Embryologie

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Umfassende Sammlung von Lernkarten im Frage-Antwort-Stil zu den Entwicklungsphasen, Keimblättern, Organogenese, Plazentaentwicklung und dem fetalen Kreislauf basierend auf den BFH-Embryologie-Skripten.

97 Terms

1
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Welche drei Phasen der pränatalen Entwicklung werden unterschieden?

Keimphase (1.1.–ca. 10.10. Tag p.c.), Embryonalstadium (2.2.–8.8. Woche p.c.) und Fetalstadium (ab 9.9. Woche p.c. bis zur Geburt).

2
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Was passiert hauptsächlich in der Keimphase?

Befruchtung, Furchungsteilungen, Blastozystenbildung und Nidation.

3
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Was passiert im Embryonalstadium?

Gastrulation, Ausbildung der drei Keimblätter und Anlage fast aller Organe (Organogenese).

4
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Was passiert im Fetalstadium?

Vor allem Organreifung, Längenwachstum und Gewichtszunahme.

5
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Was bedeutet die Abkürzung p.c.?

Post conceptionem: Zeit nach der Befruchtung.

6
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Was ist der Unterschied zwischen haploidem und diploidem Chromosomensatz?

Haploid (1n1n): 2323 Chromosomen, wie in Keimzellen. Diploid (2n2n): 4646 Chromosomen in 2323 Paaren, wie in der Zygote.

7
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Wo findet die Befruchtung statt?

Im Eileiter (Tuba uterina) nach Zusammentreffen von Spermium und Eizelle.

8
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Wie entsteht die Zygote?

Durch Verschmelzung von Spermium (2323 Chromosomen) und Eizelle (2323 Chromosomen) zu einer diploiden Zelle mit 4646 Chromosomen.

9
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Was sind Furchungsteilungen?

Schnelle mitotische Teilungen der Zygote in 22, 44, 88, 1616 usw. Zellen.

10
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Was ist die Morula?

Eine kompakte Zellkugel, die aus den ersten Furchungsteilungen hervorgeht und Richtung Uterus wandert.

11
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Was ist die Blastozyste?

Eine Keimblase mit Blastozystenhöhle, Embryoblast und Trophoblast.

12
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Was entsteht aus dem Embryoblasten?

Die eigentliche Embryonalanlage; zunächst die zweiblättrige Keimscheibe mit Epiblast und Hypoblast.

13
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Was entsteht aus dem Trophoblasten?

Extraembryonale Hüllen und kindliche Anteile der Plazenta; er ermöglicht die Implantation.

14
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Was ist die Zona pellucida und was geschieht vor der Implantation mit ihr?

Die Hülle der Eizelle; die Blastozyste löst sich vor der Einnistung daraus.

15
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Was ist die Nidation?

Die Anlagerung und das Eindringen der Blastozyste in das Endometrium; Beginn etwa Tag 5–65\text{--}6 p.c., abgeschlossen etwa Tag 1010.

16
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Welche Trophoblastanteile gibt es und welche Funktion hat das Synzytium?

Zytotrophoblast und Synzytiotrophoblast; das Synzytium unterstützt das Eindringen in das Endometrium.

17
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Welche Rolle spielen die Enzyme des Trophoblasten?

Sie ermöglichen der Blastozyste das Eindringen in die Gebärmutterschleimhaut.

18
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Welche Aufgaben hat hCG zu Beginn der Schwangerschaft?

Es erhält die Funktion des Corpus luteum aufrecht und unterstützt so den Erhalt des Endometriums; hCG ist im Schwangerschaftstest nachweisbar.

19
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Was ist Crossing-over?

Austausch von genetischem Material zwischen homologen Chromatiden während der Meiose; erzeugt neue Genkombinationen.

20
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Wie unterscheiden sich Mitose und Meiose?

Mitose erzeugt genetisch weitgehend identische Tochterzellen; Meiose halbiert den Chromosomensatz zur Bildung haploider Keimzellen.

21
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Was kennzeichnet die zweite Woche p.c.?

Zweiblättrige Keimscheibe mit Epiblast und Hypoblast, Fortsetzung der Implantation und Beginn des uteroplazentaren Kreislaufs.

22
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Welche beiden Hohlräume sind früh wichtig?

Amnionhöhle und Dottersack; später entwickelt sich auch die Chorionhöhle.

23
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Wie beginnt der uteroplazentare Kreislauf am 11./12. Tag?

