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27 Terms
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Selbstbewusstsein
* Umgangssprache: die Überzeugung des eigenen Wertes * Philosophie: das inhaltliche Wissen über bestimmte innere Zustände oder das formale Wissen um die einheitsstiftende geistige Instanz (Ich, ein Selbst) * entsteht erst im Verlaufe der Persönlichkeitsentwicklung
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Selbsterkenntnis
* das Auffinden und Kennenlernen der eigenen Persönlichkeitsstrukturen * “Erkenne dich selbst” * Auch das kritische Nachdenken und Hinterfragen von sich selbst
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Selbstbestimmung
* Möglichkeit/Fähigkeit des Individuum frei der eigenen Vernunft gemäss zu handlen
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Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung
Phase 1: Säuglingsalter
* Vertrauen vs. Misstrauen * bis ca. 2 Jahre * Identitätsgefühl * Zugehörigkeitsgefühl zur Gesellschaft * Urvertrauen in menschliche Gesellschaft * fordert körperliche Nähe, Sicherheit, Geborgenheit etc.
**→** Bedrohungsgefühle, Ängste des Verlassenwerden , Urmisstrauen
* Mutter als Bezugsperson * Kosmische Ordnung * Geben bekommen geben * Motto: “Ich bin was man mir gibt” * numinos
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Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung
Phase 2: Kleinkindalter
* Autonomie vs. Scham/Zweifel * ca. 2.-4. Lebensjahr * baut auf Grundvertrauen auf * das Gefühl nach seinem Willen handeln zu dürfen
→ Scham und Zweifel an den eigenen Fähigkeiten und der Richtigkeit der Bedürfnisse
* Eltern als Bezugsperson * “Gesetz und Ordnung” * Motto: “Ich bin was ich will” * verständnisvoll
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Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung
Phase 3: Spielalter
* Initiative vs. Schuldgefühl * ca. 4.-5. Lebensjahr * Gefühl für soziale Rollen und Institutionen * verlangen nach körperlicher und geistiger Weiterentwicklung
→ Schuldgefühl in Bezug auf diese neue Eigeninitiative und der Gedanke, dass die Bedürfnisse schlecht seien
* Familie/nachbarschaftliche Spielgruppen als Bezugspersonen * Ideale Leitbilder * Motto: “Ich bin was ich mir zu werden vorstellen kann” * dramatisch
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Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung
Phase 4: Schulalter
* Leistung s. Minderwertigkeitsgefühl * ca 6.-11. Lebensjahr * Interesse, wie Dinge funktionieren * Formulieren von Regeln, Organisieren, Ordnung und Betriebsamkeit
→ Minderwertigkeitsgefühle
* Wohngegend/Schule/Lehrpersonen als Bezugspersonen * Technologische Elemente * Motto: “Ich bin, was ich lerne” * formal
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Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung
Phase 5: Adoleszenz
* Identität vs. Rollendiffusion * ca. 12.-18. Lebensjahr * Kindheit ist beendet * stark orientiert an Aussenwahrnehmung * Identität entsteht durch Zuversicht. Selbstwahrnehmung ca. = Fremdwahrnehmung * “eigene Gruppe”/”peer groups”/Vorbilder als Bezugsperson * Ideologische Perspektiven * Motto: “Ich bin nicht, was ich sein sollte, ich bin nicht was ich sein werde, aber ich bin nicht mehr, was ich war” * ideologisch
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Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung
Phase 6: frühes Erwachsenenalter
* Intimität vs. Isolierung * ca. 18.-24. Lebensjahr * Kontakt mit Menschen → Intimität * Freundeskreis/Partner/Rivalen/Mitarbeiter als Bezugspersonen * Arbeits- und Rivalitätsordnungen * Motto: “Es gibt keine wahre Zweiheit, bevor man nicht selbst eine Einheit ist” * affiliativ
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Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung
Phase 7: Erwachsenenalter
* Zeugende Fähigkeit vs. Stagnation * Interesse an Familie, Gesellschaft, zukünftige Generationen
→ Starke Konzentration auf sich selbst
* gemeinsame Arbeit/Ehe/Partnerschaft als Bezugsperson * Zeitströmung in Erziehung und Tradition * generational
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Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung
Phase 8: Reifes Erwachsenenalter
* Ich-Integrität vs. Verzweiflung * ca. 50. Lebensjahr - Tod * Mensch blickt zurück
Erfüllung wird entgegengesehen
→ Verzweiflung bei unbefriedigten Leben
* Die Menschheit als Bezugsperson * Weisheit * philosophisch
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Persönliche Identität
organische und biographische Einmaligkeit des Individuum
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Soziale Identität
die Gesamtheit aller Rollenerwartungen
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Rollendistanz
Das Individuum muss fähig sein, die eigenen Rollen und die damit verbundenen Rollenerwartungen zu erkennen.
