Marketing & Produktmanagement Master-Spicker

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Umfassende Lernkartei zu den Grundlagen des Marketings, Marktforschungskennzahlen, strategischen Instrumenten (SWOT, SMART), der Portfolio-Analyse (BCG-Matrix), Ansoff- und Porter-Strategien sowie Produktlebenszyklus, Produktgestaltung und Service.

Last updated 5:49 PM on 10/10/26
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1
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Wie wird Marketing laut den Grundlagen definiert?

Als umfassende Unternehmensphilosophie – die Ausrichtung aller Unternehmensbereiche am Markt und an Kundenbedürfnissen (nicht nur Werbung!).

2
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Welcher Leitsatz bringt das Prinzip der Marktorientierung auf den Punkt?

„Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.“ (Zuerst auf den Markt schauen bezüglich Kundenwünschen und Problemen, danach das Angebot entwickeln.)

3
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Welche vier Schritte umfasst der Marketing-Prozess?

  1. Marktforschung (Ist) → 2. Ziele (Wohin) → 3. Strategie (Wie) → 4. Marketing-Mix (4 Ps: Product, Price, Place, Promotion).
4
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Was unterscheidet Sekundärforschung (Desk) von Primärforschung (Field)?

Sekundärforschung nutzt bereits vorhandene interne oder externe Daten (Vorteil: schnell, günstig; Nachteil: evtl. veraltet). Primärforschung erhebt neue Daten direkt durch Befragung oder Testkauf (Vorteil: aktuell; Nachteil: teuer).

5
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Welche drei Analysearten der Marktforschung gibt es und welche Metaphern verdeutlichen sie?

Marktanalyse (Foto / Ist-Zustand), Marktbeobachtung (Video / Trends über Zeit) und Marktprognose (Zukunfts-Vorhersage).

6
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Was bedeuten die Kennzahlen Marktpotenzial und Marktvolumen (MV)?

Marktpotenzial ist der maximal mögliche Markt-Umsatz. Marktvolumen (MV) ist der tatsächliche Umsatz aller Anbieter.

7
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Wie lautet die Formel zur Berechnung der Marktausschöpfung?

Marktausscho¨pfung=(MVMarktpotenzial)×100\text{Marktausschöpfung} = \left(\frac{\text{MV}}{\text{Marktpotenzial}}\right) \times 100

8
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Wie wird der Marktanteil (MA) berechnet?

Marktanteil (MA)=(Eigener UmsatzMV)×100\text{Marktanteil (MA)} = \left(\frac{\text{Eigener Umsatz}}{\text{MV}}\right) \times 100

9
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Wie teilt sich die SWOT-Matrix in interne und externe Faktoren auf?

Intern: Strengths (Stärken) & Weaknesses (Schwächen). Extern: Opportunities (Chancen) & Threats (Risiken).

10
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Welche vier Handlungsfelder leitet die TOWS-Matrix ab?

SO (Stärken nutzen für Chancen), ST (Stärken gegen Risiken), WO (Schwächen abbauen) und WT (Minimieren).

11
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Wofür stehen die Buchstaben der SMART-Formel für Ziele?

S = Spezifisch (Eindeutig, präzise), M = Messbar (Zahlen, Prozente), A = Attraktiv (Motivierend), R = Realistisch (Mit Mitteln erreichbar), T = Terminiert (Klares Enddatum).

12
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Welcher häufige Fehler tritt bei der Zielformulierung nach SMART auf und wie wird er korrigiert?

Fehler: Fehlende Zahlen oder Fristen. Lösung: Eine konkrete Zahl und ein konkretes Datum ergänzen.

13
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Was ist die Zielsetzung der BCG-Portfolio-Analyse?

Analyse des gesamten Produktbestands eines Unternehmens zu einem Zeitpunkt, um Ressourcen optimal aufzuteilen und ein strategisches Gleichgewicht zu sichern.

14
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Wie lautet die Berechnungsformel für den Relativen Marktanteil?

Relativer Marktanteil=Eigener MarktanteilMarktanteil sta¨rkster Konkurrent\text{Relativer Marktanteil} = \frac{\text{Eigener Marktanteil}}{\text{Marktanteil stärkster Konkurrent}}

15
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Welche Merkmale, Lebensphase und Normstrategie haben Fragezeichen (Question Marks)?

Merkmale: Geringer Marktanteil, hohes Marktwachstum. Lebensphase: Einfÿhrungsphase. Normstrategie: Investieren oder Rückzug (beobachten, evtl. fördern).

16
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Welche Merkmale, Lebensphase und Normstrategie haben Stars in der BCG-Matrix?

Merkmale: Hoher Marktanteil, hohes Marktwachstum. Lebensphase: Wachstumsphase. Normstrategie: Investieren / Ausbauen (Marktfÿhrerschaft sichern).

17
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Welche Merkmale, Lebensphase und Normstrategie kennzeichnen Melkkÿhe (Cash Cows)?

Merkmale: Hoher Marktanteil, geringes Marktwachstum. Lebensphase: Reife- / Sättigungsphase. Normstrategie: Abschöpfen & Halten (Cashflow für andere generieren).

18
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Welche Merkmale, Lebensphase und Normstrategie besitzen Arme Hunde (Poor Dogs)?

