
Portkammer wird durch die Haut mit einer speziellen Portnadel (Huber-Nadel) punktiert.
Indikationen
Langfristige i.v.-Therapie
insbesondere Chemotherapie
wiederholte Gabe von:
Antibiotika
parenteraler Ernährung
Blutprodukten
bei schlechtem peripherem Venenzugang
Wo wird er gelegt?
Portkammer meist subkutan im oberen Thorax, häufig infraklavikulär.
Katheter über:
V. cephalica
V. jugularis interna
V. subclavia
Spitze → V. cava superior / cavoatrialer Übergang.
Warum zentral?
Große Blutflussmenge → schnelle Verdünnung der Medikamente.
Dadurch können auch reizende/konzentrierte Medikamente sicherer verabreicht werden.
Vorteile
vollständig unter der Haut
im Alltag kaum störend
geringeres Infektionsrisiko als ein externer ZVK bei langfristiger Anwendung
kein permanenter Verband notwendig
kann über längere Zeit verwendet werden.
Komplikationen
Bei der Implantation:
Pneumothorax
Blutung/Hämatom
arterielle Fehlpunktion
Luftembolie
Fehlposition
Später:
Katheterinfektion / Sepsis
Thrombose
Katheterokklusion
Katheterbruch
Dislokation
Portkammer-/Hautprobleme
Extravasation bei Fehlpunktion des Ports

PICC – Peripherally Inserted Central Catheter
PICC VS ZVK VS Port System
Ein PICC ist ein zentralvenöser Katheter, der peripher am Oberarm eingeführt wird.
Peripherally Inserted Central Catheter
Einlage über eine Vene am Oberarm:
V. basilica → häufig bevorzugt
V. brachialis
V. cephalica
Katheter wird vorgeschoben bis zur V. cava superior / zum cavoatrialen Übergang.
Obwohl der Einstich peripher erfolgt, ist es ein ZVK, weil die Katheterspitze zentral liegt.
Warum nehmen wir einen klassischen ZVK statt PICC?
Klassischer ZVK (V. jugularis interna, subclavia oder femoralis) ist besonders sinnvoll, wenn:
🚨 akuter Notfall / Intensivmedizin → sehr schneller zentraler Zugang
💊 Katecholamine bei schwerem Schock
💧 schnelle Volumen-/Blutgabe über einen großlumigen Katheter
🏥 Patient ist bereits auf der Intensivstation und braucht mehrere i.v.-Zugänge
📊 ZVD/CVP-Messung oder andere invasive hämodynamische Messungen notwendig sind
ein PICC wegen Armvenenproblemen nicht geeignet ist.
PICC eher bei:
längerfristiger i.v.-Therapie
Chemotherapie
längerfristigen Antibiotika
parenteraler Ernährung
wenn kein akuter Notfall besteht.

Thoraxdrainage
Indikationen
Spannungspneumothorax,
Größere Ausdehnung im Röntgenbild
drohende respiratorische Insuffizienz
bei Flüssigkeitsansammlung in der Pleurahöhle: Hämatothorax, Pleuraempyem, Chylothorax, Serothorax, große pleuraerguss
DIE VORGEHEN BEI ALLER INTERVENTIONEN → die gleiche präparation. Die lagerung oder Einstichstelle ist je nach Verfahren individuell.
!!Aufklärung zu dem Pat!!
Lagerung→ Patient in rückenlage , Arm der betroffenen Seite über den Kopf platziert oder abduziert - bei PNX
Bei größeren Ergüssen ggf. in Seitenlage oder sitzend
Sterile Bedingungen,
Einstichstelle desinfizieren mit Chlorhexidine,
Hände desinfizieren,
Lokalanästhesie- Lidocain 1%-schichterweise 20-30mL
Zugang zur Thoraxhöhle:
3.Hautinzision (Minithorakotomie), die Hautschnitt etwas kaudal der beabsichtigen Punktionsstelle
4.Präparation des Drainagekanals: Präparation mit Schere am Oberrand der unteren Rippe des entsprechender ICR → Verdrängen der Interkostalmuskulatur (nderkoh qe fut gersheren per hapjen e muskujve dhe strukturave , perparon me gersheren gjithashtu → mit Finger und weiter mit Schere, Zange)→ Eröffnung der Pleura parietalis → Abtasten des Pleuraspalts mit dem Finger
5.Einführung der Drainage mit der Kornzange und unter Führung des Fingers Ca. 20 cm einführen (oder bis zu gewünschte Tiefe). E shtyn tubin me klemme nderkoh qe gishti eshte brenda ne inzision.
