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ZVK Indikationen und Einlage

Ein Zentralvenenkatheter (ZVK) ist ein Katheter, dessen Spitze in einer zentralen großen Vene liegt, meist in der V. cava superior nahe dem rechten Vorhof.


2. Welche Zugangswege gibt es?

  1. V. jugularis interna

  2. V. subclavia

  3. V. femoralis - wird nur in notfäll situationen weil Infektions- und Thromboserisiko höher ist.

Bevorzugt bei geplanter Anlage: V. jugularis interna, möglichst unter Ultraschallkontrolle.


3. Welche Kathetertypen gibt es?

Man unterscheidet ZVK nach der Anzahl der Lumina:

  • 1-lumig

  • 2-lumig

  • 3-lumig

  • 4-lumig bzw. mehrlumig

Außerdem gibt es spezielle Systeme wie Portsysteme für längerfristige Zugänge.


4. Wo liegt die V. jugularis interna anatomisch?

Die V. jugularis interna verläuft im Gefäß-Nerven-Scheiden(mbeshtjellese)-Kompartiment gemeinsam mit:

  • A. carotis communis/interna

  • N. vagus

Typischerweise liegt die V. jugularis interna lateral von der A. carotis communis.

Die A. carotis communis teilt sich ungefähr auf Höhe des oberen Randes des Schildknorpels in:

➡ A. carotis interna
➡ A. carotis externa.


5. Wie wird ein ZVK über die V. jugularis interna angelegt?

① Patient lagern Patient in Rückenlage, meist mit leichter Trendelenburg-Lagerung. Der Kopf wird leicht zur Gegenseite gedreht.

② Sterile Vorbereitung

  • Händedesinfektion

  • sterile Schutzkleidung

  • Hautdesinfektion

  • steriles Abdecken

  • Ultraschall mit sterilem Schallkopfschutz

③ Vene identifizieren- Mit Ultraschall:

➡ V. jugularis interna darstellen
➡ von der A. carotis unterscheiden

Vene: komprimierbar
Arterie: pulsierend und deutlich weniger komprimierbar.

④ Punktion

Die V. jugularis interna wird unter Ultraschallkontrolle punktiert. Dann wird über die Punktionsnadel ein Führungsdraht vorgeschoben.

⑤ Seldinger-Technik →»» wie bei perikardozentesis

Nadel → Führungsdraht → Dilatator → Katheter → Der Katheter wird über den Führungsdraht in die Vene vorgeschoben.

⑥ Kontrolle und Fixierung

  • Führungsdraht entfernen

  • Katheter aspirieren und mit NaCl spülen

  • Katheter fixieren

  • sterile Abdeckung anbringen

  • Lage der Katheterspitze kontrollieren

  • nach entsprechender Punktion auf Pneumothorax achten


Welche Gefahr besteht, wenn die ZVK-Einstichstelle nicht abgedeckt ist?

Die Einstichstelle muss steril abgedeckt werden. Ohne sterile Abdeckung bestehen vor allem zwei Gefahren:

  1. Kontamination → Katheterinfektion/Kathetersepsis- kath assoz infektion

  2. Blutung, weil die Punktionsstelle nicht ausreichend geschützt bzw. komprimiert ist.


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Wie liegen sie ZVK ohne sono

1. V. jugularis interna

  • Patient in Trendelenburg-Lage, Kopf leicht zur Gegenseite

  • Orientierung am M. sternocleidomastoideus

  • Punktionsstelle im Dreieck zwischen den beiden Köpfen des M. sternocleidomastoideus

  • Punktion nach anatomischen Landmarken

  • anschließend Seldinger-Technik: Nadel → Führungsdraht → Dilatator → ZVK.


2. V. subclavia

  • Patient in Rückenlage/Trendelenburg

  • Landmarken unterhalb der Clavicula

  • Punktion unter der Clavicula in Richtung Jugulum.


3. V. femoralis

  • Leistenregion

  • V. femoralis liegt medial der A. femoralis

  • Punktion unterhalb des Leistenbandes.


Im venöse Zugänge:

  • Aspiration: Es kommt dunkelrotes, nicht pulsierendes Blut.

  • Druck: niedriger venöser Druck.

  • Bei Unsicherheit: Blutgasanalyse aus der Punktionskanüle → venöse Werte.


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ZVK Indikationen und Komplikationen

Indikationen:

  • Gabe von Katecholaminen/Vasopressoren

  • Gabe von reizenden oder hyperosmolaren Lösungen oder schnelle Volumengabe

  • parenterale Ernährung

  • Messung des zentralvenösen Drucks

  • schwieriger peripherer Venenzugang


Welche Komplikationen können bei der Anlage eines ZVK auftreten?

  • Pneumothorax → besonders bei Punktion der V. subclavia oder V. jugularis interna

  • Hämatothorax

  • Arterielle Fehlpunktion → z. B. A. carotis oder A. subclavia

  • Blutung/Hämatom

  • Luftembolie

  • Herzrhythmusstörungen → bei zu tief vorgeschobenem Katheter

  • Katheterfehllage

  • Infektion/Kathetersepsis

  • Thrombose

  • selten: Herz-/Gefäßperforation



Ein Patient entwickelt nach dem Aufstehen Dyspnoe, Tachykardie und Hypotonie. Woran denken Sie?

Zunächst muss ich an eine venöse Luftembolie nach ZVK-Anlage denken. Luft von rechter vorhof zu RV und danach Pulmonalarterien.

Mechanism: Aufrecht + offene ZVK-Stelle → negativer Venendruck → Luft wird eingesaugt → Luftembolie

Vorgehen:

  1. Sofort den Notruf bzw. das Notfallteam alarmieren.

  2. Katheter sofort abklemmen/verschließen, falls noch vorhanden.

  3. Patient flach lagern, bei venöser Luftembolie klassisch Linksseitenlage + Kopftieflage (Durant-Manöver).

  4. 100 % Sauerstoff geben.

  5. ABCDE und kontinuierliches Monitoring.


Frage- Wie lagern Sie einen Patienten bei Verdacht auf Luftembolie?

👉 Linksseitenlage mit Kopftieflage. Dadurch soll verhindert werden, dass die Luftblase aus dem rechten Herzen weiter in die Pulmonalarterie gelangt.



