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Sei G ⊆ C ein Gebiet. Wann heißt eine Funktion f: G → C im Punkt p ∈ G komplex differenzierbar, wann heißt f analytisch?
komplex differenzierbar:
lim z→ z0 (f(z)-f(z0))/(z-z0)
= lim h→0 (f(z+h)-f(z))/h
analytisch:
f auf alle Punkte in G komplex diffbar.
Zeigen Sie: Ist f = u+iv analytisch, so stehen die Bildkurven der Geraden x = const und y = const an jeder Stelle mit f′(z) ̸ = 0 senkrecht aufeinander, das kartesische Koordinatennetz wird also auf ein orthogonales Kurvennetz abgebildet. (Satz 12.2, 12.1.2)
Was bedeutet es, dass u und v konjugiert harmonische Funktionen sind? Zeigen Sie, dass Real- und Imaginärteil einer analytischen Funktion f = u + iv harmonisch sind, d.h. uxx +uyy = 0 und vxx +vyy = 0. (Satz 12.4, 12.1.2)
konjugiert harmonisch:
u,v sind mit CR-DGL verbunden und erfüllen beide uxx+uyy=0
Real- und Imaginärteil:
ux=vy
→ uxy=vyy
→ uxx=vyx
uy=-vx
→ -uyx= vxx
→ uyy=-vxy
→ → vyy+vxx= uxy-uyx = 0 (uxy=uyx → wegen der analytischen fkt.)
→ → uxx+uyy= vyx-vxy= 0
Formulieren Sie den Integralsatz von Cauchy (und Goursat) und beweisen Sie ihn unter der Zusatzvoraussetzung, dass u und v stetige partielle Ableitungen haben (Integralsatz von Green). (Satz 12.11, 12.3.2)
für f: G → Ⅽ
f analytisch
G einfach zusammenhängend
C geschlossener Integrationsweg in G
∮C f(z) dz = 0
Beweis: Integralsatz von Green
CR-DGL einsetzen
→ beide Integranden = 0

Was versteht man unter der Wegunabhängigkeit eines komplexen Kurvenintegrals? Wie hängt sie mit der Existenz einer Stammfunktion zusammen? (Satz 12.12, 12.3.3)
wenn f analytisch
C1,C2 in G stetig ineinander deformierbar ( gleicher Start- und Endpunkt)
∫C1 f(z) dz = ∫C2 f(z) dz
∃ F → F´=f : ∫C f(z) dz = F(q)-F(p)
→ dann gilt die Wegunabhängigkeit weil nur Start- und Endpunkt relevant sind
Formulieren und beweisen Sie die Cauchysche Integralformel. (Satz 12.13, 12.3.4)
f: G → /C analytisch
C positiv orientiert und einfach geschlossen in G
f(z) = 1/(2ipi) *∫C f(w)/(w-z) dw
Beweis:
z aus D und r > 0
Cr : w(t) = z+r*eit t aus [0,2pi] in D
![<ul><li><p>f: G → /C analytisch </p></li><li><p>C positiv orientiert und einfach geschlossen in G </p></li><li><p>f(z) = 1/(2ipi) *∫<sub>C</sub> f(w)/(w-z) dw </p></li><li><p>Beweis: </p></li><li><p>z aus D und r > 0 </p></li><li><p>C<sub>r</sub> : w(t) = z+r*e<sup>it </sup> t aus [0,2pi] in D </p></li></ul><p></p>](https://assets.knowt.com/user-attachments/9e8bae18-9c8b-4de7-9105-d99de6e907a5.png)
Formulieren Sie die Sätze über die Taylorentwicklung einer analytischen Funktion. (Sätze 12.15, 12.16, 12.3.5)
f: G → C analytisch
p aus G und {[z-p]<r aus G
f(z) = ∑(z-p)n * an
Cr pos. orientiert [w-p] = r
![<ul><li><p>f: G → C analytisch </p></li><li><p>p aus G und {[z-p]<r aus G </p></li><li><p>f(z) = ∑(z-p)<sup>n</sup> * a<sub>n </sub></p></li><li><p>Cr pos. orientiert [w-p] = r </p></li></ul><p></p>](https://assets.knowt.com/user-attachments/52a57154-9636-46d6-a11e-24b14178bee4.png)
Formulieren Sie die Sätze über die Laurententwicklung einer analytischen Funktion. (Sätze 12.15, 12.16, 12.3.5)
Was ist eine Laurentreihe, was eine Polstelle m-ter Ordnung? Definieren Sie das Residuum einer Funktion (Definition, nicht Berechnungsformel). Wie berechnet man das Residuum an einer Polstelle m-ter Ordnung? (12.3.5)
Formulieren Sie den Residuensatz mit allen Voraussetzungen.
f: G → C analytisch
C positiv orientierter einfach geschlossener Integrationsweg
Inneres von C besitzt endlich viele Stellen p0, …; pn
∫C f(z) dz = i2pi * ∑ Res(f(z), p)
Unter welchen Voraussetzungen lässt sich ∫-♾️♾️f(x)dx mit dem Residuensatz berechnen, und wie lautet das Ergebnis? Skizzieren Sie den Beweis (Halbkreisweg, Abschätzung des Integrals über den Halbkreisbogen). (Satz 12.18, 12.
f: G→ C analytisch
bis auf endlich viele Polstellen mit Im(pk) > 0
f(z) <= c/(z²) [c_ Konstante] für große z mit Im(z)>=0 → Wachstumsbedingung, das die Funktion gegen = konvergiert und nicht unendlich
∫-♾♾f(x)dx = 1/2pii ∑ Res(f,pk)
![<ul><li><p>f: G→ C analytisch </p></li><li><p>bis auf endlich viele Polstellen mit Im(pk) > 0 </p></li><li><p>f(z) <= c/(z²) [c_ Konstante] für große z mit Im(z)>=0 → Wachstumsbedingung, das die Funktion gegen = konvergiert und nicht unendlich </p></li><li><p>∫<sub>-</sub><span data-name="infinity" data-type="emoji">♾</span><span data-name="infinity" data-type="emoji">♾</span>f(x)dx = 1/2pii ∑ Res(f,pk) </p></li></ul><p></p>](https://assets.knowt.com/user-attachments/50fcde5b-d1c8-4d64-8da7-b6e48fdab583.png)