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Nennen Sie Merkmale aus der Patientenbefragung (C/O), die auf einen zervikogen bedingten Kopfschmerz hinweisen könnten.
Nehmen Sie Bezug auf:
1: die „Körpertabelle“
2: das „24 Stunden Verhalten“
3: die „Geschichte“ des Problems
(1): (3 P): Die Körpertabelle:
Symptomlokalisation:
Die Schmerzen gehen meistens von der Nacken- oder Occipitalregion aus.
Ausstrahlung von Nacken / Occiput zur Frontal-, Occipital- und / oder Temporalregion und / oder Retroorbital sind möglich.
Die Beschwerden können einseitig und / oder beidseitig sein.
Bei einseitigen Schmerzen wechselt die Seite nicht.
Symptomqualität:
Die zu erwartenden Beschwerden entsprechen, denen e in anderen uskuloskelettalen Bereichen z.B.“dumpf“, „bohrend“, „drückend“, „ziehend“
Kann tief oder oberflächlich sein
Eher intermittierend
Symptomstärke:
Die Symptome können stark sein, jedoch nicht so stark, dass der Patient sich hinlegen muss
(2): (2 P): 24 Stunden Verhalten:
Die Beschwerden werden meistens durch Wiederholung von Nackenbewegungen und / oder sehr häufig durch länger andauernde Stellungen / Haltungen ausgelöst und / oder verstärkt. Es ist oft schwierig für die Patienten einen auslösenden Faktor zu benennen z.B.: Wiederholte oder angehaltenes nach oben schauen wie zum Beispiel in der vorderen Reihe im Kino sitzen, eine Decke streichen
Wiederholte oder angehaltene Rotation z.B. Kopf drehen beim Auto rückwärtsfahren oder Bauchschläfer
Andere typische Auslöser sind z.B. länger am Computer arbeiten, telefonieren mit eingeklemmtem Hörer zwischen Nacken und Schulter
„Stress“ kann ein auslösender Faktor sein
(3): (2 P): Geschichte:
Ein auslösender Faktor ist häufig nicht feststellbar
Frühere oder aktuelle Verletzungen, z.B. WAD / Beschleunigungs Trauma / Whiplash oder Kopfverletzungen sind in etwa der Hälfte der Fälle feststellbar.
Häufige einseitige Belastungen bzw. habituelle Haltungen, über einen längeren Zeitraum können zu der Entwicklung eines zervikogenen Kopfschmerzes beitragen z.B. telefonieren mit Hörer zwischen Nacken und Schulter eingeklemmt, Pfeife rauchen, PC Arbeit. Einseitige zervikogene Kopfschmerzen wechseln die Seite nicht
Bestimmte Krankheiten können auf eine Beteiligung der HWS weisen z.B. chronische Polyarthritis
Ihre Patient*in präsentiert sich mit Verdacht auf zervikogene Kopfschmerzen.
Nennen Sie 5 begleitende- bzw. assoziierte Symptome welche häufig bei zervikogenen Kopfschmerzen auftreten können
(1): (1 P) Übelkeit / Erbrechen
(2): (1 P) Benommenheit
(3): (1 P) Tinnitus
(4): (1 P) Ipsilaterale Sehstörungen (verschleiertes Sehen)
(5) (1 P) Schluckbeschwerden (z.B. Globusgefühl)
(6): (1 P) Sprechstörung
(7): (1 P) Schwindel
(8): (1 P) „Drop attacks“ (plötzlicher Tonusverlust)
(9) (1 P) Licht- / Lärmempfindlichkeit
Zusätzlich zu den üblichen „Speziellen Fragen“ welche bei jedem Körperbereich abgefragt werden, gibt es einige zusätzliche „Spezielle Fragen“, welche bei Kopfschmerzen immer gestellt werden müssen.
Nennen Sie 5 von diesen besonders wichtigen „Speziellen Fragen“ aus der Patientenbefragung (C/O)
Erläutern Sie kurz wieso diese Fragen gestellt werden
(1): (2 P) Schwindel - kann mit vaskulären Probleme im Cx Bereich assoziiert sein (vertebrobasiläre Arterien und die Arterie Carotis)
(2): (2 P) Diploplie (Doppelsehen) - kann mit vaskulären Probleme im Cx Bereich assoziiert sein (vertebrobasiläre Arterien und die Arterie Carotis)
(3): (2 P) Dysarthie (Sprechstörung) - kann mit vaskulären Problemen im Cx Bereich assoziiert sein (vertebrobasiläre Arterien und die Arterie Carotis)
(4): (2 P) Dysphagie (Schluckstörungen) - kann mit vaskulären Problemen im Cx Bereich assoziiert sein (vertebrobasiläre Arterien und die Arterie Carotis)
(5): (2 P) „Drop attacks“ (plötzlicher Tonusverlust bei vollem Bewusstsein. Der Patient „klappt zusammen“) - kann mit vaskulären Problemen im Cx Bereich assoziiert sein (vertebrobasiläre Arterien und die Arterie Carotis)
(6): (2 P) Taubheiten oder Parästhesien im Zungen- und Lippenbereich vor allem bei Bewegung (Neck Tongue Syndrom) - kann mit einer Instabilität der oberen Cx assoziiert sein
(7): (2 P) Taubheiten oder Parästhesien in einem oder beiden Armen - kann mit einer Beteiligung / Läsion des Rückenmarkes oder Gehirn assoziiert sein
(8): (2 P) Schwäche in einem oder beiden Armen, vor allem Feinmotorik (Knopf oder Halskette zumachen) - kann mit einer Beteiligung / Läsion des Rückenmarks oder Gehirns assoziiert sein
(9): (2 P) Gangstörungen mit einer zeitlichen Beziehung zum Anfang der Kopfschmerzen (Unsicher gehen, stolpern, das Gefühl von Gehen auf Watte…) kann mit einer Beteiligung / Läsion des Rückenmarks oder Gehirn assoziiert sein
(10): (2 P) Störungen der Blase und / oder Darmfunktion mit einer zeitlichen Beziehung zum Anfang der Kopfschmerzen kann mit einer Beteiligung / Läsion des Rückenmarks oder Gehirns assoziiert sein
(11): (2 P) Medikamentengebrauch: Medikamentenmissbrauch: Wie viel Schmerzmittel nimmt der Patient*in – Medikamentenmissbrauch, auch bestimmte Schmerzmittel, können eine Ursache für Kopfschmerzen sein. Guter Effekt ein Triptan Präparat ist ein Hinweis auf Migräne. Fehlender oder geringer Effekt ist einen Hinweis auf eine mögliche zervikogene Ursache der Kopfschmerzen.
Nennen Sie die 5 D’s nach Coman welche bei vertebrobasilärer Insuffizienz auftreten können
(1): (1 P) Dizziness (Schwindel)
(2): (1 P) Dysphagie (Schluckbeschwerden z.B. Globusgefühl
(3): (1 P) Diplopie (Doppelbilder)
(4): (1 P) Dysarthrie (Sprechstörungen)
(5): (1 P) “Drop attacks“ (plötzlicher Tonusverlust)
Der akut blockierte Nacken kann eine Fazettengelenks-Störung oder eine diskogene Problematik als Ursache haben. Welche klinischen Symptome können Ihnen helfen in der Unterscheidung?
