Allg. Pathologie

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66 Terms

1
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Prävention bedeutet?

(lateinisch praevenire „zuvorkommen“, „verhüten“)

2
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Was ist Primordialprävention?

→ setzt beim gesunden Menschen an ohne Risikofaktoren.
Bsp.: Förderung gesunde Ernährung / körperliche Bewegung.
Ziel: Entstehung von Risikofaktoren verhindern Primärprävention: Erkrankung verhindern

3
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Was ist Primärprävention?

→ setzt beim gesunden Menschen an mit Risikofaktoren.
Bsp.: Impfungen, Raucherentwöhnung, Ergonomisch Arbeiten)
Ziel: Manifestation der Erkrankung verhindern

4
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Was ist Sekundärprävention?

→ Früherkennung asymptomatischen Erkrankung, um durch frühzeitige Behandlung deren Verlauf günstig zu beeinflussen.
Bsp.: Krebsforsorge: Kolostkopie, Prostata, Brust, Cervix-Abstrich

5
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Was ist Tertiärprävention?

→ Einsatz von Massnahmen bei chronisch kranken Menschen
Bsp.: Beratung bei DM, Behandlung Hypertonie, Wundmanagement bei Dekubitus
Ziel: Folgen/Komplikationen der Erkrankung verhindern Quartärprävention: nutzlose Medizin verhindern

6
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Was ist Quartärprävention?

vermeiden von unnötigen medizinischen Massnahmen
Bsp.: Palliative Care

7
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Was bedeutet Gesunheitsförderung?

Gesundheitspotenzial von Menschen steigern und stärken
Salutogenetischer Ansatz → Fokus auf Ressourcen und Schutzfaktoren (statt Risikofaktoren)

8
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verschiedene Formen der Prävention?

Primordialprävention

Primärprävention

Sekundärprävention

Tertiärprävention

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Was ist die Pathophysiologie?

Lehre von der Entstehung und Entwicklung von krankhaft veränderten Körperfunktionen

10
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Was ist ein Symdrom?

gleichzeitiges auftreten versch. Symptomen z.B. AES Kombi von Zittern, Unruhe,    Schwitzen, Nausea

11
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Verschiedene Diagnosenarten?

  • gesicherte Diagnose

  • Verdachtsdiagnsoe

  • Auschlussdiagnose: Diagnose wird gestellt wenn alle anderen DD ausgeschlossen werden

  • Differentialdiagnose


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Was bedeutet Pathomechanismus’

Erkrankungsprinzip

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Hypertrophie

Zunahme der Zellgrösse z.B. Muskelhypertropie

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Hyperplasie

Vermehrung der Zellzahl z.B. Prostatahyperplasie

15
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Atrophie

Minderbeanspruchung führt zu Gewebsschrumpfung z.B. Muskelartrophie

16
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Regeneration

ersetzten von zugrunde gegangenem Gewebe durch funktionsfähiges Gewebe z.B. Hautläsion

17
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Reparation

ersetzten von zugrunde gegangenem minderwertigem Gewebe ersetzt z.B. Myokardinfarkt

18
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Degeneration

Abbau und Funktionsverlust von Gewebe und Organen z.B. Alzheimer

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Definition Entzündung

Reaktion des Organismus auf einen durch einen äusseren oder einen inneren Reiz verursachten Zell- oder Gewebsschaden

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Mögl. Auslöser Entzündung?

- infektiös (Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten)
- immunologisch (u.a. körpereigene Strukturen: Autoimmunerkrankungen)
- chemisch (z.B. Gifte)
- physikalisch (Trauma, Hitze, Frost oder radioaktive Strahlung

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Entzündung Kardialsymptome

Funktionsverlust = Functio laesa
Schmerzen = Dolor
Schwellung = Tumor
Rötung = Rubor
Überwärmung = Calor

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Ischämie?

