Natur- und Tierpädagogik sowie Aufsichtspflicht im Kindergarten

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Umfassende Fachbegriffe und Definitionen zu Natur- und Tierbegegnungen, Außenspielpädagogik und den rechtlichen Grundlagen der Aufsichtspflicht im Kindergarten.

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Vermenschlichte Darstellung von Tieren

Die didaktische Notwendigkeit für Fachkräfte, in Büchern und Geschichten dargestellte vermenschlichte Verhaltensweisen von realen tierischen Lebewesen und deren tatsächlichen Bedürfnissen klar zu unterscheiden.

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Abscheu und Ekel vor Tieren

Reaktionsweisen von Kindern gegenüber Tieren, die nicht angeboren sind, sondern ausschließlich durch beobachtete Reaktionen von Erwachsenen vermittelt und übernommen werden.

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Vier Formen der Tier- und Naturbegegnung

Die didaktischen Begegnungsformen im Kindergarten: Beobachtung kleiner Tiere in der Umgebung, Aufsuchen von Tieren in ihren Lebensräumen, Besuch von Tieren im Kindergarten sowie direkte Tierhaltung im Kindergarten.

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Kind-Tier-Begegnung (Entwicklungsbereiche)

Pädagogische Interaktion, welche die emotionale, kognitive und soziale Entwicklung fördert, das Erlernen von Regeln und Grenzen unterstützt, Verantwortungsbewusstsein schult und Wissen über Gefahren vermittelt.

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Präventiver Einfluss von Tieren

Die ausgleichende und entspannende Wirkung von Tieren auf Kinder, die bei Trennungsschmerz oder Kummer helfen kann, jedoch keinen Ersatz für zwischenmenschliche Geborgenheit darstellt.

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Hygiene-Vorschriften bei Tierkontakt

Vorgeschriebene Maßnahmen zur Minimierung gesundheitlicher Risiken wie Infektionen und Allergien, darunter die Trennung von Futter und menschlichem Essen, Händewaschen, Belüftung und ein Kussverbot für Tiere.

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Tierschutz im Kindergarten

Pädagogische Maßnahmen zum Schutz des Tieres vor Dauerstress durch Ungeschicklichkeit, Lärm oder zu viel Streicheln, ergänzt durch die Bereitstellung von Rückzugsorten, adäquater Pflege und Unterbringung.

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Fünf Schritte der Tierhaltung im Kindergarten

Leitfaden zur Einführung: 1. Beteiligte informieren (Team, Eltern, Kinder), 2. Hauptverantwortung klären, 3. Kostenkalkulation erstellen, 4. Ferien- und Wochenendunterbringung regeln, 5. Wohlfühl- und Rückzugsorte sowie Regeln bestimmen.

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Dreischritt der Ausflugsorganisation

Strukturierter Ablauf: 1. Vorbereitung (Themenvermittlung, Regeln, Bekleidung, Elterninfo), 2. Durchführung (Geräusche erkennen, Beobachtungsaufgaben, Pausen), 3. Nachbereitung (Meinungsaustausch, Portfolioblatt, Bilder zeichnen).

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Tierbegegnung am Bauernhof

Ganzheitliche Erfahrung, bei der reale Tiere mit allen Sinnen erlebt werden (Größe, Geräusche, Geruch), der praktische Umgang geübt wird und der landwirtschaftliche Tagesablauf erlernt wird.

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Tierbegegnung im Tierpark

Kurzfristige Begegnungsform mit Fokus auf biologische Vielfalt, Bildung und reine Beobachtung, bei der typischerweise wenig individueller Bezug entsteht und Tiere nicht gestreichelt oder gefüttert werden dürfen.

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Exploration

Das Erforschen, Erkennen und Untersuchen der Umwelt, durch das Kleinstkinder mit allen Sinnen sich selbst und ihre räumliche Umgebung begreifen.