FRAGE- Was machen Sie bei einer Rötung an der ZVK-Einstichstelle?

1. ZVK entfernen, wenn der Verdacht auf eine Katheterinfektion besteht. < FRAGE
2. Blutkulturen abnehmen.
3. Katheterspitze steril einschicken zur mikrobiologischen Untersuchung. <FRAGE
4. Danach empirische Antibiotikatherapie beginnen, insbesondere bei klinischen Zeichen einer systemischen Infektion/Sepsis.

!!!!!! 2 paare Blutkulturen peripher und auch aus dem ZVK. Bei Entfernung des Katheters zusätzlich Kultur der Katheterspitze, nicht die gesamt.!!!

<p><strong>Indikationen:</strong></p><ul><li><p>Gabe von <strong>Katecholaminen/Vasopressoren</strong></p></li><li><p>Gabe von <strong>reizenden oder hyperosmolaren Lösungen oder </strong>schnelle Volumengabe</p></li><li><p>parenterale Ernährung</p></li></ul><ul><li><p>Messung des zentralvenösen Drucks</p></li><li><p>schwieriger peripherer Venenzugang</p><p></p></li></ul><p><strong>Welche Komplikationen können bei der Anlage eines ZVK auftreten?</strong></p><ul><li><p><strong>Pneumothorax</strong> → besonders bei Punktion der V. subclavia oder V. jugularis interna</p></li><li><p><strong>Hämatothorax</strong></p></li><li><p><strong>Arterielle Fehlpunktion</strong> → z. B. A. carotis oder A. subclavia</p></li><li><p><strong>Blutung/Hämatom</strong></p></li><li><p><strong>Luftembolie</strong></p></li><li><p><strong>Herzrhythmusstörungen</strong> → bei zu tief vorgeschobenem Katheter</p></li><li><p><strong>Katheterfehllage</strong></p></li><li><p><strong>Infektion/Kathetersepsis</strong></p></li><li><p><strong>Thrombose</strong></p></li><li><p>selten: <strong>Herz-/Gefäßperforation</strong></p></li></ul><p></p><p></p><p><strong>Ein Patient entwickelt nach dem Aufstehen Dyspnoe, Tachykardie und Hypotonie. Woran denken Sie?</strong></p><p>Zunächst muss ich an eine <strong>venöse Luftembolie nach ZVK-Anlage</strong> denken. Luft von rechter vorhof zu RV und danach Pulmonalarterien.</p><p>Mechanism: <strong>Aufrecht + offene ZVK-Stelle → negativer Venendruck → Luft wird eingesaugt → Luftembolie</strong></p><p><strong>Vorgehen:</strong></p><ol><li><p>Sofort den Notruf bzw. das Notfallteam alarmieren.</p></li><li><p><strong>Katheter sofort abklemmen/verschließen</strong>, falls noch vorhanden.</p></li><li><p><strong>Patient flach lagern</strong>, bei venöser Luftembolie klassisch <strong>Linksseitenlage + Kopftieflage (Durant-Manöver)</strong>.</p></li><li><p><strong>100 % Sauerstoff</strong> geben.</p></li><li><p><strong>ABCDE</strong> und kontinuierliches Monitoring.</p></li></ol><p></p><p><strong>Frage- Wie lagern Sie einen Patienten bei Verdacht auf Luftembolie?</strong></p><p><span data-name="point_right" data-type="emoji">👉</span> <strong>Linksseitenlage mit Kopftieflage. </strong>Dadurch soll verhindert werden, dass die Luftblase aus dem rechten Herzen weiter in die Pulmonalarterie gelangt.</p><p></p><p></p><p><strong>FRAGE- Was machen Sie bei einer Rötung an der ZVK-Einstichstelle?</strong></p><p><strong>1. ZVK entfernen</strong>, wenn der Verdacht auf eine Katheterinfektion besteht. &lt; FRAGE<br><strong>2. Blutkulturen abnehmen. </strong><br><strong>3. Katheterspitze steril einschicken</strong> zur mikrobiologischen Untersuchung. &lt;FRAGE<br><strong>4. Danach empirische Antibiotikatherapie beginnen</strong>, insbesondere bei klinischen Zeichen einer systemischen Infektion/Sepsis.</p><p><strong>!!!!!! 2 paare Blutkulturen peripher und auch aus dem ZVK. Bei Entfernung des Katheters zusätzlich Kultur der Katheterspitze, nicht die gesamt.!!!</strong></p>
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Was muss man bei einem Thoraxröntgen nach ZVK-Anlage kontrollieren?


  1. Lage der Katheterspitze → idealerweise im Bereich der V. cava superior bzw. am Übergang zum rechten Vorhof.

  2. Pneumothorax → besonders nach Punktion der V. subclavia oder V. jugularis interna.

  3. Hämatothorax bzw. andere Komplikationen.


!!!!!Bei beidseitiger ZVK-Anlage:
Es besteht das Risiko eines beidseitigen Pneumothorax, da beide Thoraxseiten punktiert wurden.

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Was sehen Sie auf einem Thoraxröntgen mit EKG-Elektroden und beidseitigem ZVK?

Ich beschreibe das Röntgenbild zunächst systematisch.

Bei den ZVKs:

  • Verlauf beider Katheter kontrollieren

  • Position der Katheterspitzen beurteilen

  • auf Fehlposition achten


Bei der Lunge/Pleura:

  • insbesondere nach ZVK-Anlage nach Pneumothorax suchen

  • bei beidseitiger Anlage auf beidseitigen Pneumothorax achten


EKG-Elektroden:
Sie sind als Fremdmaterial sichtbar und stellen normalerweise keinen pathologischen Befund dar.

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Wie legen wir ZVK ohne sono?

In der prüfung: legen wir in vena jug externa ein in notfälle!


Aber es is keine typische Einlage Ort?! Wir machen es in die klassische venen.

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Ist lins oder rechts lage wichtig bei ZVK?

Bei V. jugularis interna Rechts wird bevorzugt.

  • Die rechte V. jugularis interna verläuft relativ geradlinig zur V. cava superior.

  • Der Weg ist kürzer.

