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Vokabel-Lernkarten zu den Grundlagen der Mikrobiologie, Virologie, Bakteriologie, Immunologie und Krankenhaushygiene.
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Pathogenität
Die grundsätzliche Fähigkeit eines Mikroorganismus, eine Krankheit auszulösen. Man unterscheidet obligat pathogene Erreger (krankmachend auch bei Gesunden) und opportunistische Erreger (problematisch vor allem bei gestörter Abwehr).
Virulenz
Der Ausprägungsgrad der krankmachenden Wirkung eines bestimmten Erregerstammes oder einer Variante, beeinflusst durch Faktoren wie Infektiosität, Invasivität, Toxinbildung und Immunumgehung.
Tenazität
Die Widerstandsfähigkeit eines Mikroorganismus gegenüber Umgebungseinflüssen wie Austrocknung, Temperatur, Strahlung, Reinigungsprozessen und chemischen Desinfektionsmitteln.
Residente Mikrobiota
Die an bestimmte Körperregionen (z. B. Haut, Schleimhäute, Darm) angepasste Mikroflora des Menschen, die Schutzfunktionen übernimmt, aber bei Barrierestörung auch Infektionen verursachen kann.
Transiente Mikrobiota
Mikroorganismen, die vorübergehend durch Kontakt oder Umwelt auf den Körper gelangen und sich häufig durch Händehygiene reduzieren lassen.
Endotoxin
Die Lipid-A-Komponente des Lipopolysaccharids (LPS) gramnegativer Bakterien, die bei Zellzerfall oder aus der äußeren Membran freigesetzt wird und eine starke Entzündungsreaktion auslösen kann.
Exotoxine
Aktiv von Bakterien gebildete und nach außen abgegebene Proteine mit jeweils spezifischer Toxinwirkung.
Endosporen
Widerstandsfähige Überdauerungsformen bestimmter Bakterien (z. B. aus den Gattungen Bacillus und Clostridioides), die gegenüber alkoholischer Händedesinfektion nicht zuverlässig empfindlich sind.
Biofilm
Eine strukturierte Gemeinschaft von Mikroorganismen in einer selbst gebildeten Matrix auf einer Oberfläche, die das Eindringen von Antibiotika und Reinigungsmitteln erschwert.

Aufbau eines Bakteriums
Prokaryotische Zellstruktur ohne membranumhüllten Zellkern (Genom im Nukleoid). Kann Kapsel/Schleimschicht, äußere Membran (bei gramnegativen), Zellwand (Peptidoglykan), Zellmembran, Fimbrien/Pili, Plasmide, Ribosomen, Cytoplasma und Geißel enthalten.

Gramfärbung
Differenzierungsverfahren der Bakteriologie: Grampositive Bakterien behalten den Kristallviolett-Iod-Komplex in der dicken Peptidoglykanschicht (erscheinen violett/blau); gramnegative haben eine dünne Schicht mit äußerer Membran und werden safranin-rosa gegengefärbt.
MRSA
Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus; eine S. aureus-Variante mit Resistenz gegen viele Beta-Laktam-Antibiotika, meist vermittelt durch mecA oder mecC und das veränderte Penicillin-bindende Protein PBP2a.
3MRGN und 4MRGN
Multiresistente gramnegative Bakterien im KRINKO-Schema. Evaluiert wird die Resistenz gegen 4 Antibiotikagruppen (Acylureidopenicilline, Cephalosporine 3. Gen., Fluorchinolone, Carbapeneme): 3MRGN zeigt Resistenz gegen 3, 4MRGN gegen alle 4 Gruppen.

Behüllte vs. Unbehüllte Viren
Behüllte Viren besitzen eine zusätzliche Lipidmembran und sind meist empfindlicher gegen Austrocknung und Desinfektionsmittel (z. B. Influenza, HIV). Unbehüllte Viren besitzen nur ein Kapsid außen und weisen oft eine höhere Umweltstabilität auf (z. B. Norovirus, Rotavirus).

Antigendrift vs. Antigenshift
Antigendrift = kleine, schrittweise Punktmutationen der Oberflächenantigene. Antigenshift = seltene, abrupte Neukombination (Reassortment) von Genomsegmenten zweier Viren in einer gemeinsamen Wirtszelle.
