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Umfassende Sammlung von Frage-und-Antwort-Lernkarten zu pflanzlicher Morphologie, Anatomie, Fortpflanzungsstrukturen und Fachterminologie der Botanik.
Was versteht man unter einer Achäne und welches typische Beispiel gibt es dafür?
Eine Schließfrucht bzw. spezielle Nussfrucht aus einem unterständigen Fruchtknoten, bei der Samenschale und Fruchtwand untrennbar miteinander verwachsen sind; Beispiel: Helianthus annuus (Sonnenblume) – Asteraceae (Korbblütengewächse).
Was besagt die botanische Alternanzregel?
Kreise von Blütenorganen stehen immer versetzt zueinander, niemals gegenüber.
Was unterscheidet eine Balgfrucht von einer Beerenfrucht?
Eine Balgfrucht ist eine Öffnungsfrucht aus einem mit sich selbst verwachsenen Fruchtblatt, die sich bei Reife an der Bauchnaht öffnet (z. B. Aquilegia vulgaris L.); eine Beerenfrucht ist eine Schließfrucht aus einem bis vielen Fruchtblättern mit vollständig fleischiger Fruchtwand (z. B. Cyphomandra betacea).
Was bedeuten die Begriffe „apokarp“ und „coenocarp“ bezüglich des Gynoeceums?
„Apokarp“ bedeutet, dass die Fruchtblätter frei und nicht miteinander verwachsen sind. „Coenocarp“ bedeutet, dass die Fruchtblätter miteinander verwachsen sind (Beispiel: Acorus calamus).
Was ist ein Cyathium und bei welcher Gattung kommt es vor?
Die Scheinblüte der Euphorbia-Arten (meist Euphorbia); Beispielart: Euphorbia pepulus L. (Garten-Wolfsmilch) – Euphorbiaceae.
Wie unterscheiden sich eine Dolde und eine Doppeldolde?
Eine Dolde ist ein einfacher Blütenstand, bei dem mehrere gestielte Einzelblüten einen gemeinsamen Ursprung haben (z. B. Ilex aquifolium L.); eine Doppeldolde ist ein zusammengesetzter Blütenstand, bei dem jeder Doldenzweig eine weitere Dolde trägt (meist Apiaceae, z. B. Foeniculum vulgare).
Welcher Unterschied besteht im Ploidiegrad des Endosperms bei Gymnospermen und Angiospermen?
Das Nährgewebe des Samens (Endosperm) ist bei Gymnospermen haploid und bei Angiospermen triploid.
Was ist ein Epiphyt und welche Pflanzenfamilie ist ein typisches Beispiel dafür?
Eine Aufsitzerpflanze bzw. eine Pflanze, die keinen direkten Kontakt zum Boden hat (meist Orchidaceae, z. B. Vanilla planifolia).
Was ist ein Halbparasit und wie versorgt er sich mit Wasser?
Eine grüne Pflanze, die andere Pflanzenarten parasitiert und deren Wasserleitungsbahnen mit Saugwurzeln (Haustorien) anzapft; Beispiel: Viscum album (Mistel) – Santalaceae.
Was versteht man unter Heterostylie und welchem Zweck dient sie?
Die unterschiedliche Position von Narbe und Staubbeuteln zur Vermeidung der Selbstbestäubung, wie z. B. bei Primula elatior (Hohe Primel) – Primulaceae.
Was bezeichnet Heterophyllie und bei welcher Beispielart tritt sie auf?
Das Auftreten verschieden gestalteter Laubblätter bei einem Pflanzenindividuum; Beispiel: Efeu – Hedera helix.
Was unterscheidet ein allorhizes von einem homorhizen Wurzelsystem?
Bei allorhiz liegt eine ausdauernde Hauptwurzel als Pfahlwurzel vor; bei homorhiz stirbt die Hauptwurzel ab und wird durch sprossbürtige Seitenwurzeln ersetzt.
Was ist eine Hülsenfrucht im botanischen Sinn?
Eine Öffnungsfrucht aus einem mit sich selbst verwachsenen Fruchtblatt (G1), das sich bei Reife an der Bauch- und Rückennaht öffnet; Beispiel: Lathyrus tuberosus (Knollen-Platterbse) – Fabaceae.
