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Von welchen Sphären sprechen wir in goek?
Kryosphäre Biosphäre Pedosphäre Atmosphäre Hydrosphäre Anthrosphäre Litosphäre
Erkläre Kryosphäre
Umfasst alle dauerhaft oder zeitweise gefrorenen Wasseranteile der Erde, z. B. Gletscher, Schnee, Permafrost. Sie beeinflusst Klima, Meeresspiegel und Wasserkreisläufe.
Erkläre Biosphäre
Gesamtheit aller Lebewesen und ihrer Lebensräume auf der Erde. Sie steht in Wechselwirkung mit Atmosphäre, Hydrosphäre, Pedosphäre und Lithosphäre.
Erkläre Pedosphäre
Die Bodenschicht der Erde, in der sich Gestein, Luft, Wasser und Lebewesen durchmischen. Sie ist Lebensraum und Nährstoffquelle für Pflanzen und Tiere.
Erkläre Atmosphäre
Die Lufthülle der Erde, die aus verschiedenen Gasen besteht. Sie schützt vor Strahlung, reguliert das Klima und ermöglicht Atmung.
Erkläre Hydrosphäre
Gesamtheit des Wassers auf der Erde – flüssig, fest oder gasförmig. Dazu gehören Ozeane, Seen, Flüsse, Grundwasser und Wasserdampf.
Erkläre Anthroposphäre
Von Menschen geschaffene oder veränderte Bereiche, z. B. Städte, Infrastruktur und Kulturlandschaften. Sie ist Teil der Erde, der am stärksten durch menschliche Aktivitäten geprägt ist.
Erkläre Lithosphäre
Die feste äußere Hülle der Erde, bestehend aus Erdkruste und oberstem Erdmantel. Sie bildet die Grundlage für Kontinente und Ozeanböden.
Welche Elemente spielen in einem vereinfachten Nahrungsnetz eine Rolle?
Produzenten Konsumenten Totes organisches Material Destruenten Anorganisches Material
In welche Faktoren werden die Elemente in einem Nahrungsnetz grob unterteilt?
Biotische Faktoren (Produzenten, Konsumenten, Destruenten, Totes organisches Material) Abiotische Faktoren (Anorganische Stoffe)
Abiotische Umweltfaktoren
Als abiotisch werden alle Umweltfaktoren zusammengefasst an denen Lebewesen nicht erkennbar beteiligt sind. Im Prinzip handelt es sich also um die physikalische Umwelt, die einen Einfluss auf Lebewesen hat. Eine Wirkung auf Organismen haben: Licht, Einstrahlung, Temperatur, Verfügbarkeit von Wasser und chemischen Elementen, Boden und Feuer.
Art
Eine Gruppe Organismen, die sich von allen anderen Gruppen von Organismen unterscheiden und sich untereinander fortpflanzen und fruchtbaren Nachwuchs erzeugen können. Kleinste Klassifizierungseinheit für Pflanzen und Tiere.
Wie viele Arten leben nach aktueller Schätzung etwa auf der Erde?
8,7 Millionen Arten leben auf der Erde, beschrieben wurden bis heute ca. 1.9 Millionen Arten
Biomasse
Stoffmasse von Lebewesen, z. B. Wurzelmasse eines Baumes, Herbstlaub auf dem Boden, Weizen auf dem Feld oder Masse eines Elefanten.
Biosphäre
Gesamtheit aller Ökosysteme, Gesamtheit der belebten Welt auf der Erde. Auch Ökosphäre genannt.
Biotische Umweltfaktoren
Umweltfaktoren, an denen Lebewesen erkennbar beteiligt sind. Sie ergeben sich aus Wechselwirkungen zwischen Arten, z. B. Nahrung, Konkurrenz und Feinddruck.
Carnivore
Lebewesen, die sich hauptsächlich oder ausschliesslich von lebendem tierischem Gewebe ernähren. Werden auch Sekundärkonsumenten genannt.
Destruenten
Zerleger. Lebewesen, welche sich von toten Lebewesen oder deren Ausscheidungen ernähren und diese in Grundbausteine zerlegen, z. B. Regenwürmer, Bakterien und Pilze.
Herbivore
Primärkonsumenten, die sich ausschliesslich von Pflanzen ernähren und auf der 2. Trophieebene stehen.
Konsumenten
Verbraucher. Tiere, welche entweder Pflanzen oder andere Tiere fressen.
Mineralisierung
Umbildung von organischer Substanz in anorganische Stoffe wie CO2, H2O, Ammonium, Nitrat, Sulfat und Phosphat.
