Vorkurs Mathematik: Grundlagen, Analysis und Lineare Algebra

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Umfassende Sammlung von Lernkarten im Frage-Antwort-Stil zu den mathematischen Themen Aussagenlogik, Mengenlehre, Funktionen, Folgen, Differential- und Integralrechnung, komplexe Zahlen, Vektorräume, Matrizen und euklidische Geometrie.

47 Terms

1
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Was ist eine mathematische Aussage gemäß der Arbeitsdefinition?

Eine sprachlich oder symbolisch formulierte Behauptung, der auf eindeutige Weise ein Wahrheitswert, nämlich wahr (WW) oder falsch (FF), zugeordnet werden kann.

2
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Wann ist die Implikation A⇒BA \Rightarrow B wahr und wann ist sie falsch?

Die Implikation A⇒BA \Rightarrow B ist nur dann falsch, wenn die Prämisse AA wahr und die Konklusion BB falsch ist. Wenn AA falsch ist, ist die Implikation stets wahr.

3
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Was versteht man unter einer Tautologie und was unter einem Widerspruch?

Eine Aussage, die für alle Wahrheitswerte der Grundannahmen wahr ist, heißt Tautologie (z. B. B∨¬BB \vee \neg B). Eine Aussage, die für alle Wahrheitswerte falsch ist, heißt Widerspruch (z. B. B∧¬BB \wedge \neg B).

4
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Was besagt das Prinzip der Kontraposition für eine Implikation A⇒BA \Rightarrow B?

Es gilt die logische Äquivalenz (A⇒B)⇔(¬B⇒¬A)(A \Rightarrow B) \Leftrightarrow (\neg B \Rightarrow \neg A). Dies begründet, dass AA hinreichend für BB und BB notwendig für AA ist.

5
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Wie lauten die De Morganschen Regeln der Aussagenlogik?

  1. ¬(A∧B)⇔¬A∨¬B\neg(A \wedge B) \Leftrightarrow \neg A \vee \neg B
  2. ¬(A∨B)⇔¬A∧¬B\neg(A \vee B) \Leftrightarrow \neg A \wedge \neg B
6
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Was ist die Potenzmenge P(M)\mathcal{P}(M) einer Menge MM und wie lautet ihre Mächtigkeit bei einer endlichen Menge mit #M=n\#M = n?

Die Potenzmenge ist die Menge aller Teilmengen von MM, also P(M):={A:A⊆M}\mathcal{P}(M) := \{A : A \subseteq M\}. Ihre Mächtigkeit beträgt ∥P(M)∥=2n\|\mathcal{P}(M)\| = 2^n.

7
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Wie ist das kartesische Produkt zweier Mengen AA und BB definiert?

Das kartesische Produkt ist die Menge aller geordneten Paare: A×B:={(a,b):a∈A,b∈B}A \times B := \{(a, b) : a \in A, b \in B\}.

8
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Wie lauten die Regeln zur Negation von Aussagen mit All- und Existenzquantoren?

  1. ¬(∃x∈M:A(x))⇔∀x∈M:¬A(x)\neg (\exists x \in M : A(x)) \Leftrightarrow \forall x \in M : \neg A(x)
  2. ¬(∀x∈M:A(x))⇔∃x∈M:¬A(x)\neg (\forall x \in M : A(x)) \Leftrightarrow \exists x \in M : \neg A(x)
9
New cards
<p>Welche Abbildungseigenschaften bezüglich Injektivität und Surjektivität illustrieren die Teilabbildungen (a) bis (d)?</p>

Welche Abbildungseigenschaften bezüglich Injektivität und Surjektivität illustrieren die Teilabbildungen (a) bis (d)?

(a) Injektiv (jedes Bildelement wird höchstens einmal getroffen). (b) Bijektiv (injektiv und surjektiv). (c) Surjektiv (jedes Element der Zielmenge wird mindestens einmal getroffen). (d) Keine Abbildung (ein Element der Definitionsmenge hat mehrere Bilder).

10
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Wie bewies Euklid (Satz von Euklid), dass es unendlich viele Primzahlen gibt?

