DVMT Manuelle Therapie – Modul 4 Theoriefragen

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Zehn prüfungsrelevante Frage-Antwort-Lernkarten zur Manuellen Therapie basierend auf dem Fragenkatalog des DVMT e.V.

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<p>Welche anatomischen Strukturen des Hüftgelenks sind in der Abbildung mit den Ziffern 1 bis 4 gekennzeichnet?</p>

Welche anatomischen Strukturen des Hüftgelenks sind in der Abbildung mit den Ziffern 1 bis 4 gekennzeichnet?

(1) Labrum acetabulare, (2) Acetabulum (Hüftpfanne), (3) Lig. capitis femoris (Lig. teres femoris), (4) Caput femoris (Hüftkopf)

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<p>Welche Bänder der Wirbelsäule sind in der Abbildung mit den Nummern 1 bis 3 dargestellt?</p>

Welche Bänder der Wirbelsäule sind in der Abbildung mit den Nummern 1 bis 3 dargestellt?

(1) Lig. longitudinale anterius, (2) Lig. longitudinale posterius, (3) Lig. flavum

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Wie lässt sich neuroanatomisch erklären, dass Funktionsstörungen der oberen Halswirbelsäule zu Schmerzen im Gesichtsbereich führen können?

Spinale afferente Fasern von C1–C3(4) konvergieren im Nucleus trigeminocervicalis mit Afferenzen des N. trigeminus. Dadurch können Schmerzimpulse aus der oberen HWS in das Versorgungsgebiet des N. trigeminus übertragen werden.

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Welches normale Bewegungsausmaß besteht für die Rotation im Segment C1/2 pro Seite und worauf deutet eine Rotation nach rechts von mehr als 40∘40^\circ hin?

Physiologisch sind circa ±40∘\pm 40^\circ (Streubreite 29∘29^\circ bis 46∘46^\circ). Eine Rechtsrotation über 40∘40^\circ kann ein Hinweis auf ein insuffizientes Lig. alare links sein.

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Welche Leitsymptome aus der Patientenbefragung (C/O) weisen dringlich auf ein Cauda-equina-Syndrom hin?

Rückenbeschwerden mit Ausstrahlung unter das Knie, Reithosenanästhesie (Sensibilitätsstörungen im Genitoanalbereich), motorische Ausfälle in den Beinen (z. B. Fußheberschwäche), Gangstörungen sowie neu aufgetretene Blasen-/Mastdarmstörungen oder erektile Dysfunktion.

6
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Wie lautet die physiologische Reihenfolge des Druckgradienten (Pressure Gradient) nach Sunderland im Nerventunnel und welchem Zweck dient er?

Formel: pA>pC>pF>pV>pTpA > pC > pF > pV > pT (arterieller Druck > kapillärer Druck > Druck im Faszikel > venöser Druck > Tunneldruck). Er gewährleistet die ungestörte Durchblutung und Zirkulation des Nervs im Gewebetunnel.

7
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Was versteht man unter dem „Brick-Wall-Konzept“ im Maitland-Konzept?

Ein Denkmodell auf zwei Ebenen: der theoretischen Ebene (Biomedizin, Pathologie) und der klinischen Ebene (subjektive und objektive Befunde). Beide Seiten sind durch eine durchlässige Wand getrennt, beeinflussen sich wechselseitig, wobei die klinische Seite die Behandlungsentscheidungen anführt.

8
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Was ist die Gemeinsamkeit und was der wesentliche Unterschied zwischen einer passiven Mobilisation Grad III und Grad IV nach Maitland?

Gemeinsamkeit: Beide Grade enden an derselben Grenze im Widerstand (RR). Unterschied: Grad IV besitzt eine kleine Bewegungsamplitude am Ende des Bewegungswegs, während Grad III eine große Amplitude nutzt.

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Welche typischen Merkmale in der Körpertabelle sprechen für das Vorliegen eines T4-Syndroms?

Handschuhförmige Parästhesien oder Taubheitsgefühle an den Händen (oft beidseits), diffuse kappenförmige oder bandartige Kopfschmerzen sowie neurovegetative Zeichen wie Kältegefühl, Schwellungsgefühl oder marmorierte Hautverfärbung der Finger.

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Welche Unterschiede bestehen zwischen peripher nozizeptiven und noziplastischen Schmerzen hinsichtlich ihrer Charakteristik?

Peripher nozizeptiv: örtlich klar begrenzt, proportional zum mechanischen Auslöser, intermittierend, klares klinisches Muster. Noziplastisch: schwer lokalisierbar, nicht-dermatomal, wechselhaft, anhaltend, disproportional zum Reiz und häufig mit Allodynie verbunden.

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