Was ist eine Karyopse und worin unterscheidet sie sich von der Achäne?
Eine spezielle Nussfrucht (Schließfrucht) aus einem oberständigen Fruchtknoten, bei der Samenschale und Fruchtwand untrennbar miteinander verwachsen sind (Poaceae, z. B. Zea mays L.); die Achäne entsteht hingegen aus einem unterständigen Fruchtknoten.
Was bedeutet Kauliflorie?
Stammblütigkeit, das heißt das Auftreten von Blüten an verholzten Pflanzenteilen; Beispiel: Cercis siliquastrum (Gewöhnlicher Judasbaum) – Fabaceae.
Was versteht man unter einem Karpophor?
Den Träger der beiden Teilfrüchte bei Doldenblütlern; Beispielart: Carum carvi L. (Kümmel) – Apiaceae.
Was bezeichnet der morphologische Begriff Konkauleszenz?
Dass die Deckblätter einer Verzweigung am Internodium des Seitenzweiges hinaufwachsen (beobachtbar bei Solanaceae).
Was sind Lodiculae und welche Funktion besitzen sie?
Schwellkörper, die für eine schnelle Öffnung von Süßgräser-Blüten verantwortlich sind; Beispiele: Triticum aestivum L. (Weizen) – Poaceae und Avena sativa (Hafer) – Poaceae.
Wie unterscheiden sich Kurztrieb und Langtrieb bei Nadelgehölzen?
Ein Kurztrieb ist ein Seitenzweig mit begrenztem Längenwachstum, an dessen Spitze oft Blätter stehen (z. B. Pinus sylvestris L.); ein Langtrieb ist ein Seitenzweig ohne Begrenzung des Längenwachstums (z. B. Picea abies).
Was ist ein Köpfchen im Vergleich zu einem Kolben?
Ein Köpfchen ist ein einfacher Blütenstand, bei dem mehrere ungestielte Blüten an einer gewölbten Achse sitzen; bei einem Kolben sitzen mehrere ungestielte Einzelblüten an einer verdickten Achse (z. B. Acorus calamus).
Wie unterscheiden sich Monochasium, Dichasium und Monopodium als Verzweigungstypen?
Beim Monochasium endet die Hauptachse in Blüte/Knospe und wird von einem Seitenzweig überwipfelt (z. B. Tilia sp.); beim Dichasium wird der Hauptspross von zwei Seitenzweigen überwipfelt; beim Monopodium dominiert die Hauptachse und die Seitenzweige überwipfeln sie nicht (z. B. Verbascum nigrum L.).
Was ist eine Ochrea und für welche Pflanzenfamilie ist sie charakteristisch?
Eine tütenförmige Blattscheide; charakteristisch für die Knöterichgewächse (z. B. Rhabarber, Buchweizen).
Was ist ein Pappus?
Zu einem Flugorgan modifizierte Kelchblätter (z. B. bei Asteraceae wie Löwenzahn).
Was sind Phyllokladien und bei welcher Art treten sie beispielhaft auf?
Blattähnliche, blütentragende Seitensprosse; Beispiel: Ruscus aculeatus L. (Stechender Mäusedorn) – Asparagaceae.
Was bezeichnet ein Pseudanthium?
Einen Blütenstand aus vielen Einzelblüten, die eine große Blüte vortäuschen (typisch für Asteraceae).
Was bedeutet Resupination bei Orchideengewächsen?
Die Drehung des Fruchtknotens bei Reife der Staubblätter.
Was ist ein Perigon?
Eine Blütenhülle ohne deutliche Unterscheidung von Kelch und Krone; Beispiel: Ranunculus bulbosus L. (Knolliger Hahnenfuß) – Ranunculaceae.
Wie ist eine Schotenfrucht aufgebaut und ab welchem Längen-Breiten-Verhältnis spricht man von einem Schötchen?
Eine Öffnungsfrucht aus zwei Fruchtblättern (G2), die sich bei Reife an Bauch- und Rückennaht öffnet; der Samen ist an der falschen Scheidewand aufgereiht; bei einem Längen-Breiten-Verhältnis von <3:1 spricht man von einem Schötchen (typisch für Brassicaceae).
Welche zelluläre Besonderheit und Funktion zeichnen Siebröhren aus?
