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Vocabulary flashcards based on the lecture Semiconductor Devices (SS 2026).
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Gleichrichtender Metall-Halbleiter-Kontakt (1874)
Von Braun entdeckter erster Meilenstein in der Geschichte der elektronischen Bauelemente.
Spitzentransistor (1947)
Erster Transistor, entwickelt von Bardeen, Brattain und Shockley bei Bell Labs.
Integrierte Schaltung (1958/59)
Meilenstein der Elektronik, entwickelt von Kilby und Noyce.
Moore'sches Gesetz
Regel, nach der sich die Transistorzahl pro Chip etwa alle 2Jahre verdoppelt.
Passives Bauelement: Widerstand
Ein 'Verbraucher', der aus einem Leiter mit definierter Leitfähigkeit besteht (z. B. Konstantan, Cermet, Polysilicium, dotiertes Si).
Passives Bauelement: Kondensator
Ein 'Spannungsspeicher', bestehend aus Elektroden und einem Dielektrikum (z. B. SiO2, Si3N4, Al2O3, Ta2O5, TiO2 oder Ferroelektrika wie BaTiO3, PZT, PVDF).
Passives Bauelement: Spule
Ein 'Stromspeicher', bestehend aus Spulendraht (Cu) und magnetischem Material (z. B. Fe, FeCo, NiFe).
PTC (Kaltleiter)
Verhalten von Metallen, bei denen mit steigender Temperatur T mehr Gitterschwingungen auftreten, die Leitfähigkeit σ sinkt und der Widerstand R steigt.
NTC (Heißleiter)
Verhalten von Halbleitern, bei denen mit steigender Temperatur T die Ladungsträgerdichte n stark steigt und dominiert, wodurch der Widerstand R sinkt.
Direkter Halbleiter
Halbleiter (z. B. GaAs mit 1,42eV, GaN mit 3,37eV), bei dem das Minimum des Leitungsbandes EL und das Maximum des Valenzbandes EV beim gleichen Impulsvektor k liegen, was zu strahlender Rekombination führt (LEDs, Laser).
Indirekter Halbleiter
Halbleiter (z. B. Si mit 1,12eV, Ge mit 0,67eV, SiC), bei dem zur Rekombination zusätzlich ein Phonon notwendig ist, woraus eine sehr geringe Lichtausbeute folgt.
Effektive Masse m∗
Masseparameter, der den Einfluss des Kristallgitters auf die Ladungsträger berücksichtigt.
Thermisches Energieäquivalent kT bei 300K
Energieäquivalent mit einem Wert von ca. 25,9meV.
Donator
Dotierstoff aus der V. Hauptgruppe (P, As, Sb), der ein Elektron abgibt und einen n-Typ-Halbleiter bildet.
Akzeptor
Dotierstoff aus der III. Hauptgruppe (B, Al, Ga, In), der ein Elektron aufnimmt und einen p-Typ-Halbleiter bildet.
Neutralitätsbedingung im Halbleiter
Gleichung für das Ladungsgleichgewicht im dotierten Halbleiter: n+NA−=p+ND+.
Störstellenerschöpfung
Temperaturbereich (Arbeitsbereich) eines dotierten Halbleiters, in dem n≈ND gilt.
Raumladungszone (RLZ)
Bereich an einem pn-Übergang, aus dem Majoritätsträger diffundieren und ortsfeste ionisierte Dotanden zurücklassen.
Sperrschichtkapazität
Diodenkapazität, die auf der Modulation der RLZ-Ladung beruht und in Sperrrichtung dominiert (Varaktor).
Diffusionskapazität
Diodenkapazität, die durch die gespeicherte Minoritätsladung entsteht und in Flussrichtung dominiert.
Thermischer Durchbruch
Durchbruchmechanismus, bei dem Verlustleistung zu Erwärmung führt, was den Sperrstrom (proportional zu ni2) steigert und eine Mitkopplung bewirkt.
Lawinendurchbruch
Durchbruchmechanismus in schwach dotierten Halbleitern mit großer RLZ, bei dem Ladungsträger durch Stoßionisation vervielfacht werden und UBR mit der Temperatur T steigt.
Zener-Durchbruch
Durchbruchmechanismus durch Band-zu-Band-Tunneln in hoch dotierten Halbleitern mit sehr schmaler RLZ (UBR<5V), wobei UBR mit steigender Temperatur T sinkt.
Schottky-Kontakt
Gleichrichtender Metall-Halbleiter-Kontakt mit der Barriere ΦB=ΦM−χ, der nur auf Majoritätsträgern basiert und dadurch sehr schnell schaltet.
Ohmscher Kontakt
Nicht-gleichrichtender Metall-Halbleiter-Kontakt, realisiert durch sehr kleine Barrierenhöhe oder sehr hohe Oberflächenkontaktdotierung (Tunnelkontakt).
Heteroübergang
Grenzfläche zweier Halbleiter mit unterschiedlicher Bandlücke Eg, was zu Bandsprüngen ΔEL und ΔEV führt.
Early-Effekt
Phänomen beim Bipolartransistor, bei dem ein Anstieg von UCE die BC-RLZ in die Basis ausdehnt, wodurch die neutrale Basisweite wB sinkt und der Kollektorstrom IC steigt.
Transitfrequenz fT
Frequenzgrenze eines Transistors, angenähert durch fT≈2π⋅τEC1.
JFET (Sperrschicht-FET)
Unipolarer FET, bei dem der Kanalquerschnitt zwischen Source und Drain über die RLZ-Weite eines in Sperrrichtung betriebenen pn-Gates gesteuert wird.
MESFET
Sperrschicht-FET, bei dem der pn-Übergang durch einen Schottky-Kontakt (Metall-Halbleiter) auf einem semi-isolierenden Substrat ersetzt ist.
Akkumulation (MIS-Kondensator)
Zustand bei UG<UFB, bei dem sich Löcher an der Grenzfläche ansammeln und die Bänder nach oben gebogen sind.
Starke Inversion (MIS-Kondensator)
Zustand bei einstellendem Oberflächenpotenzial ϕS=2ϕB, bei dem ns=NA gilt und sich ein Inversionskanal bildet.
Kanallängenmodulation
Effekt beim MOSFET in Sättigung, bei dem der Abschnürpunkt in Richtung Source wandert, die effektive Kanallänge sinkt und ID leicht steigt.
CMOS-Inverter
Grundschaltung bestehend aus einer Reihenschaltung eines pMOS-Transistors (oben an UDD) und eines nMOS-Transistors (unten an Masse) mit verbundenen Gates.