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Definitionen: Traits & Typen: Erläutere Synonyme für den Begriff Trait
Synonyme:
Eigenschaft, Disposition
Definitionen: Traits & Typen: Was ist ein Trait?
Trait:
Merkmal einer Person, variiert interindividuell; intraindividuell jedoch relativ stabil über Zeit & Situationen hinweg
Wichtig:
Abgrenzung "states"
Definitionen: Traits & Typen: Was beschreiben Traits?
Trait:
Beschreiben typische /charakteristische Muster des Erlebens & Verhaltens
=> Erlebens & Verhaltens vorhersagbar aufgrund von Traits
Definitionen: Traits & Typen: Welche Verwendungen des Begriffs Typ/Typus gibt es?
Typ/Typus
Es gibt zwei Verwendungsmöglichkeiten:
Abstraktes Persönlichkeitsmerkmal höherer Ordnung (enthält mehrere Einzelmerkmale zusammen)
=> Beispiel: Depression enthält weitere Subkomponente (Schlaflosigkeit, Antriebslosigkeit etc.)
Interindividuell: Personen mit ähnlichem Merkmalsprofil
Verteilung von Traits: Wie sind die meisten Traits verteilt?
Normalverteilung
Dabei befinden sich die meisten in der Mitte

Grundlegende Annahmen des Trait Ansatzes: Erläutere die Grundlegende Annahmen des Trait Ansatzes (1)
Traits als Grundbausteine der Persönlichkeit
=> Idee: Persönlichkeit als Menge (bzw. Struktur) von Traits
Grundlegende Annahmen des Trait Ansatzes: Erläutere die Grundlegende Annahmen des Trait Ansatzes (2)
Wichtige Qualitäten, die eine Person charakterisieren, bestehen aus begrenzter Anzahl von Traits
=> viele Einzelheiten auf wenige Traits zurückführbar
Grundlegende Annahmen des Trait Ansatzes: Erläutere die Grundlegende Annahmen des Trait Ansatzes (3)
Einzelne Traits sind quantifizierbar
Beispiel:
Aussagen wie: “A ist extravertierter als B” & “A’s Extraversion ist höher als 70% der Bevölkerung” zulässig
Grundlegende Annahmen des Trait Ansatzes: Erläutere die Grundlegende Annahmen des Trait Ansatzes (4)
Annahme einer biologischen, bzw. genetischen Verankerung
Grundlegende Annahmen des Trait Ansatzes: Erläutere die Grundlegende Annahmen des Trait Ansatzes (5)
Traits verursachen & erklären Verhalten (umstritten)
Grundlegende Annahmen des Trait Ansatzes: Erläutere die Grundlegende Annahmen des Trait Ansatzes (6)
Hierarchie von Traits
=> bestimmte Traits sind grundlegender als andere
Grundlegende Annahmen des Trait Ansatzes: Erläutere die Grundlegende Annahmen des Trait Ansatzes
Grundlegende Annahmen des Trait Ansatzes
Traits als Grundbausteine der Persönlichkeit
Wichtige Qualitäten, die eine Person charakterisieren, bestehen aus begrenzter Anzahl von Traits
Einzelne Traits sind quantifizierbar
Annahme einer biologischen, bzw. genetischen Verankerung
Traits verursachen & erklären Verhalten (umstritten)
Hierarchie von Traits
Zentrale Fragen des Trait-Ansatzes: Erläutere die Zentrale Fragen des Trait-Ansatzes
Zentrale Fragen des Trait-Ansatzes:
Was sind die grundlegendsten psych. Qualitäten, die Menschen charakterisieren?
Wie viele dieser Traits gibt es?
Wie können Traits am besten beschrieben & systematisiert werden?
Wie entwickeln & verändern sich Traits?
Wie interagieren Traits mit Situationen?
Zentrale Fragen des Trait-Ansatzes: Erläutere die Zentrale Fragen des Trait-Ansatzes (1)
Was sind die grundlegendsten psych. Qualitäten, die Menschen charakterisieren?
