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Flashcards zur Klausurvorbereitung im Fachbereich Sonographie und Notfallultraschall nach den Aufzeichnungen von Herrn Humberg. Behandelt werden Leber- und Gallenblasenpathologien, der eFAST-Algorithmus, Schilddrüsendiagnostik sowie interventionelle Verfahren.
Gallenstein vs. Gallenblasenpolyp
Gallensteine sind frei beweglich und verschieben sich bei Umlagerung des Patienten auf die Seite. Polypen hingegen sind fest mit dem Wandgewebe verwachsen und verändern ihre Position bei Lagewechsel nicht.

Gallenblasenpolyp (Sonographie)
Sonographisch als echoreiche, wandständige Struktur im Lumen der Gallenblase erkennbar, die fest mit der Wand verbunden ist und bei Lageänderung im Gegensatz zu Gallensteinen lagekonstant bleibt.
Leberzirrhose: Anfangs- bis fortgeschrittenes Stadium
Gekennzeichnet durch unregelmäßige Randkonturen der Gefäße sowie einen feinknotigen Umbau des Leberparenchyms mit einer grobknotigen Lezeroberfläche.
Leberzirrhose: Spätstadium
Charakterisiert durch Aszitesbildung, die Entwicklung einer Schrumpfleber sowie die Ausbildung von portokavalen Umgehungskreisläufen.
Pathologien der Leber (Übersicht)
Zirrhose, Steatosis hepatis, Stauungsleber bei Rechtsherzinsuffizienz, Aszites, Leberzysten und Hämangiome.
Pathologien der Gallenblase (Übersicht)
Gallensteine (Cholezystolithiasis), Cholezystitis, Ödembildung der Wand, Polypen sowie freie Perforation mit Flüssigkeitsaustritt.
Standardschnitte der Gallenblase
Längsschnitt rechts (medioclaviculär) und Querschnitt rechts (medioclaviculär).
eFAST
Erweiterter FAST-Sonographie-Algorithmus (Extended Focused Assessment with Sonography for Trauma) zur schnellen Ersteinschätzung nach Traumageschehen in der Notfallmedizin und Traumatologie (Untersuchung von Abdomen, Becken, Perikard und Thorax).
Thorax-Sonographie im eFAST
Dient dem schnellen Ausschluss eines Pneumothorax sowie der Beurteilung der Pleuraspalte auf Hämatothorax und Pleuraerguss.
FAST-Schritt: Perikard
Wird im subxiphoidalen 4-Kammer-Blick durchgeführt; dient dem Nachweis freier Flüssigkeit (FF) im Sinne eines Perikardergusses bzw. Hämatoperikards.
FAST-Schritt: Koller-Pouch & linker Pleuraspalt
Wird über einen Flankenschnitt links dargestellt; dient dem Nachweis freier Flüssigkeit peri- oder sublienal (im Koller-Pouch) sowie im linken Pleuraspalt.
FAST-Schritt: Morison-Pouch & rechter Pleuraspalt
Wird über einen Flankenschnitt rechts dargestellt; dient dem Nachweis freier Flüssigkeit peri- oder subhepatisch (im Morison-Pouch) sowie im rechten Pleuraspalt.
FAST-Schritt: Douglas-Proust-Raum
Wird im suprapubischen Längs- oder Querschnitt durchgeführt; dient der Suche nach freier Flüssigkeit retrouterin bzw. im Douglas-Raum.

Morison-Pouch und Koller-Pouch (Topographie)
Anatomische Spalträume der Peritonealhöhle: Der Morison-Pouch liegt zwischen Leber (Hepar) und rechter Niere (Ren dexter); der Koller-Pouch liegt zwischen Milz (Splen) und linker Niere.
Morison-Pouch: Pathologischer Befund
Echofreier (flüssigkeitsäquivalenter) Saum im Recessus hepatorenalis zwischen Leberparenchym und der rechten Niere.
Douglas-Raum: Pathologischer Befund
Ansammlung freier, sonographisch echofreier Flüssigkeit im tiefsten Punkt des weiblichen Beckens zwischen Uterus und Rektum.
Short Axis – Out of Plane
Nadelführungstechnik mit Querschnittsdarstellung des Gefäßes. Die Nadel stellt sich meist als punktförmiger Reflex dar; es besteht das Risiko, dass der Nadelschaft fälschlicherweise für die Nadelspitze gehalten wird.
Long Axis – In Plane
Nadelführungstechnik mit Längsdarstellung des Gefäßes. Die Nadel kann über einen längeren Abschnitt visualisiert werden; erfordert eine exakte Ausrichtung von Schallkopf, Gefäß und Nadel in einer Ebene.
Schilddrüsenuntersuchung: Anamnese
Erfragen von Schluckbeschwerden, Kloßgefühl, plötzlicher Gewichtszu- oder -abnahme, bekannten Funktionsstörungen (Hypo-/Hyperthyreose) sowie familiären Vorerkrankungen.
Schilddrüsenuntersuchung: Inspektion
Beurteilung von sichtbarem Struma, oberer Einflussstauung, Operationsnarben am Hals sowie Zeichen einer endokrinen Orbitopathie bei Morbus Basedow (Lidödem, Rötung der Bindehäute, Exophthalmus).
Schilddrüsenuntersuchung: Palpation
Tastuntersuchung: Eine derbe/harte Konsistenz tritt bei Riedel-Struma oder Malignomen auf; fehlende Verschieblichkeit weist auf Bösartigkeit hin; Druckschmerz deutet auf Abszesse oder subakute granulomatöse Thyreoiditis hin; vergrößerte Halslymphknoten weisen auf Malignome oder Entzündungen hin.
Schilddrüsen-Volumetrie (Formel)
Berechnung des Gesamtschilddrüsenvolumens: VSD=Vrechter Lappen+Vlinker Lappen, wobei für jeden Lappen gilt: V=La¨nge×Breite×Tiefe×0,479 (das Volumen des Isthmus ist vernachlässigbar).
Struma (Grenzwerte nach Schilddrüsenvolumen)
Vergrößerung der Schilddrüse bei Frauen über 18ml und bei Männern über 23ml.
Malignitätskriterien eines Schilddrüsenknotens
Die fünf klassischen Kriterien umfassen: solide Binnenstruktur, ausgeprägte Hypoechogenität (sehr echoarm), irreguläre Begrenzung, Mikrokalkzifikationen sowie eine 'taller-than-wide'-Konfiguration (in sagittaler Ausrichtung höher als breit).
Vakuumbiopsie
Minimalinvasives Biopsieverfahren (häufig in der Mammadividiagnostik), bei dem Gewebe durch Vakuum-Unterdruck in eine Biopsiekerbe gesaugt, mechanisch abgetrennt und abtransportiert wird; ermöglicht multiple Probenentnahmen über eine einzige Punktion.
Ultraschallgezielte Kompression vs. Thrombininjektion: Wirkprinzip
Die Kompression bewirkt eine rein mechanische Unterbrechung des Einstroms in das Pseudoaneurysma. Die Thrombininjektion führt zu einer biochemischen Gerinnungsinduktion direkt im Aneurysmasack.
Thrombininjektion: Zentrale Risiken
Unbeabsichtigter Übertritt von Thrombin in den systemischen Kreislauf, arterielle Thrombose des Trägergefäßes und distale Embolisation.
Kompressionstherapie: Zentrale Risiken & Nachteile
Ausgeprägte Schmerzen für den Patienten, oft lange Behandlungsdauer, Gefahr der unbeabsichtigten Gefäßkompression sowie das Risiko eines unzureichenden Aneurysmaverschlusses.