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Role-taking
Das Individuum muss sich in eine Rolle eines Anderen hineinversetzen können.
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Ambiguitätstoleranz
Die Fähigkeit mehrdeutige/widersprüchliche Situationen zu erkennen und zu ertragen, ohne sie zu vereinfachen oder zu verdrängen.
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Identitätsdarstellung
Die Fähigkeit die eigene Position/Bedürfnisse zu erkennen und darzustellen.
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Diffuse Identität
* niedrige Erkundung * niedrige Verpflichtung * Man hat sich noch nicht mit seinen Möglichkeiten auseinander gesetzt, man interessiert sich auch nur bedingt dafür (niedrige Erkundung) und noch keine Tätigkeit aufgenommen (niedrige Verpflichtungen) * man weiss noch nicht so richtig, was man eigentlich will und will es auch nicht wirklich wissen
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übernommene Identität
* hohe Verpflichtung * niedrige Erkundung * Die Identität, die man von Vorbildern z.B. Eltern übernimmt * Man hat immer noch wenig erkundet, man macht einfach was Andere einem sagen, hat aber schon Verpflichtungen z.B. Ausbildung auf Rat der Eltern
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Kritische Identität
* hohe Erkundung * niedrige Verpflichtung * Suche nach Informationen, viele Möglichkeiten werden durchgedacht/ausprobiert, es ist aber noch keine Entscheidung gefallen.
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Erarbeite Identität
* hohe Erkundung * hohe Verpflichtungen * nach vielen Erkundungen wird eine Entscheidung getroffen * durch innere Veränderungen verursacht
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Präkonventionell, Stufe 1: Strafe und Gehorsam
* Auf dieser Stufe orientieren sich Personen vor allem an **Strafe und Gehorsam**. Das bedeutet, dass die hauptsächliche Motivation und Begründung für eine Handlung das **Vermeiden von persönlichem Leid** ist. Autorität scheint unumgänglich.
* Würde Heinz das Medikament für seine Frau stehlen, dann hätte er das Problem, dass er ins Gefängnis kommen könnte.
* Hier orientieren sich Menschen besonders an den eigenen Bedürfnissen und **Abwägungen von Kosten und Nutzen**. Jedoch werden die Bedürfnisse anderer nicht völlig vernachlässigt, da diese Stufe von einem Verständnis der **Gegenseitigkeit** von Verhalten gekennzeichnet ist. * Wenn Heinz das Medikament für seine Frau stiehlt, dann tut sie ihm vielleicht auch einmal einen großen Gefallen.
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Konventionell, Stufe 3: Gruppenperspektive
* Personen auf dieser Stufe streben nach **Anerkennung** im näheren Umkreis. Oft spricht man bei jüngeren Personen davon, dass jemand gerne ein "gutes Kind" wäre. * Einerseits erwartet Heinz’ Frau von ihm, dass er das Medikament besorgt und er will ein guter Ehemann sein.
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Konventionell, Stufe 4: Gesellschaftsperspektive
* Auf dieser Stufe sind Menschen bemüht, sich an **Gesetze** zu halten. Deshalb achten sie auch besonders die Autorität anderer. Sie betonen außerdem die Wichtigkeit von **Recht und Ordnung sowie** die Erfüllung von Pflichten im größeren System. * Heinz hat als Ehemann die Verpflichtung, für das Wohl seiner Frau zu sorgen. \n Diebstahl ist jedoch gesetzlich verboten.
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Postkonventionell, Stufe 5: Sozialer Kontrakt
* Hier beginnen Menschen, Normen und Regeln zu hinterfragen. Sie werden also nur akzeptiert und befolgt, wenn sie verhältnismäßig und für alle Menschen gerecht sind. Statt sich strikt an Gesetze zu halten, orientieren sich Personen auf dieser Ebene an einem **Sozialvertrag,** der ungeschriebene Regeln beinhaltet.
Zudem sind sie sich darüber bewusst, dass ihre Perspektive nur eine von vielen ist, die sich diesem Vertrag unterordnet und dass die Perspektiven aller Menschen berücksichtigt werden sollten. * Diebstahl ist zwar gesetzlich verboten, aber in diesem Fall ist es gerechtfertigt, da die Gesetze nicht der Gesundheit eines Menschen im Weg stehen sollten.
* Als Richtlinie dienen dann eigene **ethische Standards** wie Gerechtigkeit, Gegenseitigkeit, Gleichheit und die Würde aller Menschen. Gesetze und soziale Abmachungen sind überhaupt nur deshalb gültig, weil sie auf diesen übergeordneten Konzepten basieren. * Heinz sollte das Medikament für seine Frau stehlen, denn das Leben eines Menschen steht über allem.