Nahrungskette
Reihenfolge von Organismen eines Ökosystems, in der die in der Nahrung gespeicherte Energie weiter transportiert wird.
Was ist ein Nahrungsnetz?
Verzweigte Nahrungskette. Konsumenten höherer Ordnung sind dadurch weniger von einer einzelnen Art abhängig.
Ökologie
Lehre von den Wechselbeziehungen zwischen den Lebewesen untereinander und zu ihrer Umwelt.
Ökosystem
Dynamisches Beziehungsgefüge zwischen Lebewesen und ihrer Umwelt, in dem biotische und abiotische Faktoren vorkommen.
Organismus
Ein einzelnes Lebewesen. Organismen betreiben Stoffwechsel, wachsen, können sich fortpflanzen und stehen im Stoff-, Energie- und Informationsaustausch mit ihrer Umgebung.
Phytoplankton
Primärproduzent in stehenden und langsam fliessenden Gewässern. Baut durch Fotosynthese Biomasse auf und bildet die Basis vieler Nahrungsketten.
Planetary Boundaries: Welche gibt es, welche wurden überschritten?
Klima, funktionale Integrität der Biosphäre, Fläche natürlicher Ökosysteme, Oberflächengewässer, Grundwasser, Stickstoff, Phosphor und Aerosole/Luftverschmutzung.
Produzenten
Erzeuger oder Primärproduzenten. Grüne Pflanzen, die durch Fotosynthese Biomasse herstellen können.
Stoffkreisläufe
In Ökosystemen werden Stoffe gespeichert, umgewandelt und weitergegeben. Wichtige Beispiele sind Wasser-, Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphorkreislauf.
Trophieebene
Nahrungsebene. Alle Arten mit gleicher Stellung in der Nahrungskette befinden sich auf der gleichen Trophieebene.
Was ist Vegetation?
Gesamte Pflanzendecke eines Gebietes. Sie ist unter anderem von Wasserverfügbarkeit und Lichteinstrahlung abhängig.
Zooplankton
Kleinstorganismen in Gewässern, die sich von Phytoplankton ernähren. Sie sind Primärkonsumenten.
Wie unterscheiden sich abiotische und biotische Faktoren?
Abiotische Faktoren sind unbelebte Umweltbedingungen wie Licht, Temperatur oder Wasser. Biotische Faktoren entstehen durch Wechselwirkungen zwischen Lebewesen.
Nenne jeweils 5 Beispiele für biotische und abiotische Faktoren
Abiotisch: Temperatur, Lichtintensität, Wasserverfügbarkeit, Boden-pH-Wert, Luftfeuchtigkeit. Biotisch: Konkurrenz, Räuber-Beute-Beziehungen, Parasiten, Symbiosen und soziale Interaktionen.
Aus welchen Stoffen bauen Produzenten eigene Stoffe auf?
CO2, H2O und Photonen
Was sind Photonen?
Photonen sind Lichtteilchen, die kleinsten Einheiten elektromagnetischer Strahlung.
Nenne 3 Beispiele von Destruenten
Regenwürmer, Pilze und Bodenbakterien.
Nenne 3 Beispiele von Produzenten
Gräser, Bäume und Moose.
Nenne 3 Beispiele von Primärkonsumenten
Kaninchen, Rehe und Raupen.
Nenne 3 Beispiele von Sekundär-/Tertiärkonsumenten
Fuchs, Adler und Wolf.
In welche beiden Kategorien kann man Konsumenten einteilen?
Herbivoren und Prädatoren.
Wovon ist der Energiehaushalt eines Ökosystems primär abhängig?
Von der Sonne und der Produktivität der Pflanzen.
Was ist Anthropozän?
Ein vorgeschlagenes Erdzeitalter, in dem der Mensch zum dominierenden Einflussfaktor auf Klima, Umwelt und biologische Systeme geworden ist.
Was zeigen die planetaren Grenzen auf?
Die Belastungsgrenzen der Erde, innerhalb derer menschliche Aktivitäten stattfinden können, ohne das Erdsystem dauerhaft zu destabilisieren.
Erkläre die planetare Grenze Klima
Sie beschreibt die Stabilität des globalen Klimas, gesteuert vor allem durch Treibhausgase wie CO2.
Erkläre die funktionale Integrität der Biosphäre
Sie misst, wie stark Ökosysteme ihre Funktionen wie Bestäubung oder Kohlenstoffspeicherung erfüllen.
Erkläre die Fläche der natürlichen Ökosysteme
Sie bewertet, wie viel intakte Naturfläche erhalten bleibt. Zu starke Umwandlung stört Kohlenstoffkreisläufe und Biodiversität.
