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Umfassende Vokabel-Lernkarten zu den 25 Hauptthemen des Klausurtrainings in Regionalökonomie nach Weches Unterlagen.
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Nicht-Rivalität von Wissen
Eigenschaft von Wissen, nach der seine Nutzung durch ein Unternehmen die gleichzeitige Nutzung durch andere Unternehmen nicht verhindert.
Eingeschränkte Ausschließbarkeit von Wissen
Eigenschaft von Wissen, die besagt, dass Urheber andere Akteure nicht vollständig von der Nutzung abhalten können, da Erkenntnisse etwa durch Nachahmung oder Personalwechsel abfließen.
Endogene Wachstumstheorie
Wachstumstheorie, die technologischen Fortschritt und langfristiges regionales Wachstum durch endogene Vorgänge innerhalb der Wirtschaft, insbesondere durch Investitionen in Forschung und Bildung, erklärt.
Humankapital
Zentraler Produktionsfaktor, der das Wissen, die Fähigkeiten und die Erfahrungen von Menschen umfasst und auch bei gleicher Zahl an Beschäftigten und Sachkapital eine höhere Produktion ermöglicht.
Wissensspillovers
Positive externe Effekte bei der Wissensübertragung, bei denen Dritte von Erkenntnissen profitieren, ohne dafür die Forschungsaufwendungen vollständig zu bezahlen.
Produktinnovation
Art der Innovation, die sich auf die Entwicklung und Einführung neuartiger oder verbesserter Güter und Dienstleistungen bezieht.
Prozessinnovation
Art der Innovation, die sich auf neue oder verbesserte Verfahren der Herstellung oder Bereitstellung von Leistungen bezieht.
Inkrementelle Innovation
Schrittweise Verbesserung bereits vorhandener Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren.
Radikale Innovation
Grundlegende Neuerung, die vollkommen neue Produkte, Verfahren oder Märkte hervorbringt.
Pfadabhängigkeit
Prinzip, wonach die gegenwärtigen und zukünftigen Innovations- und Entwicklungsmöglichkeiten einer Region von ihren historischen Entscheidungen und bestehenden Strukturen abhängen.
Technology head start
Anfänglicher technologischer Vorsprung einer Region, der durch Pfadabhängigkeit und Skalenvorteile selbstverstärkende Wachstumsprozesse in Gang setzen kann.
Agglomerationseffekte erster Art
Vorteile räumlicher Bündelung, die auf vorgefundenen natürlichen Standortvorteilen wie Rohstoffen, Klima oder verkehrsgünstiger geografischer Lage beruhen.
Agglomerationseffekte zweiter Art
Vorteile räumlicher Bündelung, die auf menschengemachten Größen- und Verbundvorteilen der Produktion beruhen und interne sowie externe Skaleneffekte umfassen.
Zentripetalkräfte
Kräfte in der Regionalökonomie, die eine räumliche Konzentration wirtschaftlicher Aktivitäten fördern (z. B. Skaleneffekte, Arbeitskräftepooling).
Zentrifugalkräfte
Auseinanderdrängende Kräfte bzw. Agglomerationskosten (wie hohe Mieten, Staus, Umweltbelastungen und Konkurrenz um Arbeitskräfte), die einer Konzentration entgegenwirken.
Fixkostendegression
Sinken der durchschnittlichen Stückkosten bei steigender Ausbringungsmenge, da unveränderliche Fixkosten auf mehr Einheiten verteilt werden.
Proximity-Concentration-Tradeoff
Zielkonflikt zwischen der Nähe zu den Kunden zur Einsparung von Transportkosten und der räumlichen Bündelung der Produktion zur Nutzung interner Skalenvorteile.
Lokalisationseffekte
Statische externe Agglomerationsvorteile, die Unternehmen derselben Branche durch räumliche Nähe zueinander erzielen.
Urbanisierungseffekte
Statische externe Agglomerationsvorteile, die branchenübergreifend durch die reine Größe, Vielfalt und Infrastruktur einer Stadt entstehen.