  • Geringeres Risiko, dass die Katheterspitze in eine ungünstige Richtung abknickt.

Die linke VJI hat einen etwas längeren und stärker gewinkelten Verlauf über die V. brachiocephalica sinistra zur V. cava superior.


Bei V. subclavia

Auch hier wird häufig die rechte Seite bevorzugt, aus ähnlichen anatomischen Gründen.

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Zustände nach interventionen

Warum wird nach Anlage eines Portkatheters ein Röntgen-Thorax durchgeführt?

Vor allem zur Kontrolle der Katheterlage und zum Ausschluss eines iatrogenen Pneumothorax als Komplikation der Katheteranlage.

Man kontrolliert außerdem, ob der Katheter einen Fehlverlauf hat.

Portkatheter angelegt → Lagekontrolle + Ausschluss Pneumothorax.


Was bedeutet Luft unter dem Zwerchfell nach einer laparoskopischen Nephrektomie?

Nach einer Laparoskopie kann sich CO₂ im Bauchraum befinden.

➡ Dieses Gas kann im Röntgen als freie Luft unter dem Zwerchfell erscheinen.

Nach einer kürzlich durchgeführten laparoskopischen Operation kann das deshalb postoperativ erwartet sein und bedeutet nicht automatisch eine Perforation.

Aber: Bei entsprechenden klinischen Zeichen wie starken Bauchschmerzen, Abwehrspannung, Fieber oder Kreislaufinstabilität muss eine intraabdominelle Perforation ausgeschlossen werden.

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<p>Port-system</p>

Port-system

  • Vollständig implantierbares venöses Kathetersystem

  • besteht aus:

    • Portkammer unter der Haut

    • Katheter → führt in eine große Vene

  • Portkammer wird durch die Haut mit einer speziellen Portnadel (Huber-Nadel) punktiert.

Indikationen

  • Langfristige i.v.-Therapie

  • insbesondere Chemotherapie

  • wiederholte Gabe von:

    • Antibiotika

    • parenteraler Ernährung

    • Blutprodukten

  • bei schlechtem peripherem Venenzugang

Wo wird er gelegt?

  • Portkammer meist subkutan im oberen Thorax, häufig infraklavikulär.

  • Katheter über:

    • V. cephalica

    • V. jugularis interna

    • V. subclavia

  • Spitze → V. cava superior / cavoatrialer Übergang.

Warum zentral?

  • Große Blutflussmenge → schnelle Verdünnung der Medikamente.

  • Dadurch können auch reizende/konzentrierte Medikamente sicherer verabreicht werden.

Vorteile

  • vollständig unter der Haut

  • im Alltag kaum störend

  • geringeres Infektionsrisiko als ein externer ZVK bei langfristiger Anwendung

  • kein permanenter Verband notwendig

  • kann über längere Zeit verwendet werden.


Komplikationen

Bei der Implantation:

  • Pneumothorax

  • Blutung/Hämatom

  • arterielle Fehlpunktion

  • Luftembolie

  • Fehlposition

Später:

  • Katheterinfektion / Sepsis

  • Thrombose

  • Katheterokklusion

  • Katheterbruch

  • Dislokation

  • Portkammer-/Hautprobleme

  • Extravasation bei Fehlpunktion des Ports


<ul><li><p><span><strong>Vollständig implantierbares venöses Kathetersystem</strong></span></p></li><li><p><span>besteht aus:</span></p><ul><li><p><span><strong>Portkammer</strong> unter der Haut</span></p></li><li><p><span><strong>Katheter</strong> → führt in eine große Vene</span></p></li></ul></li><li><p><span>Portkammer wird durch die Haut mit einer <strong>speziellen Portnadel (Huber-Nadel)</strong> punktiert.</span></p></li></ul><p><span><strong>Indikationen</strong></span></p><ul><li><p><span><strong>Langfristige i.v.-Therapie</strong></span></p></li><li><p><span>insbesondere <strong>Chemotherapie</strong></span></p></li><li><p><span>wiederholte Gabe von:</span></p><ul><li><p><span>Antibiotika</span></p></li><li><p><span>parenteraler Ernährung</span></p></li><li><p><span>Blutprodukten</span></p></li></ul></li><li><p><span>bei <strong>schlechtem peripherem Venenzugang</strong></span></p></li></ul><p><span><strong>Wo wird er gelegt?</strong></span></p><ul><li><p><span>Portkammer meist <strong>subkutan im oberen Thorax</strong>, häufig infraklavikulär.</span></p></li><li><p><span>Katheter über:</span></p><ul><li><p><span><strong>V. cephalica</strong></span></p></li><li><p><span><strong>V. jugularis interna</strong></span></p></li><li><p><span><strong>V. subclavia</strong></span></p></li></ul></li><li><p><span>Spitze → <strong>V. cava superior / cavoatrialer Übergang</strong>.</span></p></li></ul><p><span><strong>Warum zentral?</strong></span></p><ul><li><p><span>Große Blutflussmenge → <strong>schnelle Verdünnung</strong> der Medikamente.</span></p></li><li><p><span>Dadurch können auch <strong>reizende/konzentrierte Medikamente</strong> sicherer verabreicht werden.</span></p></li></ul><p><span><strong>Vorteile</strong></span></p><ul><li><p><span>vollständig <strong>unter der Haut</strong></span></p></li><li><p><span>im Alltag kaum störend</span></p></li><li><p><span>geringeres Infektionsrisiko als ein <strong>externer ZVK</strong> bei langfristiger Anwendung</span></p></li><li><p><span>kein permanenter Verband notwendig</span></p></li><li><p><span>kann über längere Zeit verwendet werden.</span></p></li></ul><p></p><p><span><strong>Komplikationen</strong></span></p><p><span><strong>Bei der Implantation:</strong></span></p><ul><li><p><span>Pneumothorax</span></p></li><li><p><span>Blutung/Hämatom</span></p></li><li><p><span>arterielle Fehlpunktion</span></p></li><li><p><span>Luftembolie</span></p></li><li><p><span>Fehlposition</span></p></li></ul><p><span><strong>Später:</strong></span></p><ul><li><p><span><strong>Katheterinfektion / Sepsis</strong></span></p></li><li><p><span><strong>Thrombose</strong></span></p></li><li><p><span>Katheterokklusion</span></p></li><li><p><span>Katheterbruch</span></p></li><li><p><span>Dislokation</span></p></li><li><p><span>Portkammer-/Hautprobleme</span></p></li><li><p><span>Extravasation bei Fehlpunktion des Ports</span></p></li></ul><p></p>
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PICC – Peripherally Inserted Central Catheter

PICC VS ZVK VS Port System

Ein PICC ist ein zentralvenöser Katheter, der peripher am Oberarm eingeführt wird.