Im Synzytiotrophoblast entstehen Lakunen; mütterliche Sinusoide werden eröffnet, und mütterliches Blut strömt in die Lakunen.

24
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Wie wird der Embryo vor dem Beginn der eigenen Herzfunktion versorgt?

Durch Diffusion; laut Skript bis zum ersten Herzschlag um Tag 2323 p.c.

25
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Was ist Gastrulation?

Umwandlung der zweiblättrigen in eine dreiblättrige Keimscheibe in der 33. Woche p.c.

26
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Was ist der Primitivstreifen?

Verdickung der Keimscheibe, über die Zellen einwandern und das intraembryonale Mesoderm bilden.

27
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Wie heissen die drei Keimblätter?

Ektoderm (aussen), Mesoderm (mittig) und Entoderm (innen).

28
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Welche Organe und Gewebe entstehen vor allem aus dem Ektoderm?

Nervensystem, Sinnesorgane und Haut.

29
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Welche Organe und Gewebe entstehen vor allem aus dem Mesoderm?

Muskulatur, Bindegewebe, Knochen, Herz, Blut- und Lymphgefässe, Nieren und Keimdrüsen.

30
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Welche Organe und Gewebe entstehen vor allem aus dem Entoderm?

Epithel von Verdauungs- und Atemtrakt sowie u. a. Leber, Pankreas und Schilddrüse.

31
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Welche vier Bereiche des Mesoderms nennt die Vorlesung?

Viszerales, parietales, intermediäres und paraxiales Mesoderm.

32
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Was entwickelt sich aus dem paraxialen Mesoderm?

Somiten, die unter anderem an der Entwicklung von Wirbelsäule, Muskulatur und Dermis beteiligt sind.

33
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Welche Regionen bleiben bei der Gastrulation zweiblättrig?

Prächordalplatte und Kloakenmembran; daraus ergeben sich später Mund- bzw. Analregion.

34
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Wo entstehen die ersten extraembryonalen Blutinseln?

Im Mesoderm der Dottersackwand, des Haftstiels und des Chorions.

35
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Wann und wo entsteht die frühe Herzanlage?

Um Tag 1818 p.c. aus Mesoderm im kranialen Bereich, der kardiogenen Platte.

36
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Wann beginnt das embryonale Herz laut Skript zu schlagen?

Etwa am 2323. Tag p.c.; der Herzschlauch zeigt rhythmische Kontraktionen.

37
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Wie entsteht der einheitliche Herzschlauch?

Paarige hufeisenförmige Herzanlagen fusionieren während der embryonalen Abfaltung.

38
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Welche Schichten des frühen Herzschlauchs nennt die Folie?

Endokard, Myokard und Perikard.

39
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Was bedeutet kraniokaudale Krümmung und laterale Abfaltung?

Der Embryo krümmt sich längs und faltet sich seitlich; dadurch werden Herzanlage und Darmrohr räumlich verlagert bzw. geformt.

40
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Wie entsteht das Darmrohr?

Aus dem Entoderm durch kraniokaudale Krümmung und laterale Abfaltung des Embryos.

41
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Welche Funktionen hat der Dottersack laut Skript?

Er liefert frühe Stammzellen für Blut- und Keimzellen; später bildet er sich zurück.

42
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Welche Bedeutung hat die Allantois?

Sie ist an der Entwicklung der Nabelschnurgefässe, des Chorions und der Harnblase beteiligt.

43
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Wo entsteht die Lungenknospe?

Aus der ventralen Wand des Darmrohrs, aus dem Entoderm.

44
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Welche Anteile des Respirationstraktes stammen aus Entoderm und Mesoderm?

Entoderm: epitheliale Auskleidung. Viszerales Mesoderm: Knorpel und glatte Muskulatur von Trachea und Lunge.

45
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Was trennt Speiseröhre und Atemwege in der Entwicklung?

Das Septum oesophagotracheale trennt Ösophagus und Trachea mit Lungenknospen.

46
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Was sind Alveolarzellen Typ I?

Flache Alveolarepithelzellen für den Gasaustausch; laut Folie ab etwa Woche 2626 zunehmend ausgebildet.

47
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Was sind Alveolarzellen Typ II?

Zellen, die Surfactant produzieren; laut Folie ab etwa Woche 2424.

48
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Warum ist Surfactant wichtig?

Es senkt die Oberflächenspannung und verhindert das Kollabieren der Alveolen nach der Geburt.

49
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Was befindet sich vor der Geburt in den Lungen?

Flüssigkeit, wenig Schleim und Surfactant; mit Beginn der Atmung wird Flüssigkeit resorbiert.