Erkläre die planetare Grenze Oberflächenwasser
Sie betrifft Verfügbarkeit und Qualität von Flüssen und Seen.
Erkläre die planetare Grenze Grundwasser
Sie betrachtet Nutzung und Regeneration unterirdischer Wasserreserven.
Erkläre die planetare Grenze Stickstoff
Zu hohe Einträge reaktiven Stickstoffs aus Dünger und Verbrennung belasten Böden, Gewässer und Atmosphäre.
Erkläre die planetare Grenze Phosphor
Phosphorüberschüsse führen zu Eutrophierung und Sauerstoffmangel in Gewässern.
Erkläre die planetare Grenze Aerosole/Luftverschmutzung
Feinstaub und Schwebstoffe beeinflussen Klima, Wolkenbildung und menschliche Gesundheit.
Was hilft gegen Eco-anxiety?
Gefühle ansprechen, Wissen erwerben und teilen, wirksam handeln (z. B. klimafreundlicher Alltag), sich mit anderen engagieren und für sich sorgen: Bewegung, Schlaf, gesund essen und Zeit in der Natur.
Welche Bedeutung hat die Fotosynthese?
Grüne Pflanzen, Phytoplankton und einige Bakterien wandeln mit Sonnenenergie einfache Stoffe in energiereiche Verbindungen um. Der Biomasseaufbau ist die Grundlage weiterer Nahrungsketten.
Wie lautet die vereinfachte Formel der Fotosynthese?
6 CO₂ + 6 H₂O + Sonnenlicht → C₆H₁₂O₆ + 6 O₂
Wovon hängt der Energiehaushalt in einem Ökosystem ab?
Von der Primärproduktion, Sonneneinstrahlung und Wasserverfügbarkeit.
Aus welchen beiden Elementen besteht der Energiehaushalt in einem Ökosystem?
Sofort verfügbare Energie in Biomasse und gespeicherte fossile Energie.
Welche Primärproduktion steht Konsumenten zur Verfügung?
Nur die Nettoprimärproduktion.
Welche Spinne ernährt sich fast ausschliesslich von Pflanzen?
Bagheera kiplingi
Was ist Biomagnifikation?
Zunahme der Konzentration schwer abbaubarer Schadstoffe entlang der Nahrungskette.
Wie sieht das globale Wasservorkommen aus?
Siehe Bild.

Welche natürlichen Funktionen haben Fliessgewässer in der Schweiz?
Lebensraum, Artenvielfalt, Wasserqualität, Hochwasserschutz, Vernetzung, Freizeit und Erholung
Welche "nicht" natürlichen Funktionen haben Fliessgewässer?
Energieproduktion Gewinnung von Trink- und Brauchwasser Entsorgung von Abwasser
Was ist Revitalisierung?
Flüsse, Wälder oder Landschaften werden in einen natürlicheren Zustand zurückgeführt. Ziel: Mehr Artenvielfalt und bessere ökologische Funktion.
Welchen Einfluss hat der Mensch auf die Hydrosphäre?
Veränderung von Flussläufen und Flussbetten, Drainage, Grundwassernutzung, Landnutzungsänderung und Klimaerwärmung.
Was ist Bioakkumulation?
Anreicherung von Schadstoffen in einem Organismus, weil die Aufnahme schneller erfolgt als Abbau oder Ausscheidung.
Wie hängt Bioakkumulation mit der Nahrungskette zusammen?
Sie führt zur Biomagnifikation: Die Schadstoffkonzentration nimmt in höheren Trophiestufen zu.
Weshalb ist Wasser Grundvoraussetzung für Lebensprozesse?
Wasser ist Hauptbestandteil der Zellen und Voraussetzung für Stoffwechselvorgänge.
Erkläre und zeichne den Wasserkreislauf
Evaporation, Transport in der Atmosphäre, Niederschlag, Versickerung und Abfluss.
Wo geschieht der Wasserkreislauf?
In der Troposphäre.
Was geschieht mit dem Wasser nach den Niederschlägen?
Es gelangt ins Meer, versickert im Boden oder fliesst oberflächlich ab.
Woher kommt das Wasser in der Troposphäre?
Durch Verdunstung aus Meer, Boden und Pflanzen.
Aus was besteht das globale Wasservorkommen?
Siehe Bild.

Erkläre die Funktion von Fliessgewässern: Lebensraum- und Artenvielfalt
Strömung, Wassertiefen, Uferstrukturen und Substrate schaffen vielfältige, vernetzte Lebensräume und ökologische Nischen.
Erkläre die Funktion von Fliessgewässern: Filterung durch Kleinstlebewesen
Destruenten und andere Kleinstlebewesen filtern und reinigen Wasser.