Vergleichen Sie jeweils 1 Parameter aus den Bereichen:
1: Symptom Lokalisation
2: Verhalten
3: Geschichte
(1): (2 P) Symptom Lokalisation:
Ursache Fazettengelenk: Gut lokalisierbar. Leichte Ausstrahlung ist möglich im Nacken / Schultergürtelbereich. Kann intensiv und scharf sein. Am häufigsten mittlere Cx
Ursache Diskogen: Eher diffus und flächig und quer über Schulter / Nackenbereich. Ausstrahlung Schulterblatt/Arm ist möglich. Meistens in unterer Cx
(2): (2 P) Verhalten:
Ursache Fazettengelenk: Kann die schiefe Kopfstellung nicht korrigieren. „blockiert“, drehen ist sehr schwer
Ursache Diskogen: Kann die schiefe Kopfstellung etwas korrigieren mit langsamen Bewegungen, „steif“. Kopf heben sehr schwer
(3): (2 P) Hx :
Ursache Fazettengelenk: Eher spontan aufgetreten z.B. Patient*in wacht damit auf. Oder nach plötzlicher unkontrollierter Bewegung. „Blockierung“ folgt gleich. Häufig ähnliche Episoden mit rascher (binnen Tagen) Verbesserung. Meistens unter 30 Jahre Alt
Ursache Diskogen: Entwicklung langsam, oft und ohne erkennbaren Auslöser. Entwickelt sich über mehrere Tage Progression. Meistens über 30 Jahre Alt
Nennen Sie die neurologischen Befunde / Testergebnisse, die Sie bei einem radikulären Syndrom C5 finden können
(1): (1 P) Sensibilitätsstörungen: radiale Seite des Handgelenks
(2): (1 P) Verminderte Muskelkraft: M. deltoideus
(3): (1 P) Auffälliger Reflex: Bizepssehnen Reflex (BSR)
Ihr Patient*in klagt über punktförmige Schmerzen am medialen Rand der Scapula. Sie meinen es könnten „Clowards Zonen“ sein. Auf welche beteiligten Strukturen können „Clowards“ Zonen hinweisen:
(1): (1 P) Diskogene Beteiligung
(2): (1 P) im mittleren Cx Bereich
Mehrere Faktoren können zur Entstehung eines zervikoradikulären Syndroms beitragen. Nennen Sie 5
(1): (1 P) Traumatische Auslöser
(2): (1 P) Verengung der Foramina lateralis bei degenerative Veränderungen in der Cx
(3): (1 P) Postoperative Zustände
(4): (1 P) Gehaltene Positionen die Kompression oder Längenstress auf die NW ausüben
(5): (1 P) Overuse in Bezug auf Sport (z.B. klettern, Überkopfsportarten, Wurfsportarten)
(6): (1 P) Overuse in Bezug auf Beruf (PC Arbeit, Handwerker)
(7): (1 P) Angrenzende Strukturen sind vorgeschädigt und engen die Foramina lateralis ein (z.B. BS Vorfälle, Spinalkanastenosen)
(8): (1 P) Vorerkrankungen für NS ungünstig (Diabetes),
(9): (1 P) Double crush (z.B. OP an anderer Stelle des NS)
Ihr Patient*in hat ein hochakutes zervikales Syndrom. Welche therapeutischen Maßnahmen machen hier Sinn, nennen Sie 5
(1): (1 P) schmerzfreie Lagerung
(2) (1 P) Schmerzfreie passive Mobilisation mit Grad I oder II Zusatz Bewegungen ( PAIVMs oder Cx Rotation (ó) bzw Lateroflexion (ñ)
(3): (1 P) Medikamente
(4): (1 P) ADL Instruktionen über Verhalten
(5): (1 P) Thermische Anwendung,
(6): (1 P) Herz-Kreislauf Training soweit schmerzfrei möglich
Im HWS Bereich kann es zu einer zervikogenen Myelopathie kommen. Beim Verdacht auf eine zervikogene Myelopathie ist die ärztliche Abklärung essenziell.
Nennen Sie 4 klinische Symptome dafür
(1): (1 P) Gangstörungen – Ataktischer Gang, unsicheres Gehen, Stolpern, das Gefühl vom Gehen auf Watte…
(2): (1 P) Störungen der Blase und / oder Darmfunktion
(3): (1 P) Sensible Dysfunktionen distal bzw. caudal von Läsionshöhe. Nicht dermatomale Taubheiten oder Paraesthesien in einen oder beide Arme / Beine. Missempfindungen in Fußsohlen oder Handflächen. Störung der Tiefensensibilität
(4): (1 P) Motorische Dysfunktionen distal bzw. caudal von Läsionshöhe - Schwäche in ein oder beide Arme vor allem Feinmotorik (Knopf oder Halskette zumachen) mit oder ohne Schwäche in ein oder beide Beine
(5): (1 P) Vegetative Dysfunktionen distal bzw. caudal von Läsionshöhe
Im HWS Bereich kann es zu einer zervikogenen Myelopathie kommen. Beim Verdacht auf eine zervikogene Myelopathie ist die ärztliche Abklärung essenziell.
Nennen Sie 6 klinische Tests aus der P/E die bei einer Myelopathie auffällig sein können
(1): (1 P) Gangstörungen – Ataktischer Gang, unsicheres Gehen, Stolpern, das Gefühl vom Gehen auf Watte…)
(2): (1 P) Gleichgewichtsstörungen: Einbeinstand, Tandemstand auffällig
(3): (1 P) Sensible Dysfunktionen distal bzw. caudal von Läsionshöhe. Nicht dermatomale Taubheiten oder Paraesthesien in ein oder beide Arme / Beine. Missempfindungen in Fußsohlen oder Handflächen.
(4): (1 P) Störung der Tiefensensibilität (Finger-Nasen Versuch, Knie-Haken Versuch, „Placing“, Stereoagnosie, verminderte Vibrationssinn (Stimmgabel Versuch)
(5): (1 P) Motorische Dysfunktionen distal bzw. caudal von Läsionshöhe - Schwäche in eine oder beiden Arme vor allem Feinmotorik (Knopf oder Halskette zumachen) mit oder ohne Schwäche in ein oder beiden Beine
(6): (1 P) Auffällige Reflexe: Babinski, Klonus, überschiessende oder abgeschwächte periphere Reflexe (Bizepssehnenreflex, Trizepssehnenreflex, Patellasehnenreflex….)