50
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Was ist Neurulation?

Entwicklung des Neuralrohrs aus Neuroektoderm durch Neuralplatten-, Neuralrinnen- und Neuralrohrbildung.

51
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Wie entsteht das Neuralrohr?

Die Neuralplatte senkt sich zur Neuralrinne ein; Neuralfalten verschmelzen zum Neuralrohr.

52
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Was entwickelt sich aus dem Neuralrohr?

Das zentrale Nervensystem (ZNS).

53
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Was ist die Neuralleiste?

Eine Zellpopulation aus dem Ektoderm, die sich während der Neuralrohrbildung ablöst und u. a. zur Entwicklung des PNS beiträgt.

54
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Was sind Somiten?

Paarige segmentale Zellblöcke des paraxialen Mesoderms, die die Grundgliederung des Rumpfes mitbestimmen.

55
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Welche drei Teile entstehen aus Somiten?

Sklerotom (Wirbelsäulen-/Skelettanteile), Myotom (Muskulatur) und Dermatom (Haut-/Dermisanteile).

56
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Wofür kann die Somitenzahl genutzt werden?

Zur ungefähren Altersbestimmung des frühen Embryos bis etwa zur 4.4./55. Woche.

57
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Was bedeutet Organogenese?

Anlage und frühe Differenzierung der Organsysteme während der Embryonalperiode.

58
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Warum ist die Embryonalperiode besonders vulnerabel?

Weil in dieser Zeit Organe angelegt werden und schädliche Einflüsse Fehlbildungen auslösen können.

59
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Was bedeutet Teratogenität?

Schädigende Einflüsse auf die intrauterine Entwicklung, die morphologische Fehlbildungen verursachen können.

60
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Warum wird Folsäure empfohlen?

Folat/Vitamin B9 unterstützt Zellteilung, Blutbildung und Neuralrohrschluss und senkt das Fehlbildungsrisiko.

61
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Wann beginnen sich die Extremitäten zu entwickeln?

Armanlagen ab etwa Tag 2626, Beinanlagen rund 1–21\text{--}2 Tage später.

62
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Wie entstehen getrennte Finger und Zehen?

Durch programmierten Zelltod (Apoptose) in den Zwischenräumen der sich entwickelnden Finger-/Zehenanlagen.

63
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Was sind Chorionzotten?

Fetale Ausstülpungen des Chorions, die sich verzweigen und den Stoffaustausch mit mütterlichem Blut ermöglichen.

64
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Was ist der intervillöse Raum?

Der mit mütterlichem Blut gefüllte Raum um die Chorionzotten.

65
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Was ist die Plazentaschranke?

Eine aus fetalem Gewebe bestehende Trennschicht zwischen mütterlichem und fetalem Blut.

66
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Vermischen sich mütterliches und fetales Blut normalerweise direkt?

Nein; die Kreisläufe sind durch die Plazentaschranke getrennt.

67
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Welche Transportwege über die Plazentaschranke nennt die Folie?

Diffusion, aktiver Transport, Pinozytose und Diapedese.

68
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Über welche Zotten erfolgt der Stoffaustausch hauptsächlich?

Über freie Zottenbäumchen, nicht über die Stammzotten.

69
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Was bedeutet immunologische Toleranz in der Schwangerschaft?

Das mütterliche Immunsystem toleriert fetales Gewebe; laut Skript tragen u. a. hCG, Progesteron und Zytokine dazu bei.

70
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Welche Teile der Plazenta sind maternal?

Vor allem Decidua basalis/Basalplatte und Plazentasepten sowie mütterliche Spiralarterien und Venen.

71
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Welche Teile der Plazenta sind fetal?

Unter anderem Chorionplatte, Chorionzotten und fetale Zotten-/Nabelgefässe.

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Welche Hauptfunktionen hat die Plazenta?

Austausch von Nährstoffen, Abfallprodukten und Atemgasen; Hormonbildung und immunologische Funktionen.

73
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Welche Hormone bildet die Plazenta laut Skript?

hCG, Progesteron und hPL.

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Welche Rolle spielen IgG-Antikörper an der Plazenta?

Mütterliche IgG-Antikörper können zum Fetus gelangen und zum passiven Immunschutz beitragen.

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Wann gilt die Plazenta laut Skript als ausgereift?

Ab etwa dem 44. Schwangerschaftsmonat.

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Wie gross und schwer ist die reife Plazenta laut Folie ungefähr?