  • Peripherally Inserted Central Catheter

  • Einlage über eine Vene am Oberarm:

    • V. basilica → häufig bevorzugt

    • V. brachialis

    • V. cephalica

  • Katheter wird vorgeschoben bis zur V. cava superior / zum cavoatrialen Übergang.

  • Obwohl der Einstich peripher erfolgt, ist es ein ZVK, weil die Katheterspitze zentral liegt.


Warum nehmen wir einen klassischen ZVK statt PICC?

Klassischer ZVK (V. jugularis interna, subclavia oder femoralis) ist besonders sinnvoll, wenn:

  • 🚨 akuter Notfall / Intensivmedizin → sehr schneller zentraler Zugang

  • 💊 Katecholamine bei schwerem Schock

  • 💧 schnelle Volumen-/Blutgabe über einen großlumigen Katheter

  • 🏥 Patient ist bereits auf der Intensivstation und braucht mehrere i.v.-Zugänge

  • 📊 ZVD/CVP-Messung oder andere invasive hämodynamische Messungen notwendig sind

  • ein PICC wegen Armvenenproblemen nicht geeignet ist.


PICC eher bei:

  • längerfristiger i.v.-Therapie

  • Chemotherapie

  • längerfristigen Antibiotika

  • parenteraler Ernährung

  • wenn kein akuter Notfall besteht.


<p><span>Ein <strong>PICC</strong> ist ein <strong>zentralvenöser Katheter</strong>, der <strong>peripher am Oberarm</strong> eingeführt wird.</span></p><ul><li><p><span><strong>P</strong>eripherally <strong>I</strong>nserted <strong>C</strong>entral <strong>C</strong>atheter</span></p></li><li><p><span>Einlage über eine Vene am Oberarm:</span></p><ul><li><p><span><strong>V. basilica</strong> → häufig bevorzugt</span></p></li><li><p><span><strong>V. brachialis</strong></span></p></li><li><p><span><strong>V. cephalica</strong></span></p></li></ul></li><li><p><span>Katheter wird vorgeschoben bis zur <strong>V. cava superior / zum cavoatrialen Übergang</strong>.</span></p></li><li><p><span>Obwohl der Einstich <strong>peripher</strong> erfolgt, ist es ein <strong>ZVK</strong>, weil die Katheterspitze zentral liegt.</span></p></li></ul><p></p><p><span><strong>Warum nehmen wir einen klassischen ZVK statt PICC?</strong></span></p><p><span><strong>Klassischer ZVK</strong> (V. jugularis interna, subclavia oder femoralis) ist besonders sinnvoll, wenn:</span></p><ul><li><p><span data-name="rotating_light" data-type="emoji">🚨</span><span> <strong>akuter Notfall / Intensivmedizin</strong> → sehr schneller zentraler Zugang</span></p></li><li><p><span data-name="pill" data-type="emoji">💊</span><span> <strong>Katecholamine</strong> bei schwerem Schock</span></p></li><li><p><span data-name="droplet" data-type="emoji">💧</span><span> <strong>schnelle Volumen-/Blutgabe</strong> über einen großlumigen Katheter</span></p></li><li><p><span data-name="hospital" data-type="emoji">🏥</span><span> Patient ist bereits auf der Intensivstation und braucht mehrere i.v.-Zugänge</span></p></li><li><p><span data-name="bar_chart" data-type="emoji">📊</span><span> <strong>ZVD/CVP-Messung</strong> oder andere invasive hämodynamische Messungen notwendig sind</span></p></li><li><p><span>ein <strong>PICC wegen Armvenenproblemen</strong> nicht geeignet ist.</span></p></li></ul><p></p><p><span><strong>PICC eher bei:</strong></span></p><ul><li><p><span><strong>längerfristiger i.v.-Therapie</strong></span></p></li><li><p><span>Chemotherapie</span></p></li><li><p><span>längerfristigen Antibiotika</span></p></li><li><p><span>parenteraler Ernährung</span></p></li><li><p><span>wenn kein akuter Notfall besteht.</span></p></li></ul><p></p>
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Thoraxdrainage


Indikationen

  • Spannungspneumothorax,

  • Größere Ausdehnung im Röntgenbild

  • drohende respiratorische Insuffizienz

  • bei Flüssigkeitsansammlung in der Pleurahöhle: Hämatothorax, Pleuraempyem, Chylothorax, Serothorax, große pleuraerguss


DIE VORGEHEN BEI ALLER INTERVENTIONEN → die gleiche präparation. Die lagerung oder Einstichstelle ist je nach Verfahren individuell.

  • !!Aufklärung zu dem Pat!!

  • Lagerung→ Patient in rückenlage , Arm der betroffenen Seite über den Kopf platziert oder abduziert - bei PNX

  • Bei größeren Ergüssen ggf. in Seitenlage oder sitzend

  • Sterile Bedingungen,

  • Einstichstelle desinfizieren mit Chlorhexidine,

  • Hände desinfizieren,

  • Lokalanästhesie- Lidocain 1%-schichterweise 20-30mL


Zugang zur Thoraxhöhle:

3.Hautinzision (Minithorakotomie), die Hautschnitt etwas kaudal der beabsichtigen Punktionsstelle

4.Präparation des Drainagekanals: Präparation mit Schere am Oberrand der unteren Rippe des entsprechender ICR → Verdrängen der Interkostalmuskulatur (nderkoh qe fut gersheren per hapjen e muskujve dhe strukturave , perparon me gersheren gjithashtu → mit Finger und weiter mit Schere, Zange)→ Eröffnung der Pleura parietalis → Abtasten des Pleuraspalts mit dem Finger