a. Platzieren der Drainage in Abhängigkeit zur zugrundeliegenden Pathologie: Luft: Vorschub nach Apikal; Flüssigkeiten (z.B. Blut): Vorschub nach kaudal
6. Anschluss an einwegdreinagesystem wie: Wasserschloss/ Heimlich-Ventil - verhindert Eindringen von Luft in Pleuraraum.
7. Annaht durch eine Tabaksbeutelnaht (verhindert Lufteintritt beim Zug der Drainage)
8. Lagekontrolle durch Rö-Thorax.

Thoraxdrainage techniken bzw drainageformen nga einlageart
1. Bülau-Drainage
Einlage meist im 4.–5. ICR, etwa in der vorderen/mittleren Axillarlinie.
Drainage wird dorsokaudal ausgerichtet.
In safe triangle
Vor allem zur Ableitung von Flüssigkeit: Pleuraerguss, Hämatothorax, eiter.
2. Monaldi-Drainage
Einlage klassischerweise im 2. ICR in der Medioklavikularlinie.
Drainage wird apikal ausgerichtet.
Vor allem beim Pneumothorax (spannungspnx) weil Luft nach oben steigt.
3. Pigtail-Katheter
Dünner, flexibler Katheter mit eingerolltem („Pigtail“) Ende.
Häufig Einlage über die Seldinger-Technik.
Kann bei Perikarderguss, Pneumothorax und kleineren/unkomplizierten Pleuraergüssen verwendet werden.
Weniger invasiv als eine großlumige Thoraxdrainage.
Anschluss an Thoraxdrainage:
1.Thoraxdrainage mit 3-Wege-Hahn
Ein 3-Wege-Hahn wird an einen Katheter angeschlossen.
Damit kann man je nach Stellung aspirieren, Flüssigkeit ableiten oder spülen.
Wird eher bei kleineren Flüssigkeitsansammlungen bzw. Punktion/Drainage verwendet.
Für einen größeren Hämatothorax ist normalerweise eine geeignete Thoraxdrainage mit geschlossenem Drainagesystem erforderlich.
2.Heimlich ventil- wenn der patient mobil sein solltet
3.Wasserschloss- bei große mengen

Safe triangle für bülau katheter

Thorakozentese Durchführung
Wie thorax drainge aber der pat bleibt in in sitzender Position → sonografische beurteilung
Einstichstelle: 7-9 icr , am Oberrand der unteren Rippe
Punktion der Pleurahöhle von dorsolateral. Eine Punktionsnadel wird direkt in den Pleuraspalt eingeführt. Über die Nadel wird die Flüssigkeit mit einer Spritze aspiriert.Danach wird die Nadel wieder entfernt.
Nach der Punktion: Röntgenkontrolle
Zuerst diagnostische probe entnehmen, dann die restliche flüssigkeit aspirieren. Mind. 3 Untersuchungsröhrchen entnehmen
1. Mikrobiologie - gram färbung, kultur, tbc Diagnostik
2, Zytologie - tumorsuche
3. Laboranalyse - eiweiß, ldh, htc, glukose
Ein blutiger Pleuraerguss ist suspekt für eine maligne Erkrankung und erfordert eine Tumorsuche!!!!!!!!!
Thorakozentese Indikationen und KI
Thorakozentese (Pleurapunktion)
Wir verwenden sie vor allem, wenn wir diagnostische Informationen brauchen oder einen Erguss einmalig entlasten möchten. → Man punktiert, entnimmt Flüssigkeit und zieht die Nadel/Katheter anschließend wieder heraus.
Typische Indikationen:
Neuer, unklarer Pleuraerguss → Flüssigkeit zur Diagnostik entnehmen
Symptomatischer großer Erguss → therapeutische Entlastung
Verdacht auf malignen Erguss
Verdacht auf komplizierten parapneumonischen Erguss → diagnostische Punktion
Pleuradrainage/ Thoraxdrainage: bei rezidivierendem Pleuraerguss, malignem Erguss oder medikamentös nicht beherrschbaren Ergüssen!!!!
