Molekularbiologie: Grundlegende DNA-Methoden

0.0(0)
Studied by 0 people
call kaiCall Kai
learnLearn
examPractice Test
spaced repetitionSpaced Repetition
heart puzzleMatch
flashcardsFlashcards
GameKnowt Play
Card Sorting

1/27

flashcard set

Earn XP

Description and Tags

Flashcards zur Wiederholung der Grundlagen der Molekularbiologie, DNA-Eigenschaften, Klonierungsmethoden und Selektionsverfahren.

Last updated 10:43 AM on 10/2/26
Name
Mastery
Learn
Test
Matching
Spaced
Call with Kai
Chat

No analytics yet

Send a link to your students to track their progress

28 Terms

1
New cards

Funktion der DNA in der Zelle

Die DNA dient als Speicher der genetischen Information in der Zelle.

2
New cards
<p>Zucker-Unterschied zwischen DNA und RNA</p>

Zucker-Unterschied zwischen DNA und RNA

Der Unterschied liegt an der 2′2' (C2C_2)-Position des Zuckers: RNA besitzt dort eine Hydroxylgruppe (OH\text{OH}), während DNA an dieser Stelle nur einen Wasserstoff (H\text{H}) aufweist.

3
New cards
<p>Wasserstoffbrückenbindungen (G-C vs. A-T)</p>

Wasserstoffbrückenbindungen (G-C vs. A-T)

Ein G-C-Paar bildet 33 Wasserstoffbrückenbindungen aus und ist thermodynamisch stabiler als ein A-T-Paar mit 22 Wasserstoffbrückenbindungen. Sequenzen mit hohem G-C-Gehalt benötigen mehr Energie bzw. höhere Temperaturen zur Strangtrennung.

4
New cards

Ladung von Phosphatgruppen

Phosphatgruppen der Nukleinsäuren sind in einem weiten pH-Bereich negativ geladen und wasserlöslich.

5
New cards

Chemische Eigenschaften von Zucker und Basen

Die Zuckerbausteine von Nukleinsäuren sind ungeladen und wasserlöslich, während die Stickstoffbasen lipophil bzw. hydrophob sind.

6
New cards

PAGE (Polyacrylamid-Gelelektrophorese)

Ein Elektrophoreseverfahren zur Trennung und Analyse von kurzen Nukleinsäuren im Bereich von 2020 bis 500500\,\text{bp}.

7
New cards

Agarose-Gelelektrophorese

Eine Standardmethode zur Auftrennung und Größenbestimmung von Nukleinsäuren im Bereich von 300300 bis 30.00030.000\,\text{bp}.

8
New cards

Antiparallelität der DNA-Stränge

Die beiden zueinander komplementären Einzelstränge eines DNA-Doppelstrangs verlaufen in entgegengesetzter Orientierung (5′→3′5' \rightarrow 3' und 3′→5′3' \rightarrow 5').

9
New cards

Funktion eines Reaktionspuffers

Ein Puffer gewährleistet optimale Reaktionsbedingungen (wie den passenden pH-Wert) für die Aktivität des eingesetzten Enzyms.

10
New cards

UV-Licht-Einfluss auf Agarosegele

Die Bestrahlung mit UV-Licht kann Mutationen in der DNA induzieren, was das spätere Klonieren der DNA-Fragmente erschwert.

11
New cards

Laufverhalten von DNA im Gel-Marker-Vergleich

Standard-DNA-Längenmarker beziehen sich stets auf lineare DNA; lediglich lineare DNA-Fragmente wandern exakt entsprechend der vom Marker angegebenen Größe.

<p>Standard-DNA-Längenmarker beziehen sich stets auf lineare DNA; lediglich lineare DNA-Fragmente wandern exakt entsprechend der vom Marker angegebenen Größe.</p>
12
New cards

Replikon

Ein DNA-Abschnitt, der den Replikationsursprung (Ori) sowie die zugehörigen Kontrollelemente umfasst und somit für die eigenständige Replikation der DNA essentiell ist.

13
New cards

Selektionsmarker

Ein Gen auf einem Plasmid (z. B. ein Ampicillin-Resistenzgen), das es ermöglicht, Zellen nach einer Transformation zu identifizieren, die das Plasmid erfolgreich aufgenommen haben.