5.Einführung der Drainage mit der Kornzange und unter Führung des Fingers Ca. 20 cm einführen (oder bis zu gewünschte Tiefe). E shtyn tubin me klemme nderkoh qe gishti eshte brenda ne inzision.

a. Platzieren der Drainage in Abhängigkeit zur zugrundeliegenden Pathologie: Luft: Vorschub nach Apikal; Flüssigkeiten (z.B. Blut): Vorschub nach kaudal

6. Anschluss an einwegdreinagesystem wie: Wasserschloss/ Heimlich-Ventil - verhindert Eindringen von Luft in Pleuraraum.

7. Annaht durch eine Tabaksbeutelnaht (verhindert Lufteintritt beim Zug der Drainage)

8. Lagekontrolle durch Rö-Thorax.

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<p>Thoraxdrainage techniken bzw drainageformen nga einlageart</p>

Thoraxdrainage techniken bzw drainageformen nga einlageart

1. Bülau-Drainage

  • Einlage meist im 4.–5. ICR, etwa in der vorderen/mittleren Axillarlinie.

  • Drainage wird dorsokaudal ausgerichtet.

  • In safe triangle

  • Vor allem zur Ableitung von Flüssigkeit: Pleuraerguss, Hämatothorax, eiter.


2. Monaldi-Drainage

  • Einlage klassischerweise im 2. ICR in der Medioklavikularlinie.

  • Drainage wird apikal ausgerichtet.

  • Vor allem beim Pneumothorax (spannungspnx) weil Luft nach oben steigt.


3. Pigtail-Katheter

  • Dünner, flexibler Katheter mit eingerolltem („Pigtail“) Ende.

  • Häufig Einlage über die Seldinger-Technik.

  • Kann bei Perikarderguss, Pneumothorax und kleineren/unkomplizierten Pleuraergüssen verwendet werden.

  • Weniger invasiv als eine großlumige Thoraxdrainage.


Anschluss an Thoraxdrainage:

1.Thoraxdrainage mit 3-Wege-Hahn

  • Ein 3-Wege-Hahn wird an einen Katheter angeschlossen.

  • Damit kann man je nach Stellung aspirieren, Flüssigkeit ableiten oder spülen.

  • Wird eher bei kleineren Flüssigkeitsansammlungen bzw. Punktion/Drainage verwendet.

  • Für einen größeren Hämatothorax ist normalerweise eine geeignete Thoraxdrainage mit geschlossenem Drainagesystem erforderlich.


2.Heimlich ventil- wenn der patient mobil sein solltet


3.Wasserschloss- bei große mengen

<p><strong>1. Bülau-Drainage</strong></p><ul><li><p>Einlage meist im <strong>4.–5. ICR</strong>, etwa in der vorderen/mittleren Axillarlinie.</p></li><li><p>Drainage wird <strong>dorsokaudal</strong> ausgerichtet.</p></li><li><p>In <strong>safe triangle</strong></p></li><li><p>Vor allem zur Ableitung von <strong>Flüssigkeit</strong>: Pleuraerguss, Hämatothorax, eiter.</p><p></p></li></ul><p><strong>2. Monaldi-Drainage</strong></p><ul><li><p>Einlage klassischerweise im <strong>2. ICR in der Medioklavikularlinie</strong>.</p></li><li><p>Drainage wird <strong>apikal</strong> ausgerichtet.</p></li><li><p>Vor allem beim <strong>Pneumothorax</strong> (spannungspnx) weil Luft nach oben steigt.</p><p></p></li></ul><p><strong>3. Pigtail-Katheter</strong></p><ul><li><p>Dünner, flexibler Katheter mit <strong>eingerolltem („Pigtail“) Ende</strong>.</p></li><li><p>Häufig Einlage über die <strong>Seldinger-Technik</strong>.</p></li><li><p>Kann bei <strong>Perikarderguss</strong>, <strong>Pneumothorax</strong> und kleineren/unkomplizierten <strong>Pleuraergüssen</strong> verwendet werden.</p></li><li><p>Weniger invasiv als eine großlumige Thoraxdrainage.</p><p></p></li></ul><p><strong>Anschluss an Thoraxdrainage</strong>:</p><p><strong>1.Thoraxdrainage mit 3-Wege-Hahn</strong></p><ul><li><p>Ein <strong>3-Wege-Hahn</strong> wird an einen Katheter angeschlossen.</p></li><li><p>Damit kann man je nach Stellung <strong>aspirieren, Flüssigkeit ableiten oder spülen</strong>.</p></li><li><p>Wird eher bei <strong>kleineren Flüssigkeitsansammlungen bzw. Punktion/Drainage</strong> verwendet.</p></li><li><p>Für einen größeren Hämatothorax ist normalerweise eine geeignete Thoraxdrainage mit geschlossenem Drainagesystem erforderlich.</p></li></ul><p></p><p>2.Heimlich ventil- wenn der patient mobil sein solltet</p><p></p><p>3.Wasserschloss- bei große mengen</p>
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Safe triangle für bülau katheter

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Thorakozentese Durchführung

Wie thorax drainge aber der pat bleibt in in sitzender Position → sonografische beurteilung


Einstichstelle: 7-9 icr , am Oberrand der unteren Rippe

Punktion der Pleurahöhle von dorsolateral. Eine Punktionsnadel wird direkt in den Pleuraspalt eingeführt. Über die Nadel wird die Flüssigkeit mit einer Spritze aspiriert.Danach wird die Nadel wieder entfernt.

Nach der Punktion: Röntgenkontrolle


Zuerst diagnostische probe entnehmen, dann die restliche flüssigkeit aspirieren. Mind. 3 Untersuchungsröhrchen entnehmen

1. Mikrobiologie - gram färbung, kultur, tbc Diagnostik

2, Zytologie - tumorsuche

3. Laboranalyse - eiweiß, ldh, htc, glukose


Ein blutiger Pleuraerguss ist suspekt für eine maligne Erkrankung und erfordert eine Tumorsuche!!!!!!!!!

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Thorakozentese Indikationen und KI


Thorakozentese (Pleurapunktion)

Wir verwenden sie vor allem, wenn wir diagnostische Informationen brauchen oder einen Erguss einmalig entlasten möchten. → Man punktiert, entnimmt Flüssigkeit und zieht die Nadel/Katheter anschließend wieder heraus.

