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Eine Zusammenstellung von 30 Vokabel-Lernkarten basierend auf dem Studienskript Marketing I, Lektion 2: Produktpolitik.
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Produkt (Lamb/Hair/McDaniel 2009)
Ein Bündel von Attributen (Ausstattung, Funktionen, Nutzen und Verwendung), das ausgetauscht oder verwendet werden kann und das ein Konsument in einem Austauschprozess zur Bedürfnisbefriedigung erhalten kann (materiell oder immateriell).
Leistungspolitik
Ein Begriff, der häufig verwendet wird, um die Vielfalt von physischen Gütern, Dienstleistungen, Ideen, digitalen Gütern oder Online-Programmen zu erfassen.
Materialität (Produkttypologisierung)
Unterscheidung nach Sachgütern (berührbar, z. B. Bleistift) vs. Dienstleistungen (nicht berührbar, z. B. Haarschnitt) gemäß Walsh/Deseniss/Kilian (2013).
Konsumentengruppe (Produkttypologisierung)
Unterscheidung nach Konsumgütern (B2C, private Endkonsumenten, z. B. Lebensmittel) vs. Investitionsgütern (B2B, z. B. Industriemaschine) gemäß Walsh/Deseniss/Kilian (2013).
Nutzungsdauer (Produkttypologisierung)
Unterscheidung nach Verbrauchsgütern (werden aufgebraucht, z. B. Joghurt) vs. Gebrauchsgütern (länger genutzt, z. B. Fahrrad) gemäß Walsh/Deseniss/Kilian (2013).
Nutzungshäufigkeit (Produkttypologisierung)
Unterscheidung nach Waren des täglichen Bedarfs (z. B. Zahnpasta) vs. Waren des aperiodischen Bedarfs (z. B. Weihnachtsbaum) gemäß Walsh/Deseniss/Kilian (2013).
Kaufgewohnheit (Produkttypologisierung)
Unterscheidung nach Convenience Goods (mühelos), Shopping Goods (Such-/Vergleichsaufwand), Specialty Goods (Sonderprodukte) und Unsought Goods (nicht aktiv nachgefragt) gemäß Walsh/Deseniss/Kilian (2013).
Kernleistung (Kotler et al. 2016)
Der Grundnutzen eines Produkts, welcher das ursprüngliche Bedürfnis befriedigt (z. B. Fortbewegung beim E-Bike).
Formales Produkt (Kotler et al. 2016)
Die eigentliche Produktgestaltung umfassend Qualität, Design, Marke und Verpackung (z. B. Motor, Akku, Rahmendesign und Marke beim E-Bike).
Erweitertes Produkt (Kotler et al. 2016)
Zusatz- und Serviceleistungen, die den Kundennutzen steigern (z. B. Garantie, Lieferung, After-Sales-Service beim E-Bike).
Kernnutzen (Kotler/Keller/Bliemel 2007)
Erste Ebene der Produktebenen nach Nutzen; Befriedigung des grundlegenden Bedürfnisses (z. B. Bekleidung und Wärme bei einer Hose).
Grundprodukt (Kotler/Keller/Bliemel 2007)
Zweite Ebene der Produktebenen nach Nutzen; Mindesteigenschaften, die ein Produkt haben muss (z. B. Passform und Verarbeitung bei einer Hose).
Erwartetes Produkt (Kotler/Keller/Bliemel 2007)
Dritte Ebene der Produktebenen nach Nutzen; Eigenschaften, die Kunden normalerweise erwarten (z. B. Angemessenheit für den Anlass bei einer Hose).
Augmentiertes Produkt (Kotler/Keller/Bliemel 2007)
Vierte Ebene der Produktebenen nach Nutzen; Leistung, die die Kundenerwartungen übertrifft (z. B. sozialer Geltungsnutzen und Marke bei einer Hose).
Potenzielles Produkt (Kotler/Keller/Bliemel 2007)
Fünfte Ebene der Produktebenen nach Nutzen; alle künftigen Erweiterungen und Transformationen (z. B. emotionaler Nutzen und Identität bei einer Hose).
Qualitätsdimensionen (Meffert/Burmann/Kirchgeorg 2015)
Sieben Qualitätsdimensionen: Gebrauchsnutzen, Haltbarkeit, Zuverlässigkeit, Ausstattung, Normgerechtigkeit, Ästhetik sowie Umwelt- und Sozialverträglichkeit.
Produktgestaltung und Qualitätsmanagement
Erstes Gestaltungsfeld der Produktpolitik; umfasst technisch-funktionale Eigenschaften, Produktdesign, Produktverpackung, Qualitätsmanagement und Servicepolitik.
Produktvariation
Bewusste Veränderung von Nutzenkomponenten eines bestehenden Produkts unter Beibehaltung der Basisfunktion (z. B. Casper-Matratze mit neuen Materialien).
Produktdifferenzierung
Angebot abgewandelter Versionen eines Produkts zur Ansprache neuer Marktsegmente, ohne die alten Produkte zu ersetzen (Programmerweiterung, z. B. Casper bietet zusätzlich Hundebetten an).
Produktelimination
Entfernung eines Produkts aus dem Angebot, wenn es den Unternehmenszielen nicht mehr dient (z. B. Casper-Kissen ohne ausreichenden Absatz).
Produktprogramm
Die Gesamtheit aller Leistungen, die ein Anbieter bereitstellt (auch Portfolio oder Sortiment genannt).
Programmbreite und Programmtiefe
Programmbreite bezeichnet die Anzahl der Produktlinien, während Programmtiefe die Zahl der Produkte pro Produktlinie angibt.
Produktlebenszyklus
Idealtypische Darstellung der fünf Phasen (Einführung, Wachstum, Reife, Sättigung, Verfall), die ein Produkt von der Neueinführung bis zu seiner Eliminierung durchläuft.
S-Kurvenkonzept (Foster 1986)
Konzept, das zeigt, dass jede Technologie durch ihre S-Form irgendwann an eine Leistungsgrenze stößt und durch eine neue Technologie ersetzt wird.
Adoptionsprozess
Fünfstufiger Prozess der Produktakzeptanz beim Konsumenten: Aufmerksamkeit, Interesse, Bewertung, Versuch und Annahme.
Diffusionskurve (Rogers 2003)
Modell zur Beschreibung der kumulierten Adoption einer Neuerung im Zeitablauf über fünf Konsumentengruppen.
Innovatoren (Rogers 2003)
Konsumentengruppe mit ca. 2,5 % Anteil, die risikobereit, technikaffin und hochinformiert ist und Produkte als Erste testet.
Frühadopter (Rogers 2003)
Konsumentengruppe mit ca. 13,5 % Anteil, die Meinungsführerschaft besitzt und als wichtige Multiplikatoren (Influencer, Blogger, YouTuber) wirkt.
Frühe und Späte Mehrheit (Rogers 2003)
Konsumentengruppen mit jeweils ca. 34 % Anteil; die frühe Mehrheit wartet pragmatisch auf Beweise, die späte Mehrheit adoptiert erst bei Standardisierung.
Nachzügler (Laggards) (Rogers 2003)
Konsumentengruppe mit ca. 16 % Anteil, die traditionell eingestellt ist und der Technologie gegenüber feindlich eingestellt sein kann.