Sie sind lebende Zellen ohne Zellkern (!) und leiten organische Stoffe in der Pflanze.
Was kennzeichnet eine Spaltfrucht?
Schließfrüchte, die bei Reife an einer echten Scheidewand zerfallen.
Was versteht man unter einem Staminodium?
Ein verkümmertes, nicht fertiles Staubblatt.
Wie ist der Aufbau der Fruchtwand einer Steinfrucht?
Die innere Fruchtwand ist holzig, die mittlere fleischig und die äußere ledrig; Beispiel: Persea americana (Avocado) – Lauraceae.
Was unterscheidet Tracheen von Tracheiden?
Tracheen sind weitlumige tote Röhrenzellen mit verholzten Wänden, die durch Auflösung der Querwände zu Gefäßen fusionieren; Tracheiden sind schmale tote Röhrenzellen mit verholzten Wänden und zugespitzten Enden. Beide leiten Wasser und Ionen.
Was ist ein Thallus?
Die Organisationsform der Pilze, Algen und Moose ohne echte Wurzeln, Spross und Blätter; Beispiel: Certraria islandica (Isländisches Moos) – Parmeliaceae.
Was ist eine Traube im Unterschied zu einer Ähre?
Eine Traube ist ein einfacher Blütenstand, bei dem mehrere gestielte Einzelblüten an einer Sprossachse sitzen (z. B. Ribes nigrum); bei einer Ähre sitzen zahlreiche ungestielte Einzelblüten am Spross.
Was bedeutet der Begriff „sympetal“?
Dass die Blütenblätter miteinander verwachsen sind.
Was ist ein Utriculus und bei welcher Gattung kommt er vor?
Ein Schlauch aus verwachsenen Vorblättern, die den Fruchtknoten bei der Gattung Carex umgeben.
Welche anatomischen Merkmale kennzeichnen die Xeromorphie?
Anpassungen an Trockenheit, wie z. B. die Verdickung der Kutikula, Verminderung der Zahl der Spaltöffnungen sowie eine stärkere Ausbildung von Gefäßen und Festigungselementen (z. B. xeromorphe Nadelblätter bei Pinus sylvestris).
Was bezeichnet eine zygomorphe Blüte und welche Beispielart wird genannt?
Die Anordnung der Blütenteile um eine einzige Symmetrieachse (spiegelsymmetrisch: Bild und Spiegelbild); Beispiel: Aristolochia clematitis (Gewöhnliche Osterluzei) – Aristolochiaceae.
Was versteht man unter einer Zyme?
Die Bezeichnung für einen Blütenstand, dessen Seitenzweige sich sympodial verzweigen (meist bei Lamiaceae).
Was versteht man unter einer Achäne und bei welcher Beispielart kommt sie vor?
Eine Achäne ist eine Schließfrucht; speziell eine Nussfrucht aus einem unterständigen Fruchtknoten, bei der Samenschale und Fruchtwand untrennbar miteinander verwachsen sind. Ein Beispiel ist Helianthus annuus (Sonnenblume) aus der Familie der Asteraceae (Korbblütengewächse).
Wie ist der Blütenstand der Ähre definiert?
Die Ähre ist ein einfacher Blütenstand, bei dem zahlreiche ungestielte Einzelblüten am Spross sitzen (Beispielart: Verbascum nigrum L.).
Was kennzeichnet den Wurzeltyp „allorhiz“ im Gegensatz zu „homorhiz“?
Beim allorhizen Wurzeltyp bleibt die Hauptwurzel als ausdauernde Pfahlwurzel erhalten. Beim homorhizen Wurzeltyp stirbt die Hauptwurzel hingegen ab und wird durch sprossbürtige Seitenwurzeln ersetzt.
Wie ist eine Apfelfrucht aufgebaut?
Bei einer Apfelfrucht (Sammelbalgfrucht, Steinfrucht) werden mehrere Balgfrüchte von einer fleischigen Blütenachse umwachsen, sodass sie sich nicht mehr öffnen (Beispiel: Malus domestica, Rosaceae / Maloideae).
Was besagt die botanische Alternanzregel?
Kreise von Blütenorganen stehen immer versetzt zueinander und niemals gegenüber.
Was bedeuten die Begriffe Androeceum, Anthere und Filament?