Typische Indikationen:

  • Neuer, unklarer Pleuraerguss → Flüssigkeit zur Diagnostik entnehmen

  • Symptomatischer großer Erguss → therapeutische Entlastung

  • Verdacht auf malignen Erguss

  • Verdacht auf komplizierten parapneumonischen Erguss → diagnostische Punktion


Pleuradrainage/ Thoraxdrainage: bei rezidivierendem Pleuraerguss, malignem Erguss oder medikamentös nicht beherrschbaren Ergüssen!!!!


Kontraindikationen:

Quick <50%; INR >1,5; Thrombozyten <50.000/μL

Keine sichere punktionsstelle, keine sichere erguss in sono → kann zu verletzung der Lunge → pnx oder verl der gefäße

Infektion an der Punktionsstelle

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Thorakozentese Komplikationen

Bei der Punktion: Pneumothorax, Hämatothorax, Organpunktion/-verletzung (Leber, Milz),

Reexpansionsödem ( nach Drainage von >2L Ergussmenge, deshalb ist es empfohlen nicht mehr als 1,5L zu drainieren)

Komplikationen bei Unterlassen (nicht durchführen) einer Punktion: Empyem (Eiteransammlung im Pleuraspalt), Pleuraschwarte, selten Pleuritis Calcarea (eine kalzifizierte Pleuraverdickung)

Frage: schmerzen nach pleurapunktion→ verdacht auf PNX oder Blutung → KU mit auskultation und Sonographie oder Thorax röntgen um komplikationen auszuschließen

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Thorakozentesis vs Thoraxdrainage

Thoraxdrainage

Hier soll die Flüssigkeit über längere Zeit kontinuierlich abfließen.

Typische Indikationen:

  • Empyem → Eiter muss kontinuierlich drainiert werden

  • Komplizierter parapneumonischer Erguss → z. B. niedriger pH, eitrige Flüssigkeit oder positive Mikrobiologie

  • Großer, symptomatischer Erguss, wenn eine länger dauernde Drainage erforderlich ist

  • Hämatothorax

  • Chylothorax in bestimmten Situationen


1-Also die vorgehen ist diese: Trauma → Sonografie (eFAST) / Röntgen → Flüssigkeit im Pleuraspalt → Wenn der Befund und die Situation klar für einen Hämothorax sprechen, wird direkt eine Thoraxdrainage gelegt.


2-Ultraschall/Röntgen → Pleuraerguss

Hier wissen wir zunächst nicht, ob es Blut, Eiter, Transsudat usw. ist → Thorakozentese/Pleurapunktion → Flüssigkeit untersuchen→ Pleura-Hämatokrit ≥ 50 % des peripheren Blut-Hämatokrits → Hämothorax→ Wenn anschließend eine Drainage erforderlich ist, wird eine Thoraxdrainage gelegt


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Fall: neu aufgetretene Pleuraerguss nach Punktion - Vorgehen

Fall: Thorakozentese → danach plötzlich Dyspnoe/Tachykardie + neuer Erguss

→ Sonografie Danach → Röntgen-Thorax um Erguss zu bestätigen
→ bei Verdacht auf Blutung (bezüglich der symptomatik) Hb kontrollieren + Pleuraflüssigkeit untersuchen
→ bei Verdacht auf aktive Gefäßverletzung: CT-Angiografie oder Ct mit km → Man sieht einen hellen Kontrastmittelaustritt außerhalb des Gefäßes
→ bei relevantem Hämothorax: Thoraxdrainage, bei anhaltender Blutung ggf. → Interventionell: Angioembolisation Oder → Chirurgisch: Bei massiver/anhaltender Blutung → Thorakotomie oder VATS zur direkten Blutstillung.

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Perikardozentesis

Indikationen

1. Perikardtamponade → besonders bei hämodynamischer Instabilität → sofortige Entlastung

2. Großer symptomatischer Perikarderguss

3. Diagnostik eines unklaren Perikardergusses

  • z. B. Verdacht auf:

    • Infektion

    • Malignität

    • entzündliche Ursache

4. Hämoperikard

  • z. B. nach Trauma oder bei Ventrikelruptur

  • bei Tamponade → Notfallentlastung


Kontraindikationen → Absolute Kontraindikation? → Bei einer lebensbedrohlichen Tamponade gibt es praktisch keine absolute Kontraindikation.

Relative Kontraindikationen → wie bei andere Verfahren


Durchführung:

Lagerung: Patient Rückenlage, Oberkörper leicht 30–45° hochgelagert

Subxiphoidale Punktion → Punktionsstelle: zwischen Xiphoid und linkem Rippenbogen, Nadel in einem Winkel von etwa 30°

Richtung Mitte der linken Clavicula

Nadel langsam unter kontinuierlicher Aspiration vorschieben → Sobald Perikardflüssigkeit aspiriert wird → Perikardraum erreicht.

Lagekontrolle

  • Nadel (mit spritze) wird vorsichtig fixiert.

  • Über einen 3-Wege-Hahn wird eine Spritze mit agitierter NaCl-Lösung angeschlossen und wird hin- und hergespritzt → es entstehen kleine Luftbläschen im Perikardraum (Diese wirken im Ultraschall als Kontrastmittel) → Dadurch wird die intraperikardiale Lage der Nadel bestätigt

DIES IST DIE UNTERSCHEID ZU THORAKOZENTESE



!!!Wenn eine Perikarddrainage angelegt werden soll → Seldinger-Technik (bis 25-30 mL pro tag drainieren):::: Nadel → Führungsdraht → Dilatator → Drainagekatheter

