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Eine Sammlung von Vokabel-Lernkarten zu den Grundlagen, der Geschichte und den Teilbereichen der Biopsychologie und Neurowissenschaften.
Oxytocin
Ein Hormon, das die soziale Wahrnehmung beeinflusst; unter seinem Einfluss verschwindet der Unterschied, dass muskulöse Männer als weniger sympathisch wahrgenommen werden.
Hippokrates
Griechischer Arzt der Antike, der vertrat, dass das Gehirn beim Fühlen beteiligt ist und den Sitz der Intelligenz darstellt.
Aristoteles
Griechischer Philosoph, der glaubte, dass das Herz das Zentrum der Intelligenz sei und das Gehirn lediglich dazu diene, das Blut zu kühlen.
Galenos
Antiker Arzt, der zwischen Cerebrum (weich, nimmt Empfindungen auf) und Cerebellum (fester, steuert Motorik) unterschied und annahm, dass Nerven hohle Röhren für Flüssigkeitstransporte seien.
Vesalius
Renaissance-Anatom, der durch Leichensektionen bewies, dass Nerven nicht hohl sind, und damit Galenos' Flüssigkeitstheorie widerlegte.
Descartes
Philosoph und Wissenschaftler, der die Lateralisierung der Sinne entdeckte und annahm, dass der Verstand die Muskeln über die Zirbeldrüse und Flüssigkeiten steuert.
Dualismus
Philosophische Auffassung des Leib-Seele-Problems, nach der Körper und Seele/Verstand zwei voneinander getrennte Entitäten darstellen.
Monismus
Heutige biologische Sichtweise, nach der der Verstand keine spirituelle Einheit ist, sondern das Resultat der neuronalen Aktivität des Nervensystems.
Graue Masse
Gewebe des Nervensystems, das durch eine hohe Konzentration an Nervenzellkörpern gekennzeichnet ist.
Weisse Masse
Gewebe des Nervensystems, das hauptsächlich aus Leitungsbahnen bzw. Dendriten und Axonen besteht.
Zentrales Nervensystem (ZNS)
Der Teil des Nervensystems, der sich aus dem Gehirn und dem Rückenmark zusammensetzt.

Peripheres Nervensystem (PNS)
Umfasst alle Nerven und Nervenzellen des Körpers, die sich außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks befinden.
Galvani, du Bois-Reymond und Franklin
Forscher, die unabhängig voneinander entdeckten, dass Nerven als elektrische Leiter bzw. Kabel für Signale fungieren.
Brain-Mapping
Historische Ansicht, dass spezifische Gehirnareale einzelnen Funktionen zugeordnet sind; heute wird Funktion eher als Zusammenspiel von Netzwerken verstanden.
Leberbandwurm-Verhaltensänderung
Paradebeispiel für Monismus, bei dem ein Parasit das Nervensystem einer Ameise so verändert, dass sie sich an Grashalmen festbeißt, um von Kühen gefressen zu werden.

Experiment zum freien Willen
Untersuchung, die zeigte, dass bereits 500 ms vor einer bewussten Tastenentscheidung (bewusst erst ca. 200 ms vorher) neuronale Aktivität im Gehirn nachweisbar ist.
Molekulare Neurowissenschaft
Teilbereich der Neurowissenschaften, der die Rolle einzelner Moleküle bei der Zellkommunikation und dem Nervenzellwachstum untersucht.
Zelluläre Neurowissenschaft
Teilbereich der Neurowissenschaften, der die verschiedenen Gehirnzelltypen, deren Eigenschaften und deren Interaktionen erforscht.
System-Neurowissenschaft
Teilbereich der Neurowissenschaften, der komplexe Gehirnschaltkreise und funktionelle Systeme (wie das visuelle oder auditorische System) untersucht.
Verhaltensneurowissenschaft
Teilbereich der Neurowissenschaften, der die Zusammenhänge zwischen Gehirnsystemen und Verhaltensweisen erforscht.
Kognitive Neurowissenschaft
Teilbereich der Neurowissenschaften, der erforscht, wie höhere mentale Prozesse wie Denken oder Sprache im Gehirn verankert sind.