Am Schwangerschaftsende etwa 500–600 g500\text{--}600\text{ g}, 15–20 cm15\text{--}20\text{ cm} Durchmesser und 2,5–3 cm2{,}5\text{--}3\text{ cm} Dicke.

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Wie unterscheiden sich fetale und maternale Plazentaseite?

Fetal: vom Amnion bedeckt, mit Nabelschnurinsertion. Maternal: durch Septen in Kotyledonen untergliedert.

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Welche Eihäute werden beschrieben?

Amnion und Chorion; die Folie nennt ausserdem Decidua capsularis und Decidua parietalis im Hüllenaufbau.

79
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Welche Funktionen haben die Eihäute?

Bildung von Amnionflüssigkeit, Abgrenzung des Fetus und mechanische Verankerung.

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Welche Funktionen hat das Fruchtwasser?

Stossdämpfung, Schutz vor Austrocknung, Bewegungsfreiheit, Wachstum, Wärmeregulation, bakteriostatische Wirkung und hydrostatischer Keil bei Geburt.

81
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Wie ist die Nabelschnur aufgebaut?

Funiculus umbilicalis, ungefähr 50 cm50\text{ cm} lang; enthält Nabelgefässe, eingebettet in Wharton-Sulze.

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Wie viele Nabelarterien und Nabelvenen gibt es?

Zwei Aa. umbilicales und eine V. umbilicalis.

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Welche Richtung und Sauerstoffversorgung haben die Nabelgefässe?

V. umbilicalis bringt relativ O2-reiches Blut von der Plazenta zum Fetus; zwei Aa. umbilicales führen Blut vom Fetus zur Plazenta.

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Wie verändert sich die Körperproportion während der Fetalperiode?

Der Kopf ist anfangs relativ gross (etwa die Hälfte der Länge), bei Geburt ungefähr ein Viertel.

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Wie verändert sich das Wachstum im Fetalstadium?

Längen- und besonders Gewichtszunahme; laut Skript etwa 30 mm30\text{ mm} Ende Embryonalperiode und etwa 500 mm500\text{ mm} bei Geburt.

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Warum benötigt der Fetus besondere Kreislaufverbindungen?

Die Lungen übernehmen vor der Geburt noch keinen Gasaustausch; die Plazenta versorgt den Fetus mit O2.

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Welche drei Kurzschlussverbindungen hat der fetale Kreislauf?

Ductus venosus Arantii, Foramen ovale und Ductus arteriosus Botalli.

88
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Was verbindet der Ductus venosus Arantii?

V. umbilicalis mit V. cava inferior; ein Grossteil des Blutes umgeht die Leber.

89
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Was ist das Foramen ovale?

Eine Öffnung zwischen rechtem und linkem Vorhof, die den Lungenkreislauf teilweise umgeht.

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Was verbindet der Ductus arteriosus Botalli?

Truncus pulmonalis mit Aorta; leitet einen Grossteil des Blutes an der Lunge vorbei.

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Wie verläuft der Hauptweg des sauerstoffreicheren Blutes zum Fetus?

Plazenta → V. umbilicalis → Ductus venosus → V. cava inferior → rechter Vorhof → Foramen ovale → linker Vorhof → linker Ventrikel → Aorta.

92
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Wie gelangt Blut vom rechten Ventrikel in den Körperkreislauf?

Rechter Ventrikel → Truncus pulmonalis → Ductus arteriosus Botalli → Aorta.

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Wie gelangt fetales Blut zur Plazenta zurück?

Über die Aorta und Iliakalgefässe in die zwei Aa. umbilicales zur Plazenta.

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Warum erhält das fetale Gehirn relativ sauerstoffreiches Blut?

Der fetale Kreislauf begünstigt den Zustrom des besser oxygenierten Blutes über Foramen ovale und linken Ventrikel zur aufsteigenden Aorta.

95
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Was verändert sich nach der Geburt im Kreislauf?

Mit dem ersten Atemzug entfalten sich die Lungen; Foramen ovale und Ductus arteriosus schliessen funktionell, die Nabelgefässe verschliessen sich.

96
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Warum wird das Foramen ovale nach der Geburt verschlossen?

Der Druck im linken Vorhof steigt durch vermehrten Lungenrückstrom; dadurch wird die Klappe des Foramen ovale angedrückt.

97
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Was geschieht mit den Nabelgefässen nach der Geburt?

Nach Abnabelung kontrahieren und thrombosieren sie und werden später zu bindegewebigen Reststrukturen.