(7): (1 P) Vegetative Dysfunktionen distal bzw. caudal von Läsionshöhe
Nennen Sie Merkmale aus der Patientenbefragung (C/O), die auf eine viszerale Ursache für thorakale Beschwerden hinweisen könnten. Nehmen Sie Bezug auf:
1: das „Hauptproblem des Patienten“
2: die „Körpertabelle“
3: das „Verhalten“ der Symptome
4: die „Geschichte“ des Problems und
5: die „Speziellen Fragen“
(1): (1 P) Hauptproblem:
Häufig Schmerz
Oft klagt der Patient über begleitende- oder assoziierte Symptome die nicht typisch für ein „mechanisches“ neuromuskuloskeletalen (NMSK) Problem sind z.B. Sodbrennen, Dyspnoe, Verdauungsprobleme, Gastrooesophagealer Reflux, Fieber, Husten, Blässe / Pallor, Schweißausbrüche, Übelkeit, Erbrechen
(2): (2 P) Körpertabelle:
Schmerzlokalisation:
Die Beschwerden sind oft nicht gut lokalisierbar, nicht dermatomal, oft tiefsitzend, können einseitig oder beidseitig vorhanden sein
Schmerzqualität:
Passt oft nicht zu einem „mechanischen“ Problem im NMSK System
„diffus“, „dumpf“, „bohrend“, “pulsierend“, „krampfartig“, „wellenartig“, „brennend“
Die Beschwerden sind eher dauernd vorhanden, mit variabler Intensität. Es gibt jedoch Ausnahmen z.B. Angina Pectoris
Ruheschmerzen sind häufig.
(3): (2 P) Verhalten:
Die Beschwerden sind eher nicht bewegungs- oder haltungsabhängig. Es gibt jedoch Ausnahmen z.B. kardiologische Probleme
Sie sind eher abhängig von Parametern wie: Essen, Darmbewegungen, Stress, Emotionen, usw.
Ruheschmerzen sind häufig
(4): (1 P) Geschichte:
Ein mechanischer Auslöser für das Problem ist nicht bekannt
(5): (2 P) Spezielle Fragen:
Unerwartete und ungewollte Gewichtsveränderungen können auf viszerale Probleme hinweisen
Die Ergebnisse der Laboruntersuchungen und bildgebender Verfahren können Hinweise auf eine viszerale Beteiligung geben (Wenn der Prüfungs-Kandidat assoziierte Symptome unter spezielle Fragen erwähnt, wird dieses unter „Hauptproblem“ beurteilt)
Beim T4 Syndrom findet man häufig lokale Empfindlichkeiten und Steifigkeiten im Bereich etwa T2 bis T7
Nennen Sie 5 mögliche Behandlungstechniken (passive Mobilisationen) aus dem Maitland® Konzept, welche bei diesem klinischen Syndrom sinnvoll sein können
(1): (1 P) Zentrales PA (¡)
(2): (1 P) Unilaterale PA (½ ¼)
(3): (1 P) Mobilisation der angrenzenden Rippen
(4): (1 P) Thorakale Schraube / ¡ Rotation / Ꝏ
(5): (1 P) AP Sternum / ¾
(6): (1 P) Passive Physiologische Bewegungen Tx, z.B. Rotation in SL
Nennen Sie 3 typische Merkmale aus der Körpertabelle, die bei einem Patienten mit einem T4 Syndrom auftreten können
(1): (1 P) Handbeteiligung: Handschuhförmige Verteilung, symmetrisch oder asymmetrisch
(2): (1 P) Sensibilitätsstörungen: Parästhesien, Kribbeln, Einschlafen, Taubheit
(3): (1 P) Kopfschmerz: Dumpf, kappenförmig oder wie ein enges Band um den Kopf, Druckgefühl im ganzen Kopf
(4): (1 P) Hinweise auf vegetative Beteiligung: Subjektives Gefühl der Schwellung. subjektiv kalt oder warm, Verfärbungen der Haut (bläuliche, marmoriert), steife Finger
Nennen Sie 2 typische Merkmale aus dem 24 Stunden Verhalten der Symptome, die bei einem Patienten mit einem T4 Syndrom auftreten können
(1): (1 P) Auslösende Aktivitäten oder Haltungen sind schwierig zu identifizieren
(2): (1 P) Häufig sind angehaltene flektorische Haltungen problematisch. Z.B. Autofahren, Zeitung lesen, Arbeitshaltung am PC
(3): (1 P) Symptome sind häufig mehr nachts oder morgens beim Aufwachen
(4): (1 P) Erleichterung: Arme schütteln, BWS strecken, Bewegung im allgemeinen
Ihr Patient*in präsentiert sich mit akuten LWS – Beschwerden. Die Beschwerden traten einen Tag nach dem Heben eines schweren Koffers in den Autokofferraum auf.
Aus der Geschichte (Hx) hören Sie, dass er seit Jahren episodische Probleme in der LWS hat. Zwischendurch ist der Patient beschwerdefrei. Die Episoden sind in den letzten 2 Jahren häufiger geworden und brauchen länger, bis sie sich wieder beruhigen.
Welche Quellen – Hypothese wird durch diese Aussagen unterstützt?
(1): (21P) Diskogen / Bandscheibe
Nennen Sie die neurologischen Befunde, die Sie bei einem radikulärem Syndrom S1 finden können
(1): (2 P) Sensibilitätsstörungen: Am lateralen Fußrand und Kleinzehe
(2): (2 P) Veränderte Muskelkraft: Schwäche M. peronaeus longus und brevis bzw. Wadenmuskulatur
(3): (2 P) Veränderte Reflex: ASR (Achillessehnenreflex)
Nennen Sie die 4 neurologischen Befunde, die Sie bei einem radikulärem Syndrom L4 finden können
(1): (2 P) Sensibilitätsstörungen: Ventral an Tibia und Fußrücken
(2): (1 P) Veränderte Muskelkraft: Schwäche M. tibialis anterior
(3): (1 P) Veränderte Reflex: PSR (Patellarsehnenreflex)
Nennen Sie 6 Merkmale aus der C/O, die bei einem Patienten mit einer Meralgia paraesthetica nocturna auftreten können
(1): (1 P) Schmerzen an dem oberen lateralen Oberschenkel
(2): (1 P) Cutane Sensibilitätsstörungen (Parästhesie, brennen) im Bereich des Trochanter major bzw. dem oberen lateralen Oberschenkel. Eine Allodynie (Berührungsempfindlichkeit) kann entstehen
(3): (1 P) Symptome treten vorwiegend in der Nacht auf
(4): (1 P) Symptome können bei tiefem Sitzen auftreten
(5): (1 P) Symptome können beim längerem, forcierter Gehen (Marsch) auftreten
(6): (1 P) Schwangerschaft ist ein Risikofaktor
(7): (1 P) Adipositas ist ein Risikofaktor
(8): (1 P) Tragen enger Kleidung (Jeans, Gürtel) kann zu Symptomen führen
Ihre Hypothese nach der C/O lautet Meralgia paraesthetica nocturna.
Mit welchen 3 Tests in der P/E können Sie diese Hypothese bestätigen?
(1): (1 P) Sensibilitätstest an der oberen Oberschenkelaußenseite im Innervationsbereich des Nervus cutaneus femoris lateralis
(2): (1 P) Palpation des Nervus cutaneus femoris lateralis
(3): (1 P) Neurodynamischer Test für den Nervus cutaneus femoris lateralis
Symptome in der LWS können verschiedene Ursachen und Quellen haben, z.B. eine Fazettengelenks-Störung oder eine diskogene Problematik. Einige Symptome können Ihnen in der Unterscheidung zwischen diesen beiden Ursachen helfen.