Dermatophyten
Pilze der Gattungen Trichophyton, Microsporum und Epidermophyton, die Keratin verwerten und Haut-, Haar- sowie Nagelmykosen verursachen.

Infektionskette
Sechs-gliedriges Modell der Infektionsübertragung: 1. Erreger, 2. Quelle/Reservoir, 3. Austrittspforte, 4. Übertragungsweg, 5. Eintrittspforte, 6. Empfänglicher Wirt. Präventive Maßnahmen setzen an verschiedenen Stellen an.
Unspezifische Abwehr (Angeborene Immunabwehr)
Erste Schutzlinie des Immunsystems. Reagiert rasch und breit auf allgemeine Mustermoleküle oder Gewebeschäden ohne antigenspezifisches Gedächtnis. Umfasst Barrieren, Komplementsystem, Phagozyten, NK-Zellen und Entzündung.
Spezifische Abwehr (Adaptive Immunabwehr)
Hochspezifisches Abwehrsystem, das Antigene über B- und T-Zell-Rezeptoren erkennt, Antikörper bildet und ein immunologisches Gedächtnis (Gedächtniszellen) für raschere Folgeantworten aufbaut.

Wichtige Immunzellen
Neutrophile Granulozyten (schnelle Phagozytose), Makrophagen (Phagozytose & Antigenpräsentation), Dendritische Zellen (T-Zell-Aktivierung), B-/Plasmazellen (Antikörperbildung), T-Helferzellen (Steuerung), Zytotoxische T-Zellen (Beseitigung infizierter Zellen), NK-Zellen (frühe Erkennung veränderter Zellen).
Aktive vs. Passive Immunisierung
Aktive Immunisierung regt das eigene Immunsystem durch Antigene zur Bildung von Antikörpern und Gedächtniszellen an. Passive Immunisierung führt vorgefertigte Antikörper für einen schnellen, aber zeitlich begrenzten Schutz zu.
Antiseptik
Die gezielte Reduktion oder Inaktivierung von Mikroorganismen auf lebendem Gewebe (Haut, Schleimhaut, Wunden) mit dafür zugelassenen Präparaten.
Desinfektion
Gezielte Reduktion oder Inaktivierung von Mikroorganismen auf Gegenständen oder Flächen auf ein für den jeweiligen Zweck akzeptables Maß.
Sterilisation
Validiertes Verfahren zur vollständigen Inaktivierung aller vermehrungsfähigen Mikroorganismen einschließlich bakterieller Endosporen (z. B. mittels Dampf).
Sinner-Kreis
Wirkprinzip der Reinigung, das durch das Zusammenspiel der vier Faktoren Chemie, Mechanik, Temperatur und Zeit bestimmt wird.
Nosokomiale Infektion
Eine im Zusammenhang mit einer medizinischen Maßnahme oder Versorgung entstandene Infektion, die zu Beginn der Versorgung weder vorhanden noch in Inkubation war.
Legionellen
Umweltbakterien im Wasser, die vor allem durch Einatmen kontaminierter Aerosole (z. B. aus Duschen) eine Legionellenpneumonie auslösen können; die Übertragung erfolgt nicht als typische Mensch-zu-Mensch-Infektion.
Die 5 Momente der Händehygiene
WHO-Arbeitsmodell der Händehygiene: 1. Vor Kontakt mit einer betreuten Person, 2. Vor einer aseptischen Tätigkeit, 3. Nach Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder entsprechendem Risiko, 4. Nach Kontakt mit der betreuten Person, 5. Nach Kontakt mit der unmittelbaren Umgebung der betreuten Person.
Hygiene
Die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit sowie zur Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten.
Hauptaufgaben der Krankenhaushygiene
Erstellung und Aktualisierung von Hygieneplänen, Schulung des Personals, Surveillance von Infektionen und Resistenzen sowie Beratung bei Ausbrüchen und Bauvorhaben.
Pathogenität
Die grundsätzliche Fähigkeit eines Mikroorganismus, eine Krankheit auszulösen.
