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Prävention bedeutet?
(lateinisch praevenire „zuvorkommen“, „verhüten“)
Was ist Primordialprävention?
→ setzt beim gesunden Menschen an ohne Risikofaktoren.
Bsp.: Förderung gesunde Ernährung / körperliche Bewegung.
Ziel: Entstehung von Risikofaktoren verhindern Primärprävention: Erkrankung verhindern
Was ist Primärprävention?
→ setzt beim gesunden Menschen an mit Risikofaktoren.
Bsp.: Impfungen, Raucherentwöhnung, Ergonomisch Arbeiten)
Ziel: Manifestation der Erkrankung verhindern
Was ist Sekundärprävention?
→ Früherkennung asymptomatischen Erkrankung, um durch frühzeitige Behandlung deren Verlauf günstig zu beeinflussen.
Bsp.: Krebsforsorge: Kolostkopie, Prostata, Brust, Cervix-Abstrich
Was ist Tertiärprävention?
→ Einsatz von Massnahmen bei chronisch kranken Menschen
Bsp.: Beratung bei DM, Behandlung Hypertonie, Wundmanagement bei Dekubitus
Ziel: Folgen/Komplikationen der Erkrankung verhindern Quartärprävention: nutzlose Medizin verhindern
Was ist Quartärprävention?
vermeiden von unnötigen medizinischen Massnahmen
Bsp.: Palliative Care
Was bedeutet Gesunheitsförderung?
Gesundheitspotenzial von Menschen steigern und stärken
Salutogenetischer Ansatz → Fokus auf Ressourcen und Schutzfaktoren (statt Risikofaktoren)
verschiedene Formen der Prävention?
Primordialprävention
Primärprävention
Sekundärprävention
Tertiärprävention
Was ist die Pathophysiologie?
Lehre von der Entstehung und Entwicklung von krankhaft veränderten Körperfunktionen
Was ist ein Symdrom?
gleichzeitiges auftreten versch. Symptomen z.B. AES Kombi von Zittern, Unruhe, Schwitzen, Nausea
Verschiedene Diagnosenarten?
gesicherte Diagnose
Verdachtsdiagnsoe
Auschlussdiagnose: Diagnose wird gestellt wenn alle anderen DD ausgeschlossen werden
Differentialdiagnose
Was bedeutet Pathomechanismus’
Erkrankungsprinzip
Hypertrophie
Zunahme der Zellgrösse z.B. Muskelhypertropie
Hyperplasie
Vermehrung der Zellzahl z.B. Prostatahyperplasie
Atrophie
Minderbeanspruchung führt zu Gewebsschrumpfung z.B. Muskelartrophie
Regeneration
ersetzten von zugrunde gegangenem Gewebe durch funktionsfähiges Gewebe z.B. Hautläsion
Reparation
ersetzten von zugrunde gegangenem minderwertigem Gewebe ersetzt z.B. Myokardinfarkt
Degeneration
Abbau und Funktionsverlust von Gewebe und Organen z.B. Alzheimer
Definition Entzündung
Reaktion des Organismus auf einen durch einen äusseren oder einen inneren Reiz verursachten Zell- oder Gewebsschaden
Mögl. Auslöser Entzündung?
- infektiös (Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten)
- immunologisch (u.a. körpereigene Strukturen: Autoimmunerkrankungen)
- chemisch (z.B. Gifte)
- physikalisch (Trauma, Hitze, Frost oder radioaktive Strahlung
Entzündung Kardialsymptome
Funktionsverlust = Functio laesa
Schmerzen = Dolor
Schwellung = Tumor
Rötung = Rubor
Überwärmung = Calor
Ischämie?
Überbegriff für mangelnde Durchblutung
Definition Durchblutungsstörungen
Beeinträchtigung Blutflusses durch Organ (= Ischämie), dass Sauerstoffunterversorgung (= Hypoxie) mit möglichen ischämischen Folgeschäden entsteht
Nekorose
(irreversibler) Zelltod
Gangrän
Sonderform Nekrose die durch Verwesung und Autolyse (= Selbstverdauung) gekennzeichnet ist. Das betroffene Gewebe zerfällt und verfärbt sich (häufig schwarz)
Definition Schädigung durch innere Prozesse: Ablagerung
versch. Stoffe können sich in oder zwischen Zellen ablagern und Funktion beeinträchtigen
Pathomechanismus Dekubitus
Druck auf Blutgefässe → lokale Durchblutungsstörung → Gewebshypoxie. Beim Gesunden führt diese Gewebshypoxie zu einem Reflex, der den Druck wegnimmt. Bei bettlägerigen und bei älteren Patienten ist dieser Reflex abgeschwächt oder ganz fehlend → die Gewebshypoxie bleibt bestehen → Vasodilatation (= Erweiterung der Arterien) → Hautrötung.
Stadien Dekubitus
Stadium I: Haut intakt aber Hautrötung, wegdrückbar
Stadium II: Haut nicht mehr intakt, Blasen
Stadium III: tiefes und offenes Geschwür
Stadium IV: freilegende Knochen
Risikofaktoren Dekubitus
Mangelernährung, reduzierter Körperfettanteil, schlechter AZ, Immobilität, Durchblutungsstörung usw.
Therapie Dekubitus
Positionieren, Mobilisation, Ernährungstherapie usw.
Schädigung durch Kälte
Unterscheidung: Erfrierung (lokal) oder Unterkühlung (systemisch)
lokale Erfrierung, vier Schweregrade?