Nennen und vergleichen Sie jeweils ein Unterscheidungs-Kriterium bei akuten Symptomen aus den Bereichen „Körpertabelle“, „Symptom Verhalten“ und „Geschichte“
Fazettengelenk (Arthrogen) | Diskogen | |
Körpertabelle (2 P) | 1: Meistens unilaterale Schmerzen auf der betroffenen Seite. Keine mittigen Schmerzen. 2: Dumpf, stechend, gut lokalisierbar Schmerzen | 1: Großer, flächige, tiefsitzend Bereich quer übers Kreuz, manchmal einseitig betont 2: Vager, diffuse, tief, nicht gut lokalisierbare Schmerzen. „Steif“, „Druck“ |
Symptom Verhalten (2 P) | 1: Keine Schmerzen im Liegen, wenig oder nur kurze Steifigkeiten morgens beim aufstehen 2: Wenig Schmerzen im Sitzen, Symptome treten bei Bewegung auf 3: Keine Beschwerden beim Husten oder Niesen 4: Wenig „Anlaufsschmerzen“ 5: Verbesserung durch leichte Bewegung | 1: Steifigkeit und Schmerzen morgens beim Aufstehen, z.B. beim Socken anziehen 2: Symptome eher in lang angehaltenen Haltungen z.B. sitzen, bücken, ½ Flexion 3: Häufig Beschwerden beim Husten oder Niesen 4: Schneller Stellungswechsel ist schwierig z.B. aufstehen nach längeren sitzen oder bücken 5: Verbesserung durch zum Beispiel „Stufenlagerung“, wiederholte Extension |
Geschichte (2 P) | 1: Plötzliche starke Schmerzen treten sofort nach einer Belastung auf 2: Kann durch eine Bewegung oder Behandlung schnell verbessert werden 3: Eventuell eine frühere Geschichte z.B. von Trauma. Oft stetig „Hintergrunds“ Beschwerden | 1: Schmerzen treten verzögert auf oft sogar erst am nächsten Tag 2: Oft nach einem Verhebetrauma bzw. Belastung in Flexion und Rotation 3: Oft frühere Geschichte von Schmerz Episoden die zunehmend heftiger und häufiger auftreten. Zwischen den Episoden schmerzfrei |
Nennen Sie 4 Merkmale aus dem Bereich der C/O, die bei einem Patienten mit einem Cauda equina Syndrom auftreten können
(1): (1 P) Rückenbeschwerden, die bis über das Knie in beide (oder einen) Unterschenkel ausstrahlen
(2): (1 P) Reithosenanaesthesie (sensible Störungen im Gesäß- Dammbereich und Oberschenkelinnenseiten)
(3): (1 P) Motorische Ausfälle in beide (oder einen) Bein. Besonders im Fußbereich (z. B. Fußheberschwäche)
(4): (1 P) Gangstörungen (stolpern, Unsicherheit beim Gehen)
(5): (1 P) Plötzliche, mit den Beschwerden beginnende, erektile Dysfunktion bei Männer Mit den Beschwerden beginnende Harn- und Stuhlinkontinenz und oder Harnverhalt (durch Schädigung des Nervus pudendus (S2-S4)
Was sind die markantesten Merkmale in der C/O, die auf eine Spinalkanalstenose hinweisen?
Nennen Sie 6
(1): (1 P) Ältere Patient*Innen
(2): (1 P) Schmerzen teilweise bilateral ventral oder dorsal in die Oberschenkel
(3): (1 P) Gebeugte Haltung bzw. flache Lordose
(4): (1 P) Gehstrecke massiv verkürzt durch Beinschmerzen (claudicatio spinalis)
(5): (1 P) Radfahren unbegrenzt möglich
(6): (1 P) Bauchlage nicht möglich
(7): (1 P) Bücken und andere Aktivitäten in Flexion sind kein Problem
(8): (1 P) Bergauf geht besser als Bergab
(9): (1 P) Oft mit neurologischen Symptome in den Beinen assoziiert (z.B. Kribbeln)
(10): (1 P) Eventuell mit Osteoporose und früheren Wirbelkörperfrakturen assoziiert
(11) (1 P) Meistens mit degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule assoziiert
Weshalb profitieren Patienten mit einer lumbalen Stenose von Flexionstechniken? Erklären Sie Ihre biomechanischen Überlegungen
(1): (1 P) In Flexion ist der Durchmesser des Wirbelkanals größer als in neutraler Position oder in Extension. Dadurch findet weniger Kompression auf das Neurale System statt
(2): (1 P) Das Lig. flavum wird bei Flexion gespannt und damit der Durchmesser des Wirbelkanals grösser. Dadurch findet weniger Kompression auf das Neurale System statt
(3): (1 P) Entstauung, durch Entleerung des im Wirbelkanal liegenden Venenkomplexes, findet statt
Was sind typische P/E Ergebnisse bei eine Spinalkanalstenose?
Nennen Sie 6
(1): (1 P) Flache Lordose
(2): (1 P) Nach vorne gebeugte Haltung
(3): (1 P) Lx Extension sehr eingeschränkt
(4): (1 P) Lx Flexion frei beweglich
(5): (1 P) Hüftextension eingeschränkt
(6): (1 P) M. rectus femoris und M. Ilio psoas keine Längentoleranz
(7): (1 P) Kraft in M. gluteus maximus reduziert
(8): (1 P) Neurologische Screening (Testen) häufig auffällig
(9): (1 P) PPIVMs in Extension eingeschränkt
Welchen möglichen Effekt haben Flexions PPIVM`s der LWS auf Symptome bei Spinalkanalstenose?