Kontraindikationen:
Quick <50%; INR >1,5; Thrombozyten <50.000/μL
Keine sichere punktionsstelle, keine sichere erguss in sono → kann zu verletzung der Lunge → pnx oder verl der gefäße
Infektion an der Punktionsstelle
Thorakozentese Komplikationen
Bei der Punktion: Pneumothorax, Hämatothorax, Organpunktion/-verletzung (Leber, Milz),
Reexpansionsödem ( nach Drainage von >2L Ergussmenge, deshalb ist es empfohlen nicht mehr als 1,5L zu drainieren)
Komplikationen bei Unterlassen (nicht durchführen) einer Punktion: Empyem (Eiteransammlung im Pleuraspalt), Pleuraschwarte, selten Pleuritis Calcarea (eine kalzifizierte Pleuraverdickung)
Frage: schmerzen nach pleurapunktion→ verdacht auf PNX oder Blutung → KU mit auskultation und Sonographie oder Thorax röntgen um komplikationen auszuschließen
Thorakozentesis vs Thoraxdrainage
Thoraxdrainage
Hier soll die Flüssigkeit über längere Zeit kontinuierlich abfließen.
Typische Indikationen:
Empyem → Eiter muss kontinuierlich drainiert werden
Komplizierter parapneumonischer Erguss → z. B. niedriger pH, eitrige Flüssigkeit oder positive Mikrobiologie
Großer, symptomatischer Erguss, wenn eine länger dauernde Drainage erforderlich ist
Hämatothorax
Chylothorax in bestimmten Situationen
1-Also die vorgehen ist diese: Trauma → Sonografie (eFAST) / Röntgen → Flüssigkeit im Pleuraspalt → Wenn der Befund und die Situation klar für einen Hämothorax sprechen, wird direkt eine Thoraxdrainage gelegt.
2-Ultraschall/Röntgen → Pleuraerguss
Hier wissen wir zunächst nicht, ob es Blut, Eiter, Transsudat usw. ist → Thorakozentese/Pleurapunktion → Flüssigkeit untersuchen→ Pleura-Hämatokrit ≥ 50 % des peripheren Blut-Hämatokrits → Hämothorax→ Wenn anschließend eine Drainage erforderlich ist, wird eine Thoraxdrainage gelegt
Fall: neu aufgetretene Pleuraerguss nach Punktion - Vorgehen
Fall: Thorakozentese → danach plötzlich Dyspnoe/Tachykardie + neuer Erguss
→ Sonografie Danach → Röntgen-Thorax um Erguss zu bestätigen
→ bei Verdacht auf Blutung (bezüglich der symptomatik) Hb kontrollieren + Pleuraflüssigkeit untersuchen
→ bei Verdacht auf aktive Gefäßverletzung: CT-Angiografie oder Ct mit km → Man sieht einen hellen Kontrastmittelaustritt außerhalb des Gefäßes
→ bei relevantem Hämothorax: Thoraxdrainage, bei anhaltender Blutung ggf. → Interventionell: Angioembolisation Oder → Chirurgisch: Bei massiver/anhaltender Blutung → Thorakotomie oder VATS zur direkten Blutstillung.
Perikardozentesis
Indikationen
1. Perikardtamponade → besonders bei hämodynamischer Instabilität → sofortige Entlastung
2. Großer symptomatischer Perikarderguss
3. Diagnostik eines unklaren Perikardergusses
z. B. Verdacht auf:
Infektion
Malignität
entzündliche Ursache
4. Hämoperikard
z. B. nach Trauma oder bei Ventrikelruptur
bei Tamponade → Notfallentlastung
Kontraindikationen → Absolute Kontraindikation? → Bei einer lebensbedrohlichen Tamponade gibt es praktisch keine absolute Kontraindikation.
Relative Kontraindikationen → wie bei andere Verfahren
Durchführung:
Lagerung: Patient Rückenlage, Oberkörper leicht 30–45° hochgelagert
Subxiphoidale Punktion → Punktionsstelle: zwischen Xiphoid und linkem Rippenbogen, Nadel in einem Winkel von etwa 30°
Richtung Mitte der linken Clavicula
Nadel langsam unter kontinuierlicher Aspiration vorschieben → Sobald Perikardflüssigkeit aspiriert wird → Perikardraum erreicht.
Lagekontrolle
Nadel (mit spritze) wird vorsichtig fixiert.