Überbegriff für mangelnde Durchblutung

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Definition Durchblutungsstörungen

Beeinträchtigung Blutflusses durch Organ (= Ischämie), dass Sauerstoffunterversorgung (= Hypoxie) mit möglichen ischämischen Folgeschäden entsteht

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Nekorose

(irreversibler) Zelltod

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Gangrän

Sonderform Nekrose die durch Verwesung und Autolyse (= Selbstverdauung) gekennzeichnet ist. Das betroffene Gewebe zerfällt und verfärbt sich (häufig schwarz)

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Definition Schädigung durch innere Prozesse: Ablagerung

versch. Stoffe können sich in oder zwischen Zellen ablagern und Funktion beeinträchtigen

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Pathomechanismus Dekubitus

Druck auf Blutgefässe → lokale Durchblutungsstörung → Gewebshypoxie. Beim Gesunden führt diese Gewebshypoxie zu einem Reflex, der den Druck wegnimmt. Bei bettlägerigen und bei älteren Patienten ist dieser Reflex abgeschwächt oder ganz fehlend → die Gewebshypoxie bleibt bestehen → Vasodilatation (= Erweiterung der Arterien) → Hautrötung.

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Stadien Dekubitus

Stadium I: Haut intakt aber Hautrötung, wegdrückbar
Stadium II: Haut nicht mehr intakt, Blasen
Stadium III: tiefes und offenes Geschwür
Stadium IV: freilegende Knochen

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Risikofaktoren Dekubitus

Mangelernährung, reduzierter Körperfettanteil, schlechter AZ, Immobilität, Durchblutungsstörung usw.

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Therapie Dekubitus

Positionieren, Mobilisation, Ernährungstherapie usw.

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Schädigung durch Kälte

Unterscheidung: Erfrierung (lokal) oder Unterkühlung (systemisch)

32
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lokale Erfrierung, vier Schweregrade?

I: blasse Haut, dann Rötung
II: Blasenbildung
III: Hautnekrose
IV: Vereisung und komplette Gewebszerstörung

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lokale Erfrierung Therapie

eintauchen in 40 Grad warmes Wasser, Analgesie, Amputationen

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Systemische Unterkühlung

Störung der Organfunktion bei Körpertemperatur <36 Grad
Risikopatienten: ältere Menschen, Obdachlose, Alkohol und/oder Drogeneinfluss, untergewichtige Personen

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Systemische Unterkühlung Therapie

Wiedererwärmungsmassnahmen, Zufuhr von warmen Infusionen, Reanimationsmassnahmen

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Lokale Verbrennung

Gewebsschädigung durch lokale Hitzeeinwirkung, kann systemische Auswirkungen haben (Schock)

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Grad Einteilung Verbrennung

Grad 1: Rötung, Schwellung, Schmerz (z.B. Sonnenbrand)
Grad 2a: Epidermisschaden, Rötung, Blasen, Schmerz
Grad2b: Schaden bis Dermis, Rötung und Blässe, Schmerzen
Grad 3: Schaden bis Subcutis, Haut gräulich, keine Schmerzen
Grad 4: Schädigung von Muskeln, Sehnen und/oder Knochen

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Folgen Verbrennung

Vasodilatation und Permeabilitätserhöhung → Flüssigkeitsverlust, Ausmass der Verbrennung >9% → Schockgefahr

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Therapie Verbrennung

Infusionstherapie, hochkalorische Ernährung, Analgesie Behandlung der Wunden

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Hitzschlag

erhöhte Wärmezufuhr: Bewusstseinsstörung, Tachykardie, niedriger BD

41
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Sonnenstich

isolierte Überwärmung von Gehirn und Hirnhäute: Kopfschmerzen, roter Kopf, Nausea, Emesis, Nackensteifheit

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4 Schritt Anamnese

- Jetziges Leiden: 7 Charakteristika (Lokalisation, Quantität, Qualität, zeitlicher Verlauf, Begleitsymptome, modifizierende Faktoren, eigene Erklärung)
- Persönliche Anamnese: Medikamente, Noxen, Allergien
- Familienanamnese
- Sozialanamnese