(1): (1 P) Stauungen, des im Wirbelkanal liegenden Venenkomplexes beeinflussen
(2): (1 P) Das Lig. Flavum wird durch die Flexion entfaltet und damit wird Platz geschafft
Nennen Sie 5 Hinweise aus der C/O bei denen Sie eine ISG Beteiligung vermuten
(1): (1 P) Schmerzlokalisation unilateral im Bereich des Sulcus iliosakralis
(2): (1 P) Beschwerden bei Drehbewegungen im Liegen oder Stehen
(3): (1 P) Beschwerden beim Treppen runtergehen
(4): (1 P) Beschwerden bei Aktivitäten mit einbeinige Belastungen
(5): (1 P) Auslöser durch Sturz aufs Gesäß
(6): (1 P) Ausgelöst durch einen Tritt ins Leere
(7): (1 P) Beginn assoziiert mit Schwangerschaft
Nennen Sie 5 typische Schmerzbereiche bei einer TMG / Temperomandibulären Gelenk / Kiefergelenks Problematik
(1): (1 P) Um den Condylus mandibularis
(2): (1 P) Im Ohr
(3): (1 P) Um den Prozessus mastoideus / hinter dem Ohr
(4): (1 P) Ausstrahlung am Unterkiefer
(5): (1 P) Zahnschmerzen
(6): (1 P) Ausstrahlung übers Jochbein / Oberkiefer
(7): (1 P) Ausstrahlung im temporalen Bereich / Schläfe
(8): (1 P) Kopfschmerzen
(9): (1 P) Ausstrahlung im M. sternocleidomastoidues
(10): (1 P) Ausstrahlung im M. trapezius pars descendens
Nennen Sie 5 typische Symptome, außer Schmerzen, welche bei einer TMG / Temperomandibulären Gelenk / Kiefergelenks Problematik bzw. craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) vorkommen können
(1): (1 P) Taubheitsgefühle im Gesicht
(2): (1 P „Verspannung“ in den Kaumuskeln
(3): (1 P) Druckdolenz über Condylus mandibularis oder Kaumuskeln
(4): (1 P) „Ohrensausen“, Tinnitus
(5): (1 P) „Knacken“ im Ohr, „Druck im Ohr“
(6): (1 P) Subjektive Taubheit. Patient meint nicht so gut auf betroffener Seite zu hören
(7): (1 P) Schwindel
(8): (1 P) Sehstörungen: Augenflimmern, Doppelsehen
(9): (1 P) Lockere und abgeschliffene Zähne, Zahnfleischrückgang
(10): (1 P) Gelenksgeräusche im TMG. „knacken“, „reiben“, „knirschen“
(11): (1 P) „Klossgefühl“ Schluckbeschwerden
(12): (1 P) Subjektive Gesichtsassymmetrie
(13): (1 P) „Steifigkeit“, Bewegungseinschränkungen
Nennen Sie 4 typische Befunde aus der P/E bei einem möglichen subacromialen Impingement
(1): (1 P) Schmerzen bei aktiver ABD
(2): (1 P) Eventuell schmerzhafter Bogen / painful arc
(3): (1 P) Impingementteste positiv (z.B. Empty can Test, Impingementzeichen nach Neer, Hawkins Kennedy-Test, Jobe Test)
(4): (1 P) Isometrische Teste auffällig (Aussenrotation, Abduktion)
(5): (1 P) Auffällige Quadrant und Locking Positionen
Nennen Sie 4 typische Befunde aus der C/O bei einem möglichen subakromialen Impingement
(1): (1 P) Schmerzlokalisation subacromial + / - Ausstrahlung im Bizeps Bereich
(2): (1P) Schmerzen treten typischerweise bei Überkopfaktivitäten auf (Haare waschen, Zähne putzen, einen Pullover anziehen, Fenster putzen, Wäsche aufhängen, Wurfbewegungen beim Sport)
(3): (1 P) Schmerzen beim Abspreizen des Arms
(4): (1 P) Schmerzen nachts beim Liegen auf der betroffenen Schulter
(5): (1 P) Im weiteren Verlauf kann es zu Bewegungseinschränkungen des Schultergelenks kommen
(6): (1 P) Auslöser oft „Übergebrauch“ / „overuse“ (Handballer*innen, Volleyballer*innen, Baseballer*innen, Schwimmer*innen, Handwerker*innen)
Bei einer Schulterluxation mit nachfolgender Reposition kann es zum Schaden des N. axillaris kommen. Bei einem solchen Schaden:
Wo sind sensible Veränderungen zu erwarten?
In welche Muskeln ist eine Schwäche zu erwarten?
(1): (1 P) Sensible Veränderungen sind im mittleren Deltabereich, fast kreisrund, zu erwarten
(2): (2 P) Schwäche und Atrophie des M. deltoideus und M. teres minor
Bei einer Schulterluxation mit nachfolgender Reposition kann es zu Schäden des N. radialis kommen. Wie testet man, ob der N. radialis motorisch betroffen ist?
(1): (1 P) Handextensoren gegen Widerstand testen
Nennen Sie 3 Merkmale aus der C/O und 2 Merkmale aus der P/E die auf eine acromioclaviculäre Gelenksproblematik hinweisen können
(1): (1 P) C/O: Lokale Symptome über das Akromioklavikular Gelenk mit eventueller Ausstrahlung im M. Bizeps brachii, nach medial an Clavicula entlang oder im M. trapezius pars descendens
(2): (1 P) C/O: Symptome beim sich im Auto anschnallen
(3): (1 P) C/O: Symptome beim in der Achsel waschen/rasieren
(4): (1 P) C/O: Symptome beim Radfahren
(5): (1 P) C/O: Symptome bei Seitlage auf der betroffenen Seite
(6): (1 P) HF eingeschränkt oder schmerzhaft
(7): (1 P) Zusatzbewegungen ACG schmerzhaft und / oder steif
Nennen Sie 4 Merkmale aus der P/E die auf eine Omarthrose hinweisen können
(1): (1 P) Geschwollenes Gelenk
(2): (1 P) ROM in alle Richtungen eingeschränkt
(3): (1 P) Veränderter scapulohumeraler Rhythmus (verfrühte Scapulamitbewegung)
(4): (1 P) Kraftdefizite, vor allem in ABD
(5): (1 P) Zusatzbewegungen G/H in mehrere Richtungen steif
Bei der Diagnose „frozen shoulder“ ist die Ursache meist unbekannt, jedoch gibt es anscheinend einige begünstigende Faktoren für das Entstehen einer „frozen shoulder“. Nennen Sie 3
(1): (1 P) Hormonelles Ungleichgewicht: Tritt 2 Mal häufiger bei Frauen auf, vor allem Frauen in der Menopause und gehäuft bei Schilddrüsenerkrankungen
(2): (1 P) Metabolische Störungen: Tritt vermehrt bei Diabetiker auf
(3): (1 P) Posttraumatisch
(4): (1 P) Neurologische Störungen: Tritt gehäuft bei Morbus Parkinson oder nach einem Schlaganfall auf
Nennen Sie 4 typische Merkmale aus der C/O bei einem Patienten mit einem Tennisellbogen
(1): (1 P) Die Schmerzen sind lokal über dem Epicondylus lateralis
(2): (1 P) Die Schmerzen können in den lateralen Unterarm ausstrahlen
(3): (1 P) Der Patient*in klagt häufig über Druckschmerzen am Epicondylus lateralis
(4): (1 P) Die Schmerzen treten beim Greifen auf z.B. Benutzung einer Rosenschere, beim Halten eines Tennisschlägers
(5): (1 P) Schmerzen treten bei Drehbewegungen auf z.B. beim Einschenken mit Flasche, beim Ausgießen aus einem Kochtopf
(6): (1 P) Tasse fällt aus der Hand beim Greifen
(7): (1 P) Der Auslöser ist oft „overuse“ (Übergebrauch) oder „newuse“ (Neugebrauch)
Nennen Sie 4 Teste aus der P/E, welche bei einem Patienten mit einem Tennisellbogen auffällig sein können.