  1. Führungsdraht durch die Punktionsnadel in den Perikardraum vorschieben.

  2. Nadel über den Führungsdraht entfernen.

  3. Kleine Hautinzision an der Einstichstelle.

  4. Dilatator über den Führungsdraht vorschieben → erweitert den Stichkanal.

  5. Dilatator entfernen.

  6. Pigtail-Katheter über den Führungsdraht in den Perikardraum vorschieben.

  7. Führungsdraht entfernen.

  8. Katheter an ein Drainagesystem anschließen und kontrolliert drainieren.

  9. Katheter fixieren.


<p><strong>Indikationen</strong></p><p><strong>1. Perikardtamponade → </strong>besonders bei <strong>hämodynamischer Instabilität </strong>→ <strong>sofortige Entlastung</strong></p><p><strong>2. Großer symptomatischer Perikarderguss</strong></p><p><strong>3. Diagnostik eines unklaren Perikardergusses</strong></p><ul><li><p>z. B. Verdacht auf:</p><ul><li><p>Infektion</p></li><li><p>Malignität</p></li><li><p>entzündliche Ursache</p></li></ul></li></ul><p><strong>4. Hämoperikard</strong></p><ul><li><p>z. B. nach Trauma oder bei Ventrikelruptur</p></li><li><p>bei Tamponade → <strong>Notfallentlastung</strong></p></li></ul><p></p><p><strong>Kontraindikationen → Absolute Kontraindikation? → </strong>Bei einer <strong>lebensbedrohlichen Tamponade gibt es praktisch keine absolute Kontraindikation.</strong></p><p><strong>Relative Kontraindikationen → wie bei andere Verfahren</strong></p><p></p><p><strong>Durchführung</strong>:</p><p><span>Lagerung: Patient <strong>Rückenlage, </strong>Oberkörper leicht <strong>30–45° hochgelagert</strong></span></p><p><span><strong>Subxiphoidale Punktion → </strong>Punktionsstelle: <strong>zwischen Xiphoid und linkem Rippenbogen, </strong>Nadel in einem Winkel von etwa <strong>30°</strong></span></p><p><span>Richtung <strong>Mitte der linken Clavicula</strong></span></p><p><span>Nadel langsam unter <strong>kontinuierlicher Aspiration</strong> vorschieben → Sobald Perikardflüssigkeit aspiriert wird → Perikardraum erreicht.</span></p><p><span><strong> Lagekontrolle</strong></span></p><ul><li><p><span>Nadel (mit spritze)  wird vorsichtig fixiert.</span></p></li><li><p><span>Über einen <strong>3-Wege-Hahn</strong> wird eine Spritze mit <strong>agitierter NaCl-Lösung</strong> angeschlossen und  wird  hin- und hergespritzt → es entstehen <strong>kleine Luftbläschen</strong> </span><strong>im Perikardraum</strong> (Diese wirken im Ultraschall als <strong>Kontrastmittel</strong>) → Dadurch wird die intraperikardiale Lage der Nadel bestätigt</p></li></ul><p><span><strong>DIES IST DIE UNTERSCHEID ZU THORAKOZENTESE </strong></span></p><p></p><p></p><p><span><strong>!!!Wenn eine Perikarddrainage angelegt werden soll → Seldinger-Technik (bis 25-30 mL pro tag drainieren):::: Nadel → Führungsdraht → Dilatator → Drainagekatheter</strong></span></p><ol><li><p><span><strong>Führungsdraht</strong> durch die Punktionsnadel in den Perikardraum vorschieben.</span></p></li><li><p><span>Nadel <strong>über den Führungsdraht entfernen</strong>.</span></p></li><li><p><span>Kleine Hautinzision an der Einstichstelle.</span></p></li><li><p><span><strong>Dilatator</strong> über den Führungsdraht vorschieben → erweitert den Stichkanal.</span></p></li><li><p><span>Dilatator entfernen.</span></p></li><li><p><span><strong>Pigtail-Katheter</strong> über den Führungsdraht in den Perikardraum vorschieben.</span></p></li><li><p><span>Führungsdraht entfernen.</span></p></li><li><p><span>Katheter an ein Drainagesystem anschließen und <strong>kontrolliert drainieren</strong>.</span></p></li><li><p><span>Katheter fixieren.</span></p></li></ol><p></p>
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<p>Lumbalpunktion</p><p></p>

Lumbalpunktion


Dura mater → Arachnoidea → Pia mater → Gehirn/Rückenmark

✅ Die Nadel passiert die Dura mater und Arachnoidea und gelangt dann in den Subarachnoidalraum.

Subarachnoidalraum = Raum zwischen Arachnoidea und Pia mater → hier befindet sich der Liquor (CSF).


Lagerung:

1.Katzenbuckel, sitzende

o Nachteile - Liquordruckmessung nicht durchführbar


2. Seitlagerung:

Vorteile: bei allen Patienten möglich, Liquordruckmessung durchführbar;

Nachteile: Rundrückenposition unter Umständen schwieriger einzunehmen


Ablauf:

1. Aufsuchen der Punktionsstelle:

a. Ertasten der Beckenkämme

b. Verbindungslinie der Beckenkämme bis zur Wirbelsäule verfolgen

c. Punktionsstelle liegt zwischen Dornfortsätzen zweier Wirbelkörper


2. Markierung der Punktionsstelle


3. Chirurgische Hautdesinfektion, sterile arbeiten


5. Oberflächliche Lokalanästhesie mit Lidocain


6. Hautpunktion: Einstich in kranialer Ausrichtung (ca. 10-30°)


7. Durchstechen des Lig. Flavum/ der Dura


8. Liquorentnahme: bei korrekter Lage der Punktionsnadel im Subarachnoidalraum tropft nach Herausziehen aus der Nadel

a. Liquordruckmessung: Steigröhrchen anbringen

b. Diagnostische Lumbalpunktion: Entnahme von mind. 10-15mL Liquor verteilt auf mid. 3-Gläser-Probe.


Kontraindikation

Erhöhter intrakranieller Druck → Gefahr der Verdrängung des Hirns nach kaudal einer zerebralen Einklemmung → Ausschluss mittels: CCT oder cMRT bei

• Entzündungen im Bereich der Einstichstelle (Gefahr der Keimverschleppung)

• Blutungsneigung: Thrombozytopenie, INR >1,8


Interpretation:

Makroskopische untersuchung - farbe und transparenz

Mikroskopische Untersuchung- Zellzahl : nrm ‎<5Leukozyten/mikroL → Pleozytose , und arte der zellen plus Erreger nachweise mit gram färbung

Bestimmung der : glukose, laktat, eiweiß


Komplikationen:

1.infektion

2.Blutung

  1. die wichtigste: Postpunktionelles Syndrom: Kopfschmerz ( im Stehen schlimmer, im Liegen besser) ,Nackensteifigkeit, Tinnitus, Photophobia, Übelkeit, Horminderung.