Obligat pathogene vs. opportunistische Erreger
Obligate Erreger verursachen auch bei Gesunden Krankheiten; opportunistische Erreger führen vor allem bei geschwächter Abwehr oder an fehlerhaften Körperorten zu Infektionen.
Virulenz
Der Ausprägungsgrad der krankmachenden Wirkung eines spezifischen Erregerstammes oder einer Variante.
Tenazität
Die Widerstandsfähigkeit eines Mikroorganismus gegenüber Umgebungseinflüssen wie Austrocknung, Temperatur, Strahlung und chemischen Desinfektionsmitteln.
Residente Mikrobiota
Die dauerhaft an bestimmte Körperregionen (z. B. Haut, Darm) angepasste Mikroflora mit Schutzfunktionen.
Transiente Mikrobiota
Vorübergehend durch Kontakt auf die Haut gelangende Mikroorganismen, die durch Händehygiene leicht entfernt werden können.
Kultur (Erregernachweis)
Die Anzüchtung und Vermehrung lebender Bakterien oder Pilze zur Identifizierung und Empfindlichkeitstestung.
Serologie (Erregernachweis)
Der indirekte Nachweis einer Infektion durch Bestimmung erregerspezifischer Antikörper im Serum.
Nukleinsäurenachweis (PCR)
Der direkte und hochempfindliche Nachweis von spezifischer Erreger-DNA oder -RNA.
Gewinnung von Blutkulturen
Abnahme vor Antibiotikagabe bei Verdacht auf Bakteriämie oder Sepsis unter penibel antiseptischen Bedingungen in mehreren Sets.
Urindiagnostik bei Dauerkatheter
Probenentnahme ausschließlich an der dafür vorgesehenen Entnahmestelle nach Desinfektion, niemals aus dem Auffangbeutel.
Prokaryoten
Einzellige Organismen ohne membranumhüllten Zellkern, deren Genom frei im Nukleoid liegt (z. B. Bakterien).
Peptidoglykan (Murein)
Das netzartige Polymer, das Hauptbestandteil der bakteriellen Zellwand ist und Form sowie Stabilität verleiht.
Grampositive Bakterien
Mikroorganismen mit dicker Peptidoglykanschicht, die im Differenzierungsverfahren den Kristallviolett-Iod-Komplex zurückhalten und blau-violett erscheinen.
Gramnegative Bakterien
Mikroorganismen mit dünner Peptidoglykanschicht und zusätzlicher äußerer Membran, die nach Entfärbung safranin-rosa erscheinen.
Endotoxin
Die Lipid-A-Komponente des Lipopolysaccharids (LPS) gramnegativer Bakterien, die bei Zellzerfall freigesetzt wird und starke Entzündung auslöst.
Exotoxine
Aktiv von lebenden Bakterien synthetisierte und nach außen abgegebene Proteine mit spezifischer Toxinwirkung.
Biofilm
Eine strukturierte Gemeinschaft von Mikroorganismen in einer selbstgebildeten Matrix, die Schutz vor Antibiotika und Desinfektionsmitteln bietet.
Endosporen
Dauerformen bestimmter Bakterien (z. B. Bacillus, Clostridioides) mit extremer Resistenz gegen Umweltfaktoren und Alkohol.
Säurefeste Bakterien
Erreger mit lipidreicher Zellwand (z. B. Mykobakterien), die spezielle Färbeverfahren wie die Ziehl-Neelsen-Färbung benötigen.
Selektionsdruck durch Antibiotika
Überleben und bevorzugte Vermehrung resistenter Bakterien unter Absterben empfindlicher Keime bei Wirkstoffeinsatz.
Horizontaler Gentransfer
Die Übertragung von genetischem Material zwischen existierenden Bakterien via Konjugation, Transformation oder Transduktion.
Antibiotic Stewardship (ABS)
Das Konzept zum nachhaltigen und zielgerichteten Einsatz von Antiinfektiva hinsichtlich Indikation, Spektrum, Dosierung und Dauer.
MRSA
Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus mit Resistenz gegen fast alle Beta-Laktam-Antibiotika durch verändertes Penicillin-Bindeprotein (PBP2a).
3MRGN und 4MRGN
Einteilung gramnegativer Stäbchen nach KRINKO basierend auf Resistenz gegen 3 oder alle 4 relevanten Antibiotikagruppen (Acylureidopenicilline, Cephalosporine 3. Gen., Fluorchinolone, Carbapeneme).