(1): (1 P) Isometrische Dorsalextension der Hand
(2): (1 P) Extension des 3. Finger gegen Widerstand
(3): (1 P) Passive Dehnung der Handgelenksextensoren
(4): (1 P) Passive E/ADD vor allem in Kombination mit Pronation
(5): (1 P) ULNT 2b
(6): (1 P) Weichteilpalpation am Epicondylus lateralis
Die Symptome eines Ihrer Patient*in mit einem chronischen Tennisellenbogen haben sich trotz einer lokalen muskulären Behandlung mit Dehnung der Handgelenks- und Fingerextensoren, Eis, Friktionen und Kräftigung der Handgelenks Extensoren nicht gebessert.
Welche lokale und entfernten neuromuskuloskelettalen Strukturen bzw. Quellen (außer lokale muskuläre) können möglicherweise zu den Beschwerden beitragen
Nennen Sie 10
(1): (1/2 P) Das Handgelenk
(2): (1/2 P) Die Schulter
(3): (1/2 P) Die 1. Rippe
(4): (1/2 P) Die 2. - 6. Rippen
(5): (1/2 P) Die Tx im Bereich T1 - T8
(6): (1/2 P) Die Cx im Bereich C5 - C7
(7): (1/2 P) Der N. radialis
(8): (1/2 P) Der Plexus brachialis
(9): (1/2 P) Das scapulothorakale Gelenk
(10): (1/2 P) Das radio-humerale Gelenk
(11): (1/2 P) Das proximales radio-ulnare Gelenk
(12): (1/2 P) Der M. pectoralis minor
(13): (1/2 P) Die Mm. scaleni
Bei einem sog. Golferellbogen liegt häufig eine neurodynamische Beteiligung vor.
1: Welcher Nerv könnte involviert sein?
2: Wie testen Sie die Mechanosensitivität dieses Nervs?
(1): (1 P) Nervus ulnaris
(2): (1 P) ULNT 3
(3): (1 P) Palpation der Nervus ulnaris
Bezogen auf die Sensibilitätsänderungen in der Hand. Beschreiben Sie den Unterschied zwischen einer Beteiligung des N. ulnaris und einer Nervenwurzelsymptomatik C8
(1): (2 P) Nervenwurzelsymptomatik C8: Der ganze Kleinfinger ist betroffen
(2): (2 P) N. ulnaris: Zusätzlich zu dem Kleinfinger sind die ulnare Seite des Ringfingers, sowie dorsaler Ringfinger bis zum PiP Gelenk betroffen
Beim Symptom: „kribbeln am Daumenballen“ kann es mehrere Quellenhypothesen geben.
Nennen Sie 3 Möglichkeiten
(1): (1 P) Periphere Läsion des N. medianus (CTS)
(2): (1 P) Läsion der Nervenwurzel C6
(3): (1 P) ZNS Läsion
(4): (1 P) Vaskuläre Ursache
Ihre Patient*in klagt über Kribbeln in der Hand; vorwiegend im Bereich Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger; die Paraesthesien sind nachts stärker. Der Patient*in klagt morgens über Steifigkeit und über eine Zunahme der Beschwerden beim Stricken.
Ihre Hypothese lautet Carpal-Tunnel Syndrom (CTS).
Nennen Sie 4 angebrachte klinische Tests, um diese Hypothese zu bestätigen
(1): (1 P) ULNT 1 oder 2a
(2): (1 P) Sensibilitätstests im Innervationsbereich des N. medianus
(3): (1 P) Gehaltene Flexion des Handgelenks (Phalen`s Test) oder gehaltene Extension (Prayer Test / umgekehrter Phalen-Test)
(4): (1 P) Muskelfunktionsteste für Kraft M. abduktor. pollicis brevis und des M. opponens pollicis
(5): (1 P) Hoffmann-Tinel`s Zeichen über oder proximal zum Carpaltunnel
(6): (1 P) Das „Flaschen Zeichen“
Nennen Sie 4 mögliche Faktoren, welche die Entstehung eines Carpal Tunnel Syndroms (CTS) begünstigen
(1): (1 P) Wassereinlagerung während der Schwangerschaft
(2): (1 P) Adipositas
(3): (1 P) Diabetes mellitus
(4): (1 P) Entzündungen der Flexor Sehnen
(5): (1 P) Handgelenksfrakturen z.B. distale Radiusfraktur
(6): (1 P) Langfristige Überlastung des Handgelenks z.B. ständiger Gebrauch von Maschinen mit starker Vibration (etwa Presslufthammer, Bohnermaschine), Polsterer, Landwirte
(7): (1 P) Chronische Polyarthritis (CP)
(8): (1 P) Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion
(9): (1 P) Wassereinlagerung während der Wechseljahre
Ihre Patient*in klagt über Kribbeln in der Hand; vorwiegend im Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger; die Paraesthesien sind Nachts stärker. Der Patient*in klagt morgens über Steifigkeit und über eine Zunahme der Beschwerden beim Stricken. Bei der Funktionsuntersuchung ist das „Hoffmann-Tinel-Zeichen“ positiv und der ULNT 1 auffällig.
Auf welches klinische Syndrom weist der Befund hin?
(1): (2 P) Carpal Tunnel Syndrom
Nach einer distalen Radiusfraktur kommt es manchmal zu einer Komplikation, die mit einer verzögerten Heilung einhergeht. Die Hand schmerzt stark, sieht blass oder rot aus, ist erwärmt, geschwollen und kann kaum bewegt werden.
1: Auf welches klinische Muster weisen diese Angaben hin?
2: Welcher Schmerzmechanismus könnte dazu passend sein?
(1): (1 P) Complex Regional Pain Syndrome Typ 1 / komplexes regionales Schmerzsyndrom Typ 1 (CRPS)
(2): (1 P) Output Mechanismus
Ihr Patient*in klagt über bilaterale Sensibilitätsstörungen in den Händen.
Nennen Sie 6 mögliche Ursachen solcher Beschwerden
(1): (1 P) Läsion im Gehirn
(2): (1 P) Myelopathie durch z.B. Cx Fraktur, Cx Instabilität, Rückenmarks-Kompression als Folge eine Spinalstenose, Tumor, Abszess oder Hämatom, Pathologie des Rückenmarks wie z.B. Rückenmarksinfarkt, Blutung, Strahlentherapie, Dekompressionskrankheit, Rückenmarktumor usw
(3): (1 P) Polyneuropathie (Diabetes, Guillain Barré Syndrom usw.)
(4): (1 P) Bilaterale radikuläre Problematik Bereich C5 / C6 / C7
(5): (1 P) Bilaterale Plexusläsion
(6): (1 P) Bilaterales Thoracic Outlet / Inlet Syndrome (TOS). z.B.bds 1. – 7. Rippe, M. pectoralis Minor, Mm. scalen)
(7): (1 P) Bilaterales Carpal Tunnel Syndrom
(8): (1 P) T4 Syndrom bzw. obere – mittlere thorakale WS
(9): (1 P) Fibromyalgie
(10): (1 P) Durchblutungsstörungen / Vaskulär
(11): (1 P) Kardiologische Störungen
(12) : (1 P) Psychogen (z.B. Hyperventillationssyndrom)
Ihr Patient*in schläft beim Radfahren immer der kleine Finger ein.
