Regionalökonomie: Klausurtraining nach Weches Unterlagen

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Umfassende Vokabel-Lernkarten zu den 25 Hauptthemen des Klausurtrainings in Regionalökonomie nach Weches Unterlagen.

Last updated 7:54 PM on 10/16/26
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37 Terms

1
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Nicht-Rivalität von Wissen

Eigenschaft von Wissen, nach der seine Nutzung durch ein Unternehmen die gleichzeitige Nutzung durch andere Unternehmen nicht verhindert.

2
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Eingeschränkte Ausschließbarkeit von Wissen

Eigenschaft von Wissen, die besagt, dass Urheber andere Akteure nicht vollständig von der Nutzung abhalten können, da Erkenntnisse etwa durch Nachahmung oder Personalwechsel abfließen.

3
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Endogene Wachstumstheorie

Wachstumstheorie, die technologischen Fortschritt und langfristiges regionales Wachstum durch endogene Vorgänge innerhalb der Wirtschaft, insbesondere durch Investitionen in Forschung und Bildung, erklärt.

4
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Humankapital

Zentraler Produktionsfaktor, der das Wissen, die Fähigkeiten und die Erfahrungen von Menschen umfasst und auch bei gleicher Zahl an Beschäftigten und Sachkapital eine höhere Produktion ermöglicht.

5
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Wissensspillovers

Positive externe Effekte bei der Wissensübertragung, bei denen Dritte von Erkenntnissen profitieren, ohne dafür die Forschungsaufwendungen vollständig zu bezahlen.

6
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Produktinnovation

Art der Innovation, die sich auf die Entwicklung und Einführung neuartiger oder verbesserter Güter und Dienstleistungen bezieht.

7
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Prozessinnovation

Art der Innovation, die sich auf neue oder verbesserte Verfahren der Herstellung oder Bereitstellung von Leistungen bezieht.

8
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Inkrementelle Innovation

Schrittweise Verbesserung bereits vorhandener Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren.

9
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Radikale Innovation

Grundlegende Neuerung, die vollkommen neue Produkte, Verfahren oder Märkte hervorbringt.

10
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Pfadabhängigkeit

Prinzip, wonach die gegenwärtigen und zukünftigen Innovations- und Entwicklungsmöglichkeiten einer Region von ihren historischen Entscheidungen und bestehenden Strukturen abhängen.

11
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Technology head start

Anfänglicher technologischer Vorsprung einer Region, der durch Pfadabhängigkeit und Skalenvorteile selbstverstärkende Wachstumsprozesse in Gang setzen kann.

12
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Agglomerationseffekte erster Art

Vorteile räumlicher Bündelung, die auf vorgefundenen natürlichen Standortvorteilen wie Rohstoffen, Klima oder verkehrsgünstiger geografischer Lage beruhen.

13
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Agglomerationseffekte zweiter Art

Vorteile räumlicher Bündelung, die auf menschengemachten Größen- und Verbundvorteilen der Produktion beruhen und interne sowie externe Skaleneffekte umfassen.

14
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Zentripetalkräfte

Kräfte in der Regionalökonomie, die eine räumliche Konzentration wirtschaftlicher Aktivitäten fördern (z. B. Skaleneffekte, Arbeitskräftepooling).

15
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Zentrifugalkräfte

Auseinanderdrängende Kräfte bzw. Agglomerationskosten (wie hohe Mieten, Staus, Umweltbelastungen und Konkurrenz um Arbeitskräfte), die einer Konzentration entgegenwirken.

16
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Fixkostendegression

Sinken der durchschnittlichen Stückkosten bei steigender Ausbringungsmenge, da unveränderliche Fixkosten auf mehr Einheiten verteilt werden.

17
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Proximity-Concentration-Tradeoff

Zielkonflikt zwischen der Nähe zu den Kunden zur Einsparung von Transportkosten und der räumlichen Bündelung der Produktion zur Nutzung interner Skalenvorteile.

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Lokalisationseffekte

Statische externe Agglomerationsvorteile, die Unternehmen derselben Branche durch räumliche Nähe zueinander erzielen.

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Urbanisierungseffekte

Statische externe Agglomerationsvorteile, die branchenübergreifend durch die reine Größe, Vielfalt und Infrastruktur einer Stadt entstehen.