=> Suche nach grundlegendsten Traits
Zentrale Fragen des Trait-Ansatzes: Erläutere die Zentrale Fragen des Trait-Ansatzes (2)
Wie viele dieser Traits gibt es?
Zentrale Fragen des Trait-Ansatzes: Erläutere die Zentrale Fragen des Trait-Ansatzes (3)
Wie können Traits am besten beschrieben & systematisiert
=> Taxonomie
=> Organisation durch kohärentes Prinzip
- wie Chemie: Periodensystem werden?
- wie Biologie: Abstammungstheorie
=> ansonsten mit Fülle von Einzelheiten hoffnungslos verloren!
Zentrale Fragen des Trait-Ansatzes: Erläutere die Zentrale Fragen des Trait-Ansatzes (4)
Wie entwickeln & verändern sich Traits?
Zentrale Fragen des Trait-Ansatzes: Erläutere die Zentrale Fragen des Trait-Ansatzes (5)
Wie interagieren Traits mit Situationen?
Klassische Theorien Gordon Allport: Beiträge zum Trait-Ansatz: Erläutere seine Beiträge zum Trait-Ansatz
Beiträge zum Trait-Ansatz
Traits als "ultimate realities of psychological organization"
Eigenschaften: Frequenz, Intensität & Bandbreite Situationen
Differenzierung Wesenszug & Zustände, sowie unterschiedlich abstrakte Arten von Eigenschaften (Hierarchie)
Ursprung lexikalischer Ansatz zur Identifikation Traits (später in VL)
Trait als Bindeglied zw. Situation & Reaktion (siehe Trichtermodell)
Klassische Theorien Gordon Allport: Erläutere die Hierarchie von Traits nach Gordon Allport
Hierarchie von Traits nach Gordon Allport:
Es gibt drei Hierarchien:
Kardinaleigenschaften
Zentrale Eigenschaften
Sekundäre Eigenschaften
Klassische Theorien Gordon Allport: Hierarchie von Traits nach Gordon Allport: Was sind Kardinaleigenschaften?
Kardinaleigenschaften:
Generelle Eigenschaften
Dominieren Verhalten einer Person (z.B. Machiavellismus, Leistung)
Wichtig:
Nicht alle entwickeln, solche Eigenschaften
Klassische Theorien Gordon Allport: Hierarchie von Traits nach Gordon Allport: Was sind zentrale Eigenschaften?
Zentrale Eigenschaften:
Weniger abstrakte Eigenschaften
Beeinflussen Verhalten einer Person über weniger – aber dennoch vers. – Situationen (z.B. Klugheit, Starrsinn)
Klassische Theorien Gordon Allport: Hierarchie von Traits nach Gordon Allport: Wann entwickeln die meisten zentrale Eigenschaften?
Zwischen 5-10 Jahre
Klassische Theorien Gordon Allport: Hierarchie von Traits nach Gordon Allport: Was sind sekundäre Eigenschaften?
Sekundäre Eigenschaften:
Spezifisch
Betreffen konkrete Situationen (z.B. Angst vor Spinnen vs. allgemeine Ängstlichkeit)
Klassische Theorien Gordon Allport: Erläutere die Idee der funktionalen Autonomie von Motiven ("Functional Autonomy")
Funktionale Autonomie von Motiven ("Functional Autonomy")
Verhalten primär anhand von aktuellen verstehen
=> Vergangene Motivation nicht relevant
=> Gegenbewegung
Beispiel:
Violine spielen: ursprüngliches Motiv (z.B. Eltern gefallen) ersetzt durch neues Motiv (z.B. Liebe zur Musik)
Klassische Theorien Gordon Allport: Was besagt das Trichtermodell?
Trichtermodell
Traits führen zu funktionaler Äquivalenz auf Stimulus- & Reaktionsseite (Trichtermodell)
=> vers. Reaktionen auf gleiche Reize als konsistent begreifbar & umgekehrt
Personen mit vers. Traits interpretieren gleiche Situation unter schiedlich
Traits drücken sich aber nicht zwingend in jeder Situation aus (Situation erklärt v.a. Variabilität)