1: Welcher Nerv kann betroffen sein?
2: Welches Interface in der Hand könnte ein Rolle spielen?
(1): (1 P) N. ulnaris
(2): (1 P) Loge de Guyon, zwischen dem Os pisiforme und dem Hakenfortsatz des Os hamatum.
Nennen Sie 4 typische Symptome aus der C/O bei der Diagnose Coxarthrose
(1): (1 P) Schmerzen in der Leiste
(2): (1 P) Schmerzen im Gesäß
(3): (1 P) Schmerzen im Trochanterbereich
(4): (1 P) Ausstrahlungen ventral Oberschenkel
(5): (1 P) Anlaufschmerzen / Steifigkeiten z.B. in der Früh, nach längerem Sitzen
(6): (1 P) Schmerzen beim Gehen
(7): (1 P) Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Seite
Nennen Sie 4 typische Zeichen / Befunde aus der P/E bei der Diagnose „Coxarthrose“
(1): (1 P) Gangmuster mit fehlender Extension und Innenrotation
(2): (1 P) Gangmuster mit Duchenne-Hinken
(3): (1 P) Gangmuster mit Trendelenburg-Hinken
(4): (1 P) Innenrotation aktiv und passiv eingeschränkt
(5): (1 P) Extension aktiv und passiv eingeschränkt
(6): (1 P) F/ADD Bogen schmerzhaft und eingeschränkt
Sie behandeln eine Patient*in mit Coxarthrose. Die Befunde entsprechen einem widerstands- dominanten Problem in der klinischen Gruppe ROM und Sie vermuten ein intraartikuläres Problem. Sie behandeln mit der Technik „Flexion/Adduktion – Ein / Aus bzw. oszillierend“ und möchten in eine Behandlungsprogression gehen.
Welche Progressionsmöglichkeit wählen Sie aus?
(1): (2 P) Flexion/Adduktion Ein / Aus Technik unter Kompression (transversal medial oder entlang des Femurs) ausführen
Nennen Sie 4 Merkmale aus der C/O, welche die Bildung der Hypothese „Femuroacetabuläres Impingement“ (FAI) unterstützen würden
(1): (1 P) Symptome rund um die Leiste (C-Zeichen)
(2): (1 P) Symptome sitzen tief
(3): (1 P) Symptome nehmen zu beim längerem joggen und gehen
(4): (1 P) Symptome nehmen zu bei langem Sitzen
(5): (1 P) Häufig plötzlicher Beginn
(6): (1 P) Patient*innen mit FAI sind häufig sehr aktive Sportler. Typische Sportarten sind Kontaktballsportarten mit viel „stopp and go“ oder Richtungswechsel wie Fuß- und Handball sowie Sportarten mit viel Beinarbeit in Flexion und Rotation z.B. Kampfsport, auch Ballett- und Turnsport
Welche P/E Parameter weisen auf ein „Femuroacetabuläres Impingement“ (FAI) hin:
Nennen Sie 4
(1): (1 P) Hüftflexion über 90° kaum möglich
(2): (1 P) Flexion und Innenrotation ist deutlich mehr eingeschränkt als Extension /Innenrotation
(3): (1 P) Kraft M. iliopsoas und gluteus medius ist auffällig defizitär
(4): (1 P) AP Zusatzbewegungen können steif sein
Nennen Sie die 4 meist symptomatischen Bewegungsrichtungen, die sie bei einer Patientin mit einem Femuroacetabularen Impingement erwarten
(1): (1 P) Flexion
(2): (1 P) Innenrotation in 90° Flexion
(3): (1 P) Adduktion in 90° Flexion
(4): (1 P) Flexion/Adduktion Bogen
Ihr Patient*in kommt mit der Diagnose Bursitis trochanterica zu Ihnen zur Behandlung.
Welche neuralen Quellen könnten als Ursachen für Beschwerden im Bereich des Trochanters noch in Frage kommen?
Nennen Sie 2
(1): (1 P) Lateraler Ast vom Ramus dorsalis Th12 thorako-lumbales Übergangssyndrom (von Maigne beschrieben)
(2): (1 P) Meralgia parästhesia nocturna (N. cutaneus femoralis lateralis)
(3): (1 P) Spinalnerv L1 bis L5
Sie behandeln eine Patient*in mit ventralen Knieschmerzen beim treppab gehen. Sie vermuten ein intraartikuläres Problem. Sie mobilisieren das patellofemorale Gelenk mit einer longitudinal caudalen Zusatzbewegung.
Bei der 2. Behandlung möchten Sie in die Behandlungsprogression gehen., sie vermuten ein intraartikläre
Welche Progressionsmöglichkeit nehmen Sie?
(1): (2 P) In: Kompression patellofemoral Do: longitudinal caudal
Nennen Sie Merkmale aus der Patientenbefragung (C/O), die auf ein patellofemorales Schmerzsyndrom hinweisen könnten.
Nehmen Sie Bezug auf:
1: Das „Hauptproblem“ des Patienten
2: „Die Körpertabelle“
3: Das „Verhalten“
4: Die „Geschichte“ des Problems
(1): (2 P) Hauptproblem:
Kann eines oder mehrere der folgenden sein: Knieschmerzen, Blockierungen, Instabilitätsgefühl, Steifigkeit, Kraftlosigkeit, Gelenksgeräusche (klicken, krepitieren)
(2): (2 P) Körpertabelle:
Symptomlokalisation: Meistens um oder unter der Patella, oft schwierig genau zu lokalisieren, diffus.
Öfter auch unspezifische Beschwerden in der Kniekehle
Symptomqualität: Typisch „mechanischer“ Charakter. Eher intermittierend, kann aber auch konstant sein- „dumpf“, „stechend“, „bohrend“, „reibend“, „einschießend“
(3): (2 P) Verhalten:
Eher Probleme bei belasteten Bewegungen Richtung Flexion z.B.: In die Hocke gehen, Berg- / Treppe runtergehen, Radfahren, nach längerem Sitzen, knien, joggen, besonders bergab
(4): (2 P) Geschichte:
Anfang sehr häufig ohne auslösenden Faktor
Eine frühere Verletzung oder der Mechanismus der jetzigen Verletzung kann auf das patellofemorale Gelenk hinweisen (z.B. Sturz auf das Knie, Schlag auf die Patella)
Prädisponierende Faktoren sind z.B. Fußdeformitäten, Hüftdeformitäten, einseitige Belastungen in Beruf oder Sport
Ihr Patient/*in präsentiert sich mit subakuten Beschwerden (8 Wochen) nach einem Supinationstrauma / Inversionstrauma.
Die Beteiligung des Nervensystems ist Ihre Hypothese.
Welche Tests werden Sie ausführen, um diese Hypothese zu bestätigen?