Durch Widerspruch: Nimmt man an, P={p1,…,pr}P = \{p_1, \dots, p_r\} sei die endliche Menge aller Primzahlen, besitzt n=p1⋅p2⋯pr+1n = p_1 \cdot p_2 \cdots p_r + 1 einen Primteiler qq. Da nn bei Division durch jedes pjp_j den Rest 1 lässt, kann qq in PP nicht vorkommen – ein Widerspruch.

11
New cards

Was besagt die Nullteilerfreiheit in einem Körper KK?

Ein Produkt ist genau dann gleich null, wenn mindestens einer der Faktoren null ist: a⋅b=0⇔(a=0)∨(b=0)a \cdot b = 0 \Leftrightarrow (a = 0) \vee (b = 0).

12
New cards

Wie lautet die Rekursionsformel für Binomialkoeffizienten im Pascalschen Dreieck?

(n+1k+1)=(nk)+(nk+1)\binom{n + 1}{k + 1} = \binom{n}{k} + \binom{n}{k + 1} für alle n,k∈N0n, k \in \mathbb{N}_0.

13
New cards

Welche zwei Schritte umfasst ein Beweis durch vollständige Induktion für eine Aussage A(n)A(n) ab n0n_0?

  1. Induktionsanfang: Nachweis, dass A(n0)A(n_0) wahr ist.
  2. Induktionsschritt: Beweis von A(n)⇒A(n+1)A(n) \Rightarrow A(n + 1) für alle n≥n0n \ge n_0 unter Verwendung der Induktionsannahme A(n)A(n).
14
New cards

Wie lautet die geometrische Summenformel für q∈R∖{1}q \in \mathbb{R} \setminus \{1\} und n∈N0n \in \mathbb{N}_0?

∑j=0nqj=qn+1−1q−1\sum_{j=0}^n q^j = \frac{q^{n+1} - 1}{q - 1}

15
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Wie bestimmt die Diskriminante D:=p24−qD := \frac{p^2}{4} - q die reelle Lösungsmenge von x2+px+q=0x^2 + px + q = 0?

  • D<0D < 0: L=∅L = \emptyset
  • D=0D = 0: L={−p2}L = \{-\frac{p}{2}\}
  • D>0D > 0: L={−p2+D,−p2−D}L = \{-\frac{p}{2} + \sqrt{D}, -\frac{p}{2} - \sqrt{D}\}
16
New cards

Welche elementaren Zeilenumformungen sind beim Gauß-Algorithmus zur Umformung von linearen Gleichungssystemen zulässig?

  1. Multiplikation einer Zeile mit einer Zahl ungleich 0.
  2. Vertauschen von zwei Zeilen.
  3. Addition (oder Subtraktion) des Vielfachen einer Zeile zu einer anderen Zeile.
17
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Wann heißt eine nichtleere Teilmenge S⊆RS \subseteq \mathbb{R} beschränkt?

Wenn es ein abgeschlossenes Intervall [a;b][a; b] gibt, sodass S⊆[a;b]S \subseteq [a; b] gilt.

18
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Was unterscheidet eine lokale Minimalstelle von einem lokalen Minimalwert einer reellen Funktion?

Die Minimalstelle ist das Argument x∈Dx \in D, an dem das Minimum angenommen wird. Der Minimalwert ist der zugehörige Funktionswert f(x)f(x).

19
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Welche Eigenschaft besitzt jede streng monotone Funktion f:D→Rf: D \to \mathbb{R}?

Sie ist injektiv (Satz 1: Aus x<yx < y folgt stets f(x)<f(y)f(x) < f(y) bzw. f(x)>f(y)f(x) > f(y), sodass f(x)≠f(y)f(x) \neq f(y) gilt).

20
New cards

Wie ist die Konvergenz einer reellen Folge (an)n≥1(a_n)_{n \ge 1} gegen einen Grenzwert aa formell definiert?

Für jedes ϵ>0\epsilon > 0 gibt es ein N∈NN \in \mathbb{N}, sodass für alle n≥Nn \ge N gilt: ∣an−a∣<ϵ|a_n - a| < \epsilon.

21
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Welcher fundamentale Zusammenhang besteht laut Satz 2 zwischen Monotonie, Beschränktheit und Konvergenz einer Folge?