Klassische Theorien Gordon Allport: Erläutere die Kritikpunkte zu Gordons Allport Ansätze
Kritikpunkte:
Relativ limitierte empirische Forschung
Idiographisches Vorgehen: kritisiert von manchen als unwissenschaftlich
Klassische Theorien Raymond B.: Was war sein Ziel?
Ziel:
Identifikation der "basic elements" der Persönlichkeit
Klassische Theorien Raymond B.: Wie betrachtete er Traits?
Traits als "mental structures"
Klassische Theorien Raymond B.: Was postulierte er in seiner hierarchischen Struktur
Hierarchische Struktur nach Raymond B.
Unterscheidung zwischen:
Surface Traits
Source Traits
Klassische Theorien Raymond B.: Hierarchische Struktur: Was sind Surface Traits?
Surface Traits:
Auf Oberfläche liegende, beobachtbare Verhaltenstendenzen
Klassische Theorien Raymond B.: Hierarchische Struktur: Wo sind Surface Traits?
Source Traits:
Verborgen hinter untereinander korrelierenden Surface Traits
Klassische Theorien Raymond B.: Hierarchische Struktur: Wie sind Surface Traits zu finden?
Nur über Faktorenanalyse zu finden (Verfahren zu Extraktion von Dimensionen aus korrelierten Variablen)
Klassische Theorien Raymond B.: Hierarchische Struktur: In welchen Kategorien unterteilt Catell die Source Traits?
Source Traits in 3 Kategorien unterteilbar:
1. Ability Traits: Fähigkeiten & Fertigkeiten (z.B. Intelligenz)
2. Temperament Traits: emotionale Aspekte (z.B. Impulsivität)
3. Dynamic Traits: motivationale Aspekte
Klassische Theorien Raymond B. Cattell: Erläutere das Vorgehen von Catell zur Identifikation von Source Traits
Vorgehen:
Faktoranalytische Studien zur Identifikation Source Traits
=> sammelte Daten zu Surface Traits aus vers. Datenquellen: L-Daten, Q-Daten, T-Daten
Klassische Theorien Raymond B. Cattell: Erläutere welche Source Traits er mit der Faktoranalyse identifizierte
Mit eigenen Faktoranalysen hat er 16 grundlegende Source Traits identifiziert (aber leichte Unterschiede zw. Datenquellen)

Klassische Theorien Raymond B. Cattell: Was sind aus den 16 Primärfaktoren bildbar?
Aus den 16 Primärfaktoren sind fünf globale Sekundärfaktoren bildbar
Klassische Theorien Raymond B. Cattell: Erläutere die positiven Aspekten von Catells Arbeit
Würdigung von Cattells Arbeit:
Immense Breite (Messverfahren & auch zu Intelligenz) & Menge an wissenschaftlichen Beiträgen zur Persönlichkeitspsychologie
Grundlage für spätere Trait-Theorien
Frühe Taxonomie grundlegendster Elemente der Persönlichkeit
Klassische Theorien Raymond B. Cattell: Erläutere die Kritikpunkte von Catells Arbeit
Kritikpunkte
grosse Anzahl Trait-Faktoren eher impraktikabel (Parsimonie)
Vernachlässigung von theoretischen Überlegungen zugunsten von Faktorenanalyse
Klassische Theorien Hans J. Eysenck: Was verwendet Hans J. Eysenck um zu seiner Trait-Taxonomie zu gelangen?
Verwendete Faktorenanalysen, um zu seiner Trait Taxonomie zu gelangen
Klassische Theorien Hans J. Eysenck: Erläutere Hans J. Eysenck Annahme
Annahme:
Grundlegende Traits in hohem Masse erblich & haben bio. Grundlage
=> Trait-Taxonomie am stärksten in Biologie verwurzelt
Klassische Theorien Hans J. Eysenck: Was Hans J. Eysenck postuliert
PEN-Modell
Klassische Theorien Hans J. Eysenck: Erläutere das PEN-Modell
PEN-Modell:
Taxonomie mit drei grund legenden Traits ("superfactors"):
Psychotizismus (kam später dazu)
Extraversion
Neurotizismus
=> daher auch PEN-Modell
Klassische Theorien Hans J. Eysenck: Hierarchische Struktur: Erläutere die Hierarchische Struktur nach Hans J. Eysenck
Hierarchische Struktur nach Hans J. Eysenck:
grundlegendste Traits auf oberster
engere Traits auf tieferer Ebene
Klassische Theorien Hans J. Eysenck: Hierarchische Struktur: Neurotizismus
Neurotizismus (vs. Emotionale Stabilität)
u.a. ängstlich, depressiv, Schuld gefühle, tiefer Selbstwert, irrational, schüchtern, launisch

Klassische Theorien Hans J. Eysenck: Hierarchische Struktur: Extraversion
Extraversion (vs. Introversion)
u.a. gesellig, lebendig, aktiv, durch setzungsfähig, übermütig, dominant

Klassische Theorien Hans J. Eysenck: Hierarchische Struktur: Psychotizismus
Psychotizismus (vs. Impulskontrolle)
u.a. aggressiv, kalt, egozentrisch, impulsiv, antisozial, kreativ, kompromisslos