Aufbau von Viren
Infektiöse Partikel aus DNA oder RNA in einer Proteinhülle (Kapsid), teilweise von einer zusätzlichen Lipidhülle umgeben.
Behüllte Viren
Erreger mit zusätzlicher Lipidmembran, die empfindlich gegenüber Austrocknung und alkoholischen Desinfektionsmitteln sind (z. B. Influenza, HIV).
Unbehüllte Viren
Erreger ohne Lipidmembran, die eine hohe Umweltstabilität aufweisen und sporizide bzw. viruzide Desinfektionsmittel erfordern (z. B. Norovirus, Rotavirus).
Tropismus (Virologie)
Die Eigenschaft eines Erregers, bevorzugt bestimmte Gewebe oder Zelltypen zu infizieren.
Norovirus
Sehr leicht fäkal-oral oder über Aerosole beim Erbrechen übertragbares unbehülltes Virus, das akute Gastroenteritis auslöst.
Hefen (Candida)
Eukaryotische Einzeller der normalen Mikrobiota, die bei geschwächter Abwehr endogene Schleimhaut- oder invasive Infektionen verursachen können.
Schimmelpilze (Aspergillus)
Exogene Pilze, die durch Sporeninhalation vor allem bei stark immunsupprimierten Patienten invasive Lungenerkrankungen verursachen.
Dermatophyten
Keratin-verwertende Pilze (z. B. Trichophyton), die Infektionen von Haut, Haaren und Nägeln hervorrufen.
Skabies (Krätzmilbe)
Parasitäre Hauterkrankung durch Sarcoptes scabiei, übertragen vor allem durch längeren direkten Hautkontakt.
Schmuck- und Uhrenverbot
Vorschrift an Händen und Unterarmen in Versorgungsbereichen, da Ringe und Armbanduhren die effektive Händedesinfektion verhindern und Keimreservoire bilden.
Voraussetzungen für Händedesinfektion
Kurz geschnittene, unlackierte Naturnägel ohne künstliche Nagelaufsätze sowie vollständig trockene Haut.
Die 5 Momente der Händehygiene
WHO-Modell: 1. Vor Patientenkontakt, 2. Vor aseptischen Tätigkeiten, 3. Nach Kontakt mit potenziell infektiösen Materialien, 4. Nach Patientenkontakt, 5. Nach Kontakt mit der Patientenumgebung.
Indikation für Händewaschen
Durchführung bei sichtbarer Verschmutzung, nach Toilettengang sowie zur mechanischen Entfernung von Sporen (z. B. bei Clostridioides difficile).
Chirurgische Händedesinfektion
Benetzen von Händen und Unterarmen über eine erweiterte Einwirkzeit vor operativen Eingriffen zur Eliminierung der transienten und Reduzierung der residenten Flora.
Endemie
Das dauerhafte oder regelmäßig wiederkehrende Vorkommen einer Infektionskrankheit in einer bestimmten Region.
Epidemie
Die unüblich gehäufte, zeitlich und räumlich begrenzte Vorkommensrate einer Krankheit.
Pandemie
Die weltweite, kontinentübergreifende Ausbreitung einer Infektionskrankheit.
Inzidenz
Die Anzahl der Neuerkrankungen an einer bestimmten Krankheit innerhalb eines definierten Zeitraums in einer Population.
Prävalenz
Die Gesamtzahl der zu einem bestimmten Zeitpunkt bestehenden Krankheitsfälle in einer definierten Population.
Morbidität
Die Zahl der Erkrankten im Verhältnis zur Gesamtzahl einer bestimmten Population.
Mortalität
Die Zahl der Todesfälle bezogen auf die Gesamtzahl einer definierte Population.
Letalität
Der Anteil der Todesfälle unter den an einer spezifischen Krankheit erkrankten Personen.
Infektion vs. Kolonisation
Ersteres ist das Eindringen und Vermehren von Erregern mit Wirtsreaktion; Letzteres ist die reine Besiedlung ohne Krankheitszeichen oder Immunantwort.