43
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Elektrokardiogramm (EKG)

Funktionsweise des Herzen v.a. drei Aussagen:
- Herzrythmus und Zustand des Erregungsleitungssystems (Ursprung (z.B. Sinusrhythmus), Regelmässigkeit, Frequenz
- (elektrische) Lage des Herzens
- Zustand des Herzmuskels (Ischämie, Infakt, Hypertropie)

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Sonographie

 (Ultraschall, (Herz-)Echo)
Prinzip: Ultraschallwellen werden gesendet und je nach Gewebe unterschiedlich reflektiert, daraus wird Bild generiert
Zwei Verfahren: B-Mode-Verfahren (B=Brightness): dient der Organdarstellung. M-Mode-Verfahren (M= Motion): Darstellung der Herzklappenbewegung

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Konventionelles Röntgen

Prinzip: Röntgenstrahlen werden je nach Gewebe unterschiedlich absorbiert (Knochen viel = helles Bild, Luft wenig = schwarzes Bild)
Nachteil: Strahlenbelastung

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Computertomographie (CT)

Prinzip: gleich wie Röntgen aber Röntgenröhre kreist um den Pat. Somit liefertes aus versch. Richtungen aufgenommenen Röntgenbilder
Vorteil: Kontrastmittel zusätzliche Diagnostik
Nachteil: Allergisch auf Kontrastmittel, hohe Strahlenbelastung

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Magnetresonanztomographie (MR/MRT/MRI)

Prinzip: Aufbau starkes Magnetfeld, auf das gewisse Atomkerne im Körper «resonant» reagieren, wodurch elektrisches Signal generiert wird
Nachteil: bei Klaustrophobie, hohe Kosten, CAVE: magnetbasiertes Metall
Vorteil: keine Strahlenbelastung

49
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Nuklearmedizinische Bildgebung: Szintigraphie

Prinzip: Injektion (schwach) radioaktiven Substanz (Tracer), bei hohem Stoffwechselverbrauch reichert es sich an

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Nuklearmedizinische Bildgebung: SPECT (Single Photon Computed Tomography)

Prinzip: Szintigraphie kombiniert mit CT

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Nuklearmedizinische Bildgebung: PET (Positronenemissionstomographie)

Prinzip: wie SEPCT, als Tracer dient aber radioaktiv markierte Glucose

52
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Endoskopie

Prinzip: Betrachtung von Hohlräumen mittels Endoskops und Kamera (kann Saugen, spülen, Biopsie entnehmen usw.)

53
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Endosonografie

Prinzip: anstelle Kamera befindet Ultraschallkopf, erlaubt Beurteilung der Schleimhautschichten

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Laparoskopie

Prinzip: wie Endoskopie aber Zugang erfolgt durch minimalinvasive Schnitte in die Bauchhöhle

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Konservative Therapie

Behandlung ohne Operation

56
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Operative Therapie

Veränderung, Entfernung oder Ersetzen von Gewebe

57
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kurative Therapie

Heilung

58
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palliative Therapie

Linderung der Symptome

59
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kausale Therapie

Ursache der Erkrankung behandeln

60
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symptomatische Therapie

Verbesserung der Symptome

61
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supportive Therapie

unterstützen Heilung

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kalkuliere Therapie

Therapie wird begonnen, bevor die Diagnose gesichert ist

63
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neoadjuvante Therapie

Massnahme (z.B. RT) vor einem operativen Eingriff

64
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adjuvante Therapie

Massnahme (z.B. RT) nach einem operativen Eingriff

65
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interventionelle Therapie

therapeutisches Eingreifen während eines radiologischen Verfahrens (z.B. Stent Einlage)

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Elektive Therapie

geplante Therapie (z.B. Gelenkersatz)