(1): (1 P) Kraft: M. peroneus longus und brevis
(2): (1 P) Sensibilitätsteste im Versorgungsgebiet des N. peroneus / fibularis profundus, N. peroneus / fibularis superficialis und N. suralis
(3): (1 P) SLR mit Betonung des N. peronaeus und N. suralis
(4) : (1 P) Palpation des N. peroneus und N. suralis
Ihr Patient*in hatte vor 3 Wochen ein leichtes Supinationstrauma / Inversionstrauma. Der Patient*in klagt über zunehmend, starke, spontan auftretende Schmerzen im Fuß und Unterschenkel. Die Schmerzen sind diffus verteilt und nicht dermatomal.
Bei der Funktionsuntersuchung ist der Fuß geschwollen, die Haut ist marmoriert, glänzt und der Patient schwitzt stärker auf der betroffenen Seite. Die Bewegungen des Fußes und des Knies sind schmerzhaft und die volle Belastung beim Gehen ist unmöglich.
Auf welches klinische Syndrom weist dieser Befund hin?
(1): (2 P) Complex Regional Pain Syndrom Typ 1 (CRPS 1) / Sympathische Reflexdystrophie / Morbus Sudeck
Ihr Patient hat die Diagnose Fersensporn. Welche Faktoren können zur Entwicklung von Symptomen bei einem Fersensporn beitragen?
Nennen Sie 3
(1): (1 P) Übergewicht
(2): (1 P) Schwäche der intrinsischen Fußmuskulatur
(3): (1 P) Statische Fußprobleme, z.B. Senkfuß
(4): (1 P) Steifigkeit im Mittelfuß-Bereich
(5): (1 P) Steifigkeit im unteren Sprunggelenk / subtalaren Gelenk
(6): (1 P) Falsches Schuhwerk. Fehlbelastung durch ungünstigen Druckverteilung im Fuß z.B. Schuhe mit dünner Ledersohle, Flip-Flops, alte, nicht mehr gut gepolsterte Sportschuhe, zu kleine Schuhe
(7): (1 P) Barfuß tanzen / turnen / Sport auf harter Unterlage, vor allem, wenn ungewohnt (Neugebrauch)
Schmerzen an der Plantarseite der Ferse können durch einen „Fersensporn“ verursacht sein.
Welche anderen neuromuskuloskelettalen Ursachen, bzw. Strukturen müssen als mögliche Quellen für plantaren Fersenschmerz in Betracht gezogen werden?
Nennen Sie 6
(1): (1 P) LWS / Nervenwurzel S2 (S1)
(2): (1 P) SIG / ISG
(3): (1 P) Plantarfascitis – bzw. Plantaraponeurose
(4): (1 P) Tarsal Tunnel Syndrom / Neuraler Engpass des N. tibialis (ramus calcanei medialis, N. plantaris lateralis)
(5): (1 P) Subtalares Gelenk (unteres Sprunggelenk)
(6): (1 P) Kalcaneus Fraktur oder Knochenödem / „bone bruise“ (traumatische- oder Stressfraktur)
(7): (1 P) Talus Fraktur oder Knochenödem / „bone bruise“ (traumatische- oder Stress Fraktur)
(8): (1 P) Ansatztendinose (M. abductor minimi. M. abductor hallucis, M. flexor digitorum brevis)
(9): (1 P) Entzündung / Reizung der M. peroneus longus Sehne
(10): (1 P) Kontusion oder Abbau des Fettpolsters (Fat Pad Syndrom)
(11): (1 P) Thrombose der Plantarvene
Nennen Sie 4 Charakteristiken aus der C/O und 2 Charakteristiken aus der P/E die auf eine akute Nervenwurzelreizung hinweisen
(1): (1 P) C/O Symptom Verteilung: Häufig dermatomal oder entlang eines Nervs
(2): (1 P) C/O Symptomverteilung: Symptome sind oft distal mehr als proximal
(3): (1 P) C/O Symptom Intensität: Sehr hoch
(4): (1 P) C/O Symptom Qualität: Eher „scharf“, „stechend“, „brennend“, „bohrend“, „ekelhaft“, „einschießend“, „elektrisierend“
(5): (1 P) C/O Symptom Qualität: Eher tiefsitzend
(6): (1 P) C/O Symptom Qualität: Oft konstant bzw. konstant / variabel
(7): (1 P) C/O Neurologische Symptome: Meistens neurologische Symptome vorhanden (Paraesthesien, „Ameisenlaufen“, Taubheitsgefühle Schwächegefühl in den entsprechenden innervierten Muskeln)
(8): (1 P) C/O Symptom Verhalten: Die Symptome können latent / verzögert oder summierend auftreten
(9): (1 P) C/O Symptom Verhalten: Eine Entlastungshaltung kann oft gefunden werden z.B. Schultergürtel Elevation oder Arm auf dem Kopf ablegen
(10): (1 P) P/E Inspektion: Schonhaltungen sind häufig vorhanden
(11): (1 P) P/E Neurologische Untersuchung: Meistens auffällig. Sensibilitätsstörungen im Dermatom vor allem distaler Abschnitt, Schwäche der Kennmuskeln, veränderte periphere Reflexe
(12): (1 P) P/E Neurodynamisches Testen: Meistens auffällig
Beschreiben Sie 6 Unterschiede aus dem Bereich der C/O und der P/E zwischen projizierten und radikulären Symptomen.
Projizierte Symptome | Radikuläre Symptome |
Symptomverteilung: Komplexes, variierendes, individuelles Schmerzmuster | Symptomverteilung: Häufig dermatomal oder an einem Nerv entlang Alle Strukturen, die durch einen oder mehrere N.W. innerviert werden, können schmerzhaft sein |
Symptome sind proximal mehr als distal | Symptome sind oft distal mehr als proximal |
Symptomintensität: Variabel | Symptomintensität: Sehr hoch |
Symptomqualität: Oft „dumpf“, „ziehend“ diffuse Bereiche | Symptomqualität: Eher „scharf“, „stechend“, „brennend“, „bohrend“, „ekelhaft“, „einschießend“, „elektrisierend“ |
Tiefsitzend oder oberflächlich | Eher tiefsitzend |
Oft intermittierend außer im akuten Stadium | Oft konstant bzw. konstant / variabel |
Neurologische Symptome: Keine neurologischen Symptome | Neurologische Symptome: Meistens neurologische Symptome vorhanden (Paraesthesien, „Ameisenlaufen“ Taubheitsgefühle, Schwächegefühl in den entsprechend innervierten Muskeln) |
Symptomverhalten: Eher „On – off“ mit Bewegung. Der Patient kann auslösende Aktivitäten oder Haltungen meistens angeben | Symptomverhalten: Die Symptome können latent / verzögert oder summierend auftreten Eine Entlastungshaltung kann oft gefunden werden z.B. Schultergürtel Elevation oder Arm auf dem Kopf ablegen |
Inspektion: Eine Schonhaltung kann möglich sein | Inspektion: Schonhaltungen sind häufig vorhanden |
Neurologische Untersuchung: Unauffällig | Neurologische Untersuchung: Meistens auffällig. Sensibilitätsstörungen im Dermatom vor allem distaler Abschnitt, Schwäche der Kennmuskeln, veränderte periphere Reflexe |
Neurodynamisches Testen: Kann auffällig sein | Neurodynamisches Testen: Meistens auffällig |