Kontamination
Das reine Vorhandensein von Mikroorganismen auf Oberflächen, Gegenständen oder Hautarealen ohne Vermehrung oder Gewebereaktion.
Infektionskette
Das 6-gliedrige Übertragungsmodell: Erreger, Reservoir, Austrittspforte, Übertragungsweg, Eintrittspforte und empfänglicher Wirt.
Übertragungsweg von Tuberkulose
Die aerogene Übertragung über kleinste Aerosolpartikel, die über längere Zeit in der Luft schweben und tief in die Atemwege gelangen.
Nosokomiale Infektion
Eine Infektion, die im Zuge einer medizinischen Versorgung entsteht und bei Beginn der Maßnahme weder vorhanden noch in Inkubation war.
Prävention katheterassoziierter Harnwegsinfektionen
Tägliche Indikationsprüfung, streng aseptische Legung, Aufrechterhaltung eines geschlossenen Ableitungssystems und Haltung des Beutels unter Blasenniveau.
Eintrittswege bei Gefäßkatheterinfektionen
Extraluminal über die Punktionsstelle der Haut oder intraluminal über Konnektoren und kontaminierte Infusionslösungen.
Antigendrift
Schrittweise Punktmutationen in den Genen für Oberflächenantigene von Viren (z. B. Influenza), die eine regelmäßige Impfstoffanpassung erfordern.
Antigenshift
Abrupte Neukombination (Reassortment) von Genomsegmenten zweier Virenstämme in einer gemeinsamen Wirtszelle, die zu neuen Subtypen führen kann.
Unspezifische Abwehr (Angeborenes Immunsystem)
Schnell reagierender Abwehrmechanismus ohne Gedächtnisfunktion, bestehend aus Barrieren, Phagozyten, Komplementsystem und NK-Zellen.
Spezifische Abwehr (Adaptives Immunsystem)
Hochspezifische, verzögerte Immunantwort mit Antigenrezeptoren auf B- und T-Zellen sowie Bildung eines immunologischen Gedächtnisses.
Komplementsystem
Ein System aus kaskadenartig aktivierbaren Plasmaproteinen der angeborenen Abwehr zur Opsonierung, Zelllysis und Entzündungsverstärkung.
B-Zellen und Plasmazellen
Lymphozyten der adaptiven Immunabwehr; nach Aktivierung differenzieren sie zu Plasmazellen und produzieren spezifische Antikörper.
Aktive vs. Passive Immunisierung
Erstere Verabreicht Antigene zur eigenen Antikörper- und Gedächtniszellbildung; Letztere führt fertige Antikörper für sofortigen, kurzen Schutz zu.
Antiseptik
Die gezielte Keimreduktion oder Inaktivierung von Mikroorganismen auf lebendem Gewebe (Haut, Schleimhaut, Wunden).
Sinner-Kreis
Wirkprinzip der Reinigung aus den vier Stellgrößen Chemie, Mechanik, Temperatur und Zeit, die sich gegenseitig kompensieren können.
Wirkbereich begrenzt viruzid
Desinfektionsmittelwirkung, die spezifisch behüllte Viren inaktiviert.
Wirkbereich viruzid
Desinfektionsmittelwirkung, die sowohl behüllte als auch unbehüllte Viren zuverlässig inaktiviert.
Einstufung von Medizinprodukten (Kritisch)
Kategorie für Produkte, die die Haut oder Schleimhaut durchdringen und in sterile Gewebe/Blutbahnen gelangen; erfordert zwingend eine Sterilisation.
Sterilisation
Validiertes Verfahren zur vollständigen Abtötung bzw. Inaktivierung aller vermehrungsfähigen Mikroorganismen einschließlich bakterieller Endosporen.
HACCP-Konzept
Ein präventives Eigenkontrollsystem in der Lebensmittelhygiene zur Identifizierung, Bewertung und Beherrschung von Gefahren.
Infektionsweg von Legionellen
Das Einatmen legionellenhaltiger Aerosole (z. B. beim Duschen), vor allem aus warmen Wassersystemen mit Stagnation.
Entsorgung von scharfen und spitzen Gegenständen
Unmittelbare Entsorgung an der Entstehungsstelle in durchstich- und bruchfesten Behältern ohne Recapping der Nadeln.