(i) Jede konvergente Folge ist beschränkt. (ii) Jede Folge, die monoton und beschränkt ist, konvergiert.

22
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Was ist der Unterschied zwischen einem Grenzwert und einem Häufungspunkt einer Folge?

Ein Grenzwert verlangt, dass fast alle (alle bis auf endlich viele) Folgenglieder in jedem ϵ\epsilon-Intervall um aa liegen. Für einen Häufungspunkt müssen lediglich unendlich viele Glieder in jedem ϵ\epsilon-Intervall liegen.

23
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Wann heißt eine reelle Funktion f:D→Rf: D \to \mathbb{R} stetig im Punkt x0∈Dx_0 \in D?

Wenn für jede Folge (xn)n≥1(x_n)_{n \ge 1} in D∖{x0}D \setminus \{x_0\} mit lim⁡n→∞xn=x0\lim_{n \to \infty} x_n = x_0 gilt: lim⁡n→∞f(xn)=f(x0)\lim_{n \to \infty} f(x_n) = f(x_0), bzw. lim⁡x→x0f(x)=f(x0)\lim_{x \to x_0} f(x) = f(x_0).

24
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Was besagt der Satz über die Polynomdivision mit Rest für zwei Polynome pp und q≠0q \neq 0?

Es gibt eindeutig bestimmte Polynome ff und rr, sodass p=f⋅q+rp = f \cdot q + r mit grad⁡(r)<grad⁡(q)\operatorname{grad}(r) < \operatorname{grad}(q) oder r=0r = 0.

25
New cards

Was unterscheidet eine Polstelle von einer hebbaren Singularität bei rationalen Funktionen?

An einer Polstelle gilt lim⁡x→x0∣r(x)∣=∞\lim_{x \to x_0} |r(x)| = \infty. Bei einer hebbaren Singularität lässt sich die Funktion durch Vorgabe des Grenzwerts stetig in x0x_0 fortsetzen.

26
New cards

Wie lautet die Kettenregel zur Ableitung der Verkettung zweier differenzierbarer Funktionen (f∘g)(x)(f \circ g)(x)?

(f∘g)′(x)=f′(g(x))⋅g′(x)(f \circ g)'(x) = f'(g(x)) \cdot g'(x)

27
New cards

Welches hinreichende Kriterium sichert ein lokales Maximum einer 2-mal stetig differenzierbaren Funktion an der Stelle x0x_0?

f′(x0)=0f'(x_0) = 0 und f′′(x0)<0f''(x_0) < 0.

28
New cards

Was besagt der Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung?

Jede stetige Funktion f:D→Rf: D \to \mathbb{R} besitzt eine Stammfunktion FF, und für jedes Intervall [a;b]⊆D[a; b] \subseteq D gilt: ∫abf(t) dt=F(b)−F(a)\int_a^b f(t)\,dt = F(b) - F(a).

29
New cards

Wie lautet die Formel der partiellen Integration für bestimmte Integrale?

∫ab(f′⋅g)(x) dx=[f(x)⋅g(x)]ab−∫ab(f⋅g′)(x) dx\int_a^b (f' \cdot g)(x)\,dx = [f(x) \cdot g(x)]_a^b - \int_a^b (f \cdot g')(x)\,dx

30
New cards
<p>Welche beiden trigonometrischen Funktionen sind in der Abbildung dargestellt und an welchen Stellen liegen deren Definitionslücken?</p>

Welche beiden trigonometrischen Funktionen sind in der Abbildung dargestellt und an welchen Stellen liegen deren Definitionslücken?

Die blaue Kurve zeigt tan⁡(x)\tan(x) mit Definitionslücken bei π2+k⋅π\frac{\pi}{2} + k \cdot \pi (k∈Zk \in \mathbb{Z}). Die rote Kurve zeigt cot⁡(x)\cot(x) mit Definitionslücken bei k⋅πk \cdot \pi (k∈Zk \in \mathbb{Z}).

31
New cards

Wie lauten die Additionstheoreme für sin⁡(x±y)\sin(x \pm y) und cos⁡(x±y)\cos(x \pm y)?