20
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Arbeitskräftepooling

Vorteil der Lokalisation, bei dem ein gemeinsamer regionaler Pool spezialisierter Fachkräfte einer Branche Such- und Besetzungskosten für Unternehmen senkt.

21
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MAR-Externalitäten

Dynamische externe Effekte, die auf Wissensspillovers innerhalb derselben Branche beruhen und bei denen ein gewisser Schutz vor lokaler Konkurrenz die Forschungsanreize stärkt.

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Jacobs-Externalitäten

Dynamische externe Effekte, die durch Wissensaustausch zwischen verschiedenen Branchen entstehen und durch ein breites, vielfältiges Angebot und lokale Konkurrenz begünstigt werden.

23
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Porter-Externalitäten

Dynamische externe Effekte, die branchenspezifischen Wissensaustausch mit intensivem lokalem Wettbewerb kombinieren, wodurch Unternehmen unter Innovationsdruck stehen.

24
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Cluster

Räumliche Konzentration verbundener Unternehmen, spezialisierter Zulieferer, Dienstleister und Forschungseinrichtungen, die in einem Bereich zugleich kooperieren und konkurrieren.

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Exportbasis (basic sector)

Wirtschaftssektor einer Region, der Güter und Dienstleistungen an Kunden außerhalb der Regionsgrenzen veräußert und dadurch Einkommen in die Region transferiert.

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Lokaler Sektor (non-basic sector)

Sektor, der überwiegend Güter und Dienstleistungen für die lokale Bevölkerung bereitstellt und von den Einkommen der Exportbasis getragen wird.

27
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Exportbasismultiplikator

Kennzahl der Exportbasistheorie, die angibt, um welchen Faktor das gesamte Regionaleinkommen steigt, wenn das Einkommen im Exportsektor um eine Einheit zunimmt.

28
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Explizites Wissen

Wissen, das kodifizierbar ist, sich in Texten, Formeln oder Handbüchern festhalten lässt und verhältnismäßig leicht über weite Distanzen übertragen werden kann.

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Implizites Wissen

Nicht kodifiziertes Erfahrungswissen und praktisches Können, das primär durch persönliche Kontakte, Beobachtung und gemeinsame Arbeit vor Ort vermittelt wird.

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Feedback-Schleifen

Rückkopplungsprozesse in einem regionalen Innovationssystem, bei denen Erfahrungen und Probleme aus Produktion oder Anwendung neue F&E-Schritte auslösen.

31
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Consumers love of variety

Modellannahme der Neuen Ökonomischen Geographie, nach der Konsumenten Vielfalt schätzen und Nutzen aus einem breiten Angebot differenzierter Produktvarianten ziehen.

32
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Home-market-Effekt

Effekt in der Neuen Ökonomischen Geographie, wonach eine Region mit größerer Inlandsnachfrage bei Skaleneffekten und Transportkosten überproportional viele Industrieunternehmen anzieht.

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Demand link

Nachfragekopplung in der NEG: Die Zuwanderung mobiler Arbeitskräfte vergrößert den lokalen Markt und die Kaufkraft, was den Standort für weitere Unternehmen rentabler macht.

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Supply link

Angebotskopplung in der NEG: Eine höhere Anzahl lokaler Produzenten senkt über geringere Transportkosten den Preisindex, was das Realeinkommen erhöht und weitere Arbeitskräfte anzieht.

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Lagerente

Im Thünen-Modell der maximale Pachtbetrag je Flächeneinheit, den ein landwirtschaftlicher Produzent zahlen kann, ohne Verlust zu machen; entspricht dem Erlös abzüglich Produktions- und Transportkosten.

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Ökonomischer Nullgewinn

Zustand im Thünen-Modell, bei dem der gesamte residuelle Erlös nach Abzug aller Produktions- und Transportkosten als Pacht gezahlt wird und alle Opportunitätskosten gedeckt sind.

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Thünensche Kreise

Konzentrische Nutzungszonen um einen zentralen Marktort im Thünen-Modell, die durch die Entfernungsabhängigkeit der Transportkosten und den Pachtwettbewerb (Lagerentenfunktion) entstehen.