Das Androeceum ist die Gesamtheit aller Staubblätter (männlicher Blütenteil). Das Filament ist der Staubfaden, der zusammen mit zwei Antheren (Staubbeuteln) ein Staubblatt bildet.
Wie unterscheiden sich apokarpe und coenocarpe Gynoeceen?
Bei einem apokarpen Gynoeceum sind die Fruchtblätter frei und nicht miteinander verwachsen. Bei einem coenocarpen (bzw. syncarpen) Gynoeceum sind die Fruchtblätter miteinander verwachsen.
Was zeichnet eine Balgfrucht aus?
Eine Balgfrucht ist eine Öffnungsfrucht aus einem mit sich selbst verwachsenen Fruchtblatt, die sich bei Reife an der Bauchnaht öffnet (häufig bei Ranunculaceae, z. B. Aquilegia vulgaris L.).
Was ist eine Beerenfrucht?
Eine Schließfrucht aus einem bis vielen Fruchtblättern, bei der die Fruchtwand vollständig fleischig ist (Beispiel: Cyphomandra betacea).
Was versteht man unter einer Cupula?
Die Cupula ist der Fruchtbecher der Buchengewächse (Fagaceae, z. B. bei Castanea sativa Mill. oder Eiche).
Was ist ein Cyathium?
Ein Cyathium ist eine Scheinblüte der Euphorbia-Arten aus der Familie der Euphorbiaceae (z. B. Euphorbia peplus L.).
Wofür stehen die pharmazeutischen Abkürzungen DAB, HAB und Ph. Eur.?
DAB steht für Deutsches Arzneibuch, HAB für Homöopathisches Arzneibuch und Ph. Eur. für Europäisches Arzneibuch.
Was charakterisiert den Verzweigungstyp Dichasium?
Beim Dichasium wird der Hauptspross von zwei Seitenzweigen überwipfelt (Beispiel: Silene dioica, Caryophyllaceae).
Was bedeuten die Begriffe diözisch und monözisch?
Diözisch bedeutet zweigeschlechtlich (nur im Zusammenhang mit Blüten verwendet) oder zweihäusig (z. B. Ephedra sinica, Hopfen). Monözisch bedeutet eingeschlechtlich (im Blütenzusammenhang) bzw. einhäusig (z. B. Thuja sp.).
Was ist ein Diskus in der Blütenmorphologie?
Eine scheibenförmige Verbreiterung der Blütenachse.
Wie unterscheiden sich eine einfache Dolde und eine Doppeldolde?
Bei einer einfachen Dolde haben mehrere gestielte Einzelblüten einen gemeinsamen Ursprung (z. B. Ilex aquifolium L.). Bei einer Doppeldolde trägt jeder Doldenzweig eines zusammengesetzten Blütenstands eine weitere Dolde (typisch für Apiaceae, z. B. Foeniculum vulgare).
Worin unterscheidet sich der Ploidiegrad des Endosperms bei Gymnospermen und Angiospermen?
Das Endosperm (Nährgewebe des Samens) ist bei Gymnospermen haploid und bei Angiospermen triploid.
Was ist ein Epiphyt?
Eine Aufsitzerpflanze, die keinen direkten Kontakt zum Boden hat (meist Orchidaceae, z. B. Vanilla planifolia).
Welche Rollen spielen Gametophyt und Sporophyt im Generationswechsel?
Der Gametophyt stellt die haploide, Gameten bildende Generation dar, während der Sporophyt die diploide, Sporen bildende Generation ist.
Welche Funktion haben Geleitzellen?
Sie ernähren Siebröhrenzellen und bilden mit ihnen einen funktionellen Komplex.
Was versteht man unter einer Geschlechtssäule?
Die Verwachsung der Filamente zu einer Röhre, welche den Fruchtknoten umschließt.
Was kennzeichnet einen Geophyten?
Eine Pflanze, die sich aus unterirdisch wachsenden Rhizomen oder Zwiebeln erneuert (z. B. Polygonatum multiflorum aus den Asparagaceae).
Was ist eine Granne bei Süßgräsern?
Eine lange, derbe Spitze an den Blütenhüllblättern der Süßgräser (z. B. bei Secale cereale L. oder Hordeum vulgare L.).
Wie ernährt sich ein Halbparasit wie die Mistel (Viscum album)?