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Resilienz durch Naturerleben

Die psychische Widerstandskraft zur Bewältigung von Krisen und Stress, welche durch den entspannenden Naturaufenthalt, Stressfilterung und die Ausschüttung von Glückshormonen gefördert wird.

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Naturmaterialien (Freispiel)

Elemente der Natur ohne feste Zweckbestimmung, die Kinder im Gegensatz zu vorgefertigtem Spielzeug zur freien sinnlichen Wahrnehmung und zur Umsetzung eigener kreativer Spielideen anregen.

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Reizreduktion im Freien

Die spürbare Senkung des hohen Lärmpegels und der auditiven sowie visuellen Reizüberflutung geschlossener Räume, die zu einer entspannteren Gruppenatmosphäre führt.

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Feldforschung im Elementarbereich

Das methodische Aufsuchen und Beobachten von freilebenden Pflanzen und Tieren in ihrer natürlichen Umgebung zur Erkundung und Erkennung von Naturgegenständen.

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Experimentelle Naturbeobachtung

Das kurzzeitige Entnehmen von Lebewesen aus ihrem natürlichen Umfeld oder das Bearbeiten von Naturmaterialien zur Veranschaulichung von Entwicklungsprozessen, ohne Tier- und Pflanzenleben zu schädigen.

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Allgemeine Erforschung der Natur (Methoden)

Die vier zentralen methodischen Handlungsschritte beim entdeckenden Lernen in der Natur: Sammeln, Betrachten, Ordnen und Vergleichen.

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Außengelände als Bildungsort

Ein naturnaher Lern- und Spielraum, der vorrangig durch veränderbare Flächen und frei interpretierbare Materialien statt fester Spielgeräte den kindlichen Forscherdrang anregt.

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Naturnahe Gartengestaltung

Ein strukturiertes Außengelände, das vielfältige motorische Reize bietet und die Balance zwischen kindlicher Autonomie und pädagogischem Schutz sowie Raum- und Körperwahrnehmung ermöglicht.

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Spielerisches Risiko

Ein bewusster Bestandteil des kindlichen Spielwerts im Freien, der es Kindern erlaubt, Gefahren selbstständig wahrzunehmen, einzuschätzen und adäquat zu bewältigen.

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Gerätewartung und Sicherheitsnormen

Die gesetzliche Verpflichtung des Kindergartenträgers zur fachgerechten Wartung und Einhaltung der österreichischen Normen, um typische Gefahren wie Sturzstellen, Schaukelstöße und vorstehende Teile zu eliminieren.

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Aufsichtspflicht (Ziele und Zeitrahmen)

Die von der Übernahme bis zur Übergabe des Kindes geltende Pflicht des Kindergartens, die zeitgleich Sicherheit gewährleisten und die Erziehung zur Selbstständigkeit fördern soll.

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Vier Pflichten der Fachkraft

Die juristischen Kernaufgaben der Aufsicht: Informationspflicht (Kenntnis der Kinder/Umgebung), Anleitung- und Warnpflicht, Überwachungs- und Kontrollpflicht (Hör-/Sichtkontakt) sowie Eingreifpflicht bei Regelverstößen.

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Kriterien zur Bemessung der Aufsicht

Die Maßstäbe zur Festlegung des Aufsichtsgrads: Faktoren des Kindes (Alter, Entwicklung), der Gruppe (Größe, Dynamik), der Fachkraft (Erfahrung), der Umgebung (Gefahren, Abgeschlossenheit) und der Aktivität.

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Dokumentation der Aufsichtsmaßnahmen

Die zwingend erforderliche schriftliche Festhaltung pädagogischer und sicherheitsbezogener Vorkehrungen zum Nachweis der pflichtgemäß erfüllten gesetzlichen Aufsicht.

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Saisonale Naturmaterialien

Natürliche Spielressourcen im Jahreskreis: Blumen, Moos und Zweige im Frühling; Früchte, Wasser und Steine im Sommer; Blätter, Kastanien, Zapfen und Matsch im Herbst; Schnee und Eis im Winter.