Über einen 3-Wege-Hahn wird eine Spritze mit agitierter NaCl-Lösung angeschlossen und wird hin- und hergespritzt → es entstehen kleine Luftbläschen im Perikardraum (Diese wirken im Ultraschall als Kontrastmittel) → Dadurch wird die intraperikardiale Lage der Nadel bestätigt
DIES IST DIE UNTERSCHEID ZU THORAKOZENTESE
!!!Wenn eine Perikarddrainage angelegt werden soll → Seldinger-Technik (bis 25-30 mL pro tag drainieren):::: Nadel → Führungsdraht → Dilatator → Drainagekatheter
Führungsdraht durch die Punktionsnadel in den Perikardraum vorschieben.
Nadel über den Führungsdraht entfernen.
Kleine Hautinzision an der Einstichstelle.
Dilatator über den Führungsdraht vorschieben → erweitert den Stichkanal.
Dilatator entfernen.
Pigtail-Katheter über den Führungsdraht in den Perikardraum vorschieben.
Führungsdraht entfernen.
Katheter an ein Drainagesystem anschließen und kontrolliert drainieren.
Katheter fixieren.


Lumbalpunktion
Dura mater → Arachnoidea → Pia mater → Gehirn/Rückenmark
✅ Die Nadel passiert die Dura mater und Arachnoidea und gelangt dann in den Subarachnoidalraum.
Subarachnoidalraum = Raum zwischen Arachnoidea und Pia mater → hier befindet sich der Liquor (CSF).
Lagerung:
1.Katzenbuckel, sitzende
o Nachteile - Liquordruckmessung nicht durchführbar
2. Seitlagerung:
Vorteile: bei allen Patienten möglich, Liquordruckmessung durchführbar;
Nachteile: Rundrückenposition unter Umständen schwieriger einzunehmen
Ablauf:
1. Aufsuchen der Punktionsstelle:
a. Ertasten der Beckenkämme
b. Verbindungslinie der Beckenkämme bis zur Wirbelsäule verfolgen
c. Punktionsstelle liegt zwischen Dornfortsätzen zweier Wirbelkörper
2. Markierung der Punktionsstelle
3. Chirurgische Hautdesinfektion, sterile arbeiten
5. Oberflächliche Lokalanästhesie mit Lidocain
6. Hautpunktion: Einstich in kranialer Ausrichtung (ca. 10-30°)
7. Durchstechen des Lig. Flavum/ der Dura
8. Liquorentnahme: bei korrekter Lage der Punktionsnadel im Subarachnoidalraum tropft nach Herausziehen aus der Nadel
a. Liquordruckmessung: Steigröhrchen anbringen
b. Diagnostische Lumbalpunktion: Entnahme von mind. 10-15mL Liquor verteilt auf mid. 3-Gläser-Probe.
Kontraindikation
Erhöhter intrakranieller Druck → Gefahr der Verdrängung des Hirns nach kaudal einer zerebralen Einklemmung → Ausschluss mittels: CCT oder cMRT bei
• Entzündungen im Bereich der Einstichstelle (Gefahr der Keimverschleppung)
• Blutungsneigung: Thrombozytopenie, INR >1,8
Interpretation:
Makroskopische untersuchung - farbe und transparenz
Mikroskopische Untersuchung- Zellzahl : nrm <5Leukozyten/mikroL → Pleozytose , und arte der zellen plus Erreger nachweise mit gram färbung
Bestimmung der : glukose, laktat, eiweiß
Komplikationen:
1.infektion
2.Blutung
die wichtigste: Postpunktionelles Syndrom: Kopfschmerz ( im Stehen schlimmer, im Liegen besser) ,Nackensteifigkeit, Tinnitus, Photophobia, Übelkeit, Horminderung.
Mechanism→ 1. Durapunktion → Liquor tritt aus → 2. Liquormenge ↓ → Druck ↓ → intrakranieller Druck sinkt → Dadurch entsteht Zug (zerebrale Einklemmung).
→ Gehirn und Meningen werden etwas nach unten gezogen. Das reizt Meningen, Blutgefäße und Nerven → Kopfschmerzen.
Kompensation Die Blutgefäße im Gehirn weiten sich (Vasodilatation), um das fehlende Volumen teilweise auszugleichen → Das kann die Kopfschmerzen zusätzlich verstärken.
💊 Therapie
Bettruhe / Liegen, Analgetika gegen Schmerzen, Koffein → verengt die Hirngefäße und kann die Beschwerden lindern.
Bei starken oder anhaltenden Beschwerden: 20 mL (Eigenblut) epiduraler Blutpatch → Das Blut bildet dort einen Pfropf, der das Loch in der Dura abdichtet→ keine austritt mehr.