Ein Halbparasit ist eine grüne Pflanze, die andere Pflanzenarten parasitiert und deren Wasserleitungsbahnen mittels Saugwurzeln (Haustorien) anzapft.
Was versteht man unter Heterostylie?
Die unterschiedliche Position von Narbe und Staubbeuteln zur Vermeidung von Selbstbestäubung (z. B. bei Primula elatior).
Was beschreibt der Begriff Heterophyllie?
Das Auftreten verschieden gestalteter Laubblätter an einem einzigen Pflanzenindividuum (z. B. bei Efeu – Hedera helix).
Was ist ein Hochblatt?
Ein von den Laubblättern abweichendes Blatt, welches die Blüten schützend umhüllt (z. B. bei Euphorbia corollata).
Was ist ein Honigblatt?
Ein umgebildetes, steriles Staubblatt, das Zuckersaft absondert (typisch für Hahnenfußgewächse).
Wie ist eine Hülsenfrucht definiert?
Eine Öffnungsfrucht aus einem mit sich selbst verwachsenen Fruchtblatt (G1), die sich bei Reife sowohl an der Bauch- als auch an der Rückennaht öffnet (z. B. Lathyrus tuberosus, Fabaceae).
Was ist ein Idioblast?
Eine Zelle, die sich morphologisch oder funktionell vom umliegenden Gewebe unterscheidet, wie beispielsweise Ölidioblasten bei Malva sylvestris L.
Was bezeichnet der Begriff Internodium?
Den Bereich der Sprossachse, der zwischen zwei Nodien (Knoten) liegt.
Was ist ein Involucrum?
Ein Scheinkelch, der aus Hochblättern gebildet wird (z. B. bei Korbblütlern oder Euphorbia corollata).
Was ist eine Kapselfrucht?
Eine Öffnungsfrucht, die aus mehreren miteinander verwachsenen Fruchtblättern hervorgeht (z. B. Amaranthus caudatus).
Welche Funktion erfüllt das Karpophor bei Doldenblütlern?
Es dient als Träger der beiden Teilfrüchte (Spaltfrüchte) bei den Doldenblütlern (z. B. bei Carum carvi L.).
Wie unterscheidet sich die Karyopse von der Achäne?
Beide sind Schließfrüchte mit unlösbar verwachsener Samenschale und Fruchtwand; die Karyopse (Poaceae, z. B. Zea mays L.) entsteht jedoch aus einem oberständigen Fruchtknoten, während die Achäne (Asteraceae) aus einem unterständigen Fruchtknoten hervorgeht.
Was versteht man unter Kauliflorie?
Stammblütigkeit; das direkte Erscheinen von Blüten an verholzten Pflanzenteilen (z. B. Cercis siliquastrum).
Wie ist eine Knolle definiert?
Das verdickte Ende eines unterirdisch wachsenden Sprosses bzw. Rhizoms (z. B. bei der Kartoffel).
Wie unterscheiden sich Kolben und Köpfchen als einfache Blütenstände?
Beim Kolben sitzen mehrere ungestielte Einzelblüten an einer verdickten Achse (z. B. Acorus calamus), während beim Köpfchen mehrere ungestielte Blüten an einer gewölbten Achse sitzen.
Was beschreibt das Phänomen der Konkauleszenz?
Das Hinaufwachsen der Deckblätter einer Verzweigung am Internodium des Seitenzweiges (z. B. bei Solanaceae).
Was bedeutet Konvergenz in der Pflanzenmorphologie?
Die unabhängige Evolution ähnlicher Merkmale unter vergleichbarem Selektionsdruck, wie beispielsweise die Ähnlichkeit von Wolfsmilchgewächsen (z. B. Euphorbia meloformis) zu den amerikanischen Cactaceen.
Aus welchen drei Grundorganen setzt sich ein Kormus zusammen?
Ein Kormus (Organisationsform der Farne und Samenpflanzen) besteht aus echten Wurzeln, Spross und Blättern.
Was unterscheidet einen Kurztrieb von einem Langtrieb?
Ein Kurztrieb ist ein Seitenzweig mit begrenztem Längenwachstum, an dessen Spitze oft Blätter oder Nadelpaare stehen (z. B. Pinus sylvestris L.). Ein Langtrieb besitzt hingegen keine Begrenzung des Längenwachstums (z. B. Picea abies).