Arbeitskräftepooling
Vorteil der Lokalisation, bei dem ein gemeinsamer regionaler Pool spezialisierter Fachkräfte einer Branche Such- und Besetzungskosten für Unternehmen senkt.
MAR-Externalitäten
Dynamische externe Effekte, die auf Wissensspillovers innerhalb derselben Branche beruhen und bei denen ein gewisser Schutz vor lokaler Konkurrenz die Forschungsanreize stärkt.
Jacobs-Externalitäten
Dynamische externe Effekte, die durch Wissensaustausch zwischen verschiedenen Branchen entstehen und durch ein breites, vielfältiges Angebot und lokale Konkurrenz begünstigt werden.
Porter-Externalitäten
Dynamische externe Effekte, die branchenspezifischen Wissensaustausch mit intensivem lokalem Wettbewerb kombinieren, wodurch Unternehmen unter Innovationsdruck stehen.
Cluster
Räumliche Konzentration verbundener Unternehmen, spezialisierter Zulieferer, Dienstleister und Forschungseinrichtungen, die in einem Bereich zugleich kooperieren und konkurrieren.
Exportbasis (basic sector)
Wirtschaftssektor einer Region, der Güter und Dienstleistungen an Kunden außerhalb der Regionsgrenzen veräußert und dadurch Einkommen in die Region transferiert.
Lokaler Sektor (non-basic sector)
Sektor, der überwiegend Güter und Dienstleistungen für die lokale Bevölkerung bereitstellt und von den Einkommen der Exportbasis getragen wird.
Exportbasismultiplikator
Kennzahl der Exportbasistheorie, die angibt, um welchen Faktor das gesamte Regionaleinkommen steigt, wenn das Einkommen im Exportsektor um eine Einheit zunimmt.
Explizites Wissen
Wissen, das kodifizierbar ist, sich in Texten, Formeln oder Handbüchern festhalten lässt und verhältnismäßig leicht über weite Distanzen übertragen werden kann.
Implizites Wissen
Nicht kodifiziertes Erfahrungswissen und praktisches Können, das primär durch persönliche Kontakte, Beobachtung und gemeinsame Arbeit vor Ort vermittelt wird.
Feedback-Schleifen
Rückkopplungsprozesse in einem regionalen Innovationssystem, bei denen Erfahrungen und Probleme aus Produktion oder Anwendung neue F&E-Schritte auslösen.
Consumers love of variety
Modellannahme der Neuen Ökonomischen Geographie, nach der Konsumenten Vielfalt schätzen und Nutzen aus einem breiten Angebot differenzierter Produktvarianten ziehen.
Home-market-Effekt
Effekt in der Neuen Ökonomischen Geographie, wonach eine Region mit größerer Inlandsnachfrage bei Skaleneffekten und Transportkosten überproportional viele Industrieunternehmen anzieht.
Demand link
Nachfragekopplung in der NEG: Die Zuwanderung mobiler Arbeitskräfte vergrößert den lokalen Markt und die Kaufkraft, was den Standort für weitere Unternehmen rentabler macht.
Supply link
Angebotskopplung in der NEG: Eine höhere Anzahl lokaler Produzenten senkt über geringere Transportkosten den Preisindex, was das Realeinkommen erhöht und weitere Arbeitskräfte anzieht.
Lagerente
Im Thünen-Modell der maximale Pachtbetrag je Flächeneinheit, den ein landwirtschaftlicher Produzent zahlen kann, ohne Verlust zu machen; entspricht dem Erlös abzüglich Produktions- und Transportkosten.
Ökonomischer Nullgewinn
Zustand im Thünen-Modell, bei dem der gesamte residuelle Erlös nach Abzug aller Produktions- und Transportkosten als Pacht gezahlt wird und alle Opportunitätskosten gedeckt sind.
Thünensche Kreise
Konzentrische Nutzungszonen um einen zentralen Marktort im Thünen-Modell, die durch die Entfernungsabhängigkeit der Transportkosten und den Pachtwettbewerb (Lagerentenfunktion) entstehen.