Charakterisierung von Stoffen und das Teilchenmodell

0.0(0)
Studied by 0 people
call kaiCall Kai
learnLearn
examPractice Test
spaced repetitionSpaced Repetition
heart puzzleMatch
flashcardsFlashcards
GameKnowt Play
Card Sorting

1/29

flashcard set

Earn XP

Description and Tags

Vokabelkarten zur Einführung in die Charakterisierung von Stoffen, Stoffeigenschaften, Aggregatzustände und die Grundprinzipien des chemischen Teilchenmodells.

30 Terms

1
New cards

Modell (in den Naturwissenschaften)

Eine vereinfachte, angenäherte Darstellung bestimmter Teile der Realität, die dazu dient, nicht direkt sichtbare Phänomene zu veranschaulichen, und dabei stets Grenzen besitzt.

2
New cards

Kleinste Teilchen

Die charakteristischen, etwa 1 nm1\,\text{nm} grossen Bausteine aller Stoffe, welche deren Stoffeigenschaften bestimmen; werden sie gespalten, verliert der jeweilige Stoff seine typischen Eigenschaften.

3
New cards

Nanometer

Eine Längeneinheit (abgekürzt nm\text{nm}, abgeleitet von griechisch nanos für Zwerg), die einem milliardstel Meter bzw. 10−9 m10^{-9}\,\text{m} entspricht.

4
New cards

Wärmebewegung

Die ständige, ununterbrochene Eigenbewegung der kleinsten Teilchen, deren Intensität und Geschwindigkeit direkt von der Temperatur abhängen (je heisser, desto stärker).

5
New cards

Feststoff (im Teilchenmodell)

Ein Aggregatzustand, in dem sehr grosse Anziehungskräfte zwischen den Teilchen herrschen; sie sind dicht in einem regelmässigen Gitter angeordnet, lassen sich nicht zusammenpressen und führen ausschliesslich Zitterbewegungen (Vibrationen) an ihren festen Plätzen aus.

6
New cards

Flüssigkeit (im Teilchenmodell)

Ein Aggregatzustand mit schwächeren Anziehungskräften als im Feststoff; die Teilchen besitzen keine festen Plätze oder strenge Ordnung mehr, sind gegeneinander frei verschiebbar und passen sich der Gefässform an, lassen sich jedoch kaum zusammendrücken.

7
New cards

Gas (im Teilchenmodell)

Ein Aggregatzustand, in dem die Teilchen sehr weit voneinander entfernt sind, keinen Zusammenhalt besitzen, sich ungeordnet durch Zusammenstösse bewegen und sich leicht zusammendrücken lassen.

8
New cards

Verdunsten

Der Übergang von Teilchen aus dem flüssigen in den gasförmigen Zustand unterhalb der Siedetemperatur, da die schnellsten Teilchen an der Oberfläche die nur von drei Seiten wirkenden Anziehungskräfte überwinden können.

9
New cards

Sublimation

Der direkte Aggregatzustandswechsel eines Stoffes vom festen in den gasförmigen Zustand unter Wärmeaufnahme (beobachtbar beispielsweise beim Erhitzen von Iodkristallen bei Atmosphärendruck).

10
New cards

Resublimation

Der direkte Aggregatzustandswechsel eines Stoffes vom gasförmigen in den festen Zustand unter Wärmeabgabe (z. B. wenn gasförmige Ioddämpfe beim Abkühlen wieder zu Kristallen werden).

11
New cards

Oberflächenspannung

Das Bestreben von Flüssigkeiten wie Wasser, ihre Oberfläche minimal zu halten und eine Kugelform zu bilden, da sich die Teilchen gegenseitig stark anziehen und dadurch an der Grenzfläche eine Art elastische Haut erzeugen.

12
New cards

Diffusion

Die selbstständige, gleichmässige Verteilung kleinster Teilchen im gesamten zur Verfügung stehenden Raum ohne äusseren Antrieb, bedingt durch ihre kontinuierliche Eigenbewegung.

13
New cards

Brown'sche Bewegung

Die unregelmässige Zickzack-Bewegung mikroskopisch sichtbarer Teilchen (ca. 10−6 m10^{-6}\,\text{m}), die durch fortwährende Stösse unsichtbarer kleinster Teilchen (ca. 10−9 m10^{-9}\,\text{m}) verursacht wird (1827 von Robert Brown entdeckt, 1905 von Albert Einstein erklärt).