Merkmale: Geringer Marktanteil, geringes Marktwachstum. Lebensphase: Rückgangsphase. Normstrategie: Desinvestieren / Verkaufen (evtl. kurzfristig Fixkosten decken).

19
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Wie funktioniert die strategische Finanzierungs-Logik der BCG-Matrix?

Hohe Cashflows der Melkkÿhe müssen in die Fragezeichen investiert werden, damit diese zu Stars aufsteigen. Das Unternehmen benötigt ausreichend Fragezeichen, Stars und Melkkÿhe, um schwächelnde Poor Dogs auszugleichen.

20
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Welche vier Segmentierungskriterien werden zur Bildung homogener Gruppen genutzt?

Demografisch (Alter, Einkommen, Beruf), Geografisch (Wohnort, Region), Psychografisch (Lebensstil, Werte) und Verhalten (Kaufanlass, Markentreue).

21
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Welche vier Wachstumsstrategien beschreibt die Ansoff-Matrix?

Marktdurchdringung (Bestehendes Prod. / Bestehender Markt), Marktentwicklung (Bestehendes Prod. / Neuer Markt), Produktentwicklung (Neues Prod. / Bestehender Markt) und Diversifikation (Neues Prod. / Neuer Markt).

22
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Welche drei Wettbewerbsstrategien gibt es nach Michael E. Porter?

Kostenfÿhrerschaft (Günstigster Anbieter / Discounter), Differenzierung (Einzigartigkeit / Design / Qualität) und Konzentration (Fokus auf enge Nische).

23
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Welche vier Arten von Konsum-Kaufentscheidungen werden unterschieden?

Extensiv (Hohes Risiko, starker Info-Bedarf, z. B. Autokauf), Limitiert (Auswahl aus bekanntem Set), Habitualisiert (Routine / Gewohnheit, z. B. Zahnpasta) und Impulsiv (Spontan, reizgesteuert, z. B. Süßwaren an der Kasse).

24
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Welche Merkmale und Preisstrategien prägen die Einfÿhrungsphase im Produktlebenszyklus?

Produkt ist unbekannt, geringes Volumen, hohe F&E-Kosten fÿhren zu Anlaufverlusten. Preisstrategien: Penetration (niedrig) oder Skimming (hoch); dazu intensive Werbung.

25
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Was geschieht in der Wachstumsphase des Produktlebenszyklus?

Steigende Bekanntheit, sprunghafter Umsatz, der Break-Even-Point wird überschritten (erste Gewinne!) und es erfolgt eine Qualitätsverbesserung.

26
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Welche Merkmale charakterisieren Reife- und Sättigungsphase im Produktlebenszyklus?

Reife: Höchste Bekanntheit, Umsatzwachstum flacht ab, starker Preiskampf, hohe Kundenbindungsbudgets, maximale Distribution. Sättigung: Umsatz sinkt, Gewinn geht zurück, Konkurrenten verlassen Markt, starke Rabatte, Vorbereitung auf Neustart.

27
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Welche Handlungsoptionen bestehen in der Degenerationsphase des Produktlebenszyklus?

Produktelimination (Marktaustritt) oder Relaunch (Überarbeitung & Neueinfÿhrung) bei einbrechender Nachfrage.

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Was unterscheidet Gebrauchsnutzen von Zusatznutzen bei Produkten?

Gebrauchsnutzen ist die fundamentale Grundfunktion (z. B. Auto fährt). Zusatznutzen ist der darüber hinausgehende Mehrwert, aufgeteilt in ästhetisch (Design, Form, Farbe) und Geltung/Prestige (Status, Stil, z. B. Luxusuhr).

29
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Welche Aufgaben erfüllt die Verpackung als „schweigsamer Verkäufer“?

Schutz, Transport, Vermittlung von Informationen sowie eine Werbefunktion.

30
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Welche Markenstrategien werden in der Markenpolitik unterschieden?

Einzelmarke (Jedes Produkt erhält eine eigene Marke: teuer, aber zielgenau), Dachmarke (Alle Produkte tragen denselben Namen) sowie Familienmarke / Mehrmarken.

31
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Wie unterscheiden sich Produktvariation, Produktelimination und Diversifikation?

Produktvariation: Verbesserung des bestehenden Produkts. Produktelimination: Produkt aus dem Markt nehmen. Diversifikation: Aufnahme neuer Produkte (horizontal, vertikal, lateral).

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Was ist der Unterschied zwischen Sortimentsbreite und Sortimentstiefe?

Breite bezieht sich auf die Anzahl der Produktgruppen (Spezial- vs. Vollsortiment). Tiefe bezieht sich auf die Anzahl der Varianten pro Gruppe (Massen- vs. Auswahlangebot).

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Welche drei Phasen des Kundendienstes (Service) gibt es?

Pre-Sales (Beratung & Information vor dem Kauf), At-Sales (Lieferung, Montage, Zahlungsbedingungen, Verpackung) und After-Sales (Garantie, Kulanz, Instandhaltung, Reparatur, Hotline).

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Wie ist der Break-Even-Point (Gewinnschwelle) definiert?

Erlo¨se=Kosten\text{Erlöse} = \text{Kosten} (Der Punkt, an dem alle Kosten gedeckt sind und erste Gewinne beginnen).