Erkläre die Funktion von Fliessgewässern: Hochwasserschutz
Natürliche Auen nehmen Wasser auf und geben es verzögert ab, wodurch Hochwasserspitzen gedämpft werden.
Erkläre die Funktion von Fliessgewässern: Vernetzung
Ein vernetztes Fliessgewässer tauscht Stoffe horizontal, vertikal und entlang des Flusses aus.
Was ist die Revitalisierung von Fliessgewässern?
Wiederherstellung natürlicher Funktionen eines verbauten oder eingedolten Gewässers durch bauliche Massnahmen.
Auf was muss bei der Revitalisierung geachtet werden?
Fischgängigkeit, Schwall-Sunk, Geschiebehaushalt und Restwasser.
Was ist Schwall-Sunk und welche Folgen hat dieser?
Schnelle künstliche Wasserstandsschwankungen durch Wasserkraftwerke. Lebensräume trocknen aus oder werden überflutet; Tiere werden verdrängt oder stranden.
Welchen Einfluss hat der Mensch auf die Hydrosphäre, kurz zusammengefasst?
Veränderung von Flussläufen, Drainage, Grundwassernutzung, Landnutzungsänderung und Klimaerwärmung.
Was ist Bioindikation?
Beurteilung der Umweltqualität anhand empfindlicher Lebewesen und ihres Vorkommens oder Fehlens.
Wie wird Bioindikation durchgeführt?
Stichproben auf verschiedenen Untergründen sammeln, Kleintiere bestimmen und daraus die Gewässergüte berechnen.
Welche Vorteile hat Bioindikation?
Sie zeigt Langzeitwirkungen, bewertet Umweltfaktoren ganzheitlich, erkennt geringe Belastungen und ist kostengünstig.
Welche zwei Faktoren zeigt Bioindikation in Fliessgewässern an?
Wasserqualität und strukturelle Gewässerqualität.
Warum wirkt sich die Wasserqualität auf die Artenvielfalt aus?
Empfindliche Arten verschwinden bei Sauerstoffmangel, Nährstoffbelastung und Schadstoffen; nur tolerante Arten bleiben.
Warum wirkt sich die strukturelle Gewässerqualität auf die Artenvielfalt aus?
Vielfältige Strukturen schaffen mehr ökologische Nischen; monotone verbaute Gewässer senken die Artenvielfalt.
Nenne drei Wassertiere und ihre Zeigefunktion
Steinfliegenlarve: sehr sauberes Wasser. Flohkrebs: leicht belastetes Wasser. Roll-Egel: stark belastetes, sauerstoffarmes Wasser.
Was sind Neobiota?
Tiere und Pflanzen, die erst seit der Entdeckung Amerikas bei uns vorkommen.
Welchen Einfluss haben Neobiota auf unser Ökosystem?
Die meisten sind harmlos. Invasive Arten verdrängen einheimische Arten, übertragen Krankheiten oder verursachen wirtschaftliche Schäden.
Nenne drei Neobiota in oder an Schweizer Fliessgewässern
Roter Amerikanischer Flusskrebs, Wandermuschel und Berufkraut.
Was versteht man unter Süsswasserverbrauch in der Schweiz und wodurch wird er belastet?
Verbrauch durch Landwirtschaft, Haushalte und Industrie; Belastung durch Übernutzung, Klimawandel und sinkende Grundwasserstände.
Wie sind die Strukturen vieler Fliessgewässer in der Schweiz belastet?
Viele wurden begradigt, kanalisiert oder verbaut; dadurch gingen Uferzonen, Auen und Lebensräume verloren.
Was bedeutet der biologische Zustand von Gewässern?
Artenvielfalt und ökologische Funktionsfähigkeit; beeinträchtigt durch Nährstoffe, Schadstoffe, Erwärmung und Lebensraumverlust.
Welche Stoffe gelangen in Schweizer Gewässer?
Stickstoff, Phosphor, Pestizide, Medikamente und Mikroverunreinigungen.
Wie ist die Atmosphäre zusammengesetzt?
Siehe Bild.

Welche Funktionen hat die Atmosphäre?
Sie enthält lebensnotwendige Gase, schützt vor UV-Strahlung und Meteoriten, bewirkt den natürlichen Treibhauseffekt und ist Teil von Stoffkreisläufen.
Wie schützt die Ozonschicht vor UV-Strahlen?
Ozon absorbiert UV-Strahlung. O3 wird dabei gespalten und aus O2 und O wieder neu gebildet.
Wie ist die Atmosphäre aufgebaut?
Siehe Bild.