I: blasse Haut, dann Rötung
II: Blasenbildung
III: Hautnekrose
IV: Vereisung und komplette Gewebszerstörung
lokale Erfrierung Therapie
eintauchen in 40 Grad warmes Wasser, Analgesie, Amputationen
Systemische Unterkühlung
Störung der Organfunktion bei Körpertemperatur <36 Grad
Risikopatienten: ältere Menschen, Obdachlose, Alkohol und/oder Drogeneinfluss, untergewichtige Personen
Systemische Unterkühlung Therapie
Wiedererwärmungsmassnahmen, Zufuhr von warmen Infusionen, Reanimationsmassnahmen
Lokale Verbrennung
Gewebsschädigung durch lokale Hitzeeinwirkung, kann systemische Auswirkungen haben (Schock)
Grad Einteilung Verbrennung
Grad 1: Rötung, Schwellung, Schmerz (z.B. Sonnenbrand)
Grad 2a: Epidermisschaden, Rötung, Blasen, Schmerz
Grad2b: Schaden bis Dermis, Rötung und Blässe, Schmerzen
Grad 3: Schaden bis Subcutis, Haut gräulich, keine Schmerzen
Grad 4: Schädigung von Muskeln, Sehnen und/oder Knochen
Folgen Verbrennung
Vasodilatation und Permeabilitätserhöhung → Flüssigkeitsverlust, Ausmass der Verbrennung >9% → Schockgefahr
Therapie Verbrennung
Infusionstherapie, hochkalorische Ernährung, Analgesie Behandlung der Wunden
Hitzschlag
erhöhte Wärmezufuhr: Bewusstseinsstörung, Tachykardie, niedriger BD
Sonnenstich
isolierte Überwärmung von Gehirn und Hirnhäute: Kopfschmerzen, roter Kopf, Nausea, Emesis, Nackensteifheit
4 Schritt Anamnese
- Jetziges Leiden: 7 Charakteristika (Lokalisation, Quantität, Qualität, zeitlicher Verlauf, Begleitsymptome, modifizierende Faktoren, eigene Erklärung)
- Persönliche Anamnese: Medikamente, Noxen, Allergien
- Familienanamnese
- Sozialanamnese
Elektrokardiogramm (EKG)
Funktionsweise des Herzen v.a. drei Aussagen:
- Herzrythmus und Zustand des Erregungsleitungssystems (Ursprung (z.B. Sinusrhythmus), Regelmässigkeit, Frequenz
- (elektrische) Lage des Herzens
- Zustand des Herzmuskels (Ischämie, Infakt, Hypertropie)
Sonographie
(Ultraschall, (Herz-)Echo)
Prinzip: Ultraschallwellen werden gesendet und je nach Gewebe unterschiedlich reflektiert, daraus wird Bild generiert
Zwei Verfahren: B-Mode-Verfahren (B=Brightness): dient der Organdarstellung. M-Mode-Verfahren (M= Motion): Darstellung der Herzklappenbewegung
Konventionelles Röntgen
Prinzip: Röntgenstrahlen werden je nach Gewebe unterschiedlich absorbiert (Knochen viel = helles Bild, Luft wenig = schwarzes Bild)
Nachteil: Strahlenbelastung
Computertomographie (CT)
Prinzip: gleich wie Röntgen aber Röntgenröhre kreist um den Pat. Somit liefertes aus versch. Richtungen aufgenommenen Röntgenbilder
Vorteil: Kontrastmittel zusätzliche Diagnostik
Nachteil: Allergisch auf Kontrastmittel, hohe Strahlenbelastung
Magnetresonanztomographie (MR/MRT/MRI)
Prinzip: Aufbau starkes Magnetfeld, auf das gewisse Atomkerne im Körper «resonant» reagieren, wodurch elektrisches Signal generiert wird
Nachteil: bei Klaustrophobie, hohe Kosten, CAVE: magnetbasiertes Metall
Vorteil: keine Strahlenbelastung
Nuklearmedizinische Bildgebung: Szintigraphie
Prinzip: Injektion (schwach) radioaktiven Substanz (Tracer), bei hohem Stoffwechselverbrauch reichert es sich an
Nuklearmedizinische Bildgebung: SPECT (Single Photon Computed Tomography)
Prinzip: Szintigraphie kombiniert mit CT
Nuklearmedizinische Bildgebung: PET (Positronenemissionstomographie)
Prinzip: wie SEPCT, als Tracer dient aber radioaktiv markierte Glucose
Endoskopie
Prinzip: Betrachtung von Hohlräumen mittels Endoskops und Kamera (kann Saugen, spülen, Biopsie entnehmen usw.)
Endosonografie
Prinzip: anstelle Kamera befindet Ultraschallkopf, erlaubt Beurteilung der Schleimhautschichten
Laparoskopie
Prinzip: wie Endoskopie aber Zugang erfolgt durch minimalinvasive Schnitte in die Bauchhöhle
Konservative Therapie
Behandlung ohne Operation
Operative Therapie
Veränderung, Entfernung oder Ersetzen von Gewebe
kurative Therapie
Heilung
palliative Therapie
Linderung der Symptome
kausale Therapie
Ursache der Erkrankung behandeln
symptomatische Therapie
Verbesserung der Symptome
supportive Therapie
unterstützen Heilung
kalkuliere Therapie
Therapie wird begonnen, bevor die Diagnose gesichert ist
neoadjuvante Therapie
Massnahme (z.B. RT) vor einem operativen Eingriff
adjuvante Therapie
Massnahme (z.B. RT) nach einem operativen Eingriff
interventionelle Therapie
therapeutisches Eingreifen während eines radiologischen Verfahrens (z.B. Stent Einlage)
Elektive Therapie
geplante Therapie (z.B. Gelenkersatz)