14
New cards

Absoluter Nullpunkt

Der theoretische tiefstmögliche Temperaturpunkt bei −273 ∘C-273\,^\circ\text{C} bzw. 0 Kelvin0\,\text{Kelvin}, an dem die kleinsten Teilchen jegliche Bewegung einstellen und völlig ruhig sind.

15
New cards

Lösevorgang (im Teilchenmodell)

Ein Prozess, bei dem sich freie Teilchen einer Flüssigkeit (z. B. Wasser) zwischen die Gitterteilchen eines Feststoffs (z. B. Zucker) schieben, deren Ablösung von der Kristalloberfläche erleichtern und sie durch Diffusion gleichmässig verteilen.

16
New cards

Physikalischer Vorgang

Ein Vorgang, bei dem die Stoffart und der chemische Charakter erhalten bleiben und sich lediglich der äussere Zustand ändert (z. B. Erwärmung, Verformung oder Aggregatzustandsänderungen wie Schmelzen und Verdampfen).

17
New cards

Chemische Reaktion

Ein Vorgang, bei dem ein Stoff seine Eigenschaften ändert und zu einer neuen Stoffart mit neuen Eigenschaften umgewandelt wird.

18
New cards

Physikalische Eigenschaft

Ein stoffspezifisches Merkmal, das ermittelt werden kann, ohne dass sich der untersuchte Stoff in eine neue Stoffart verwandelt (z. B. Farbe, Dichte, Schmelztemperatur, Siedetemperatur, Löslichkeit).

19
New cards

Chemische Eigenschaft

Eine Eigenschaft, die beschreibt, wie sich ein Stoff bei chemischen Reaktionen verhält und die nur durch dessen stoffliche Umwandlung festgestellt werden kann (z. B. Brennbarkeit).

20
New cards

Mohs'sche Härteskala

Eine von Friedrich Mohs eingeführte Ritzhärteskala von 11 bis 1010, bei der härtere Stoffe weichere ritzen können (z. B. Gold mit Härte 2,52{,}5, Stahl mit Härte 88, Diamant als härtester Stoff mit Härte 1010).

21
New cards

Ferromagnetische Metalle

Metalle, die magnetische Eigenschaften besitzen bzw. von Magneten angezogen werden; namentlich Eisen, Cobalt und Nickel.

22
New cards

Elektrischer Isolator

Ein Material, das den elektrischen Strom nicht leitet (Nichtleiter), wie beispielsweise Kunststoffe, Holz, Glas und Porzellan.

23
New cards

Siedetemperatur

Die Temperatur, bei der eine Flüssigkeit zu verdampfen beginnt; sie ist vom Luftdruck abhängig und wird einheitlich bei Normdruck (1013 hPa1013\,\text{hPa}) angegeben (z. B. Wasser bei 100 ∘C100\,^\circ\text{C}, auf dem Mont Blanc bei 84 ∘C84\,^\circ\text{C}, auf dem Mount Everest bei 66 ∘C66\,^\circ\text{C}).

24
New cards

Schmelztemperatur

Die Temperatur, bei der ein Feststoff zu schmelzen beginnt; während des Schmelzvorgangs bleibt die Temperatur des Gemischs aus Feststoff und Flüssigkeit trotz weiterer Wärmezufuhr konstant.

25
New cards

Schmelzwärme

Die Wärmemenge, die bei konstanter Schmelztemperatur aufgewendet werden muss, um einen Feststoff vollständig in eine Flüssigkeit gleicher Temperatur umzuwandeln.

26
New cards

Löslichkeit

Die maximale Masse eines Stoffes (angegeben in Gramm), die sich in einem Liter Wasser bei einer bestimmten Temperatur lösen kann.

27
New cards

Gesättigte Lösung

Eine Lösung, die die maximal mögliche Menge eines gelösten Stoffes enthält, sodass sich jede weitere zugegebene Menge als ungelöster Bodenkörper absetzt.

28
New cards

Dichte (ρ\rho)

Eine stoffspezifische physikalische Grösse, die das Verhältnis der Masse (mm) einer Stoffportion zu deren Volumen (VV) beschreibt (ρ=mV\rho = \frac{m}{V}).

29
New cards

Endothermer Vorgang

Ein Prozess, bei dem Wärme aus der Umgebung aufgenommen werden muss, wie beispielsweise beim Schmelzen, Verdampfen oder Sublimieren.

30
New cards

Exothermer Vorgang

Ein Prozess, bei dem Wärmeenergie an die Umgebung freigesetzt wird, wie beispielsweise beim Erstarren, Kondensieren oder Resublimieren.