14
New cards

Multiple Cloning Site (MCS)

Ein synthetischer DNA-Bereich in einem Vektor, der viele verschiedene Schnittstellen für Restriktionsenzyme enthält, die jeweils nur ein einziges Mal im gesamten Vektor vorkommen.

15
New cards

Plasmid-Voraussetzung für die Blau-Weiß-Selektion

Das Plasmid muss für das α\alpha-Fragment der β\beta-Galaktosidase (lacZ′lacZ') codieren, und die Multiple Cloning Site (MCS) muss innerhalb dieses Gens liegen.

<p>Das Plasmid muss für das $$\alpha$$-Fragment der $$\beta$$-Galaktosidase ($$lacZ'$$) codieren, und die Multiple Cloning Site (MCS) muss innerhalb dieses Gens liegen.</p>
16
New cards

Wirtsstamm-Voraussetzung für die Blau-Weiß-Selektion

Der verwendete E. coli-Stamm muss das ω\omega-Fragment der β\beta-Galaktosidase auf dem Chromosom codieren (Genotyp lacZΔM15lacZ\Delta M15), um eine α\alpha-Komplementation zu ermöglichen.

17
New cards

α\alpha-Komplementation

Die Wiederherstellung einer aktiven β\beta-Galaktosidase durch den Zusammenschluss des auf dem Vektor codierten α\alpha-Fragments und des im Bakteriengenom codierten ω\omega-Fragments.

18
New cards

Fehlerquelle bei der Blau-Weiß-Selektion durch kleine Inserts

Sehr kurze Inserts (z. B. 210210\,\text{bp}),derenLa¨ngeeinVielfachesvon3ist,erzeugenkeinenRasterschub.DadurchkanntrotzerfolgreicherKlonierungeinfunktionelles), deren Länge ein Vielfaches von 3 ist, erzeugen keinen Rasterschub. Dadurch kann trotz erfolgreicher Klonierung ein funktionelles\alpha$$-Peptid entstehen und fälschlicherweise eine blaue Kolonie gebildet werden.

19
New cards

Dephosphorylierung von Vektoren

Die enzymatische Abspaltung der 5′5' Phosphatgruppen an geschnittenen Vektorenden durch eine Phosphatase zur Verhinderung der Vektor-Religation bei Einzelverdauen.

20
New cards

5'-Phosphorylierung von PCR-Primern

Erforderliche Modifikation bei der Klonierung von stumpfendigen PCR-Produkten in einen dephosphorylierten Vektor, da kommerzielle Primer standardmäßig nur mit 5′−OH5'-\text{OH}-Gruppen geliefert werden.

21
New cards

Sticky-End- vs. Blunt-End-Ligation

Ligationen mit kompatiblen überstehenden Enden (Sticky Ends) sind wesentlich effizienter als Blunt-End-Ligationen, da die komplementäre Basenpaarung die Interaktion der Fragmente vorübergehend stabilisiert.

22
New cards

Shuttle-Vektor

Ein Plasmidsystem, das in zwei unterschiedlichen Organismenarten (z. B. E. coli und Haloferax volcanii) replizieren kann und dafür zwei Replikationsursprünge (Origins) sowie zwei Selektionsmarker besitzt.

23
New cards

Sicherheitsmerkmale von E. coli-Laborstämmen

Molekularbiologische E. coli-Laborstämme sind nicht pathogen und tragen Defektmutationen, die ein Überleben außerhalb der kontrollierten Laborumgebung verhindern.

24
New cards

Replikation

Der biologische Prozess der exakten Vervielfältigung bzw. Verdopplung der DNA.

25
New cards

Transkription

Der Syntheseprozess einer RNA-Molekülkette (mRNA oder non-coding RNA) anhand eines DNA-Einzelstrangs als Matrize.

26
New cards

Translation

Die Synthese einer Polypeptidkette (Protein) an den Ribosomen auf der Grundlage der genetischen Information einer mRNA.

27
New cards

Southern Blot

Eine molekularbiologische Nachweismethode zur gezielten Identifizierung spezifischer DNA-Sequenzen im Genom eines Organismus.

28
New cards

Ur-Eukaryoten-Zelle

Die evolutionäre Vorläuferzelle der Eukaryoten, bei der es sich um eine archaeale Zelle – sehr wahrscheinlich ein Asgard-Archaeon – handelte.