  1. sin⁡(x±y)=sin⁡(x)cos⁡(y)±cos⁡(x)sin⁡(y)\sin(x \pm y) = \sin(x) \cos(y) \pm \cos(x) \sin(y)
  2. cos⁡(x±y)=cos⁡(x)cos⁡(y)∓sin⁡(x)sin⁡(y)\cos(x \pm y) = \cos(x) \cos(y) \mp \sin(x) \sin(y)
32
New cards

Wie sind Betrag und multiplikatives Inverses einer komplexen Zahl z=a+ib≠0z = a + i b \neq 0 definiert?

Betrag: ∣z∣=zzˉ=a2+b2|z| = \sqrt{z \bar{z}} = \sqrt{a^2 + b^2}. Multiplikatives Inverses: z−1=zˉ∣z∣2=a−iba2+b2z^{-1} = \frac{\bar{z}}{|z|^2} = \frac{a - i b}{a^2 + b^2}.

33
New cards

Welche geometrische Bedeutung hat die Multiplikation zweier komplexer Zahlen z,w∈Cz, w \in \mathbb{C} in Polarkoordinaten?

Sie entspricht einer Drehstreckung: Die Beträge werden multipliziert (∣z⋅w∣=∣z∣⋅∣w∣|z \cdot w| = |z| \cdot |w|) und die Argumente addiert (arg⁡(z⋅w)=φ+ψ\arg(z \cdot w) = \varphi + \psi).

34
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<p>Welche mathematischen Objekte sind in der dargestellten Gaußschen Zahlenebene auf dem Einheitskreis zu sehen?</p>

Welche mathematischen Objekte sind in der dargestellten Gaußschen Zahlenebene auf dem Einheitskreis zu sehen?

Die 12-ten Einheitswurzeln, d. h. die Nullstellen des Polynoms x12−1=0x^{12} - 1 = 0, gegeben durch ζ12k=ei2πk12\zeta_{12}^k = e^{i \frac{2\pi k}{12}} für k=0,…,11k = 0, \dots, 11, mit ζ12=3+i2\zeta_{12} = \frac{\sqrt{3} + i}{2}.

35
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Was besagt der Fundamentalsatz der Algebra für ein komplexes Polynom p(x)p(x) vom Grad nn?

Jedes normierte Polynom p(x)=xn+an−1xn−1+⋯+a0p(x) = x^n + a_{n-1}x^{n-1} + \dots + a_0 mit Koeffizienten in C\mathbb{C} zerfällt vollständig in Linearfaktoren: p(x)=∏k=1m(x−bk)nkp(x) = \prod_{k=1}^m (x - b_k)^{n_k} mit ∑k=1mnk=n\sum_{k=1}^m n_k = n.

36
New cards

Welche Bedingungen muss eine nichtleere Teilmenge W⊆VW \subseteq V erfüllen, um ein Untervektorraum zu sein?

Sie muss bezüglich der Vektoraddition und der Skalarmultiplikation abgeschlossen sein:

  1. Für alle u,w∈Wu, w \in W gilt u+w∈Wu + w \in W.
  2. Für alle λ∈R\lambda \in \mathbb{R} und w∈Ww \in W gilt λ⋅w∈W\lambda \cdot w \in W.
37
New cards

Wann heißt eine endliche Menge von Vektoren v1,…,vnv_1, \dots, v_n in einem Vektorraum linear unabhängig?

Wenn die Gleichung λ1v1+⋯+λnvn=o\lambda_1 v_1 + \dots + \lambda_n v_n = o nur die triviale Lösung λ1=⋯=λn=0\lambda_1 = \dots = \lambda_n = 0 besitzt.

38
New cards

Was versteht man unter einer Basis und der Dimension eines endlich erzeugten Vektorraums?

Eine Basis ist ein linear unabhängiges Erzeugendensystem von VV. Die Dimension dim⁡(V)\dim(V) ist die eindeutig bestimmte Anzahl von Vektoren in einer solchen Basis.

39
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Welcher Zusammenhang besteht zwischen den Spalten einer Abbildungsmatrix A∈Mm,n(R)A \in M_{m,n}(\mathbb{R}) und der linearen Abbildung ϕA\phi_A?

