1. Zwischentest Mathe 3 Theorie

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1
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  1. Sei G ⊆ C ein Gebiet. Wann heißt eine Funktion f: G → C im Punkt p ∈ G komplex differenzierbar, wann heißt f analytisch?


  • komplex differenzierbar:

  • lim z→ z0 (f(z)-f(z0))/(z-z0)

  • = lim h→0 (f(z+h)-f(z))/h

  • analytisch:

  • f auf alle Punkte in G komplex diffbar.


2
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  1. Zeigen Sie: Ist f = u+iv analytisch, so stehen die Bildkurven der Geraden x = const und y = const an jeder Stelle mit f′(z) ̸ = 0 senkrecht aufeinander, das kartesische Koordinatennetz wird also auf ein orthogonales Kurvennetz abgebildet. (Satz 12.2, 12.1.2)


3
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  1. Was bedeutet es, dass u und v konjugiert harmonische Funktionen sind? Zeigen Sie, dass Real- und Imaginärteil einer analytischen Funktion f = u + iv harmonisch sind, d.h. uxx +uyy = 0 und vxx +vyy = 0. (Satz 12.4, 12.1.2)


  • konjugiert harmonisch:

  • u,v sind mit CR-DGL verbunden und erfüllen beide uxx+uyy=0

  • Real- und Imaginärteil:

  • ux=vy

  • → uxy=vyy

  • → uxx=vyx

  • uy=-vx

  • → -uyx= vxx

  • → uyy=-vxy

  • → → vyy+vxx= uxy-uyx = 0 (uxy=uyx → wegen der analytischen fkt.)

  • → → uxx+uyy= vyx-vxy= 0


4
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  1. Formulieren Sie den Integralsatz von Cauchy (und Goursat) und beweisen Sie ihn unter der Zusatzvoraussetzung, dass u und v stetige partielle Ableitungen haben (Integralsatz von Green). (Satz 12.11, 12.3.2)


  • für f: G → Ⅽ

  • f analytisch

  • G einfach zusammenhängend

  • C geschlossener Integrationsweg in G

  • ∮C f(z) dz = 0

  • Beweis: Integralsatz von Green

  • CR-DGL einsetzen

  • → beide Integranden = 0


<ul><li><p>für f: G → Ⅽ</p></li><li><p>f analytisch </p></li><li><p>G einfach zusammenhängend </p></li><li><p>C geschlossener Integrationsweg in G </p></li><li><p>∮<sub>C</sub> f(z) dz = 0 </p></li><li><p>Beweis: Integralsatz von Green </p></li><li><p>CR-DGL einsetzen </p></li><li><p>→ beide Integranden = 0 </p></li></ul><p></p>
5
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  1. Was versteht man unter der Wegunabhängigkeit eines komplexen Kurvenintegrals? Wie hängt sie mit der Existenz einer Stammfunktion zusammen? (Satz 12.12, 12.3.3)


  • wenn f analytisch

  • C1,C2 in G stetig ineinander deformierbar ( gleicher Start- und Endpunkt)

  • ∫C1 f(z) dz = ∫C2 f(z) dz

  • ∃ F → F´=f : ∫C f(z) dz = F(q)-F(p)

  • → dann gilt die Wegunabhängigkeit weil nur Start- und Endpunkt relevant sind


6
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  1. Formulieren und beweisen Sie die Cauchysche Integralformel. (Satz 12.13, 12.3.4)


  • f: G → /C analytisch

  • C positiv orientiert und einfach geschlossen in G

  • f(z) = 1/(2ipi) *∫C f(w)/(w-z) dw

  • Beweis:

  • z aus D und r > 0

  • Cr : w(t) = z+r*eit t aus [0,2pi] in D


<ul><li><p>f: G → /C analytisch </p></li><li><p>C positiv orientiert und einfach geschlossen in G  </p></li><li><p>f(z) = 1/(2ipi) *∫<sub>C</sub> f(w)/(w-z) dw </p></li><li><p>Beweis: </p></li><li><p>z aus D und r &gt; 0 </p></li><li><p>C<sub>r</sub> : w(t) = z+r*e<sup>it </sup> t aus [0,2pi] in D </p></li></ul><p></p>
7
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  1. Formulieren Sie die Sätze über die Taylorentwicklung einer analytischen Funktion. (Sätze 12.15, 12.16, 12.3.5)


  • f: G → C analytisch

  • p aus G und {[z-p]<r aus G

  • f(z) = ∑(z-p)n * an

  • Cr pos. orientiert [w-p] = r


<ul><li><p>f: G → C analytisch </p></li><li><p>p aus G und {[z-p]&lt;r aus G </p></li><li><p>f(z) = ∑(z-p)<sup>n</sup> * a<sub>n </sub></p></li><li><p>Cr pos. orientiert [w-p] = r </p></li></ul><p></p>
8
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  1. Formulieren Sie die Sätze über die Laurententwicklung einer analytischen Funktion. (Sätze 12.15, 12.16, 12.3.5)


9
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  1. Was ist eine Laurentreihe, was eine Polstelle m-ter Ordnung? Definieren Sie das Residuum einer Funktion (Definition, nicht Berechnungsformel). Wie berechnet man das Residuum an einer Polstelle m-ter Ordnung? (12.3.5)


10
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  1. Formulieren Sie den Residuensatz mit allen Voraussetzungen.


  • f: G → C analytisch

  • C positiv orientierter einfach geschlossener Integrationsweg

  • Inneres von C besitzt endlich viele Stellen p0, …; pn

  • ∫C f(z) dz = i2pi * ∑ Res(f(z), p)


11
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  1. Unter welchen Voraussetzungen lässt sich ∫-♾️♾️f(x)dx mit dem Residuensatz berechnen, und wie lautet das Ergebnis? Skizzieren Sie den Beweis (Halbkreisweg, Abschätzung des Integrals über den Halbkreisbogen). (Satz 12.18, 12.


  • f: G→ C analytisch

  • bis auf endlich viele Polstellen mit Im(pk) > 0

  • f(z) <= c/(z²) [c_ Konstante] für große z mit Im(z)>=0 → Wachstumsbedingung, das die Funktion gegen = konvergiert und nicht unendlich

  • ∫-♾♾f(x)dx = 1/2pii ∑ Res(f,pk)


<ul><li><p>f: G→ C analytisch </p></li><li><p>bis auf endlich viele Polstellen mit Im(pk) &gt; 0 </p></li><li><p>f(z) &lt;= c/(z²) [c_ Konstante] für große z mit Im(z)&gt;=0  → Wachstumsbedingung, das die Funktion gegen = konvergiert und nicht unendlich </p></li><li><p>∫<sub>-</sub><span data-name="infinity" data-type="emoji">♾</span><span data-name="infinity" data-type="emoji">♾</span>f(x)dx = 1/2pii ∑ Res(f,pk) </p></li></ul><p></p>