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Was ist Entwicklung?
nicht beobachtbar, sondern erschliessbar durch Beobachtung von:
Verhaltensveränderung (Empfängnis/Geburt bis Tod)
Veränderungen über langen Zeitraum hinweg
keine spontanen Reaktionen /Zufallsschwankungen
nicht umkehrbar!
Definition Entwicklungspsychologie
Entwicklungspsychologie beschäftigt sich mit intraindividuellen Veränderungen des Verhaltens und Erlebens über die menschliche Lebensspanne (von der Geburt bis zum Tod) sowie mit interindividuellen Unterschieden in den intraindividuellen Veränderungen.
intraindividuelle Veränderung
sich selbst Veränderung
interindividuell
Vergleich zwei verschiedener Menschen
Entwicklungspsychologie 1 + 2
1: Babys + Kinder
ab Kinder
Untersuchungsgründe
Erziehung/Pädagogik
Politische Entscheidungsfindung
Wesen des Menschen beschreiben & erklären
Organismische Sichtweise (Nature)
Genetische Kontrolle → Entwicklung universell gleich & vorhersagbar
Mechanistische Sichtweise (Nurture)
Passiver Organismus: Mensch wird durch Umwelt geformt → Entwicklung = Reaktion auf Stimulation
Genexpression
Nicht alle geerbten Gene kommen zum Ausdruck.
nur weil es Genotyp ist, ist es nicht unbedingt im Phänotyp
dominante vs. rezessive Allele
Gene können auch in bestimmten Zeiten aktiviert und deaktiviert werden
Genotyp kann je nach Umwelt versch. zum Ausdruck kommen → Epigenetik
kontinuierliche Entwicklung
meisten kontinuierliche Entwicklung
Kind wird kontinuierlich grösser (aber es gibt Phasen in denen der Grössenzuwachs diskontinuierlich ist) → Perspektive!
Experiment mit Glas umfüllen
bis zu einem bestimmten Alter verstehen Kinder nicht, dass in beiden Behältern gleich viel ist.
diskontinuierliche Entwicklung
Warum werden Kinder auch innerhalb von Familien so verschieden?
Genetische Unterschiede
Unterschiede in Behandlung durch Eltern & andere
Unterschiedliche Reaktion/Interpretation bei gleicher Erfahrung (beide können sich als die Vernachlässigte empfinden)
Wahl unterschiedlicher Umgebungen
Strukturiertes Interview
klare Vorgaben, invariable Fragen
Klinisches Interview
von den Vorgaben kann abgewichen werden
Feldbeobachtung/natürliche Beobachtung
beobachtet unauffällig im Hintergrund, greift nicht ein
Strukturierte Beobachtung
Verhalten wird in einer bestimmten, gleichbleibenden Situation, die absichtlich hergestellt wird, beobachtet
Präferenzmethode
Blickdauer
→ hohe Blickdauer = hohe Präferenz
Greifrichtung
basierend auf Reaktion → bsp. Saugrate
Habituationsmethode
→ mit zunehmender Wiederholung des gleichen Stimulus verliert Kind Interesse
Erwartungs-Verletzungsparadigma
→ Kinder schauen länger auf Stimuli, die sie nicht erwartet hätten
Datenerhebung
Psychophysiologische Masse (bsp. Herzschlag)
Elektroenzephalogramm (EEG)
Eye-tracking
Bildgebende Verafhren
Magnetresonanztomografie (MRT): Erstellung ovn Bildern der Hinrstruktur mit Hilfe von Magnetfeldern
Funktionelles MRT (fMRT): zur Darstellung des Blutflusses
Queerschnittsdesign
Daten werden zu einem Zeitpunkt gesammelt
→ bsp. Social Media Einfluss je nach Alter → die Studie beginnt und endet in 2026
Längenscnittdesign
Die selben Personen werden über einen gewissen Zeitraum hinweg zwei oder mehrmals getestet.
Welche 3 Phasen hat die pränatale Entwicklung?
→ Zygote → Embryo → Fetus
Zygote
Die befruchtete Eizelle mit dem Erbgut beider Eltern
Was passiert in der Zygotenphase?
Zellteilung durch Mitose; von der Befruchtung bis zur Einnistung
Wann beginnt die Embryonalphase?
→ Mit der Einnistung, ca. 3.-8. Woche nach Befruchtung
Was passiert in der Embryonalphase
Zellteilung, Zellmigration, Zelldifferenzierung, Zelltod & Organentwicklung
Fetalphase
ab. 9. Woche
Wachstum (muss fast 3mal grösser werden), Verhalten & sensorische Entwicklung
4 wichtige Entwicklungsprozesse
Zellteilung
Zellmigration
Zelldifferenzierung
programmierter Zelltod
Zellmigration
Zellen wandern an ihren vorgesehenen Bestimmungsort
Zelldifferenzierung
Zellen spezialisieren sich auf bestimmte Funktion
programmierter Zelltod (Apoptose)
Nicht mehr nötig Zellen sterben gezielt ab
3 Unterstüzungssysteme
Fruchtblase
Plazenta
Nabelschnur
Funktion Plazenta
Stoffaustausch zw. Mutter & Fetus
→ Sauerstoff, Abfallstoff etc.
ab wann bewegt sich der Fetus spontan
5.-6. Woche
Welche Sinne sind schon vor der Geburt aktiv?
Sehen, Berühren, Geschmack, Geruch & Hören
Teratogen
Ein äusserer Faktor, der den Fetus schädigen oder zum Tod führen kann
→ Alkohol, Rauchen, Umweltverschmutzung
sensible Phase
3.- 8. besonders sensibel → grosse Organsysteme entwickeln sich
Blutkreislauf Mutter Fetus
getrennt
→ Fetus kann Teratogene schlechter abbauen als Mutter
Fetale Programmierung
Pränatale Einflüsse können die spätere Entwicklung dauerhaft beeinflussen
Beeinflussung Müterlicher Stress auf Fetus
→ Stresshormone können die Stressachse sowie die Entwicklung von Gehirn & Nervensystemen beeinflussen
Faktoren der Mutter, die pränatale Entwicklung beeinflussen
Medikamente
Drogen
Nikotin
Alkohol
Krankheiten (wobei nicht alle Kinder unbedingt HIV haben nur weil die Mutter es hat)
Mangelernährung (Kind tendiert später zu Übergewicht)
Stress (spätere Stressreaktivität des Kindes)
Fetales Alkohol Syndrom (FAS)
Symptome: Organdefekte, deformierte Gesichtszüge, geistige Retardierung, Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsstörungen
Einschränkungen in selbstständiger Lebensführung
Gastrulation
3 Keimblätter (Schichten) bilden sich aus
entoderm: Epithelien der Organe
extoderm: Nervensystem, Haut
Mesoderm: Blutgefässe, Knochen, Muskulatur
Neurulation
paar Tage nach Gastrulation
bildet sich obere Furche nachunten
Neuralrohr verschliesst sich
oberer Teil wird Gehirn
unterer Teil wird Rückenmarkt
→ falls es offen bleiben würde
oben: oberer Teil des Gehirns fehlt
unten: offener Rücken
→ Folsäure wird eingenommen zur Prävention