Die jj-te Spalte von AA ist genau das Bild des jj-ten Standardbasisvektors unter ϕA\phi_A, also A⋅ej=ajA \cdot e_j = a_j.

40
New cards

Wie setzt sich die Lösungsmenge LL eines lösbaren inhomogenen linearen Gleichungssystems A⋅x=bA \cdot x = b zusammen?

L={y+x0:x0∈kern⁡(A)}L = \{y + x_0 : x_0 \in \operatorname{kern}(A)\}, wobei yy eine beliebige spezielle Lösung von A⋅x=bA \cdot x = b und kern⁡(A)\operatorname{kern}(A) die Lösungsmenge des zugehörigen homogenen Systems ist.

41
New cards

Unter welcher Bedingung ist eine (2×2)(2 \times 2)-Matrix A=(abcd)A = \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix} invertierbar und wie lautet ihre Inverse?

Genau dann, wenn ad−bc≠0ad - bc \neq 0 ist. Die inverse Matrix lautet: A−1=1ad−bc(d−b−ca)A^{-1} = \frac{1}{ad - bc} \begin{pmatrix} d & -b \\ -c & a \end{pmatrix}.

42
New cards

Welche drei Eigenschaften charakterisieren das Standard-Skalarprodukt ⟨−,−⟩\langle -, - \rangle auf dem Rn\mathbb{R}^n?

  1. Symmetrie: ⟨x,y⟩=⟨y,x⟩\langle x, y \rangle = \langle y, x \rangle
  2. Bilinearität/Linearität: ⟨x+z,y⟩=⟨x,y⟩+⟨z,y⟩\langle x + z, y \rangle = \langle x, y \rangle + \langle z, y \rangle und ⟨λx,y⟩=λ⟨x,y⟩\langle \lambda x, y \rangle = \lambda \langle x, y \rangle
  3. Positive Definitheit: ⟨x,x⟩≥0\langle x, x \rangle \ge 0 und ⟨x,x⟩=0⇔x=o\langle x, x \rangle = 0 \Leftrightarrow x = o.
43
New cards

Wie hängen das Skalarprodukt zweier Vektoren x,y∈R2∖{o}x, y \in \mathbb{R}^2 \setminus \{o\} und der von ihnen eingeschlossene Winkel α\alpha zusammen?

⟨x,y⟩=∥x∥⋅∥y∥⋅cos⁡(α)\langle x, y \rangle = \|x\| \cdot \|y\| \cdot \cos(\alpha)

44
New cards

Wie lautet der Kosinussatz für ein Dreieck mit Seiten a,b,ca, b, c und dem Innenwinkel γ\gamma zwischen aa und bb?

c2=a2+b2−2abcos⁡(γ)c^2 = a^2 + b^2 - 2ab \cos(\gamma)

45
New cards

Wie lautet die Formel für den Lotfußpunkt x∗x^* auf einer Geraden G={x0+tv:t∈R}G = \{x_0 + tv : t \in \mathbb{R}\}, der den minimalen Abstand zu einem Punkt yy realisiert?

x∗=x0−⟨v,x0−y⟩∥v∥2vx^* = x_0 - \frac{\langle v, x_0 - y \rangle}{\|v\|^2} v

46
New cards

Was bezeichnet man als Hessesche Normalenform einer Geraden oder Ebene?

Die Darstellung ⟨x−P,n⟩=0\langle x - P, n \rangle = 0 bzw. ⟨x,n⟩=d\langle x, n \rangle = d, bei der der Normalenvektor normiert ist, also Länge 1 besitzt (∥n∥=1\|n\| = 1).

47
New cards

Wie ist das Kreuzprodukt v×wv \times w für v,w∈R3v, w \in \mathbb{R}^3 definiert und welche Orientierung hat das Resultat zu den beiden Vektoren?

v×w=(v2w3−v3w2v3w1−v1w3v1w2−v2w1)v \times w = \begin{pmatrix} v_2 w_3 - v_3 w_2 \\ v_3 w_1 - v_1 w_3 \\ v_1 w_2 - v_2 w_1 \end{pmatrix}. Der Vektor v×wv \times w steht orthogonal auf vv und auf ww, und es gilt v×w=−(w×v)v \times w = - (w \times v).