Was ist die Kutikula?
Eine dünne Wachsschicht auf der Außenseite von Pflanzenzellen.
Was bezeichnet das Labellum?
Eine auffällig ausgebildete Lippe in der Blüte, charakteristisch für Orchideengewächse (z. B. Anacamptis morio) und Ingwergewächse.
Welche Funktion erfüllen die Lodiculae bei Süßgräsern?
Sie dienen als Schwellkörper, die für das schnelle Öffnen der Blüten bei Süßgräsern verantwortlich sind (z. B. bei Triticum aestivum L. und Avena sativa).
Wie unterscheiden sich monopodiale und sympodiale (z. B. Monochasium) Verzweigungssysteme?
Beim Monopodium dominiert eine durchgehende Hauptachse, der die Seitenzweige untergeordnet sind (sie überwipfeln die Hauptachse nicht). Beim Sympodium (bzw. Monochasium) endet die Hauptachse in einer Blüte oder Knospe und wird von einem Seitenzweig überwipfelt.
Was ist der Unterschied zwischen monosulcaten und tricolpaten Pollen?
Monosulcate Pollenkörner besitzen eine einzelne Keimöffnung, während tricolpate Pollenkörner drei Keimöffnungen aufweisen.
Was versteht man unter einer Ochrea?
Eine tütenförmige Blattscheide an den Knoten, die charakteristisch für Knöterichgewächse ist (z. B. bei Rhabarber und Buchweizen).
Was ist ein Pappus und woraus geht er hervor?
Der Pappus ist ein zu einem Flugorgan modifizierter Kelch bei Korbblütlern (Asteraceae, z. B. Löwenzahn).
Was bezeichnet eine paracarpe Gynoeceum-Verwachsung?
Die randliche Verwachsung der Fruchtblätter miteinander (z. B. bei Mohngewächsen).
Wie ist ein Perigon definiert?
Eine Blütenhülle (Perianth), bei der Kelch- und Kronblätter gleichförmig gestaltet sind und keine deutliche Unterscheidung in Kelch und Krone vorliegt (z. B. Ranunculus bulbosus L.).
Was sind Phyllokladien?
Blattähnlich abgeflachte, blütentragende Seitensprosse (z. B. bei Ruscus aculeatus L., Stechender Mäusedorn).
Was sind Pollinien?
Pakete aus miteinander verklebten Pollenkörnern, wie sie typischerweise bei den Orchideengewächsen vorkommen.
Was ist ein Pseudanthium?
Ein Blütenstand aus vielen kleinen Einzelblüten, der optisch und funktionell eine einzige große Einzelblüte vortäuscht (charakteristisch für Asteraceae).
Was sind Raphiden?
Nadelförmige Kristalle aus Calciumoxalat in Pflanzenzellen.
Was geschieht bei der Resupination?
Eine Drehung des Fruchtknotens bei Reife der Staubblätter, wie sie bei allen Orchideengewächsen vorkommt.
Wie ist der Aufbau einer Schotenfrucht und ab welcher Proportion spricht man von einem Schötchen?
Die Schote ist eine Öffnungsfrucht aus zwei Fruchtblättern (G2), die sich an Bauch- und Rückennaht öffnet, wobei Samen an einer falschen Scheidewand entlassen werden. Bei einem Längen-Breiten-Verhältnis von <3:1 spricht man von einem Schötchen (charakteristisch für Brassicaceae).
Welche anatomischen Besonderheiten weisen Siebröhren auf?
Siebröhren sind lebende Zellen, besitzen jedoch im reifen Funktionszustand keinen Zellkern; sie leiten organische Stoffe in der Pflanze.
Was zeichnet eine Spaltfrucht aus?
Spaltfrüchte sind Schließfrüchte, die bei der Fruchtreife entlang einer echten Scheidewand in mehrere Teilfrüchte zerfallen.
Wie ist eine Steinfrucht gegliedert?
Eine Schließfrucht, deren Fruchtwand (Pericarp) dreigeteilt ist: eine verholzte innere Schicht (Endocarp), eine fleischige mittlere Schicht (Mesocarp) und eine ledrige äußere Schicht (Exocarp) (z. B. Persea americana).