Mechanism→ 1. Durapunktion → Liquor tritt aus → 2. Liquormenge ↓ → Druck ↓ → intrakranieller Druck sinkt → Dadurch entsteht Zug (zerebrale Einklemmung).

→ Gehirn und Meningen werden etwas nach unten gezogen. Das reizt Meningen, Blutgefäße und Nerven → Kopfschmerzen.

Kompensation Die Blutgefäße im Gehirn weiten sich (Vasodilatation), um das fehlende Volumen teilweise auszugleichen → Das kann die Kopfschmerzen zusätzlich verstärken.

💊 Therapie

Bettruhe / Liegen, Analgetika gegen Schmerzen, Koffein → verengt die Hirngefäße und kann die Beschwerden lindern.

Bei starken oder anhaltenden Beschwerden: 20 mL (Eigenblut) epiduraler Blutpatch → Das Blut bildet dort einen Pfropf, der das Loch in der Dura abdichtet→ keine austritt mehr.



<p><span><strong>Dura mater → Arachnoidea → Pia mater → Gehirn/Rückenmark</strong></span></p><p><span data-name="check_mark_button" data-type="emoji">✅</span><span> Die Nadel passiert die <strong>Dura mater und Arachnoidea</strong> und gelangt dann in den <strong>Subarachnoidalraum</strong>.</span></p><p><span><strong>Subarachnoidalraum = Raum zwischen Arachnoidea und Pia mater</strong> → <strong>hier befindet sich der Liquor (CSF).</strong></span></p><p></p><p><span>Lagerung: </span></p><p><span>1.<strong>Katzenbuckel, sitzende </strong></span></p><p><span>o Nachteile - Liquordruckmessung <strong>nicht</strong> durchführbar</span></p><p></p><p><span>2. Seitlagerung: </span></p><p><span>Vorteile: bei allen Patienten möglich, Liquordruckmessung durchführbar; </span></p><p><span>Nachteile: Rundrückenposition unter Umständen schwieriger einzunehmen</span></p><p></p><p><span><strong>Ablauf</strong>:</span></p><p><span>1. Aufsuchen der Punktionsstelle:</span></p><p><span>a. Ertasten der Beckenkämme</span></p><p><span>b. Verbindungslinie der Beckenkämme bis zur Wirbelsäule verfolgen</span></p><p><span>c. Punktionsstelle liegt zwischen Dornfortsätzen zweier Wirbelkörper</span></p><p></p><p><span>2. Markierung der Punktionsstelle</span></p><p></p><p><span>3. Chirurgische Hautdesinfektion, sterile arbeiten</span></p><p></p><p><span>5. Oberflächliche Lokalanästhesie mit Lidocain </span></p><p></p><p><span>6. Hautpunktion: Einstich in kranialer Ausrichtung (ca. 10-30°)</span></p><p></p><p><span>7. Durchstechen des Lig. Flavum/ der Dura</span></p><p></p><p><span>8. Liquorentnahme: bei <strong>korrekter Lage</strong> der Punktionsnadel im Subarachnoidalraum tropft nach Herausziehen aus der Nadel </span></p><p><span>a. Liquordruckmessung: Steigröhrchen anbringen</span></p><p><span>b. Diagnostische Lumbalpunktion: Entnahme von mind. <strong>10-15mL</strong> Liquor verteilt auf mid. 3-Gläser-Probe.</span></p><p></p><p><span>Kontraindikation </span></p><p><span>Erhöhter intrakranieller Druck → Gefahr der Verdrängung des Hirns nach kaudal einer zerebralen Einklemmung → Ausschluss mittels:  CCT oder cMRT bei</span></p><p><span>• Entzündungen im Bereich der Einstichstelle (Gefahr der Keimverschleppung)</span></p><p><span>• Blutungsneigung: <strong>Thrombozytopenie, INR &gt;1,8</strong></span></p><p></p><p><span><strong>Interpretation:</strong></span></p><p><span>Makroskopische untersuchung - farbe und transparenz</span></p><p>Mikroskopische Untersuchung- Zellzahl : nrm ‎&lt;5Leukozyten/mikroL → Pleozytose , und arte der zellen plus Erreger nachweise mit gram färbung</p><p>Bestimmung der : glukose, laktat, eiweiß</p><p></p><p><strong>Komplikationen</strong>:</p><p>1.infektion</p><p>2.Blutung</p><ol start="3"><li><p>die <strong>wichtigste: Postpunktionelles Syndrom:</strong> Kopfschmerz ( <strong>im Stehen schlimmer, im Liegen besser) ,</strong>Nackensteifigkeit, Tinnitus, Photophobia, Übelkeit, Horminderung. </p></li></ol><p>Mechanism→ <span><strong>1. Durapunktion → Liquor tritt aus → 2. Liquormenge ↓ → Druck ↓ </strong> → <strong>intrakranieller Druck sinkt</strong> →<strong> Dadurch entsteht Zug (zerebrale Einklemmung).</strong></span></p><p><span>→ Gehirn und Meningen werden etwas <strong>nach unten gezogen</strong>. Das reizt <strong>Meningen, Blutgefäße und Nerven</strong> → <strong>Kopfschmerzen</strong>.</span></p><p><span><strong> Kompensation </strong>Die Blutgefäße im Gehirn <strong>weiten sich (Vasodilatation)</strong>, um das fehlende Volumen teilweise auszugleichen → Das kann die Kopfschmerzen zusätzlich verstärken.</span></p><p><span data-name="pill" data-type="emoji">💊</span><span><strong> Therapie</strong></span></p><p><span><strong>Bettruhe / Liegen, Analgetika</strong> gegen Schmerzen, <strong>Koffein</strong> → verengt die Hirngefäße und kann die Beschwerden lindern.</span></p><p><span>Bei starken oder anhaltenden Beschwerden: 20 mL (Eigenblut) <strong>epiduraler Blutpatch </strong>→ Das Blut bildet dort einen <strong>Pfropf</strong>, der das Loch in der Dura abdichtet→ keine austritt mehr.</span></p><p></p><p></p>