Klassische Theorien Raymond B. Cattell: Erläutere die positiven Aspekten von Eysencks Arbeit
Würdigung von Eysencks Arbeit:
Zwei seiner drei Traits noch heute in Big Five enthalten
Berücksichtigung biologischer Grundlage der Traits
=>inspirierte Forschung nach bio. Grundlagen von Traits zu suchen
Klassische Theorien Raymond B. Cattell: Erläutere die Kritikpunkte von Catells Arbeit
Kritikpunkte
Seine biologischen Kriterien zur Bestimmung grundlegender Traits (hohe Erblichkeit, psychophysiologische Grundlage) nicht streng genug
=> Viele weitere Traits, die diese biologischen Kriterien erfüllen
PEN-Modell fehlen einige grundlegende Traits
Spezifische Kritik an seinen physio. Erklärungen der Traits (P, E & N)
Fünf-Faktoren-Modell: "Big Five" Definitionen: Wie äussert sich ein hoher Wert im Neurotizismus?
Neurotizismus (vs. Emotionale Stabilität)
Hoch:
Ängstlich
depressiv
sozial befangen
Verletzlich
Fünf-Faktoren-Modell: "Big Five" Definitionen: Wie äussert sich ein tiefer Wert im Neurotizismus?
Neurotizismus (vs. Emotionale Stabilität)
Tief:
Ruhig
Entspannt
Stabil
Fünf-Faktoren-Modell: "Big Five" Definitionen: Wie äussert sich ein hoher Wert in Extraversion?
Extraversion (vs. Introversion)
Hoch:
Gesprächig
Durchsetzungsfähig
Aktiv
Fünf-Faktoren-Modell: "Big Five" Definitionen: Wie äussert sich ein tiefer Wert in Extraversion?
Extraversion (vs. Introversion)
Tief:
Konventionell
Konform
Konservativ
Fünf-Faktoren-Modell: "Big Five" Definitionen: Wie äussert sich ein hoher Wert in Verträglichkeit?
Verträglichkeit (vs. Antagonismus)
Hoch:
Warm
Freundlich
Mitfühlend
Fünf-Faktoren-Modell: "Big Five" Definitionen: Wie äussert sich ein tiefer Wert in Verträglichkeit?
Verträglichkeit (vs. Antagonismus)
Tief:
Herzlos
Misstrauisch
Gemein
Fünf-Faktoren-Modell: "Big Five" Definitionen: Wie äussert sich ein hoher Wert in Gewissenhaftigkeit?
Gewissenhaftigkeit
Hoch:
Organisiert
Fleissig
Pingelig
Fünf-Faktoren-Modell: "Big Five" Definitionen: Wie äussert sich ein hoher Wert in Gewissenhaftigkeit?
Gewissenhaftigkeit
Tief:
Fahrlässig
Unordentlich
Willensschwach
Fünf-Faktoren-Modell: "Big Five" Definitionen: Wie äussert sich ein hoher Wert in Offenheit für Erfahrungen?
Offenheit für Erfahrungen
Hoch:
Kreativ
Originell
Intellektuell
Fünf-Faktoren-Modell: "Big Five" Definitionen: Wie äussert sich ein tiefer Wert in Offenheit für Erfahrungen?
Offenheit für Erfahrungen
Tief:
Konventionell
Konform
Konservativ
Beispiel Faktorenanalyse: Entwicklung eines Kurzfragebogens zu den Big Five

Fünf-Faktoren-Modell: "Big Five" Messinstrumente: Erläutere welche Formate es zur Erfassung der Big Five gibt
Es gibt Drei Formate:
Adjektiv-basierte Instrumente
Aussagen-basierte Instrumente
Prototyp-basierte Instrumente
Fünf-Faktoren-Modell: "Big Five" Messinstrumente: Erläutere Adjektiv-basierte Instrumente zur Erfassung der Big Five
Adjektiv-basierte Instrumente:
TDA(trait-descriptive adjectives) nach Goldberg (1992):
100 unipolare Adjeitve die man raten muss (also wie stark sie auf einem zutreffen)
TDA nach Saucier (1994):
auf 40 gekürzte Version von Goldberg
Fünf-Faktoren-Modell: "Big Five" Messinstrumente: Erläutere den Vorteil von Adjektiv-basierte Instrumente
Vorteil:
Schnell beantwortbar
Fünf-Faktoren-Modell: "Big Five" Messinstrumente: Erläutere den Nachteil von Adjektiv-basierte Instrumente
Nachteil:
Nicht situationsspezifisch